Ein seltsames Grab und ein Feuerball [Gålels Schar] Teil II

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Yiel
Jack
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Beitrag von Yiel » 25.04.2003 - 16:39

Mit einem Knarzen das eigentlich nicht zu hören war, aber von den strammen Nackenmuskeln des Gabrieliten herrührten wandte er den Kopf wieder zur Tür. Auch ohne dieses Geräusch konnte man sehen das Carniel sichtlich angespannt war.
Kein Wunder denn diese Situation war mehr als verwirrdend und dafür hatte der Streiter Gottes nun wirklich überhaupt keine Geduld. das ganze schien außerdem noch aus dem Runder zu laufen und selbst der Führerin der Schar zu entgleiten.
Leise klirrten auch seine Waffen und sein Brustkorb spannte sich, wieder begleitet mit einem nicht zu vernehmenden, doch exestenten Knarzen seiner Muskulatur, als er die Hände kraftvoll in die Hüften stemmte und den Ankommenden betrachtete.
Aus blauen Augen, denen man nicht ansehen konnte was hinter ihnen geschah, musterte der Gabrielit die leuchtende Gestalt an der Tür. Natürlich hatte Carniel durch seine wirklich jahrelange erfahrung Kontakt mit außergewöhnlichen Michaeliten gehabt. Teilweise hatte er sie sogar im Kampf schätzen gelernt und Ehe empfunden wenn er für sie kämpfte. Aber auch Carniel der sich ohne Eitelkeit zu den besten zählte und alles dafür tat, konnte nicht verhindern das er tief beeindruckt war.
Ohne das Carniels Intellekt ihm sagen konnte warum, musste er sich zwingen auch einen Blick hinter die Gestalt zu werfen um Kenntnis zu nehmen das die Schar wieder vollzählig war.

GÃ¥lel
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Beitrag von GÃ¥lel » 27.04.2003 - 13:06

Gålel trat nun endgültig in den Raum ein und der anfängliche, überwältigende Schein schien abzunehmen, sich zu normalisieren, so dass man nun ohne Scham und Verlegenheit zu ihm sehen konnte. Doch nichtsdestotrotz, die Wirkung war nicht zu leugnen.

Langsam und mit einer gottgegebenen Ruhe fuhr sein strahlend blauer Blick über die Mitglieder seiner künftigen Schar und ein freundliches Lächeln zierte sein schmerzlich schönes Gesicht. Schnell strich er sich noch eine der goldblonden Strähnen aus der glatten Stirn und begann dann mit einem wohligen Bariton zu sprechen, während er die Hand zum angelitischen Gruß erhob. "Ich freue mich, bei Euch zu sein, Geschwister. Auch freut es mich, Euch zu sehen, Ab Michele." Er sah kurz hinüber und nickte respektvoll. "Ich bin Gålel." schloss er dann letztlich ab und sah erwartungsvoll in die Runde.

Quiescel
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Beitrag von Quiescel » 28.04.2003 - 20:05

Quiescel blickte noch einmal kurz zu Gålel, als sie ihn reden hörte, und staunte ein weiteres Mal - diesmal über seine schöne Stimme. In Roma wohnten doch auch diese anderen, diese singenden Engel ohne Flügel. Quiescel war überzeugt, dass er ohne Probleme bei einem ihrer Choräle hätte mitsingen können. Aber gleich wanderte ihr Blick wieder fragend bis ratlos zu Equestriel und auch zu Ab Michele. Was wollte der andere Michaelit nur hier? War etwa noch eine zweite Schar eingetroffen, die Micheles Vorgänger ohne sein Wissen hierherbestellt hatte?

Static
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Beitrag von Static » 29.04.2003 - 08:00

Ab Michele wollte gerade zornig auf Helijariels letzten Kommentar antworten, doch nun brauchte zuerst ein paar Augenblicke um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. Mit den Neuankömmlingen waren jetzt sage und schreibe acht Engel in seinem Kloster versammelt. Was hatte Ab Gianni nur angerichtet mit diesem Brief von dem die Engel sprachen?
Geblendet vom Schein des eintretenden Engels beruhigte er sich schnell wieder, wenn es ihm auch gelang ihm nicht den Blick von dem Strahlen weg zu lenken. Stotternd brachte er ein paar Worte des Grußes heraus um die beiden zu begrüßen.
Auch Equestriel wusste nicht so recht wieso Nathaniel plötzlich mit einem Bruder ihres Ordens an der Seite von seiner Mission zurückgekehrt war. Darüber machte sie sich auch weniger Gedanken, die Freude darüber, den Urieliten wohlbehalten wiederzusehen überwog eindeutig.
Da der andere Michaelit eindeutig älter als sie selbst war machte sie ihm Platz und überließ ihm die Sitzgelegenheit direkt neben Agariel und gegenüber von Ab Michele. Er sollte die Befragung weiter führen, in der sie offensichtlich in so etwas wie eine Sackgasse geraten war. Sie nahm etwas weiter hinten Platz und lauschte dem Gespräch. Sie war schon neugierig darauf zu erfahren, wieso man einen weiteren Engel hierher entsandt hatte.
Nachdem Galel sein Platz zugewiesen worden war erhob Ab Michele erneut das Wort. Er fasste noch einmal kurz zusammen was er auch Equestriel schon erklärt hatte und schloß mit einer Frage.
„Und ihr Galel, habt ihr noch ein Frage an mich? Oder ist euch nun auch klar geworden dass ihr wieder heimreisen könnt ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen?“

