Der Rattenfänger [Liwiels Schar] - Kapitel I

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Feather
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Beitrag von Feather » 15.07.2008 - 07:33

"Also, aus Skarz wird jedenfalls kein Mantel.", meinte Samuriel und zwinkerte Cassiel beruhigend zu. Er hatte schon mit wesentlich mehr Ramieliten zu tun gehabt als sie und wusste, dass Sofyrael es nicht böse gemeint hatte. Sie hatte einfach nur Information abgespult - das war ihre Aufgabe.
"Na, dann wollen wir mal... Mir haben sie gleich eine Scharcella gegeben; da kommen wir alle unter."

Samuriel führte sie durch den Garten zu ihrer Cella - Skarz ritt auf seiner Schulter - wo sie ihre Gepäck ablegten und ersteinmal etwas tranken.
Dann übergab Sofyrael ihm die Karten, die man ihr für ihren Urieliten mitgegeben hatte, und die beiden machten sich daran, ihre genaue Reiseroute auszuarbeiten, während Liwiel schon einmal Spiriel erklärte, was sie und Cassiel sich wegen ihres Trainingsplans ausgedacht hatten.

Den Rest des Nachmittags verbrachten sie damit, Flugformationen, Starten und Landen in der Gruppe zu üben, wobei sie manchmal Mario in der Tiefe erspähten, der seine Arbeit im Stich gelassen hatten und ihnen stattdessen neugierig zusah.
Nach dem Abendessen setzten sie noch den Pförtner davon in Kenntnis, dass sie am nächsten Tag im Morgengrauen aufbrechen würden, und ließen sich dann zur Meditation nieder, während Skarz im Schutz der Dämmerung auf die Jagd ging.


Irgendwann, es war noch dunkel, beschloss Liwiel, dass ihrem Zeitgefühl nach jetzt Zeit zum Aufbruch war und weckte ihre Schargeschwister - Cassiel fand zu ihrem Entzücken den zusammengerollten Skarz auf ihrem Schoß.
In aller Stille packten sie ihre wenigen Habseligkeiten zusammen und starteten von der Terrasse aus in Richtung Küste; Samuriel an der Spitze.

Als es endlich richtig hell war, konnten sie bereits das Meer sehen.

Lialin
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Beitrag von Lialin » 18.07.2008 - 11:47

Wunderschön brach sich das Licht der aufgehenden Sonne als die Schar weiter darauf zuhielt. Glitzernd spielten die Strahlen der Sonne, welche an einigen Stellen durch die weisen Wolken brachen,auf den sich brechenden Wellen. Salziger Geruch stieg der Schar aus der in der Ferne noch unedlich wirkenden Masse des Meerwassers entgegen. Einige Seevögel flogen emsig über das Meer und schienen zu fischen.

Fast wehmütig betrachtete sie das wunderbare Schauspiel welches Gott ihnen schenkte. So wunderschön war das Meer, so beruhigend in seiner tiefen blauen Farbe und seinem mächtigen Rauschen. Fast so als könnte es sogar alle Sünden hinwegspülen dachte sich Sofyrael.

Und doch wusste sie das selbst hier sich unter der gerade so friedlichen Wasseroberfläche sich die Kreaturen des Herrn der Fliegen verstecken konnten. Oder Regen und Sturm das Meer zu einer unglaublichen zerstörerischen unaufhaltsamen Macht werden lassen konnte, was oft zahlreiche Menschenleben forderte, selbst Engel mochten umgekommen sein sollte ein derartiger Sturm sie auf offener See überraschen. Doch daran wollte sie gerade eigentlich gar nicht denken.

Das Flugtempo war angenehm und strapazierte sie nicht wirklich, verträumt schaute sie ihre Geschwister an welche neben mit ihr flogen. Ob sie schon jemals das Meer erblickt hatten. Sie war auch sehr beeindruckt gewesen auf der Reise nach Roma Aeterna als sie es zum ersten mal wirklich gesehen hatte. Die Bücher die sie darüber gelesen hatte konnten kaum die Wirklichkeit der Faszination des Meeres widerspiegeln.

