Zeirels Schar: In Prag... [2]

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Lory
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Beitrag von Lory » 16.04.2007 - 01:09

Yomael nickte. *Wir werden uns zerstreuen und in der gegend verteilen, weit genug weg um nicht mit dem Raum in verbindung gebracht zu werden, nah genug daran, um wenn es nötig ist, schnell hier sein zu können. Verzeiht mir, wenn ich mir so schnell eure Namen nicht merken konnte, aber die Raphaelitin und die Ramielitin schauen sich in dem Waschraum um, wir anderen halten uns bereit. Thjonel? Am besten entfernst du dich auch erst und begibst dich dann getarnt in den Raum... Auf gehts, denkt daran euch nichts anmerken zu lassen!*
Yomael stieß Luft aus und stützte die Hände in die Hüften.
"Da hier offensichtlich nichts mehr rauszufinden ist, würde ich sagen, wir besprechen unsere Ergebnisse noch einmal in Ruhe. Morgen nehmen wir uns dann entsprechende Verdächtige näher vor. Lasst uns gehen."

Nurael
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Beitrag von Nurael » 16.04.2007 - 10:37

Die Raphaelitin war etwas überrascht, als plötzlich Yomaels Stimme in ihrem Kopf ertönte. Noch nie hatte sie erlebt, dass man die geistige Verbindung einer Schar auch einfach so herstellen konnte, ohne eine ausführliche Zeremonie. Auch wenn es etwas schade war, so bewunderte sie doch den Pragmatismus des goldenen Engels. Aussergwöhnliche Situationen erforderten manchmal auch ungewönliches Vorgehen. So hatten sie zumindest keine Zeit verloren.

*Nurael* Sie nickte der Michaelitin knapp zu, dass sie sie verstanden hatte und wandte ihre Aufmerksamkeit dann zu Tenebriel. Nurael schenkte der Ramielitin ein warmes Lächeln und deutete ihr dann mit einer Geste an, dass sie doch bitte Vorgehen sollte. Sie selbst kannte sich hier einfach nicht gut genug aus, um den Waschraum zu finden und Tenebriel würde den Weg bestimmt wissen.

Tenebriel
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Beitrag von Tenebriel » 16.04.2007 - 10:47

Tenebriel lächelte leicht zurück und nickte, ehe sie sich umdrehte und den Gang entlang deutete und mit kleinen Schritten Richtung Waschraum schritt. Sie öffnete leise die Türe, sah nochmal vorsichtig zu Nurael, trat ein udn wartete bis Nurael ihr gefolgt war. Dann schloss sie die Türe wieder und sah sich um.

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Magnetklaue
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Beitrag von Magnetklaue » 19.04.2007 - 10:47

Der Waschraum war hell und freundlich. Auf den ersten Blick konnte man keine Verschmutzungen im alles beherrschenden Weiß erkennen. Doch nachdem sich Tenebriel und Nurael etwas umgesehen hatten entdeckten sie in der Ecke einer Duschkabine etwas.
Eine kleine Daunenfeder die durch und durch schwarz war und im Sonnenlicht leicht schillerte, wie das Gefieder eines Raben. Nur das die Daunenfeder zu groß war um von einem Raben zu stammen...

Nurael
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Beitrag von Nurael » 20.04.2007 - 00:56

Nurael hielt für einen Moment die Luft an, als die Ramielitin die Tür öffnete. Natürlich war inzwischen viel zu viel Zeit vergangen, als dass der Angreifer sich noch hier aufhalten würde - wenn er denn überhaupt jemals hier drin gewesen war. Aber man konnte nie sicher genug sein, und die ganze Situation war mehr als nur ein bisschen sonderbar - geradezu unheimlich. Auch wenn die pragmatische Raphaeltin das niemals zugeben würde.

Mit einem freundlichen Nicken zu Tenebriel trat die heilende Hand nach ihr in die Waschcella hinein, doch blieb sie bereits nach zwei Schritten wieder stehen. Sie atmete einmal tief durch um ihre Nervosität loszuwerden und deutete dem wissenden Engel dann mit bittenden Blick an, auch noch einen Augenblick zu verharren. Ihre blaugrünen Augen musterten aufmerksam die Umgebung auf der Suche nach eventuellen Spuren, die bei einem vorschnellen Betreten eventuell zerstört werden konnten. Als sie nichts entdecken konnte nickte sie der Ramielitin mit einem Lächeln zu.

"Du suchst da drüben und ich übernehme diese Seite hier?" Der Satz war weniger wie ein Befehl, als vielmehr wie eine Frage um Tenebriels Meinung gestellt. Auch der Tonfall hatte nichts Bestimmendes an sich.

