Ein seltsames Grab und ein Feuerball [Gålels Schar] Teil II

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Static
Erzähler 7. Schar
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Beitrag von Static » 01.04.2003 - 19:57

„Der Herr sei … mit … euch“ brachte einer der Monachen zögernd hervor. Die Menschen blieben in sicherem Abstand zur Schar stehen und trauten sich nicht mehr näher heran, offenbar hatten sie keinerlei Erfahrung im Umgang mit Engeln.
Unsicher sah sich der Monach noch einmal im Kreise seiner Gefährten um, und als er dann feststellen musste, dass es dem Rest genauso erging wie ihm und keiner freiwillig das Wort übernahm fuhr er fort.
„Ja, dies hier ist unser bescheidenes Kloster St. Enna. Allerdings, wenn wir ehrlich sein sollen wissen wir nichts von Engeln die hierher unterwegs sein sollen. Und auch nicht genau zu welchem Zweck. Darf ich also fragen was euch hierher führt?“

Clawdeen
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Beitrag von Clawdeen » 01.04.2003 - 22:03

"Ihr dürft! Allerdings versteht Ihr sicher - da die näheren Umstände unserer Ankunft und unseres Auftrages derzeit nicht klar zu sein scheinen - wenn wir uns zunächst an den Ab diesen Klosters wenden möchten, nicht wahr? Wärt Ihr wohl so freundlich, uns hinzuführen?", sagte Equestriel freundlich, aber bestimmt.

Sie sollten doch hier weitere Informationen bekommen, nicht wahr? War das nicht so gewesen? Warum war man denn dann scheinbar so überrascht, sie hier zu sehen?

Heljariel
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Beitrag von Heljariel » 02.04.2003 - 19:32

Mit übermüdeten Augen blickte Heljariel sehr genervt abwechselnd zu den Mönchen und Equestriel. Was soll das denn hier verdammt? Können sich die Äbte untereinander nicht mehr verständigen oder haben sie die kommunikation verlernt? Eine Schar von Gottes Engeln schickt man nicht einfach blind irgendwohin! Ein Auftrag ist eine wichtige Sache, die von den entsprechenden Leuten geplant werden sollte. Und jetzt stehen wir hier wie die Deppen überhaupt, wahrscheinlich denken die Mönche, dass wir uns verflogen haben.
Mit einer tiefen Stirnfurche verschränkte er die Arme und wartete.

Quiescel
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Beitrag von Quiescel » 03.04.2003 - 12:40

Quiescel war zunächst ehrlich überrascht von der Unwissenheit der Angeliten. Equestriels Bitte, der Schar den Weg zum Ab des Klosters zu weisen, ließ ihr jedoch ein Licht aufgehen. Natürlich könnte es sein, dass ihr Auftrag geheim war. Ihre schleichende Befürchtung, der Schar wirklich den falschen Weg gewiesen zu haben, verpuffte sofort und machte Erleichterung Platz.

Nathaniel... Quiescel wusste nicht, ob sie sich über seine Abwesenheit freuen sollte. Wenn sie an ihn dachte, bildete sich ein schmerzhafter Knoten in ihrem Magen. Die Urielitin wusste jedoch genau, wie man einen solchen Knoten lösen konnte - darüber reden. Aber er war jetzt weg, und der Knoten würde bleiben... Aber wenn er zurück kam, was sollte sie ihm sagen? Er hatte Angst, er schämte sich... Quiescel hatte es in seinen Augen gesehen, den gleichen Augen, die sie wenige Augenblicke zuvor noch so verzaubert hatten. Sie wollte nicht, dass es ihm schlecht ging. Niemandem sollte es schlecht gehen! In kindlichem Trotz zog sie die Stirn kraus, als sie ihren Entschluss fasste. Sie würde mit Nathaniel reden, egal, wie sehr es ihr selbst wehtat.

Und die anderen... erst jetzt, da sie aus ihren düsteren Gedanken erwacht war, fiel ihr auf, wie Carniel und der junge Gabrielit, Jerathel, dreinschauten. Carniel... wie gerne wäre sie jetzt zu ihm hinübergelaufen und hätte ihn in die Seite gestupst, ihn gekitzelt, damit er wieder lächelte, aber die Männerund Frauen des Klosters waren hier, und da musste man - dass hatte man ihr beigebracht - erst einmal diszipliniert und respekteinflößend aussehen. Er lächelte so selten... vielleicht kam es Quiescel deswegen jedesmal so vor, als ginge die Sonne auf, wenn er fröhlich war.

Und Jerathel? Quiescel konnte seinen Gesichtsausdruck nicht wirklich einordnen. War er wütend? Traurig? Enttäuscht? Oder vielleicht alles auf einmal? Quiescel drehte den Kopf in seine Richtung und raschelte leise mit der Schwinge, die in seine Richtung wies. Als er ihr einen kurzen Blick zuwarf, lächelte Quiescel warm und winkte ihm verstohlen zu. Immerhin hatte sie noch gar nicht richtig Hallo zu ihm gesagt! Das musste sie so schnell wie möglich nachholen.

