[Der verlorene Bruder] - Kapitel I: Die Einladung

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Mecael
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Beitrag von Mecael » 01.06.2006 - 09:46

„Hört sich gut an!“ Die Arme locker vor dem Bauch verschränkt zwinkerte Mecael seinen zwei etwas redseligeren Schwestern zu, bevor die Aufforderung der Gabrielitin seine Aufmerksamkeit fing.

Ein sanftes Lächeln begleitete seinen Blick, der für einen Moment über die kräftige Gestalt glitt, die Linien der Scriptura nachfuhr, die blassblau unter der schimmernden Patina der Flammensalbe hervortraten.
Viel Rot unter dem sonst prominenten Schwarz.. Ob diese hier es ähnlich hielt wie Praetoriel damals?
„Gute Idee, Finnyael. Ich habe auch keine Lust mehr, hier herumzusitzen. Es ist ja ohnehin gleich Zeit.“
Ein Griff neben sich folgte und mit ein paar wenigen, raschen Handgriffen hatte Mecael sein neues Schwert an seinem Gürtel befestigt. Ein kleiner, respektvoller Zuspruch an Funkenklinge, denn sonst war die Gewandung des Michaeliten nach wie vor eher schlicht und praktisch. Lediglich den weißen Kriegsrock hatte er nach seinem Bad mit breiten Gürteln und dem alten, aber wohlgepflegten Votivband seiner ersten Weihe um seine Hüfte geschlungen, außerdem die Schulterplatte mit dem Adlermotiv gewohnheitsmäßig über der linken Schulter angebracht.

„Also los! Lasst uns sehen, was Ab Brindisi für uns erdacht hat.“ Einladend winkte die Rechte des goldenen Engels die übrigen Scharmitglieder zum Aufbruch, dann öffnete Mecael die Tür und schritt hinaus in den Gang, der sie auf verschlungenen Pfaden schließlich hinauf zu den Gemächern des Ordensersten bringen würde..
Zuletzt geändert von Mecael am 16.08.2006 - 12:13, insgesamt 1-mal geändert.

Hurundürel
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Beitrag von Hurundürel » 01.06.2006 - 13:24

Elan und Drang hier im Himmel war es nicht schädlich, aber draußen in der Wirklichkeit, konnte eine Aktion, welche zu früh begonnen wurde alles zerstören und zur Vernichtung führen. Hurundürel verstaute ihren Bogen im Rückenköcher und kontrollierte kurz ihr Äußeres, bevor sich die dem goldenen Engel anschloss.

*Mecael, wie wär es es mit einer Formationsfestlegung? Dies ist keine normale Schar.*, sprach sie den Michaeliten über die Seele der Schar an.

Lysiel
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Beitrag von Lysiel » 01.06.2006 - 14:21

Lysiel war sofort auf den Beinen.
"Oh, warum nicht? Ehrlich gesagt finde ich nur rumsitzen auch langweilig und wenn Mecael sagt das das ok ist."
Mit einem sehr kindlichen Eifer kam die Raphaelitin wieder auf die Füße und stellte den Becher wieder weg. Dann drehte sie sich mit Schwung zu den Anderen um und klatschte in die Hände.

Rain
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Beitrag von Rain » 01.06.2006 - 21:29

'Ein eilfertiger Schwarzrock... nein, wie putzig!'
Nariel grinste in sich hinein, als sie ihre Habe nahm, die Flügel auf dem Rücken faltete und hinter den anderen her auf den Gang hinaustrat.
'Irgendwie erinnert sie mich an Auriel... redet auch nur das Nötigste, es sei denn es geht um Feuer und zu grillende Traumsaat. Bin gespannt ob ich noch mehr Gemeinsamkeiten finde...' überlegte die Wissensbewahrerin und zupfte gedankenverloren eine Strähne ihres langen, dunklen Haars aus ihrem Gesicht.
Auriel... wie lange war das her. Und wie lange hatte sie deswegen, wegen ihm und den anderen dreien, keine ruhige Minute finden können?
Aber das war, musste vergessen oder zumindest tief und sicher in ihrem Gedächtnis abgelegt werden.
Zuletzt geändert von Rain am 15.08.2006 - 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

