Ein Spiel? [Zadkiels Schar] Teil II

Das Archiv aller abgebrochener Gruppen
Gesperrt
Erzählerin
Verena
Beiträge: 674
Registriert: 10.06.2002 - 17:19
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Erzählerin » 03.02.2004 - 15:55

Flowaviel:

Fragende Blicke wurden in der Ferne zwischen einigen Monachen und Beginen ausgetauscht, die gerade damit beschäftigt waren, Trümmerteile zu schleppen. Dann löste sich ein Mann mittleren Alters, der schon einen Großteil seiner Haarpracht an natürliche Ursachen eingebüßt hatte, aus der Gruppe und eilte mit verdreckter Robe an Flowaviels Seite. Er verneigte sich vor dem Engel und sah ihn dann aufmerksam an.

Changel:

Der weißberobte Mann neben Changel blickte noch einmal nachdenklich zu dem Trupp hinüber und zuckte die Achseln. "Nun Engel, da fragst du vielleicht den Falschen. Ich verkehre selten mit den Templern dieses Klosters und weiß deshalb nicht sonderlich viel mehr über sie. Die Geschichte unseres Decanus zu hören, da kam ich natürlich nicht umhin. Aber die anderen? Ich weiß nicht, was die niederen Templer, die hier stationert sind, bereits erlebt haben. Aber die Michaeliten, die mit euch ziehen werden, werden bei der Neuordnung der Stadt helfen und die Hilfsgüter einzuteilen wissen, die nach und nach eintreffen. Und den leidenden Seelen dort Trost spenden. Genau das, worin sie eben geschult sind."

Ankaniel:

Der Decanus war noch in ein Gespräch mit einem der michaelitischen Kleriker vertieft, als Ankaniel sich näherte. Als er den Gabrieliten jedoch im Augenwinkel nahen sah, nickte er dem Michaeliten noch ein letztes Mal zu und sprach einige abschließende Worte. Der Kleriker nickte ebenfalls und zog sich dann von ihm zurück. Er begab sich in die Mitte seiner Ordensbrüder und schien ihnen einiges zu erklären. Währenddessen richtete Mèan seinen aufmerksamen Blick auf Ankaniel. Seine Augen glitten einmal über den Körper des Gabrieliten, bevor er ihm wieder ins Gesicht sah. Der Decanus straffte sich und neigte dann grüßend den Kopf vor dem Engel. Ergeben verharrte er so und wartete, was der Gabrielit zu sagen hatte oder bis er zum Sprechen aufgefordert wurde.

Changel
Beiträge: 36
Registriert: 05.05.2003 - 19:07
Kontaktdaten:

Beitrag von Changel » 09.02.2004 - 10:37

"Ich hoffe nur das noch Seelen da sein werden, denen man Trost spenden kann.... Als wir aufgebrochen sind waren zu viele verwundet, und ich weiß nicht wieviele schon tot....."

Changel hoffte inständig dass sie nicht zu spät kahmen, das die Raphaeliten mit ihren heilenen Händen noch etwas bewirken konnten...

Ankaniel
Heinrich
Heinrich
Beiträge: 89
Registriert: 31.05.2002 - 19:54
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Beitrag von Ankaniel » 09.02.2004 - 17:27

"Decanus, mir ist zu Ohren gekommen ihr seid ein Veteran der Ketzerkriege, und ihr wärt durch den Herrn gesegnet. Mir ist es eine Freude einen solchen Gefährten im Kampf zu wissen, aber bitte berichtet doch selbst über eure Heldentat?"

Flowaviel
CursedAngel
CursedAngel
Beiträge: 90
Registriert: 01.06.2002 - 18:44
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Flowaviel » 19.02.2004 - 14:50

"Beschreib ihm hier noch einmal das Gebäude." sagte der Engel der schwerverletzten Frau und sah derweil den Monachen an. "Und hör Du hin, was sie sagt und zeige mir später, wo dieses Gebäude hier seinen Platz hatte, und wo dessen Trümmer jetzt liegen." Er verschränkte die Arme vor der Brust und wartete mit stoischer Gelassenheit ab.

