Ein seltsames Grab und ein Feuerball [Gålels Schar] Teil II

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Clawdeen
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Beitrag von Clawdeen » 07.03.2003 - 05:34

"Oh!", machte Equestriel zunächst nur und griff intuitiv nach ihrem Dolch an der Seite. Einen Augenblick lang schaute sie irritiert, dann fing sie sich wieder.
"Soviel zu anwesenden Ramieliten....ich würde sagen, wir sind eingesperrt. Hat...hat jemand eine Idee?"

Sofort im Anschluss aktivierte sie die Seele der Schar:
"Keine wichtigen Inhalte mehr sprechen, man kann nicht wissen, ob hier jemand ist, der uns womöglich zuhört - kommuniziert über mich ab sofort! Seht euch um, womöglich kann uns etwas an den Wänden helfen, das wir noch nicht entdeckt haben? Ansonsten werden uns nur diese symmetrisch angeordneten Knöpfe helfen können, fürchte ich."

Equestriel stellte sich in eine Ecke und zog die Flügel schützend um sich, so weit sie dies vermochte. Sie senkte den Blick ein wenig, um ihre Konzentration zu verstärken, blieb dabei aber wachsam. Wenn nun alle nur noch über sie kommunizierten, dann standen ihre doch einige Anstrengungen bevor. Natürlich war sie geübt und hatte seit jeher eine natürliche Begabung für diese Macht, aber abgesehen von den entsprechenden Rollenspielen in ihrer Ausbildung fehlte ihr die Erfahrung mit so umfassender Nutzung der Scharenseele.

Carniel
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Beitrag von Carniel » 07.03.2003 - 13:58

Carniel fasst sich in den Nacken und rollte mit den Augen.
So eine Todesengelschar war wesentlich unkomplizierter als eine normale., aber seine BEefehle waren eigentlich recht unmissverständlich.
Warum er nun die Wände abtasten sollte verstand er nicht, dazu war er viel zu pragmatisch veranlagt und ging natürlich als aller erstes zu dem was nach einer Tür aussah.
Warum auf so einem komischen Ding rumspielen wenn es griffe zum Ziehen hatte... wie Greifzangen schlossen sichs eine Hände um die metallenen Griffe der "tür" und er zog kräftig...

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Beitrag von Kyriel » 07.03.2003 - 20:34

Die Tür ist scheinbar ein wenig verklemmt, oder aber super schwer. Sie hat sich auf jedenfall bewegt....

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Beitrag von Yiel » 07.03.2003 - 22:43

Verächtlich scnaubte Carniel und ließ von dem Griff ab. Ein kurzer Blick über die Schulter, der mehr reflex war als wirklich effektiv, vergewisserte ihm das keiner seinen Schwächeanflug gesehen hatte.
Mit tiefem Atem klatschte er in die Händeund griff abermals an das Eisen.
"Grünlinge... ich meine Nathaniel und Quiescel... ich könnte man eure Hilfe gebrauchen. Wir ziehen auf drei..."
Carniel wartete noch ob die beiden sich dazu gesellten und stemmte dann einen Fuss gegen mit festem halt auf die Erde. Mit einem Ruck aus dem ganzen Körper warf er sich dann von der Tür weg, wobei seine Sehnen sich im Körper wie Zugseile spannten. Ein virtuoses Zusammenspiel aus zugkraft der Muskeln und Kontraktion durch die anstrengung, zauberten ein Bewegungspiel auf seinen Körper. Was sich auch durch feine Schweißperlen auf seiner Stirn und auf seinen hohen Wangenknochen zeigte.
Die drei müssten mit vereinten Kräften in der Lage sein die Tür zu öffnen.
Carniel verzichtete ganz bewusst auf den Einsatz seiner göttlichen Kräfte. Nicht das er sie schonen wollte, aber wer weiß was er damit für Katastrophen heraufbeschworen hätte.

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Beitrag von Kyriel » 08.03.2003 - 10:50

Ein Ziehen und Zerren und Qietschen....Geräusche die nicht von diser Welt kommen können erfüllen den Raum. Die Engel lassen ihre Muskeln spielen, jedoch hat es nicht den gewünschten erfolg, die Tür hat sich zwar wieder bewegt, jedoch nicht mehr als eine Hand breit. Immernoch ist sie fest geschlossen und lässt keinen Blick ins Innere zu.

Vielleicht hat es etwas mit dem Zahlen zu tun.