Static
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Beitrag von Static » 03.04.2003 - 17:39

„Dann folgt uns bitte“ antwortete der Monach Equestriel. Offensichtlich wusste er nicht genau was er am besten mit den Engeln reden sollte, deswegen beschränkte er sich darauf, kurz den Weg anzudeuten und anschließend eiligen Schrittes voraus zu gehen.
Der Rest der Monachen blieb draussen stehen und blickte immer noch überrascht und neugierig hinterher. Der Weg führte hinein durch eine grosse Tür am Hauptgebäude des Klosters. Direkt hinter der Türe, die sich durch zwei massive Holzflügel öffnen ließ, befand sich ein grosser Saal. Da das Zimmer des Abs offensichtlich zu klein war, um allen Platz zu bieten, schaffte man eilig Stühle herbei. Offensichtlich vergaß man dabei völlig, dass Stühle alles andere als geeignet für Engel waren, und so schaute der Ab ein wenig beschämt als er den grossen Saal betrat, fand jedoch schnell seine Fassung wieder. Es war ein kleinerer, untersetzter Mann, nach menschlichen Maßstäben ungefähr vierzig Sommer alt, und ein dichter, blonder Bart umsäumte sein Gesicht. Sein Haupthaar war bereits an manchen Stellen ergraut und nach typischer Art der Menschen hier kurz geschnitten. Er schien ebenso überrascht von den Neuankömmlingen wie die Monachen vorhin und musterte sie mit einem kritischen, mißmutigem Blick.
„Nehmt Platz“ wies er die Engel ein wenig barsch an. „Man sagte mir, dass ihr mit dem Ab von St. Enna sprechen wollt, das bin ich, Ab Michele.“

Yiel
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Beitrag von Yiel » 04.04.2003 - 14:22

Carniel hatte um sich zu beschäftigen während der Stille zwischen den Monachen und seiner Michaeliten die kleine Engelsabbildung hervorgeholt die ihm Quiescel geschenkt hatte.
Sie wirkte in seinen Händen noch filigranen als sie ohnehin schon war, aber Carniel achtete sorgsam darauf sie nicht zu beschädigen, auch wenn sie längst nicht mehr so schön aussah wie am Anfang.
Wortlos folgte er den anderen und schien erst wieder dem Geschehen richtig zu folgen als er die barsche Anweisung des Ab Michele hörte.
War ds ein Befehl gewesen...? Eine Augenbraue hob sich langsam und seine blauen klaren Augen suchten auch bei soetwas trivialem Equestriel. Am besten man hielt sich bei solchen Sachen immer an die Führer der schar, dann lag man schon richtig.
Kurz huschte sein Blick über die anderen, den Raphaeliten der mit der Situation auch nicht wirklich zufrieden schien, den neuen Gabrieliten, der auch irgendwie seltsam verstimmt aussah und Quiescel die natürlich lächelte... Carniel runzelte irritiert die Stirn. Sie lächelte überhaupt nicht wirklich.Selbst sie schien ihren Gedanken nachzuhängen, nur bei ihr schien es Carniel am unpassensten, ja fast obskur.
Carniel hoffte inständig das dies alles nichts mit seinem ganz persönlichen Malum zu tun hatte udn lauschte lieber wieder konzentriet.

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Beitrag von Jerathel » 04.04.2003 - 15:55

Jerathel befolge für gewöhnlich Befehle ohne zu zögern oder sich gar über ihren tieferen Sinn viele Gedanken zu machen, wenn er genannt wurde oder ihm "zufiel", das hieß wenn er einmal aus Versehen über sie nachdachte, auch gut, aber an sich war es ein Reflex das zu tun was gesagt wurde.
So wollte er auch auf den Ab reagieren, sich auf den Stuhl setzen, entschied sich dann aber dagegen.
Bisher hatte noch niemand aus der Schar Anstalten gemacht sich niederzulassen und er wollte nicht aus der Reihe tanzen und der Michaelitin schon wieder auffallen.
Das war wohl das beste, vielleicht würde er so das Chaos in seinem ersten Auftrag ein wenig überstehen können. Der Feuerball, die Standpauke von Equestriel, die komische Tür, die Standpauke von Equestriel und so weiter.
Das einzig positive, so kam es ihm vor, war der weibliche Engel vom Urieliten Orden. Im Hof hatte er ihr Lächeln schwach erwiedert. Erst da war ihm wieder eingefallen das sie, kurz bevor er ins Loch geflogen war, anscheinend geweint hatte oder hatte er sich damals getäuscht ?
Was für einen Grund hätte sie haben sollen ?

Clawdeen
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Beitrag von Clawdeen » 06.04.2003 - 15:31

Equestriel war völlig baff, welch seltsamer Empfang ihnen hier zuteil wurde und auch der Ton gefiel ihr überhaupt nicht.

"Ich ziehe es natürlich vor zu stehen, aber habt Dank für diese...Stühle, Ab Michele. Ich bin ein wenig überrascht darüber, dass Ihr es zu sein scheint. Unseren Informationen zufolge sandtet Ihr einen Brief mit der Bitte um Hilfe bei einer Bergung...stimmt das denn nicht?"

