Kloster Kassel - Prelude

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Gansekiel
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Kloster Kassel - Prelude

Beitrag von Gansekiel » 24.08.2005 - 07:31

Bild
Klosterplan Kassel

NSC:
* Erzbischöfin Eusebia von Kassel
* Ab Hubertus, der den Brief von Raban erhalten hat und die Engel auf die Suche geschickt hat

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hier folgt bald das prelude, sobald ein Urielit gefunden ist

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 29.08.2005 - 15:16

Es regnete auch in Kassel. Dicke Tropfen fielen platschend zu Boden und wuschen die Fassade des Klosters sauber.
Der Regen prasselte an die Fenster und mit noch stärkerer Intensität auf die Dächer, so dass im ganzen Kloster ein Rauschen das Hintergrundgeräusch bildete, das müde Monachen, Beginen, Pilger und Templer in den Schlaf wiegte und wache Menschen schläfrig machte.
Und der Regen prasselte weiter auf die Erde nieder, als wolle er nie wieder aufhören.

Kael
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Beitrag von Kael » 29.08.2005 - 22:07

Kael flog über der Wolkendecke, um den Regen, der darunter auf die Erde niederprasseln musste, zu vermeiden. Hier oben war es nicht nur trockener, sondern auch noch sonnig. Lang würde er nur leider nicht mehr bleiben können - wenn er Kassel nicht verpassen wollte, würde er bald hinunter müssen, um sich besser orientieren zu können.

'Kassel... dort werde ich wohl endlich einer Schar zugeteilt werden', dachte Kael. Er war schon verwundert gewesen, als die meisten Gabrieliten direkt in Roma Aeterna ihren Scharen zugeteilt worden waren, er aber nach der Weihe zurück nach Nürnberg geschickt worden war. Und jetzt wurde er schon wieder verlegt. Er fragte sich was das bedeutete... War er nicht gut genug? Hatte er einmal den Mund zuweit aufgerissen?

Kael verzog das Gesicht. 'Ach, sollen sie doch denken was sie wollen.' Er blinzelte in die untergehende Sonne, was ihn sonst immer aufheiterte. Auch diesmal verfehlte die feurige Scheibe ihre Wirkung nicht.

Nach einigen Sekunden blickte er wieder nach unten. 'Ich sollte wohl wirklich besser mal runter...' Selbst wenn er zu voreilig war, würde er zumindest abschätzen können, wie weit er noch zu fliegen hatte. Er gab sich einen Ruck und tauchte in die Wolkendecke hinein. Nach kurzer Zeit hatte er diese durchstoßen und konnte das Land durch den Regen unter sich sehen.

Und das Kloster keine drei Kilometer vor sich. Es mußte das richtige sein - die Beschreibung passte perfekt.

'Na, so ein Glück aber auch!' freute sich Kael. Er dankte Gott, ihm im richtigen Moment eine Eingebung geschenkt zu haben, und machte sich mit kräftigen Flügelschlägen zu seinem Ziel auf.

Als er schon beinahe angekommen war, sah er sich nach einem Landeplatz um. War es vermessen, gleich im Innenhof zu landen? Aber wie ein Mensch an der Tür zu klopfen passte wohl auch nicht zu einem Engel? Mit einem Schulterzucken entschied er sich für den Innenhof und reduzierte seine Geschwindigkeit.

'Der Hof ist aber schon ziemlich eng...' Ein paar Monachen konnte er auch ausmachen - Kael beschloss, zur Sicherheit etwas abseits von ihnen zu landen und zog die Schwingen ein wenig ein, um nicht eine Wand zu streifen. 'Jetzt nur keinen schlechten Eindruck machen...' dachte er während der Boden immer näher kam. Er bremste kurz vor der Landung ab, aber nicht kräftig genug, sodaß er ein paar schnelle Schritte benötigte, um wirklich stehenzubleiben.

Schnell sah er zu der Gruppe von Monachen, die zu ihm herüberlugten und nicht einmal versuchten, das unauffällig zu tun. 'So schlecht kann meine Landung wohl nicht gewesen sein...' dachte Kael aufgemuntert, als er keinen von ihnen Lachen sah.

Einer der Monachen kam auf ihn zu und blieb vor ihm stehen. "Seid gegrüßt, Engel des Herrn. Sagt, wie kann ich Euch helfen?"

"Sei gegrüßt", erwiderte Kael. "Ich soll mich hier mit..."

Und der Name des Michaeliten wollte ihm ums Verrecken nicht einfallen. Kael hustete kurz, um Zeit zu schinden. 'All-', überlegte er fieberhaft. 'Irgendwas mit A. Allirael?'

"... mit Allirael zu treffen" endete er mit bestimmter Stimme und sah den Monach mit festem Blick an. "Ist er zugegen?"