GÃ¥lel
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Beitrag von GÃ¥lel » 29.04.2003 - 12:23

"Verehrter Ab Michele." begann Gålel dann zu sprechen, während er seinem Gesicht eine Maske der Professionalität aufsetzte, die von seiner Erfahrung und Würde zeugte. "Mir ist hier nur eines klar geworden: Niemand in diesem Raum mag beurteilen, ob wir hier benötigt werden. Ihr nicht, weil Ihr von Fakten ausgeht, die den unseren eindeutig widersprechen und wir nicht, weil wir uns noch kein eigenes Bild davon machen konnte." Gålel hatte sich ebenfalls nicht gesetzt, sondern sich nur an den Platz gestellt.

"Ich komme aus Roma Æterna und das nicht ohne Grund, darüber dürft Ihr Euch sicher sein." Seine strahlend blauen Augen musterten ihn genau. "Es geht hier nicht um eine Lapalie, so wie Ihr es darstellen möchtet, denn wegen Lapalien komme ich nicht." Es fiel Gålel immer noch ein wenig schwer, so harsch und strikt zu reden, aber es war seine Pflicht und jetzt nötig. "Meine Schar wird sich die Fundstelle ansehen, und dann werde ich entscheiden, wie weiter zu verfahren ist. Es tut mir Leid, aber dies hier liegt nicht mehr in Eurem Entscheidungsbereich." Jetzt war es raus. Beides. Einmal, dass Gålel die Schar übernehmen würde, und zweitens, dass klar wurde, welchen Kurs der Michaelit dem Ab gegenüber eingeschlagen hatte. Die flapsige Art des Kirchendieners gefiel Gålel nämlich gar nicht.

Währenddessen wandte er sich zugleich an seine Schar: >Mir kommt das alles hier ein wenig merkwürdig vor, der Ab sieht diesen bedeutenden Fund meines Erachtens ein wenig zu locker. Gebt acht, was Euch gesagt wird, später, wenn wir unter uns sind, werde ich mehr erklären. Jetzt ist es wichtig, dass Ihr nicht erkennen lasst, dass Ihr hiermit nicht gerechnet habt. Wir müssen souverän nach Außen hin wirken.< Das war eigentlich klar, doch Gålel sagte das lieber noch einmal, wusste er ja noch nicht wirklich um die Fähigkeit der Schar.

Yiel
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Beitrag von Yiel » 29.04.2003 - 14:11

Da er soeben die Anweisung bekommen hatte souverän zu wirken klopfte Carniel nur geistig mit einem fluss auf den Boden.
Aber wie sollte auch ein Engel der in der Lage war Traumsaat in mundgerechte Häppchen zu schneiden und auch noch bei angenehmer Temperatur zu servieren nicht souverän wirken.
Im Geiste fasste der Gabrielt also nochmal zusammen... das ganze hatte doch angefangen als er einer Schar mit anderen Engel zugeteilt wurde.
Das man ihn testen wollte... ja das war ihm langsam klar, nach seinem letzten Fehltritt, aber das näherte sich ja langsam schon einer bestrafung...
Er beschloss für sich einfach zuzuhören.

Quiescel
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Beitrag von Quiescel » 29.04.2003 - 15:29

Quiescel blinzelte überrascht, während Gålel in ihren Gedanken sprach, und beinahe hätte sie den Mund aufgemacht um zu fragen, was Equestriel denn falsch gemacht hatte. Aber als Gålel ihnen ein gestrenges Äußeres vorschrieb, guckte sie einfach interessiert auf Equestriels Flügelspitzen, die direkt vor ihr über dem Boden schwebten. Sie konnte jetzt einfach nicht würdevoll dreinschauen, und da sollte der Ab ihr wenigstens nicht ins Gesicht sehen können. Was hatte Equestriel nur falsch gemacht? Sie wollte es aber sooo gerne wissen...

Ob sie vielleicht...? Naja, man könnte es ja mal versuchen. Notfalls konnte der verschüchternd schöne Michaelit sie ja einfach aussperren.

Vorsichtig suchte sie die richtige Verbindung in ihren Gedanken heraus. Das war wirklich schwierig; immerhin spürte sie gerade zwei Engel in ihrem Kopf.
"Öhm Du Gålel, die Equestriel bekommt jetzt aber keinen Ärger, oder?", wisperte sie mit einem verschüchterten Stimmchen.