Mecael
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Beitrag von Mecael » 02.06.2006 - 10:25

Kaum auf den Gang hinausgetreten stoppte der Michaelit wieder und wandte sich kurz zu seiner Schar um.
„Stimmt, danke, Hurundürel. In Todesscharen war es immer einfach, der Michaelit ging einfach immer vor“, gab er ohne Scham zu und zeigte ein schiefes Lächeln, während er kurz darüber nachgrübelte, ob er eine Formation im Himmel überhaupt für Nötig erachten brauchte und dann, welche Formation er wählen würde für seine ungewöhnliche Schar.

Mecael unterdrückte ein Lachen, denn jede Konstellation, die er ersann, sah vor, dass er irgendjemanden absichtlich am Ende gehen lassen musste und so zwangsläufig „hinten anstellte“. Was für alberne Gedanken und einmal mehr schüttelte der blonde Engel gedanklich den Kopf über die starren Konventionen der Menschen, die letztlich vor allem ihnen irgendeinen merkwürdigen Nutzen brachten.
Solange die Schar keine Faxen machte, während sie hinter ihm herging, war dem Michaeliten eine Formation ansonsten ziemlich schnuppe und gab lediglich all den Äbten und Kirchenvätern etwas zum Interpretieren und Mokieren, die ohnehin die Worte Hybris und Dogma zu ihren liebsten erkoren hatten und sie sich mit Vorliebe gegenseitig an den Kopf warfen. Zumindest sah Mecael es so.

SdS an alle:* Also.. Formation. Dann würde ich sagen, dass uns Hurundürel anführt, danach laufen die zwei Gabrieliten, dann kommen ich und Nariel und die zwei Raphaeliten bilden die Nachhut. Das sollte für den Weg hoch zum Ab genügen, wenn wir dann da sind, dann trete ich vor und ihr könnt bequem stehen. ...Ich denke, wir sollten uns alle noch mal zusammensetzen und eine Siebener-Formation ausklügeln, in der wir Fliegen können. Und eine für gelungene Auftritte und vielleicht noch eine für den Kampf, wenn wir wieder in der Cella sind..* teilte Mecael seiner Schar schmunzelnd, jedoch ebenso mit Autorität in der Stimme mit und reihte sich mit fließender Eleganz fast beiläufig an seinem selbstgewählten Platz inmitten seiner Geschwister ein, nicht ohne Hurundürel ein freundliches Zwinkern und Nicken zugeworfen zu haben.

Das war schon in Ordnung so. Und auch, wenn er diese ganze Umordnungsaktion recht überflüssig fand, so war Mecael der Urielitin doch verbunden für ihr Mitdenken.

Keosiel
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Beitrag von Keosiel » 02.06.2006 - 22:26

Mit einem Satz sprang Keosiel vom Hocker und strahlte Tatendrang förmlich aus. Das Lob perlte dafür eher ab, denn wenn eine solche Kleinigkeit schon eine gute Idee war, was würden dann erst Nariel Erkenntnisse sein? Ein Pluspunkt Mecaels kristallisierte sich jedoch langsam heraus: wo andere eine große gemeinsame Messe gefeiert hätten begrüßte er nur kurz die neuen Scharmitglieder, und wo andere salbungsvoll vom Ab der Michaeliten gesprochen hätten legte er nur einen gesunden Respekt an den Tag.

Als die Urielitin dann mit der Frage nach der Formation der Schar kam schüttelte er jedoch wieder kaum merklich den Kopf – welchen Sinn sollte es machen sie jetzt schon festzulegen wo der Auftrag noch nicht bekannt war? Und eine Schar aus sieben selbst für Scriptura sehr erfahrenen Engeln sollte doch kein Problem haben sich ihren Weg durch den Himmel zu bahnen. Aus den gleichen Gründen wollte der Gabrielit dann auch nicht die Entscheidung des goldenen Engels kritisieren und so fügte er sich einfach an den ihm zugewiesenen Platz, bereit Hurundürel zu folgen.