Während er auf die Antwort des Monachen wartete, ging er noch einmal im Kopf die Namen durch, die man ihm genannt hatte. 'Ab Hubertus... Erzbischöfin Eusebia... und All-hmhm-el.' Er würde den richtigen Namen ja wohl gleich hören. Oder hatte er ihn sogar erraten?

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Beitrag von Gansekiel » 30.08.2005 - 11:49

Die Männer und Frauen, die Kael entdeckt hatte neigten alle ehrfurchtsvoll ihre Köpfe, bis auf denjenigen, der angesprochen worden war.
Ein Mann im Gewand der Gabrieliten, der sicher auch keinen schlechten Templer abgegeben hätte.
"Alluriel glaube ich heißt der Michaelit. Ab Hubertus erwartet ihn und seine Schar sehnlichst zurück, aber ich befrüchte du wirst dich noch etwas gedulden müssen. Ich kann dich gerne zum Ab führen, wenn Du das möchtest, dann trägst du dein Anliegen am besten ihm vor. Der Ab weiß auch, wohin genau die Schar geflogen ist. Wenn es sehr dringlich ist, kannst du ihnen ja vielleicht hinterher oder entgegen fliegen?" schlug der Monache vor und sah dann etwas verlegen auf den viel kleineren Engel hinab.
Es war nicht einfach aufzusehen, auf jemand der einige Köpfe kleiner war.

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Beitrag von Silviael » 30.08.2005 - 17:21

Der neue Auftrag erreichte die junge Urielitin im Dom zu Colonia Agrippinenst, als sie grade von einem Erkundungsflug aus der Umgebung von Aachen zurückkam. Kaum das Silviael auf eine der großen Plattformen gelandet war, eilte ein junger Monach auf sie zu, verbeugte sich leicht und erklärte ihr das sie sich bei dem AB einzufinden habe. Er haben eine neue Order für sie. Etwas verärgert das sie nicht einmal die Zeit hatte sich frisch zu machen, ging sie raschen Schrittes zu dem AB des Domes. Respektvoll verneigte sie sich vor ihm, wieder einmal von seiner Präsens beeindruckt und hörte sich an was er zu sagen hatte.
Aufmerksam lauschte sie seinen Worten und sah überrascht zu dem AB auf als sie erfuhr das sie nach Kassel solle um einen ihrer Brüder abzulösen, der zurück in dein heimatlichen Himmel befohlen ist.
Sie wiederholte den Auftrag und verabschiedete sich von dem AB.

Auf dem Weg zu der Plattform machte sie einen Umweg über ihrer Cella und sammelte ihre einige Habe auf. Noch während Silviael diese verstaute war sie schon dabei ihren Weg fortzusetzen.
Noch am frühen Nachmittag machte sie sich auf über den Rheinschlund nach Kassel zu fliegen, sie wusste das es ein weiter Flug war und rechnete damit mindestens eine Pause machen zu müssen. Aber alles in allem würde sie etwa 4 Stunden brauchen und damit noch vor Einbruch der Dunkelheit ankommen würde.

Aufgrund der Windverhältnisse war der Flug leichter als Silviael vermutet hatte, große Teile des Weges ließ sie sich von den Aufwinden treiben und sparte so wichtige Energien. Wie erwartet kam die junge Urielitin vor der Nacht an und landete leichtfüßig, aber denn noch mit leicht Schmerzenden Schultern auf einer der zahlreichen Landeplattformen. Sofort sah Silviael sich um und sprach den ersten Monachen an den sie sah, erklärte ihm ihre Lage und erkundigte sich nach den Weg zum AB des Klosters

Mit einem Nicken bedankte sich Silviael und betrachtete die vielen Menschen. Bei sovielen Leuten wurd ihr immer etwas mulmig und sie wünschte sich, sie hätte wieder eine richtige Aufgabe und nicht nur den Boten zu spielen.
Silviael zuckte mit den Schultern und machte sich auf den Weg zum AB und genauso respektvoll wie es seinem Amt zusteht sprach sie ihn an, nach dem er sie empfangen hatte.

Er hörte ihr aufmerksam zu und nickte dann nur kurz, lächte milde und teilte der Urielitin mit, das der gesuchte Urielit und seine Schar noch nicht da seien. Das man ihr eine Cella bereitstelle und sie auf diese Schar warten möchte, da sie jeden Tag erwartet würden.

Silviael dankte dem älteren Mann und verabschiedete sie gebührenvoll und folgte dem gerufenen Monachen, der sie zu ihrer zugewiesenen Cella führte.
Wie alle anderen, war diese auch spartanisch eingerichtet und nicht besonders groß. Mißmutig stellte sich der junge Engel an das kleine Fenster und sah hinaus auf die Landschaft und die Stadt.
Sie hielt es sage und schreibe eine halbe Stunde aus, dann musste sie raus aus dem kleinen Raum und eilig ging sie in den großen, hellen Hof des Klosters. Sofort ging es ihr wieder besser und mit etwas mehr Begeisterung sah sie sich um.
Zuletzt geändert von Silviael am 31.08.2005 - 11:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Kael » 30.08.2005 - 21:14

'Hmm. Knapp vorbei ist auch daneben', dachte Kael. Alluriel... Er sollte sich diesen Namen wohl besser merken. Er hatte gehört, daß Michaeliten sehr eingebildet sein konnten; sogar ihre Schulterplatten verzierten sie. Sojemand würde es sicher auch nicht mögen, wenn man seinen Namen verwechselte.