Erzählerin
Verena
Beiträge: 674
Registriert: 10.06.2002 - 17:19
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Erzählerin » 20.02.2004 - 15:15

Flowaviel:

Der Monach verneigte sich noch einmal und hörte den Ausführungen der Frau zu. Nach einer Weile nickte er sowohl ihr als auch dem Ramieliten zu und begann zu sprechen. "Die Kuppel, die die Frau meint, ist eine der Kapellen direkt unter dem Dach des Klosters gewesen. Die Trümmer müßten vielleicht irgendwo dort drüben liegen, ganz oben auf dem zerstörten Gebäudeteil." Er wies in einer unsicheren Bewegung in die entsprechende Richtung. Der Raphaelit wirkte ein wenig unsicher. Ob der Engel dort hingeführt werden wollte?

Changel und Ankaniel:

Decanus Mèan hatte dem Gabrieliten zunächst nur mit einem bescheidenen Lächeln geantwortet. "Ja, man erzählt diese eine Geschichte von meinen Taten. Aber manche würden es für Angeberei halten, wenn ich sie selbst ausschmücke und erzähle. Und Stolz ist eine Sünde, die man meiden sollte. Verzeiht mir, Engel, wenn ich darüber schweigen möchte. Aber es sind einige meiner Waffenbrüder hier", sagte er und wies mit einer ausladenden Handbewegung über den Platz. Überall waren die Templer zu sehen. "Und jedem von ihnen wird es sicher eine Freude sein, einem Engel zu berichten, wenn wir auf halbem Wege eine Rast einlegen. Aber jetzt... jetzt gibt es sehr viel zu tun." Der Decanus lächelte mit den Augen, entschuldigend und versöhnlich zugleich.

Es dauerte nicht lange, bis der kleine Zug aufbrach. Changel und Ankaniel waren froh, nicht die ganze Zeit fliegen zu müssen. Es tat gut, sich mit den Verletzungen auf einem der Karren niederzulassen und einfach zu fahren, oder langsam neben dem Zug herzulaufen.

Zwei Tage und eine Nacht lang waren sie unterwegs. Auf dem Weg stießen noch mehr Angeliten zu ihnen, auch mehr raphaelitische Kleriker. Ein echter Hilfstrupp erreichte schließlich das zerstörte St. Jean. Schließlich tauchte das zerstörte Kloster auf. Ein Verletztenlager mit vielen Zelten bestimmte den Platz vor den staubigen Ruinen.

Flowaviel
CursedAngel
CursedAngel
Beiträge: 90
Registriert: 01.06.2002 - 18:44
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Flowaviel » 21.02.2004 - 18:31

Ohja, das wollte er. "Gut, führe mich dorthin."

Er warf einen letzten Blick auf die Frau und folgte dann dem Monachen, ohne einen weiteren Gedanken an ihr Schicksal zu verlieren. Gott würde sie jetzt zu sich holen, und was konnte besser sein, als vor dem Ableben noch ein letztes Mal Seinem Willen zu folgen und Seinen Boten zu helfen? Nicht viel. Die Frau würde glücklich sterben.

"Zeig mir, wo es ist. Und hat jemand schon in den Trümmern gesucht? Und etwas ungewöhnliches gefunden?"

Erzählerin
Verena
Beiträge: 674
Registriert: 10.06.2002 - 17:19
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Erzählerin » 27.02.2004 - 18:22

"Nein, dort hat noch niemand gesucht... wir sind gerade damit beschäftigt, die äußersten Bereiche des Südflügels freizulegen, bevor noch mehr einstürzt. Dort war das Lazarett, und dort waren auch die meisten Menschen, als es passierte", sagte der Monach, der noch immer reichlich mitgenommen klang - und aussah. An den Beinen hatte er einige frische blutige Kratzer, genau wie an den Unterarmen, und seine Kutte war eingestaubt.

