Ein Spiel? [Zadkiels Schar] Teil II

Das Archiv aller abgebrochener Gruppen
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Erzählerin
Verena
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Beitrag von Erzählerin » 07.11.2003 - 11:59

Ankaniel und Changel:

Die Begine schwieg einige Zeit, und es sah so aus, als starre sie einfach nur auf Ankaniels verbunden Arm. Dann hob sie wieder den Blick und sah den Gabrieliten an. "Wir... St. Jean ist das Hauptkloster dieser Region. Wir haben nur einen Engel hier, einen Urieliten. Sonst haben wir dreißig Templer und fünfzig Geistliche."

Sie wandte sich kurz ab und rief über den Hof einem Jungen etwas auf Common zu. "Hol Mèan!" Dann sprach sie wieder mit den Engeln. "Ich werde gleich zum Ab laufen und ihm Bericht erstatten. Folgt bitte Asam, er wird euch in eine Cella bringen. Unsere Heiler werden sich dort um euch kümmern. Ich werde kommen und euch berichten, was wir tun können."

Die Begine nickte zum Abschied und eilte sofort davon, in das Hautgebäude. Der Templer verneigte sich und lief dann los, in dasselbe Gebäude. Ankaniel und Changel wurden in eine geräumige Cella im Erdgeschoss geführt. Nach wenigen Minuten betraten vier raphaelitische Kleriker die Cella. Sie brachten neben den Dingen, die sie zum Verarzten der Engel brauchten, Schalen mit Wasser und etwas geräucherten Fisch mit. Sie entfernten alle Verbände, wuschen offene Wunden und schafften viel bessere Schienen heran, als sie in der Katastrophensituation St. Juans zu finden gewesen waren. Die Kleriker legten Changel eine Art Korsett an, einen aus metallenen Streben und festem Stoff bestehenden Stützverband, der ihre gebrochenen Rippen zusammenhielt. Changel spürte, dass sie so weniger tief einatmen konnte als zuvor, aber wenn sie atmete, schoss ihr nicht jedesmal brennender Schmerz durch den Brustkorb.

"Du solltest nicht fliegen", wisperte einer der Männer in Changels Ohr, während er sie verarztete.

Letztendlich betrat die Michaelis-Begine von vorhin die Cella. Sie wirkte zuversichtlich.

"Der Ab hat den Urieliten nach Gratianopel geschickt. Er wird Nachricht über die weitere Vorgehensweise an dieses und an andere um St. Jean liegende Klöster weiterleiten. Wenn er damit fertig ist, wird er zu euch nach St. Jean stoßen. Er wird wohl in einigen Stunden dort ankommen. Der Ab lässt gerade fünfzehn Templer und zwölf Geistliche mit Hilfsgütern reisebereit machen. Sie werden wohl kurz vor dem Morgengrauen des nächsten Tages in St. Jean eintreffen."

Dann schwieg die Begine und neigte leicht den Kopf, um zu zeigen, dass sie ihren Bericht beendet hatte. Sie blieb aber noch stehen, falls Ankaniel und Changel Fragen hatten.

Changel
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Beitrag von Changel » 09.11.2003 - 11:43

Changel wusste nicht so recht was sie sagen sollte. Sie waren ausgezogen um die übergebliebenen Kreaturen des Versuchers zu richten, und wurden nun umsorgt wie es Changel bis dato noch nicht erlebt hatte.

Mit einer Mischung aus Hilflosigkeit und Verzweiflung in den Augen wandte sie ihren Kopf zu dem Gabrieliten, suchte die Antwort auf die sie beschäftigende Frage bei ihm.

„Und was jetzt?“

Flowaviel
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Beitrag von Flowaviel » 09.11.2003 - 17:16

"Aber in diesen zwei Stunden wird sie mir Rede und Antwort stehen können?" fragte Flowaviel in einem Tonfall nach, der Wasser gefrieren lassen könnte. "Oder wird sie dann zu sehr von Schmerzen übermannt sein, um weiter klar denken zu können? Ich brauche eine Einschätzung von Dir."

Ankaniel
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Beitrag von Ankaniel » 02.12.2003 - 08:23

"Wir werden uns den Truppen für St Jean anschliessen. Dies ist der sicherst und schnellste Weg wieder zu unserer Schar zu Stossen". Er wandte sich der Beginne zu. "Ich nehme an es ist möglich das meine Mitschwester und ich uns dem Verband nach St.Jean anschliessen!" und noch einmal zum Urieliten gewandt."Und du hast die Kraft für diese Reise Changel"

Changel
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Beitrag von Changel » 02.12.2003 - 11:37

Changel war sich nicht ganz sicher ob es eine Frage oder eine Mahnung seitens des Gabrieliten war, doch nickte sie bekräftigend.

"Natürlich habe ich die Kraft dazu!"

Ein "wie kannst du das nur fragen" schluckte sie herunter, sie wusste ja nicht genau wie Ankaniel es gemeint hatte, und Gabrieliten waren ohnehin nicht für ihre wortgewandheit bekannt...

Erzählerin
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Beitrag von Erzählerin » 05.12.2003 - 17:05

Flowaviel:

"Nein. Die Schmerzen würden nicht zu stark sein. Sie würde gar keine Schmerzen haben. Und... ja, zwei Stunden sind eine recht akkurate Schätzung..."

Die Begine musterte den zerquetschten Leib der Frau.

"...vielleicht auch weniger lang. Sie hat schon viel Blut verloren. Aber mindestens eine Stunde."