Kael lenkte seine Aufmerksamkeit zurück auf den Monachen. "Alluriel?" fragte er und legte Überraschung in seine Stimme. "Bist du dir da sicher?"

Der Monach bestätige den Namen nocheinmal, beinahe zu schnell.

Kael presste die Lippen kurz zusammen und hoffte, verärgert zu wirken. "Da muß wohl jemand im Himmel ein Fehler unterlaufen sein."

"Das... kann ich nicht beurteilen", antwortete der Monach, für sein kräftiges Erscheinungsbild überraschend diplomatisch. Trotzdem, irgendwie wirkte er... verunsichert? Verlegen? So sollte ein Monach der Gabrieliten nicht reagieren, wenn er einen Engel des eigenen Ordens vor sich sah. 'Was ist denn los mit ihm?' wunderte sich Kael. Wahrscheinlich sah er nicht oft Engel und war vollkommen überwältigt... Oder war er gar ein Ketzer? Aber mitten in einem Kloster - das konnte nicht sein.

Wie auch immer, Kael hatte eigentlich keine Lust, mit dem Ab Bekanntschaft zu schließen. Das würde er höchstwahrscheinlich sowieso früh genug. Dann aber hoffentlich im Beisein des Michaeliten, der in solchen Fällen ja das Sprechen übernehmen sollte.

"Die Nachricht ist für Alluriel bestimmt und ich denke nicht, daß ich Ab Hubertus stören sollte", antwortete Kael deswegen. "Ich bin sicher, daß er sehr beschäftigt ist. So dringend, daß ich Alluriel entgegenfliegen müßte, ist die Nachricht auch nicht, also würde ich mich gerne waschen und von dem Flug erholen."

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Beitrag von Gansekiel » 31.08.2005 - 07:28

"Nun, hier in Kassel ist es üblich, sich im Kloster anzumelden, damit wir wissen, wieviele Engel da sind und zu wessen Schar sie gehören. Schließlich wäre es unhöflich, wenn ein Engel dann kein Mittagessen bekommt, während alle Anderen in der cella eines erhalten, nur weil dieser eine Engel nirgends angemeldet ist. Aus diesem Grunde führen wir alle zum Ab. Aber wenn es tatsächlich dein Wunsch ist, werde ich es nachher melden und auch der Küche bescheid sagen.
"Naja zur Zeit sind keine anderen Engel hier außer dir, aber vorhin ist eine Urielitin gekommen... und, oh da kommt sie ja" der Monach hielt inne und ging mit Kael hinüber zu Silviael.

"Salve, würdest du, sofern du Zeit hast deinen Bruder zur Cella bringen. Er wollte sich frisch machen. Dann könnte ich dafür sorgen, dass man Euch derweil etwas zu essen bringt." bat der Mann an Silviael gewandt. Offenbar hatte er beschlossen - oder es war hier so üblich - dass einzelne Engel, die keiner Schar angehörten, erst einmal sich eine Cella teilten.

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Beitrag von Kael » 31.08.2005 - 11:00

Kael war etwas überfordert. Zuerst wollte ihn der Monach doch zum Ab schicken, weil es angeblich Sitte war diesen zu treffen, aber auf einmal tauchte eine Urielitin auf, die ihn in trotzdem zu einer Cella bringen sollte. 'Na was jetzt?'

Der Monach wirkte irgendwie nervös; zudem hatte er sich versprochen. 'Zuerst sagt er, ich sei der einzige Engel, nur um sich Momente später selbst zu widersprechen...' Das konnte nur von Nervosität zeugen. Kael beschloss, aufgrund der verwirrten Verhaltensweise des Monachen lieber sicherzugehen, daß er nicht selbst für dessen seltsame Auslegung der Klosterbräuche büßen würde.

Deshalb nickte er der Urielitin nur kurz zu und wandte sich gleich wieder an den Mann: "Vielen Dank für deinen Hilfe. Richte Ab Hubertus bitte aus, daß ich ihn unverzüglich sehen werde, wenn er mich zu sprechen wünscht - doch ich will mich nicht aufdrängen. Auch sag mir bitte deinen Namen; die Menschen hier sind mir noch alle unbekannt, und du wirkst wie jemand, dem man auch eine wichtige Aufgabe anvertrauen kann."

Gespannt wartete er auf die Reaktion des Monachen - irgendwie war ihm der nicht ganz geheuer.

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