Cassandra
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Beitrag von Cassandra » 18.07.2008 - 12:09

Da, das musste es sein. Endlich. Ganz da vorne… Cassiel reckte im Flug den Hals, als sie endlich das erste Glitzern des Meeres in der aufgehenden Sonne sah. Sie war plötzlich so aufgeregt, dass sie fast einen Flügelschlag vergaß und um ein paar Zentimeter in der Luft absackte. Hoffentlich hat das keiner gemerkt. dachte sie bei sich, denn es war ihr ein wenig peinlich, da es an ihren Flugkünsten doch eigentlich nichts auszusetzen gab, ganz im Gegenteil. Aber es war ja auch so aufregend. Sie hatte schon so viel vom Meer gehört, von älteren den Gabrieliten, denen sie im Nürnberger Himmel begegnet war, aber noch nie hatte sie es selbst gesehen und jetzt war es endlich so weit.
Cassiel strahlte mit der aufgehenden Sonne um die Wette. Wie gern wäre sie nur knapp über der Wasseroberfläche geflogen und hätte sich diese glitzernde Landschaft aus der Nähe angeschaut, vielleicht sogar mal einen Zeh in das Wasser getaucht. Sie sog die salzige Luft tief in ihre Lungen und ein kleiner Freudenschrei entschlüpfte ihren Lippen. „JUHUUU!“

Liwiel
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Beitrag von Liwiel » 20.07.2008 - 22:26

Das offene Meer... Unglaublich!
Liwiel schloss kurzzeitig die Augen und atemte tief diesen einmaligen, salzigen Geruch ein. Noch nie hatte sie das offene Meer überflogen, wodurch dies natürlich ein ganz besonderer Moment war. Aber obwohl das herrliche Wetter und die ruhige Wasseroberfläche einem inneren Frieden versprachen, wusste die Michaelitin, ebenso wie ihre treuen Geschwister, was für tückische Kreaturen des Herrn der Fliegen in der Dunkelheit der Gewässers lauern konnten. Und deswegen sollte man immer einen gesunden Abstand zu diesem wundervollen Anblick halten. Ansonsten hieß es noch: Happ, und weg war man!
Freu dich nicht so sehr Liwiel... du willst immerhin ein Vorbild sein! Also bleib gelassen ! Haltung wahren!! Auch wenn das so wunderschön aussieht...

„JUHUUU!“ ertönte es auf einmal plötzlich von ihrer linken Seite und etwas geschockt blinzelte sie zu der Gabrielitin.
*Cassiel, ist alles in Ordnung?* sandte sie telepatisch nur zu der Schwester Gabriels und hoffte auf eine positive Antwort. Allerdings war offensichtlich alles in Ordnung, Liwiel wollte nur auf Nummer sicher gehen.

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 21.07.2008 - 05:34

Spiriel genoss den Flug sehr. Der Wind, der an ihr vorbei sauste, den mochte sie beim Fliegen immer besonders gerne.
Bevor sie irgendetwas sah, hörte die das Rollen der Wellen und atmete die salzige Luft ein.
Sie hatte zwar schon aus Erzählungen gehört, dass das Meer schön sein sollte. Doch in Wahrheit war es einfach unbeschreiblich. So schöne Farben wie sie das Wasser hatte, in dem sich die Sonne spiegelte, hatte sie weder je gesehen, noch gefühlt.
*Das ist ja... wundervoll. Schön, dass ich mit euch zusammen das Meer das erste Mal sehe!*

Feather
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Beitrag von Feather » 24.07.2008 - 07:11

Es war alles in Ordnung. Natürlich. Sogar in allerbester Ordnung - besonders was Cassiel anging.