Ankaniel und Changel:

Der Geistliche, der Changel vorhin ins Ohr geflüstert hatte, nickte im Hintergrund. Die Begine fing seinen Blick auf und sah dann zu dem Gabrieliten.

"Ja. Das ist gut. Die Truppen werden zu Fuß unterwegs sein. Ruht ein wenig, bis sie bereit sind. Es wird wohl etwa noch sechs Stunden dauern", verkündete die Begine und nickte den Medici zu. Diese begannen, ihre Sachen zusammenzupacken. Die Engel waren verarztet. Dann verließen sie gemeinsam die Cella.

Flowaviel
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Beitrag von Flowaviel » 05.12.2003 - 20:14

"Gut." meinte er eisig kalt und ohne einen Hauch von Emotion in der strengen, leisen Stimme. "Dann weck sie auf." Ihm war es gleich, dass er hiermit ihren Tod besiegelte. Es war unabdingbar, für das große Ganze Opfer aufzubringen.

Ankaniel
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Beitrag von Ankaniel » 08.12.2003 - 19:47

"Wir werden dann so lang medietieren! Könntet ihr uns ein Cellae zeigen!"
Er blicktge zum kleine Urieliten, und lächelte. Ihm stand muedigkeit und kraftlossigkeit ins Gesicht geschrieben. "Ich denke wir haben uns Ruhe verdient".

Changel
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Beitrag von Changel » 09.12.2003 - 17:52

"Wir werden zum Koster zu Fuß gehen... oder? Oder vielleicht gar reiten? Was meist du?"

Wenn es darauf ankahm würde sie auch fliegen, egal was man ihr ins Ohr flüsterte. Doch erst einmal sehen ob die anderen Möglichkeiten in betracht gezogen werden konnten.

"mhmmm, ich hoffe wir *können* etwas Ruhe finden..."

Ankaniel
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Beitrag von Ankaniel » 10.12.2003 - 16:34

"Ich hoffe wir laufen" antwortet Ankaniel und schaute an seinem verkruepelten Arm herunter. "Ich glaube nicht das diese kleine Kloster genuegend Reittiere fuer ein solche Gruppe hat." Er folgt der Beginne ins innere des Klosters. "Wir werden schon ruhe finden, nach einem schweren Kampf Ruhe ich meist sehr schnell und tief"

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Beitrag von Erzählerin » 11.12.2003 - 11:27

Flowaviel:

"So sei es denn", sagte die Begine und hob die Decke vom rechten Arm der Frau. Während sie mit einem Stück Watte eine scharf riechende Flüssigkeit auf das Innengelenk des Armes aufbrachte, warf sie Flowaviel einen schwer zu deutenden Seitenblick zu, widmete sich jedoch sofort wieder ihrer Aufgabe. Die Begine setzte die Injektion und stellte sich dann ans Kopfende der Liege. Sie befühlte den Hals der Schwerverletzten und drückte das Instichloch zu, bis die Frau sich zu regen begann. Dann drehte sie sich um und nickte Flowaviel zu, ohne ihm wirklich in die Augen zu sehen. Sie blieb am Kopfende der Liege stehen und beobachtete die Erwachende. Flowaviel sah in die glasigen Augen der Frau. Es war offensichtlich, dass sie unter Drogen stand. Allerdings schien die Substanz ihren Geist um einiges klarer gemacht zu haben.

"Hallo", sagte die Frau und strahlte Flowaviel an. Ein bizarrer Anblick, wenn man ihre zermalmte Körperhälfte bedachte, an die im Moment nur die leuchtend roten Blutflecken an der Krankendecke erinnerten.

Ankaniel und Changel:

"Wenn ihr möchtet, könnt ihr gern in der Cella bleiben, in der wir euch gerade behandelt haben. Sie ist geräumig und wird gerade nicht benötigt", sagte die Begine bereitwillig. "Und ja, ihr habt recht. Die Truppen werden tatsächlich zu Fuß gehen müssen."

Changel
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Beitrag von Changel » 12.12.2003 - 22:14

Changel nickte der Begine dankcbar zu, sprach jedoch erst wieder als sie die Cella verließ. Ihre Stimme war kleinlaut und beschämt als sie, ohne den Gabrieliten anzublicken das Schweigen brach.

"Ich..hatte noch nie einen schweren Kampf...bis heute zumindest. Ich habe davor auch noch nie die Dämonen des Versuchers gesehen..."

Ankaniel
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Beitrag von Ankaniel » 16.12.2003 - 22:01

Ankaniel blickte den Urieliten ein. Jetzt sah er deutlich die unerfahrenheit seines Scharbruders. Er dachte zurück an die Zeit als er noch jung war, und welche Angst in damlas in den Kellern des Nürnberger Himmels beschlichen hatte. Und er dachte an den Tag zurück als er seine erste Schar verloren hatte. Und auch dieses mal war die Schar nur knapp der Vernichtung entkommen.

Nach einigen Augenblicken durchbrach er das schweigen.
"Changel, wenn dies dein erster Kampf gegen die Bestien des Wiedersachers war, kannst du stolz auf deine leistung sein. Ich hab schon so manchen jungen Gabrieliten oder michaeliten die Ruhe verlieren sehen als er einem Dämon gegenüber stand. Mit welcher Konzentration du bei der Sache warst war fantastisch. Selbst mir wäre es ohne dich nicht gelungen nur einen der grossen Dämonen aufzuhalten.
Aber jetzt lasst uns ruhen so lange wir können"

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