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Beitrag von GÃ¥lel » 30.04.2003 - 18:57

>Nein, bekommt er nicht. Sei unbesorgt Schwester.< klang es im Kopf der Urielitin, während der Michaelit sich weiterhin ungestört mit dem Ab beschäftigte. >Es geht hier nur um etwas womöglich sehr wichtiges, und da hat man mich geschickt, schlicht und einfach weil ich erfahrener bin als Equestriel, und mit soetwas in der Art schon Erfahrung habe.<

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Beitrag von Quiescel » 01.05.2003 - 11:44

Quiescel atmete innerlich auf. Equestriel hatte also gar nichts angestellt. Ihr Blick wanderte nun die Flügelspitzen der Michaelitin hinauf und blieb letztendlich an ihrem Hinterkopf hängen. Was sie wohl in diesem Moment dachte? Ob sie auch gerade mit Galel sprach? Sie war bestimmt sehr enttäuscht, dass ihr Orden ihr nichts zutraute. Quiescel selber war es zwar gewohnt, wegen ihrer Trödeleien auf Botenflügen von ihrem Orden gerügt zu werden, aber ihr war das ja recht egal - und die Michaeliten waren doch für ihren Ehrgeiz berüchtigt!

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Beitrag von Static » 05.05.2003 - 21:38

"Nun gut, ich will eurem Vorhaben nicht im Wege stehen" sprach Ab Michele zu den versammelten Engeln. "Ich werde euch nun beschreiben wie ihr zu der Fundstelle kommt. Dann könnt ihr euch, wie ihr schon selbst gesagt habt, ein Bild der Lage machen und eure Entscheidung treffen".
Als die Boten des Herrn mit einem Nicken zustimmten begann ihnen der Geistliche zu beschrieben, wie sie zu der gefundenen Plattform gelangen konnten.
"Ihr müsst hinauf in die Berge. Fliegt aus dem Talkessel hier hinaus, dann nach Osten, solange bis ihr ein kleines Waldstück am Fuß der Berge erreicht. Von dort aus führt ein Karrenpfad den Hügel hinauf. Ihr müsst ihm solange folgen, bis ihr den alten Steinbruch erreicht. Dort befindet sich auch das Lager unserer Michaelitentempler, die die Fundstelle bewachen. Das kostbare Objekt wurde ja während Ausgrabungen entdeckt und wir haben es seitdem noch nicht von der Stelle bewegt."
Begleitet von einem hämischen Grinsen begleitete Ab Michele die Schar hinaus ins Freie. Er bot ihnen an, jederzeit hierher zurückzukommen, falls sie weitere Informationen oder Unterstützung benötigten. Dies erschien ihm wohl aber relativ unwahrscheinlich, schließlich gelang es ihm nicht den Sarkasmus vollkommen aus seiner Stimme zu vertreiben.
Nun stand den Nachforschungen der Engel nichts mehr im Wege.

GÃ¥lel
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Beitrag von GÃ¥lel » 08.05.2003 - 09:08

Gålel kochte vor Wut, doch seine Disziplin hielt ihn davon ab, dies nach außen zu zeigen. Eine Maske, perfekt einstudiert, von Ruhe und zugleich auch Tatendrang gezeichnet zierte sein atemberaubend schönes Gesicht und unterstrich seine Worte, als der Ab sie endlich alleine gelassen hatte. "Habt ihr noch wichtiges zu erledigen? Oder können wir sofort aufbrechen? Weiteres werde ich Euch sicherlich auf dem Flug erklären können, aber jetzt geht es erst einmal darum, ob ihr vollends ausgerüstet seid."

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Beitrag von Quiescel » 08.05.2003 - 09:16

Quiescel zuckte die Achseln und schüttelte den Kopf. Die Verwirrung über die beinahe schon abfälligen Worte des Ab und den "fliegenden Michaeliten-Wechsel", der gerade statt gefunden hatte, stand ihr noch ins Gesicht geschrieben. Sie schaute kurz zu Nathaniel und lächelte kaum sichtbar, versöhnlich, aber traute sich nicht, ihn länger anzusehen oder ihn anzusprechen. Vor dem einnehmenden Auftreten und Aussehen des neuen Michaeliten kam ihr ein Gespräch mit anderen Scharmitgliedern wie ein Verbrechen vor.

Siedendheiß fiel ihr auf einmal ein, dass die Engel anderer Orden Flugstrecken ja viel weniger leicht zurücklegen konnten als sie selbst. Vielleicht waren sie ja müde? Sie drehte sich mit einem fragenden Gesichtsausdruck zu den anderen um und zuckte wieder die Achseln. Also ich könnte schon, aber was ist mit euch?, sagtem ihre Gesten.

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Beitrag von Yiel » 08.05.2003 - 13:29

Wenn man bedachte das er knapp dem Tod entkommen war, in ein komisches Loch gestürtzt war und ansonsten kaum zeit zum ausruhen hatte, fühlte sich Carniel blendend.
Dennoch gab er keinen Ton von sich als die Frage nach der BEfindlichkeit gestellt wurde. das wäre ja noch schöner enn ausgerechnet der Gabrielit bei dieser Frage verneinen würde.

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