Ein Spiel? [Zadkiels Schar] Teil II

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Flowaviel
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Beitrag von Flowaviel » 17.12.2003 - 23:03

Flowaviel hielt sich gar nicht erst mit Formalitäten und Höflichkeiten auf, diese erachtete er gerade in solch einer Situation als überflüssig. "Ich bin Flowaviel." meinte er in Common und legte seinen Kopf leicht schrägt, während er leise weitersprach und sie betrachtete: "Erzähl mir genau, was Du gesehen hast, berichte mir von allem, was mit dem Angriff einhergeht."

Erzählerin
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Beitrag von Erzählerin » 18.12.2003 - 14:58

"Oh... ja." Die Erinnerung schien der Frau sehr aufs Gemüt zu schlagen. Traurig senkte sie den Blick, aber da war auch Aufregung in ihren Augen. Kurz war sie abgelenkt, als sie die blutverschmierten Laken sah. "Das ist... wunderbar. Ich dachte, ich müsste sterben, und jetzt, jetzt tut es gar nicht mehr weh." Ein Lächeln huschte über ihre Züge. "Das warst bestimmt du, nicht? Ich danke dir."

Dann erinnerte sie sich wieder an die Frage, die der Ramielit gestellt hatte. Hastig setzte sie hinterher: "Ich war auf Pilgerfahrt hierher und habe vor dem Kloster gebetet. Gerade erst hatte ich den ganzen Weg hinter mich gebracht, und jetzt wollte ich dem Herrn dafür danken. Aber als ich aufsah, war da auf einmal dieses schwarze... Ding an der Mauer. Es hatte Kleidung an wie ein Mensch, und ein großes Bündel auf den Rücken geschnürt, aber es bewegte sich wie eine... eine Eidechse! Geradewegs die steile Wand hochgelaufen ist es, auf allen Vieren. Es war widerwärtig, und ich habe geschrien. Dann hat es sich zu mir umgedreht. Es hatte das Gesicht eines Menschen, aber es war ganz schwarz! Also, die Haut! Wie kann es denn so etwas nur geben? Ich habe weitergeschrien und darauf gedeutet, und dann kamen die Templer vom Tor auch schon angelaufen. Aber noch bevor die beiden es auch sehen konnten, ist es durch ein offenes Fenster geschlüpft, ganz oben. In der Nähe von diesem kleinen Türmchen. Ich habe drauf gezeigt, aber die beiden haben es nicht mehr gesehen, und dann haben sie versucht mich zu beruhigen und mich nach Drinnen geführt. Naja, und kaum waren wir im Kloster, da schallte auch schon der Alarmgong... und alles um mich herum brach in große Hektik aus. Niemand hat mir oder den beiden Templern noch zugehört... ich weiß nicht mehr, was dann alles passiert ist. Da waren überall herumlaufende Menschen, und ich bin wieder nach draußen gerannt, weil ich Angst bekam. Dann habe ich all diese Monster gesehen, und ihre Flügel gehört, überall über mir, über der ganzen Stadt... und dann wurde alles ganz hell und heiß, und.. dann bin ich aufgewacht. Genau hier. Bei dir."

Von den Erinnerungen überwältigt sah sie verstört vor sich auf die Decke.

Changel
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Beitrag von Changel » 21.12.2003 - 10:31

Changel konnte deutlich spühren wie ihre Brust vor Stolz anschwoll, auch wenn sie wusste das der Gabrielit etwas dick auftrug. Sicherlich hätte der Gabrielit auch ohne sie gegen die Traumsaat antreten und siegen können, im grunde hatte sie ja nicht allzuviel gemacht und war erst später hinzugestoßen, doch taten sein Worte gut und vermochten Changels Mut wieder etwas zu heben.

"Danke"

Dann setzte sich die kleine urielitin auf einen der Meditationshocker und suchte nach der so dringend nötigen Ruhe.