Saranael
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Beitrag von Saranael » 03.06.2006 - 21:49

Ohne ein Wort, ohne auch nur eine Miene zu verziehen nahm Saranael Mecaels Entscheidungen zur Kenntnis. Ohne dabei auf besondere Eleganz zu achten stieß er sich mit den Flügeln von der Wand ab und reihte sich in die Formation ein.

Langsam hob sich Saranaels leerer Blick, während sie auf dem Weg zum Ab waren. Stück für Stück straffte sich seine Haltung, baute sich eine Ausstrahlung von absoluter, unantastbarer Ruhe auf. Es war etwas besonderes, vor den Ab zu treten. Hier hatte alles einmal begonnen, in diesen Gängen, vor diesem Ab. Und in diesen Cellae, wie er sie gerade hinter sich gelassen hatte. Eine süße Erinnerung, doch eine verbotene Erinnerung. Ein Grund, Haltung anzunehmen, wie es nicht jeder konnte. Aber kein Grund, etwas an Saranaels leerem Blick zu ändern. Eher im Gegenteil.

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Beitrag von Lory » 06.06.2006 - 11:54

Auch Misakoel folgte hinaus, und fügte sich in die ihr angewiesene Position hinter Mecael ein.

Als die Schar weit oben im Himmel, bei den Gemächern des Ab ankam, wurden den Engeln die Türen geöffnet, und Brindisi, in eine Art festliches Gewand mit einer großen Stickerei des Michaelitischen Ordenssymbols auf der Brust, stand hinter seinem Schreibtisch auf und lächelte breit.
„Mecaels Schar! Ihr seid früher eingetroffen als vermutet, aber euer Tatendrang ist überaus löblich und erfreut den Herrn gleichermaßen wie die Erzengel.“ Er blickte die Engel kurz über den Rand seiner Brille hinweg an, und räusperte sich leise, bevor er fortfuhr.
„Wie ihr von den Äbten und der Em eurer Himmel wohl erfahren habt, wird die kein normaler Auftrag. Ihr alle seid ausgewählt worden, weil ihr die Besten eures Faches seid. Und nur die Besten sind würdig und Fähig, diese äußerst schwierige und gefährliche Mission zu bestreiten.
Nun, ich denke, man hat euch lang genug auf die Folter gespannt – ihr sollt jetzt erfahren, wohin euch der Auftrag führt, und was genau ihr tun sollt.“
Er nahm eine Pergamentrolle, legte sie auf den Tisch vor sich, und breitete sie aus.
Sie zeigte eine Karte von Korsika.
„Korsika.“ Sagte Brindisi, und seine Auge funkelten ehrfurchtsvoll.
„Ihr alle wisst um das Schicksal der Insel und ebenso wisst ihr, dass niemand weiß wie sie heute aussieht und vor allem wie es dem Himmel der Samaeliten ergeht.“
Erneut machte er eine Pause, um den Engeln Zeit zu geben die Geschichten zurück in ihr Gedächtnis zu rufen.
„Vor kurzem nun, wurde eine Stelle im Bandland westlich von Korsika entdeckt. Diese Stelle – fragt mich nicht wieso – ist nicht dauerhaft verseucht. Sie...nunja, sie pulsiert. Diese Pulse haben eine relativ regelmäßige Frequenz, sodass es für euch Engel durchaus möglich ist, hindurch zu gelangen. Das ist eure Aufgabe.
Durchquert das Brandland an dieser Stelle, findet heraus, was mit Korsika passiert ist, und, was am wichtigsten ist, findet den Himmel der Samaeliten, findet Samael und bittet ihn, euch das Geschenk des Samael zu überreichen. Bringt es hierher.“
Seine Stimme war bei diesem Zusatz ernst geworden. Scheinbar war dieser Teil des Auftrages von ganz besonderer Bedeutung.
„Hurundürel.“ Richtete er sich plötzlich an die Urielitin. „Diese Karte überlasse ich dir. Das war Korsika vor dem Desaster mit dem Fegefeuer. Vielleicht hilft sie dir beim Erstellen der neuen Karte.
Saranael, Keosiel. Ich verstehe gut, dass euch dieser Auftrag ganz besonders... nun, ich sage Mal, ‚betrifft’. Dennoch möchte ich euch bitten, euch nicht von Rachegelüsten für eure Brüder hinreissen zu lassen.“ Er blickte hinüber zu Mecael und sah ihn kurz eindringlich an.
„Diese Schar wurde mit Bedacht zusammengestellt. Ihr seid der Stolz der Erzengel.“ Er nickte bekräftigend, und sah dann wieder kurz auf die Karte hinab.
„Wir haben einen mutigen Schiffer gefunden, der euch von Genova aus mit dem Schiff bis auf etwa 100 Kilometer an die Lücke heranbringen wird. Von dort an seid ihr auf euch selbst gestellt.“
Ein kleiner Sorgenfunken leuchtete in seinen Augen auf, doch jetzt, da er die volle Breite des Auftrages dargelegt hatte, nahm er Platz auf seinem Stuhl. Merkwürdigerweise wirkte er leicht erschöpft, angespannt.
„Wenn ihr noch Fragen habt, so stellt diese jetzt, und brecht dann so bald wie möglich auf.“