Die von Samuriel eingeschlagene Reiseroute erwies sich als gute Wahl – bei besten Windverhältnissen überquerten sie das Mittelmeer und erreichten noch vor Sonnenuntergang sicher die Halbinsel Istrien, wo sie in der Kapelle eines malerischen kleinen Kloster direkt am Wasser übernachteten.
Von da aus ging es am nächsten Morgen unverzüglich weiter nach Nordosten.
Die nächste Nacht verbrachten sie in einem angelitisch geführten Gasthaus an der Hauptverkehrsader zwischen Katto und Zagreb.
„Zwei Tage noch bis Krakau“, erklärte Samuriel am Morgen, bevor sie wieder weiterfolgen. „Aber heute Abend müssen wir wahrscheinlich in der Wildnis meditieren – auf der Karte ist nichts eingezeichnet; es könnte höchstens sein, dass wir irgendeine Scheune oder so finden.“
Doch das machte auch nichts.
Eine Scheune fanden sie zwar nicht, nur die Ruinen eines winzigen Einsiedlerhofes, was sie zunächst etwas beunruhigte, doch sie blieben die ganze Nacht unbehelligt.
Sie schüttelten sich den Tau aus den Flügeln, aßen ein wenig Manna und füllten ihre Wasserflaschen an einem kleinen Teich auf, und brachen zu ihrer letzten Etappe auf.

Doch als sie in Krakau anlangten, erwartete sie eine Überraschung – man hatte sie dringender erwartet als gedacht. Sie hatten gerade einmal Zeit, sich notdürftig zu waschen und saubere Röcke anzuziehen, dann wurden sie auch schon zu der Äbtissin des Klosters gerufen.

Liwiel
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Beitrag von Liwiel » 27.07.2008 - 11:08

Dass der weitere Flug so ruhig verlief, gefiel Liwiel wirklich sehr - sie war stolz auf ihre Schar. Sogar diese Nacht in den Ruinen hatten sie überlebt, auch wenn es extrem unheimlich gewesen war. Aber es hieß doch: Was einen nicht umbringt, macht einen stark. Nicht wahr?
Als die Schar dann in Krakau angelangt, hätte der kleine, blonde Engel selber nicht damit gerechnet, dass man sie so schnell erwartete. Sie hatten gerade mal Zeit gehabt, sich in ihrer Cealla zu waschen und ordentlich umzuziehen, bevor sie sich auch schon zur Äbtissin des Klosters aufmachten.
*Ich bin gespannt, warum wir so dringend gebraucht werden...* sandte sie telepathisch zu ihrer Schar. Mittlerweile konnte sie auch mit Samuriel durch die Macht des Herrn kommunizieren.
Als sie dann vor der Tür standen, zu dennen ein Novize sie geführt hatte, klopfte Liwiel und wartete auf ein Lebenszeichen aus dem Inneren.

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 28.07.2008 - 15:53

Samuriel hatte seine neue Schar in den wenigen Tagen, die er sie nun schon kannte, schon lieb gewonnen. Sie entsprachen dem Bild in seinem Kopf, dass er von Engeln hatte, die ihre Signumsweihe gerade hinter sich gebracht haben.
Was ihm bei diesem Bild am allermeisten gefiel, war die unschuldige, reine Neugierde, die sich in ihrer aller Augen wiederspiegelte! Nur zu gerne befand er sich in der Rolle des älteren Engels und stillte diese Neugierde mit seinen eigenen Erfahrungen. Er konnte gar nicht anders! Sein Herz schlug immer noch höher, wenn er daran dachte wie die Gesichter gestrahlt und die Augen gefunkelt hatten, als sie sich zum ersten mal dem Meer näherten...