Der Schuttberg war gewaltig. Wie ein kleiner Berg türmte der zusammengestürzte Teil des Klosters sich auf. Explosionsartiges Bersten und Krachen drang manchmal noch aus ihm hervor, begleitet vom bedenklichen Ächzen des noch nicht ganz zusammengestürzten Teils der ehemaligen Ordensfeste.

"Dort oben irgendwo muss es draufliegen... oder das, was davon übrig geblieben ist", sagte der Mann und wies nach oben, in Richtung der Spitze des Schuttberges, die für ihn nicht einsehbar war. "Die Frau hat die Dachkapelle beschrieben. Sie war dort oben im Bereich für hochrangige Gäste gebaut worden, damit der nächste Schrein nie weit entfernt war", fügte er überflüssigerweise noch an. Mit glitzernden Augen sah er nach oben, und ob es der Staub war, der ihm das Wasser in die Augen trieb, oder Trauer, das vermochte Flowaviel nicht zu deuten.

Changel
Beiträge: 36
Registriert: 05.05.2003 - 19:07
Kontaktdaten:

Beitrag von Changel » 15.03.2004 - 14:47

Bei dem Anblick des Klosters wurde Changels Hoffnung, das ganze Szenario des Traumsaatsangriffes sei nur einem bösen Fiebertraum entsprungen, jäh zerstört, doch hatte der kleine Engel auch nicht wirklich mit einer solchen Äuflösung gerechet. Und dennoch war sie den Tränen abermals nah, als ihr das Grauen so aberdeutlich vor die Augen geführt wurde.

Der kleine Engel schluchte fest und schüttelte kaum merklich den Kopf um wieder etwas mehr Haltung und Fassung zu erlangen. "Da wären wir also wieder..."

Ankaniel
Heinrich
Heinrich
Beiträge: 89
Registriert: 31.05.2002 - 19:54
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Beitrag von Ankaniel » 26.03.2004 - 17:11

Nach dem Marsch war Ankaniel recht erschöpft und war froh das sie endlich angekommen sind.
"endlich sind wir da, lass uns die anderen suchen" Und dann begann er sich im Kloster nach dem rest der Schar umzusehen

Erzählerin
Verena
Beiträge: 674
Registriert: 10.06.2002 - 17:19
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Erzählerin » 30.03.2004 - 21:57

Ankaniel fand alle Engel außer Flowaviel in der Nähe des Krankenlagers vor dem verfallenden Kloster. Als der Gabrielit sich umsah, glaubte er jedoch, weiße Flügel am entgegengesetzten Ende des Trümmerhaufens schimmern zu sehen. Eine Person stand neben der weit entfernten, geflügelten Gestalt und gestikulierte in Richtung des oberen Teils des Trümmerhaufens.

Ankaniel
Heinrich
Heinrich
Beiträge: 89
Registriert: 31.05.2002 - 19:54
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Beitrag von Ankaniel » 02.04.2004 - 08:56

Flowaviel schien irgendetwas zu untersuchen, koennte inntressant sein. "Komm Changel, lass uns mal schauen, was Flowaviel da hinten macht, Zadkiel wird schon bemerkt haben das wir wieder da sind." Und dann ging er los zu den Ruinen und seinem Scharbruder

Changel
Beiträge: 36
Registriert: 05.05.2003 - 19:07
Kontaktdaten:

Beitrag von Changel » 15.04.2004 - 11:13

Changel war mittlerweile so an die Gegenwart des Gabrieliten gewöhnt dass sie ihm ohne zu zögern folgte, auch wenn sie nicht so recht wusste was sie tun oder wie sie sich anders nützlich machen sollte. Sie gab es nur äußerst ungern zu, aber sie war mit einer solchen Situation noch überfordert. Aber das würde sie sich freilich nicht anmerken lassen...

Erzählerin
Verena
Beiträge: 674
Registriert: 10.06.2002 - 17:19
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Erzählerin » 19.05.2004 - 08:02

ins archiv

Gesperrt

Zurück zu „Archiv der abgebrochenen Scharen“