Lysiel
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Beitrag von Lysiel » 06.06.2006 - 12:31

Lysiels Augen waren immer größer geworden, als sie dem Ab lauschte.
Ihr einziges Kommentar nachdem der Ab geendet hatte, war ein leises, fast ungläubiges Quietschen.
Ihr Blick huschte von Einem zum Anderen. Die Raphaelitin konnte es nicht fassen das sie solch einen großen Auftrag erfüllen sollten. Ihr Herz schlug schneller und vor lauter Aufregung bekam sie rote Wangen.

Lysiel selbst hatte keine Fragen, aber sie sah zu Mecael und war gespannt was der Michaelit sagen würde.

Keosiel
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Beitrag von Keosiel » 06.06.2006 - 13:32

Je mehr Ab Brindisi erzählt hatte über den Auftrag der Schar, desto unruhig war Keosiel geworden. 'Es geht nach Korsika!' Da der Ab ihnen dann noch Gelegenheit gab Fragen zu stellen machte Keosiel gerne davon Gebrauch:

„Wie lange wird das Schiff auf unsere Rückkehr warten? Wie groß und wie schwer ist das Geschenk des Samael?“
Zuletzt geändert von Keosiel am 08.06.2006 - 10:37, insgesamt 1-mal geändert.

Hurundürel
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Beitrag von Hurundürel » 06.06.2006 - 20:19

Hurundürel lauschte den Worten des Ab der goldenen Engel und ihr wurde klar, was diese Mission war, entweder eine direkter Weg zurück in dem Schoß des Herren oder ein Platz unter den Seraphim. Nur eine Frage brannte auf den Lippen der Urielitin, doch sie hielt sich an die Regeln und stellte sie in Gedanken an Mecael, kurz bevor Keosiels Frage im Raum erklang. *Wie lange dauert so ein Öffnung?*

Mecael
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Beitrag von Mecael » 07.06.2006 - 09:05

Spätestens bei dem Wort ‚Korsika’ war Mecael hellwach und voll bei der Sache, auch wenn er sich für einen Moment fragte, ob er nicht zuvor während der Meditation eingeschlafen sein könnte und nun immer noch träumte.
Konnte das denn wahr sein? Dass es einen Weg gab, nach.. wie vielen? 100 Jahren? Auf jeden Fall nach sehr langer Zeit zur Heimstatt des Bewahrers der Werte vorzudringen...
Zumindest dementierte dieser Auftrag spätestens und unmissverständlich die Gerüchte, die ein paar übelgelaunte Kirchenväter in die Welt gesetzt hatten, dass der Erzengel Samael gefallen sei, und eine merkwürdige Euphorie breitete sich in Mecael aus.

Aufgeregt verlagerte er sein Gewicht vom einen Fuß auf den anderen und zurück, während er gespannt, mit klopfendem Herzen und funkelndem Blick Ab Brindisi zuende zuhörte.