Static
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Beitrag von Static » 17.03.2003 - 22:22

Die Bemühungen der Engel, die Türe vollständig zu öffnen, wurden von einem schabenden Geräusch unterbrochen. Begleitet von demselben Rattern, mit dem sie sich vor wenigen Minuten geschlossen hatte, glitt die riesige Stahlplatte wieder nach oben. Sogleich erlosch das blendend helle Licht in der Decke und alles war wieder so wie vorher, als die Engel den Raum betreten hatten. Noch während alle rätselten wem oder was sie diesen überraschenden Umstand zu verdanken hatten, tauchte begleitet von Fackellicht eine Gruppe von Monachen hinter der Stahltüre im Gang auf. Unter ihnen konnten die Engel auch Ab Marius erkennen, dessen Gesicht keineswegs erfreut aussah. Seltsamerweise schien es eine Mischung aus Verärgerung, gleichzeitig aber auch Unsicherheit widerzuspiegeln.
„Ich denke das hier ist kaum etwas für Euch“ erhob der Vorsteher des Klosters laut seine Stimme. Dies sind die alten Katakomben des Klosters, von denen es heisst, dass sie noch aus den Zeiten vor der grossen Flut stammen. Ihr habt Glück dass wir gesehen haben, dass ihr hier herunter gestiegen seid, und dass wir einen Weg kennen, die grosse Steinplatte zu öffnen, sonst wärt ihr wahrscheinlich auf ewig hier drinnen gefangen gewesen. Was die andere Türe betrifft, an der ihr euch zu schaffen gemacht habt: Sie ist seit jeher versiegelt und noch keiner hat gewagt, das von ihr eingeschlossene Grauen zu befreien.“ Nach einer kurzen Pause, während der er die Engel auf Reaktionen musterte, fährt er fort. „Ihr sagtet doch etwas von einer Mission, die euch nach Sizilien führt. Vielleicht wäre es besser wenn ihr euren Weg dorthin fortsetzt und die Sachen hier, die durch diesen absonderbaren Einschlag freigelegt wurden, in Frieden lasst. Wir werden uns darum kümmern dass das Loch wieder geschlossen wird und das schändliche Werk auf ewig dort drinnen verborgen bleibt.“
Mit einem höflichen, aber bestimmten Wink bedeutete Ab Marius den Engeln, nach draussen zu treten. Alle gingen den langen Gang zurück bis zu dem Loch, durch das er zur Oberfläche hin freigelegt worden war. Die spiegelnden Wände reflektierten das Fackellicht der Monachen blendend hell, und die Engel hatten noch ein letztes Mal Zeit, zu rätseln, welches Geheimnis hier drunten wohl nur darauf harrte aufgedeckt zu werden. Aber sie hatten nun mal ihren Auftrag, und der führte sie nach St. Enna. Sie hatten bereits durch den Aufenthalt im Fischerdorf einen Tag verloren, langsam wurde es also höchste Zeit die letzte Etappe ihrer Reise anzutreten.
„Bevor ihr abreist möchte ich euch allerdings noch um einen letzt Gefallen bitten“ sprach Ab Marius, nachdem sie mit der Hilfe von Seilen wieder an die Oberfläche hochgeklettert waren. „Ihr seid doch so viele. Durch den Feuerball ist die Verteidigung unseres Klosters mehr als nur geschwächt. Und wie ihr wisst sind wir nicht weit vom Brandland entfernt, das heißt die Traumsaat ist eine ständige Bedrohung hier in dieser Gegend. Würdet ihr einen oder zwei eurer göttlichen Boten hier belassen um die Sicherheit des Klosters zu gewährleisten? Selbstverständlich nur solange bis Hilfe eintrifft.“ sagte Ab Marius mit einem schon fast flehenden Unterton in seiner Stimme an Equestriel gewandt.

Quiescel
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Beitrag von Quiescel » 18.03.2003 - 16:46

Auf dem Rückweg hatte Quiescel sich so weit wie möglich von den Fackeln der Angeliten ferngehalten, mit einem panischen Ausdruck in ihren geweiteten Augen. Zumindest Heljariel hatte ihren Zustand ein weiteres Mal bemerkt; immerhin hatte er seit ihrer Ankunft ein Auge auf die Urielitin gehabt, gerade deswegen, weil sie ihm nicht geantwortet hatte. Endlich, nach einer Zeit, die ihr wie eine Ewigkeit vorkam, verließen sie die dunklen Tiefen der Erde.

Quiescel sog die frische Luft ein wie eine Ertrinkende. Endlich, endlich waren sie aus dem finsteren Loch heraus, weg von dem Qualm... und endlich konnte sie genügend Distanz zwischen sich und die Fackeln der Monachen und Beginen bringen, die Ab Marius begleitet hatten. Keuchend setzte sie sich auf den Boden und schloss die Augen. Sie atmete nur und fühlte, wie ein sanfter Wind die wenigen Schweißtropfen auf ihrem Körper trocknete und auch allmählich ihre Angst mit sich nahm.