Flowaviel
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Beitrag von Flowaviel » 26.12.2003 - 16:45

Flowaviel hörte der Frau gut zu und nickte hier und da. Für ihn klang es recht einleuchtend. Es war ein Versuchter gewesen, welchem der Herr der Fliegen, der große Widersacher, verdorbene Gaben zugestanden hat, mit denen er einem widerwärtigen Getier gleich die Wände erklimmen konnte. Doch was hatte es in dem Bündel gehabt? Mehr Sprengstoffe? Das wäre unsinnig gewesen... Aber was war es dann?

"Bei welchem Turm war dies geschehen? Wo in etwa?" Vielleicht waren noch irgendwo Überreste zu finden. Vielleicht konnte man sie untersuchen. Vielleicht half es irgendwas.

Ankaniel
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Beitrag von Ankaniel » 08.01.2004 - 13:25

Auch Ankaniel setzte sich auf den Meditationshocker, und schaute noch mal auf den jungen Urieliten. "Schoen so einen Mitengel zu haben" dachte er bevor ihn die schwaerze der Meditation umfing.

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Beitrag von Erzählerin » 09.01.2004 - 16:06

Ankaniel und Changel:

Ankaniels Augen flogen auf, als sich die Tür der Cella öffnete. Er warf einen kurzen Blick zu Changel, nur um zu erkennen, dass auch sie bereits aufmerksam zur Tür blickte. Er fühlte sich ein wenig besser; gute zwei Stunden der Meditation würden sie sicher bekommen haben. Einer der raphaelitischen Kleriker, die sie behandelt hatten, stand dort und verneigte sich.

"Engel, bitte kommt mit mir. Es ist soweit. Die Karawane ist bereit."

Als die beiden mit dem Kleriker den Hof des Klosters betraten, sahen sie etwa 40 Menschen, von denen so gut wie jeder einen großen Rucksack trug. Außerdem waren drei doppelrädrige Wagen zu sehen, deren Ladung mit Planen überzogen und damit vor Regen, aber auch Blicken geschützt war. Zwei von ihnen wurden von je einem Wasserbüffel gezogen, der letzte - der kleinste - von einem Esel. Laien führten die Tiere. Nur fünfzehn der Anwesenden waren Templer. Etwa 10 niedere Geistliche, die überwiegend dem michaelitischen Orden angehörten, begleiteten den Zug: Zwei Raphaeliten, ein Gabrielit und sieben Michaeliten scharten sich um einen michaelitischen Armatura, der Mitte 20 zu sein schien. Der Mann hatte keine Haare auf dem Kopf und war glatt rasiert. Dicke, vereinzelte Linien liefen über seine Stirn, seine Wangenknochen und seinen Schädel. Seinen Helm aus dunklem Holz hielt er unter dem linken Arm. Er sprach mit einem ernst dreinblickenden Michaelitenkleriker, der zu seinem Habit wie alle anderen einen breitkrempigen Hut zum Schutz vor der Sonne trug.

Noch immer im Gespräch hob der Mann den Blick und sah zum Eingang hinüber. Als er Changel und Ankaniel entdeckte, nickte er ihnen mit prüfendem Blick zu und wandte sich dann wieder zu seinem Gesprächspartner. Nur einen Satz später hob der Michaelit die Hand und sah zu den versammelten Laien hinüber.

"Fertigmachen", rief er auf Common und schritt in ihre Mitte, um ihnen letzte Anweisungen zu geben. Die schweren Torflügel wurden geöffnet. Der Armatura rief seinen Männern auf Lateinisch Befehle zu, wies ihnen ihre Positionen entlang der Karawane. Sein Blick flog immer wieder zu den beiden Engeln hinüber, als erwarte er sie.

"Das ist Mèan, der Decanus dieses Klosters", wisperte der Raphaelit, der hinter den Engeln stehengeblieben war. "Er wird die Karawane persönlich begleiten."

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Beitrag von Erzählerin » 09.01.2004 - 16:09

Flowaviel:

Die Frau wirkte ein wenig ratlos. Naja, äh.. das kleine auf dem Dach, das man schon ein wenig sehen kann, wenn man aufs Kloster zugeht. Auf der rechten Seite. Da ist ja so eine..." Sie formte mit den Händen einen Halbkreis. "...so eine Kuppel draufgewesen."