Nach einem Augenblick ging sie dann hinüber zu dem Wäschekorb und hob den Deckel. Ein enttäuschter Laut kam über ihre Lippen, als sie feststellen musste, das der Korb wohl bereits geleert worden war. Auch ein Blick in das aufgefüllte Regal bestätigte die Annahme, dass heute schon jemand zum Aufräumen und Saubermachen hier gewesen war. Frisch geputzt sah es allerdings nicht aus. Mit hoffnungsvollem Blick machte sie sich daran die einzelnen Duschen nach Feuchtigkeit zu untersuchen, um herauszufinden, ob eine davon kürzlich benutzt worden war.

Nichts. Alles trocken. Nurael schlug sich mit der flachen Hand leicht gegen die Stirn. Wie sollte denn hier auch noch etwas nass sein - schließlich waren seit dem Mord inzwischen gut 5 bis 6 Stunden vergangen. Da wäre schon längst alles wieder getrocknet. Gerade als sie sich abwenden wollte, um Tenebriel vorzuschlagen zu den anderen zurückzugehen, entdeckte sie etwas kleines Dunkles in der Dusche nebenan. Mit einem Stirnrunzeln beugte sie sich herab und hob eine miternachtsschwarze Daunenfeder auf.

Voller Verwunderung hielt sie die Feder zwischen Daumen und Zeigefinger iher rechten Hand auf Gesichtshöhe vor sich. Das konnte doch gar nicht sein....

"Tenebriel. Ich glaube das solltest du dir mal anschauen. Was hältst du davon?" Die Stimme der Raphaelitin klang weitestgehend tonlos. Zu sehr konnte sie ihren eigenen Augen nicht glauben. Als die Ramielitin näher kam streckte sie ihr die Feder entgegen, damit diese sie auch genauer in Augenschein nehmen konnte.

Nezurael
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Beitrag von Nezurael » 21.04.2007 - 10:36

"Nun, ich glaube es wartet noch ein Frühstück auf mich...", bemerkte Nezurael. "Möchtest du nicht mitkommen, Schwester", sprach er an die Michaelitin gerichtet, "vielleicht finden wir den Täter ja beim Speisen?!"
Der Gabrielit machte noch eine einladende Handbewegung in Richtung der Mensa und wartete, ob Yomael ihm folgen würde.

Tenebriel
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Beitrag von Tenebriel » 22.04.2007 - 10:35

Tenebriel ging mit leichten Schritten zu Nurael und blickte auf ihre ausgestreckte Hand. Die tiefschwarze Feder schimmerte recht hübsch im Sonnenlicht. "Da...darf ich?" fragte sie leise, wartete jedoch keine Antwort ab, sondern griff sofort nach der Feder. Sie wendete sie hin und her, warf einen Blick auf die Fenster, so als versuche sie die Größe der Daune ins Verhältnis zu der Größe der Fenster zu setzen und gab dann mit völlig ausdruckslosem Gesicht die Feder zurück. Ihre Augen ruhten für einen Moment prüfend auf Nuraels Gesicht, dann drehte sie sich hastig um und war mit wenigen Schritten bei den Fenstern. Ihre Finger glitten suchend über den Rahmen...
"Nu...Nurael, ka...ka...ka..." sie brach ab und atemte tief durch. " Kannst du mir...mir helfen?"

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Beitrag von Nurael » 22.04.2007 - 11:46

Nuraels linke Augenbraue ruckte nur ein kleines Stück nach oben, als ihr die Ramielitin die Feder schon aus der Hand nahm, bevor sie antworten konnte. Sie zuckte leicht mit den Schultern, gespannt abwartend, was der wissende Engel wohl dazu zu sagen hatte.

Ähnliche Gedanken schienen durch den Kopf der beiden Engel zu schwirren, da auch die Raphaelitin bereits an die Fenster gedacht hatte. Auf Tenebriels Frage hin ging auch sie hinüber zu den großen Fenstern, die den Raum in angenehme Helligkeit tauchten. So wie es aussah, ließen sich die Fenster jedoch nicht ganz öffnen, sondern nur zum Lüften aufstellen.

"Was soll ich tun?" Hilfsbereit blieb Nurael neben dem wissenden Engel stehen und wartete auf weitere Instruktionen.

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Beitrag von Tenebriel » 22.04.2007 - 15:20

Tenebriel schien vollkommen konzentriert. Sie sah nur kurz auf udn lächelte abwesend. "Suche nach Veränderungen, Kratzern, Einwirkungen mechanischer Art. Vielleicht wurde das Fenster passierbar gemacht und dann wieder verschlossen. Vielleicht finden wir auch Stofffasern oder", sie sah auf die Daune. "Federreste."
Ihre Stimme klang völlig fest, ganz frei von jedem Stottern. Auch ihr Blick war ein ganz anderer. Fest udn sicher, kaum mehr fragend...