Liwiel versuchte noch mehr als die anderen ernst zu bleiben und ihre Rolle als Anführerin zu meistern. Samuriel mochte sie sehr, denn er erkannte die Maske die sie sich selbst auferlegte. Verständlich, denn auf ihren Schultern lastete die größte Verantwortung...aber in ihren Augen konnte man zu oft genau die gleiche junge Neugierde erkennen, wie bei den anderen – nur dass sie sich nicht so sehr davon leiten ließ...
Aber mit etwas Zeit, und vielleicht seiner Hilfe, würde sie verstehen das die Verantwortung nicht allein bei ihr lag, sondern jedes Scharmitglied seinen Teil zu tragen hatte...


Er hätte zwar gerne noch einfach ein paar Tage zusammen mit seinen neuen Geschwistern verbracht, doch da man sie so schnell zur Äbtissin rief gab es offenbar einen Auftrag für die Schar.
Auch gut, denn zusammen eine Aufgabe erfüllen würde sie noch mehr zusammenbringen!
Beim waschen beeilte er sich, sodass er ein paar Minuten vor den anderen fertig war. In der Zeit, die er nun den anderen vorraus hatte, lief er mit Skarz ein paar Gänge auf und ab. Gab ihm dann noch ein paar Brocken Fleisch, und ließ ihn schließlich glücklich – und erschöpft – in den Beutel kriechen. Mit vollem Magen würde er erstmal ein bischen schlafen.
Der Urielit lächelte. Er wusste schon ganz gut, wie er seinen kleinen Freund dazu bringen konnte, die neugierige Schnautze in dem Beutel zu lassen wenn die Situation es erforderte.

Er war bereit, mit seiner Schar vor die Äbtissin zu treten.Vor der Tür zu den Waschräumen wartete er geduldig bis seine Geschwister ebenfalls fertig waren.

Feather
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Beitrag von Feather » 29.07.2008 - 08:46

Inzwischen waren sie alle fertig und standen vor der Arbeitszimmertüre der Äbtissin.
Auf Liwiels Klopfen hin erklang ein herrisches "Herein!", dann wurde die Türe von einem mondgesichtigen Monachen geöffnet, der sich vor den Engeln verbeugte, sie mit einer Handbewegung hereinbat und sich rasch wieder ins Nebenzimmer zurückzog.

Der Raum war ein langgezogenes Rechteck mit einer breiten Fensterfront und wenn einer der Engel einen verstohlenen Blick zur Decke warf, würde er feststellen, dass sich die Bücherregale an den Wänden über zwei Stockwerke nach oben erstreckten.
Die Holzdielen knarrten unter den nackten Füße der Engel, als sie vortraten.

„Willkommen in Krakau, Engel.“ Die Stimme der Äbtissin klang begeisterungslos und sachlich.
Dennoch kam sie um ihr wuchtiges Pult herum, um sie zu begrüßen.
Sie war keine große Frau – für ihren Geschmack offensichtlich zu klein, denn sie trug Sandalen mit hohen Absätzen über ihren weißen Socken, die nicht ganz unter dem Saum ihrer Robe verschwanden.
Eigentlich hätte man meinen sollen, dass sie solche Krücken nicht nötig hatte - ihr strenges Gesicht sah nicht so aus, als würde sie irgendwelchen Widerspruch dulden und sei es von jemandem, der doppelt so groß wie sie war.

Liwiel
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Beitrag von Liwiel » 29.07.2008 - 09:32

"Salve.", begrüße Liwiel die strengaussehende Dame und musterte sie genaustens. Dabei versuchte sie genau so ausdruckslos zu gucken, wie die Äbtissin selber. Denn sie mochte es einfach nicht, dass sie so gelangweilt und sachlich war. Vielleicht merkte sie so, wie doof sie sich den Engeln eigentlich gegenüber benahm?

"Vielen Dank.", antwortete die Michaelitin dennoch auf den Willkommens-Gruß und bemühte sich Haltung zu wahren. Sie gehörte immer noch dem Orden Michaels an und musste über diese "Langeweile" der Klostervorstehende stehen.