Fragen? Und ob er Fragen hatte! Millionen von Fragen, doch einen Teil davon wusste er, würde er nur mühsam beantwortet bekommen, zu einem anderen würde er wohl bald die Antwort selber finden können.

„Zunächst danke für euer Vertrauen, Ab Brindisi“, begann Mecael somit seine Antwort und blickte kurz mit einem freundlich bremsenden Blick zu Finnyael, wobei er die Aufregung der Scharschwester nur allzu gut nachvollziehen konnte und ihr ihre Voreiligkeit somit nicht krumm nehmen wollte.
„Es ist eine große Ehre für mich und meine Schar, dass wir einen solch wichtigen und schweren Auftrag zugesprochen bekommen und ich gelobe, einen erfolgreichen Ausgang mit all meiner Stärke zu verfolgen.
Meine Schwester Finnyael stellte bereits zwei der Fragen, außerdem wünscht Hurundürel zu wissen, wie lange dieser.. Durchgang jeweils geöffnet bleibt. Ich selber wünsche zusätzlich zu wissen, ob wir, sind wir einmal auf Korsika, freie Hand zum Handeln haben, oder ob wir an irgendwelche weiteren Befehle gebunden sind, gar denen eines korsischen Abtes? Wie sollen wir uns der Bevölkerung dort gegenüber verhalten? Wie den Engeln?“
Mecael machte eine kurze Pause, bevor er den Ab mit eindringlichem Blick maß: „Sofern natürlich.. sofern dort überhaupt noch jemand weilt.. Ich meine, die Geschichte Korsikas war nun mehrere Jahrzehnte von unserer abgeschnitten, wir wissen ja nicht einmal, ob man dort noch von uns berichtet, ebenso, wie nur wenige Menschen noch vom Himmel der Samaeliten wissen..
Wäre es.. gestattet, einen unserer Brüder von den Samaeliten mit zurück hierher zu bringen, sofern es auf Korsika gewünscht ist?
Welche Botschaften sollen wir dort überbringen?
Ich weiß, das sind viele und ungewöhnliche Fragen, aber wenn wir einmal.. dort sind, wird es keine Möglichkeit mehr geben, dass wir uns verständigen, so will ich möglichst alle Unklarheiten von vornherein aus der Welt schaffen, selbst, wenn die Szenarien hypothetisch sind..“

Mecael stoppte und atmete mit erhobenen Augenbrauen tief durch.
Das war alles so surreal! Hatte er gerade tatsächlich Ab Brindisi darüber befragt, ob er einen der samaelitischen Brüder in gegebenem Falle mit zurück nach Roma bringen dürfe?
Ein komisches, beklemmendes und gleichzeitig befreiendes Gefühl flutete seinen Körper und der Michaelit musste sich zusammenreißen, nicht dümmlich vor sich hin zu grinsen.
Zuletzt geändert von Mecael am 16.08.2006 - 12:19, insgesamt 1-mal geändert.

Saranael
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Beitrag von Saranael » 07.06.2006 - 15:17

Nach Korsika. Dort hin, wo der Himmel der Samaeliten gestanden hatte, oder noch immer Stand. Durch das Brandland hindurch. Die kleinen... "Starkungen", die die beiden Gabrieliten mit bekommen hatten, bekamen langsam ihren Sinn. Es würde genug zu tun geben für Saranael, genug für sie alle. Wenn nich mehr als nur genug. Aber sie hatten die Chance, als erste Engel nach vielen, vielen Jahren wieder Fuß auf Korsika zu setzen. Sie hatten die Chance, etwas besonderes zu tun. Etwas wirklich besonderes.
Langsam schien Saranael noch einige Zentimeter zu wachsen, während Mecael seine Fragen stellte. Alles, was wichtig war, war gefragt worden, so musste Saranael nichts mehr hinzu fügen. Trotzdem schien er beinahe schon normal zu sein, schlich sich so etwas wie Zufriedenheit in seinem Gesicht ein. Ein Abglanz davon zumindest...

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