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Beitrag von Nurael » 23.04.2007 - 19:55

Auch wenn sie kein Spirer war, so fiel ihr die Veränderung der Ramielitin doch augenblicklich auf. Plötzlich wirkte diese ganz selbstsicher - und gar nicht mehr schüchtern. Nurael gedachte sich diesen Umstand zu merken. Vielleicht konnte sie ja herausfinden, wann genau das immer so war. Die Idee war nämlich sehr gut und es wäre doch schade, wenn Tenebriels Zurückhaltung sonst dafür sorgen würde, dass sie ihre Gedanken den anderen nicht mitteilte.

Der Aufforderung folge leistend trat auch sie endgültig an die Fenster heran und begann diese genauestens nach den geforderten Dingen abzusuchen. Doch nichts - absolut gar nichts. Die Raphaelitin öffnete sogar probehalber eines davon. Der Wind pfiff leise durch den Spalt des aufgestellten Fensters und sie musste erkennen, dass er sogar so schmal war, dass es einem Tier mit solch großen Daunenfedern unmöglich war, hereinzukommen.

"Also ich weiß nicht recht. Es scheint mir doch sehr unwahrscheinlich, dass die Feder zufällig durch eines der Fenster hereingeweht wurde. Immerhin sind wir sehr weit oben, das Tier müsste quasi versucht haben durch das Fenster hereinzukommen. Und ich weiß nicht einmal, ob es überhaupt so große schwarze Vögel in dieser Gegend gibt. Aber das weiß Thjonel bestimmt, oder was meinst du?" Nuraels Fingernägel tippten mit leise klackernden Geräuschen auf die Fensterbank. Nachdenklich kaute sie auf ihrer Unterlippe, während sie sich noch einmal aufmerksam im Raum umsah. Dann ging ihr Blick zurück auf die Feder.

"Kann ich die noch mal sehen?" Kaum, dass sie die schwarze Daune wieder in Händen hielt betrachtete sie sie noch einmal ganz genau. Mehrfach drehte sie hin und her, hielt sie gegen das helle Licht, das durch die großen Fenster fiel.

"Also die war nicht nass - sonst wäre sie viel zerzauster. Und die Duschen sind alle trocken - aber das könnte auch einfach an der verstrichenen Zeit seit dem Mord liegen. Gefärbt ist sie auf jeden Fall auch nicht. Und ziemlich gepflegt. Sieht auch nicht ausgerissen aus." Sie schnupperte daran.

"Und sie riecht nach Rauch." Ihr Blick wurde zweifelnd, als sie der Ramielitin in die Augen sah.

"Das sieht fast so aus, als ob man glauben soll, dass hier ein gefallener Engel war. Aber das ist ja Humbug, so was gibt es schließlich nicht...oder?" Wer außer einem Ramieliten könnte so etwas schließlich sonst wissen. Aber Nurael war auch bewusst, dass manche Dinge nicht für jedermann bestimmt waren. Daher beobachtete sie Tenebriels Reaktion auf die Frage ganz genau.

Tenebriel
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Beitrag von Tenebriel » 27.04.2007 - 09:50

Tenebriel folgte Nuraels Ausführungen aufmerksam, erwiederte den Blick der Raphaelitin jedoch ein wenig unsicher. Wieder und wieder irrten ihre Augen von der Daune zum Fenster, dann zurück zu der Daune.
"Ni...nichts von dieser Größe ka...kann durch das Fe...Fenster gekommen sein. Da hast...hast du sicher...sicher Recht. Das heißt...heißt, dass es noch...noch...noch..." Sie schluckte. "Das heißt, dass es noch h...hier ist."
Tenebriel blickte unsicher auf ihre eigenen Flügel und fuhr mit den Fingern durch die Federn, zog die Schwungfedern ein wenig auseinander, um ihre eigenen Daunen zu betrachten und mit der Größe der schwarzen Feder zu vergleichen. Sie schien etwas auszurechnen, denn ihre Lippen bewegten sicht tonlos. Dann zuckte sie mit den Schultern.
"Na...natürlich ist das...das Humbug! Engel mit schwa...schwa...schwarzen Flügeln!" Sie schüttelte vehement den Kopf, doch ihre Augen schienen unsicher.

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Beitrag von Lory » 27.04.2007 - 12:58

"Eine gute Idee, so ein Magenknurren ist ja nicht sehr Engelhaft!" sagte Yomael, und lachte unbeschwingt, bevor sie mit beschwingtem Schritt in die von Nezurael bezeigte Richtung marschierte.

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Beitrag von Nezurael » 29.04.2007 - 15:27

Nachdem sie schon ein Stück gegangen waren, warf Nezurael der Michaelitin einen lächelnden Seitenblick zu. "Um mich nochmals vorzustellen," sprach er mit freundlicher Stimme, "Ich bin Nezurael, Sohn Gabriels, Bruder Samaels."

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