"Mein Name ist Liwiel und dies ist meine Schar. Ein Novize hat uns bei der Ankunft in Empfang genommen und gesagt, dass Ihr uns sehr dringend sprechen wollt, Äbtissin."

Lialin
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Beitrag von Lialin » 29.07.2008 - 10:34

Hinter Liwiel began es leise zu rascheln. Sofyrael hatte begonnen in iherer Tasche nach ihren Schreibsachen zu kramen. Zuerst förderte sie ihr Notizbüchlein zu Tage, kurz darauf einen Stift. Dann hörte man leise wie Buchseiten umgeschlagen wurden.

Aufmerksam hörte Sofyrael der Abtissin und Liwiel zu, sie würde ein Protokoll aller wichtigen Gesprächsinhalte verfassen, nicht das etwas in Vergessenheit geraten würde.

Dennoch kam sie nicht umhin wieder und wieder die Bücherregale anzuschauen welche sich weit nach oben in den Raum erstreckten. Was würde wohl in ihnen alles zu finden sein. Sie kniff die Augen zusammen um einen Titel auf den zahlreichen Buchrücken zu erspähen. Hoffentlich würde sie die Zeit bekommen hier forschen zu dürfen. Immer wieder wanderte ihr Blick neugierig zu den Büchern, weg vom Gespräch Liwiels mit der Abtissin.

Konzentrier dich, sie schüttelte kurz den Kopf und verdrängte den Gedanken was ihr vielleicht alles entgehen würde und wandte sich wieder den sprechenden zu. Irgendwie sah die ramielitische Abtissen fast ein wenig lächerlich aus, solche Oberflächlichkeiten wie diese Schuhe, Eitelkeit fand vor Jeremiel sicher keinen Gefallen.

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 29.07.2008 - 21:00

Spiriel hatte sich in der kurzen Zeit zwischen der Ankuft in Krakau und dem Gang zur Äbtissin möglichst gründlich gesäubert und alles an sich hergerichtet, was herzurichten war. Irgenwie war ihr schon ein bisschen komisch im Magen. Ich bin total aufgeregt!, dachte sie bei sich. Kein Wunder, war ja ihr erster Auftrag.
Vor dem Zimmer stehend versuchte sie, sich ein bisschen zu beruhigen, bevor sie eintrat. Ruhig, schön langsam atmen.... Das machte sie immer, wenn sie aufgeregt war. Oder wütend.
Als die Türe geöffnet wurde und sie von der Äbtissin begrüßt wurden, begrüßte sie diese, ihrer Michaelitin gleich, und wartete dann auf eine Aufklärung, während sie leicht schmunzelnd zu der Ramielitin sah, die sich neugierig im Raum umguckte.

Feather
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Beitrag von Feather » 30.07.2008 - 07:42

„Ja.“, bestätigte die Äbtissin knapp.
Offensichtlich konnte sie an Liwiels Miene nichts Seltsames feststellen. Womöglich hielt sie ihr frostiges Auftreten für völlig normal bei einem Signumsengel.
„Es ist gut, dass ihr ohne Verzögerung eingetroffen seid.“, fuhr sie zügig fort. „Obgleich wir Zwischenstation für viele Scharen auf dem Weg nach Osten sind, hatten wir selbst bis zu eurer Ankunft keine freien Kapazitäten zur Verfügung und heute Morgen hat uns ein Hilfsgesuch eines Fischerdorfes etwa vier Flugstunden nördlich von hier erreicht.
Offensichtlich sind zwei Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren spurlos verschwunden.“
Sie hob die Hand, um eine ihrer Haarnadeln zurechtzurücken.
„Eigentlich würden wir wegen zwei Verschollenen in einer so unbedeutenden Gemeinde keine Schar entsenden, doch da es sich in diesem Fall um Kinder handelt und zudem bei der Suche anscheinend noch ein weiteres Unglück eingetreten ist, das geklärt werden muss…“

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