"Agariel, ist dir möglich zu erkennen, ob er die Wahrheit spricht?", schickte sie gleich im Anschluss an den Ramieliten.

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Beitrag von Quiescel » 07.04.2003 - 13:56

Quiescel stutzte, als der Ab seine Vorstellung beendete. Sie war nun wirklich keine Ramielitin, und vielleicht täuschte sie sich gerade auch sehr, aber der Brief, von dem Agariel Equestriel erzählt hatte, war nicht von einem Michele, sondern von einem Ab Gianni von St. Enna unterschrieben gewesen...

Quiescel drehte sich halb zu Agariel um und schenkte ihm einen unsicheren bis fragenden Blick, nachdem der Ab seinen Namen ausgesprochen hatte.

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Beitrag von Agariel » 07.04.2003 - 21:20

Die Tätowierung des Sigil pulsierten, als Agariel die Macht Das 8. Gebot einsetzte.
Mit leicht benommener Stimme und fast leeren Augen sagt er: "Er lügt...das ist nicht der Abt von St. Enna!"
Als er das gesagt hatte, schloss er die Augen und sah wieder mit seinem arroganten und selbstsicheren Blick, doch im inneren fühlte er sich geschwächt.

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Beitrag von Yiel » 07.04.2003 - 22:26

Carniels Mundwinkel hob sich ewtas an. es wäre grundlegend falsch gewesen dies als Lächeln zu deuten oder auch nur als Geste die entfernt daran erinnert. Es war mehr ein Reflex, ein Instinkt, der veranlasste das Carniel seine Zähne fast raubtierhaft aufblitzen ließ.
Er zweifelte keine Sekunde an den Worten des Ramieliten, dennoch rührte er sich nicht, wohl wissend wie die Lage nun war und mit einem Blick der kühl und berechnend wirkte.
Ohne Befehl würde hier nicht das Feuer eines Kampfes ausbrechen, zumindest nicht von der Seite aus wo Carniel stand. Und wenn ein Gabrielit das Wort Feuer im Zusammenhang mit Kampf gebrauchte, hatte sich schon so mancher gewundert wie wörtlichd as gemeint war.
In seiner schwarzen Tracht mit den rot leuchtenden Haaren, dem mächtigen schwert auf dem Rücken und seinen leichteren Waffen an der Seite lauschte Carniel angestrengt.

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Beitrag von Clawdeen » 08.04.2003 - 04:28

Equestriel erreichten die Worte des Ramieliten so schnell, dass sie annahm, er habe möglicherweise bereits vor ihrem Befehl seine Gabe Gottes angewandt. Also dachten alle in der Schar dasselbe?

"Der Mann lügt. Er ist nicht, wer zu sein er ausgibt, Agariel hat dies soeben überprüft. Keiner reagiert - noch nicht. Aber seid auf alles gefasst, denn wir sind hier nicht sicher!", gab Equestriel an die Schar weiter, dann zwang sie sich zu einem Lächeln, das sie an den vermeintlichen Ab richtete, auf seine Antwort wartend.

Das Lächeln sollte auch ihren Zorn verbergen. Sie war ärgerlich, dass schon wieder etwas nicht so lief, wie es laufen sollte. Was sie aber wirklich rasend machte war, dass dieser Mann - wer immer er auch war - log. Equestriel hasste Lügen und insgeheim hoffte sie, das könne sie diesem Kerl auch noch ins Gesicht sagen...widerlich....

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Beitrag von Quiescel » 08.04.2003 - 10:59

Quiescel wäre beinahe alarmiert zusammengezuckt, als sie Equestriels Worte hörte. Der Mann log? Plötzlich erschien ihr das Verhalten der Menschen im Klosterhof auch in einem ganz anderen Licht. Waren sie so weit vor ihnen zurückgetreten, weil sie keine Erfahrung mit Umgang mit Engeln hatten, oder weil sie sich fürchteten?

Angespannt leckte sie sich über die Lippen und versuchte krampfhaft, genauso auszusehen wie vor der gedanklichen Botschaft der Michaelitin.

Was sollten sie jetzt nur tun? Ihn hier und jetzt festnehmen? Einen... vielleicht ja doch echten Geistlichen der Angelitischen Kirche? Aber dann müssten sie ja das ganze Kloster festnehmen! Der Monach im Garten hatte ihnen ja gesagt, dass Ab Michele und nicht Gianni ihr Ab sei... Aber wo war dann Ab Gianni? Sollten sie erst einmal so tun, als würden sie mitspielen?

Quiescel dachte nach. Vielleicht könnte sie sich ja heimlich im Kloster umsehen, wenn alle schlafen gegangen waren. Aber Equestriel würde bestimmt auch wissen, dass sie das tun könnte. Sie würde schon wissen, was richtig war. Immerhin war sie eine Michaelitin! Dieser Gedanke beruhigte Quiescel wenigstens ein bisschen.

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