Changel
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Beitrag von Changel » 12.01.2004 - 15:41

Changel war mehr als nur leicht erstaunt so viele Michaeliten auf einem Haufen zu sehen. Warum hatte man an ihrer statt nicht noch mehr Raphaeliten geschickt, nur zwei des Ordens zu senden erschien der kleinen Urielitin doch etwas spärlich, aber immerhin Hilfe, und um jedes bisschen durften sie dankbar sein.

Überrascht drehte sich Changel um als der Raphaelit hinter ihnen das Wort ergriff, sie hatte ihn zwar bemerkt, aber dennoch nicht wirklich wahrgenommen.
"Wie lange wird es denn in etwa dauern bis wir das Kloster erreicht haben, ich kenne die Strecke nur im Flug...."

Ankaniel
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Beitrag von Ankaniel » 15.01.2004 - 11:41

"Man nahm die Bedrohung glücklicherweise, in ihrer ganzen grösse war, warum sollte man sonst den Decanus mit dieser Aufgabe betreuen. Aber Leider stand keine grosse Garnission zur Verfügung. Man musste sehen wo mit man klar kam. "
"Erzählt mir mehr über den Decanus, was hat er bisher erreicht?"

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Beitrag von Erzählerin » 17.01.2004 - 16:57

Der Raphaelit senkte ehrerbietig den Blick, als die Engel ihn ansprachen.

"Der Trupp wird diesen Tag und die darauf folgende Nacht durchmarschieren und, wenn alles planmäßig verläuft, im Morgengrauen in St. Jean ankommen.

"Leider bin ich kein Templer; ich kenne die Geschichten über den Decanus nicht genau. Aber man erzählt sich, er habe in den Ketzerkriegen ein Untier des Herrn der Fliegen allein durch seinen Mut und seine frommen Worte verscheucht. Und.. offensichtlich ist er lebendig aus den Kämpfen hervorgegangen." Es war deutlich, dass der Raphaelit sowohl die erste als auch die letztere Errungenschaft Mèans als göttliches Wunder begriff.

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Beitrag von Ankaniel » 20.01.2004 - 11:57

"Changel hast du gehört, der Herr meint es gut mit uns, er hat uns einen Held und Heiligen durch den er selbst gewirkt hat zur Seite gestellt"
Ankaniel war wieder von Hoffnung ergriffen das sie ihre Mission, die sich von einer kleinen Nachforschung in ein grosses Traumsaatproblem verwandelt hatte, doch noch erfolgreich beenden konnten.
"Ich werd mal hören was er selbst dazu sagt", informierte er noch schnell den Urieliten, bevor er sein Schritt beschleunigte um zum Decanus zu kommen.

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Beitrag von Flowaviel » 20.01.2004 - 13:49

Flowaviel sagte das jetzt gerade nicht wirklich viel. Die Aussagen der Frau waren auch recht schleierhaft und somit rief der Ramielit mit einer Stimme die leise und blechern, aber dennoch arg weitreichend war nach wem: "Heda, ein Monach oder eine Soror des Klosters, zu mir!" Es war klar, dass keine Widerrede geduldet werden würde.

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Beitrag von Changel » 31.01.2004 - 11:58

Chanel nickt eifrig. Das waren doch zur Abwechslung malg wirklich gute nachrichten. Einen Helden der angelitischen Kirche an ihrer Seite, da musste man einfach Hoffnung hegen, man konnte gar nicht anders.

Als Ankaniel fortmaschierte war die kleine Urielitin versucht ihm zu folgen, aber entschied sich dann doch dafür hier bei dem Raphaeliten zu bleiben. Der gabrielit würde schon wieder zurückkommen, dann würde sie ihn schon noch mit Fragen löchern.

Sie wandte den Blick an den Engel neben ihr.
"Kennst du noch einige Geschichten über unseren Trupp hier? ich finde so etwas immer unglaublich ineressant, weißt du... Obwohl, die geschichte mit einen Engel vom herrn der Fliegen nur durch fromme Worte in die Flucht zu schlagen... das kann wohl kaum noch übertroffen werden..."

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