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Beitrag von Heljariel » 18.03.2003 - 17:26

Blendend hell stach das Tageslicht in Heljariels Augen. Er seufzte erleichtert. Das Dunkel und die Enge dort unten waren nicht sein Gebiet gewesen, und wohl auch nicht das der anderen Engel, denn jeder wirkte irgendwo erleichtert. Besonders auch Quiescel schien sehr froh zu sein wieder oben sein zu können.
Während Equestriel mit dem Abt sprach, ging Heljariel zu Quiescel und fuhr ihr grinsend durch die Haare.
"Na, schön wieder hier oben zu sein, nicht wahr Kleine?"

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Beitrag von Yiel » 18.03.2003 - 17:46

Carniel war wortlos hinter den andeen hergetrampelt. Wortlos hatte er die Worte mit angehört udn jeglicher Befehl von Equestriel den nötigen Respekt einzufordern hätte er folge geleistet.
Selbst von so einer Tür musste er sich aufhalten lassen. Völig in sich gefressen folgte er den anderen und schien auf Befehle zu harren denen er folgen konnte ohne nachzudenken.

Quiescel
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Beitrag von Quiescel » 18.03.2003 - 17:50

Quiescel hatte Heljariels Schritte gehört, schaute aber erst zu ihm auf, als er ihr durch ihre bunten Haare fuhr. Sie nickte, und zuerst lag noch tiefe Traurigkeit in ihren braunen Augen über etwas, das in weiter Ferne zu liegen schien. Doch dann, als sie den Raphaeliten länger ansah - sein strahlendes Gewand, sein freundliches Gesicht und vor allem seine strubbeligen Haare, die so lustig zu allen Seiten hin abstanden - lächelte sie, und die Traurigkeit wich aus ihren Augen. Sie spreizte ihre beigen Flügel ein Stück weit, unternehmungslustig. Die bunten Federn, die zwischen ihren eigenen steckten, blitzten kurz auf, bis sie die Schwingen wieder zusammenfaltete. Erst als sie wieder wegsah, stieg wieder nachdenkliche Trauer in ihren Blick, wenn auch nicht mehr so schlimm wie vorher. Das Lächeln aber blieb.

Clawdeen
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Beitrag von Clawdeen » 18.03.2003 - 17:55

Equestriel war mehr als nur erfreut, dass man sie alle aus diesem Gefängnis befreit hatte, aber ebenso überrascht ob der deutlichen Worte des Ab. Vorsintflutliche Katakomben? Sie würde sich das merken und sicherheitshalber bei ihrer Rückkehr in RomaAeterna berichten, man konnte nie wissen. Dann verfiel sie in ein kurzes Grübeln...jemanden zurücklassen? Ihr Blick fuhr von Engel zu Engel und sie schätzte ab: Die naive und so sanftmütige Quiescel, um ihr die Strapazen einer weiteren Reise zunächst noch zu ersparen? Heljariel mit seinem eigenen Kopf, der sie im Dorf mit seinem Verhalten so erzürnt hatte und wohl auch für das Dilemma vorhin mit seiner Spielerei verantwortlich war? Agariel, der sie ohnehin schon eben nicht begleitet hatte und sich am ehesten zurechtfinden würde? Carniel, dem seine derzeitige Schwäche sehr zu schaffen machen schien und der auch von der womöglichen Ruhe einer solchen "Pause" profitieren würde? Nathaniel, der sich vorhin so energetisch vorgedrängt haben wollte? Romariel, der als einziger kein Engel war, der ihr wirklich zugeteilt worden war? Oder Jerethel, der vor lauter Furcht vor allem Übel Zuflucht in den Klostermauern gesucht hatte, auf dass der Kelch an ihm vorüberginge?
Equestriel schloss Jerethel, Quiescel und Carniel von vornherein für diese Aufgabe aus - sie waren alle zu angeschlagen oder zu unerfahren, um dem Kloster eine wirkliche Hilfe zu sein. Sie konnte nicht wissen, was sie noch erwarten würde, also war auch Heljariel von größerer Bedeutung für ihre eigene Schar. Auf Agariel hatte sie nur schmerzlich verzichten können bei ihrem Ausflug unter die Erde und das wollte Equestriel mehr als ungern erneut erleben, außerdem war er nicht kampffähig genug, wie sie vermutete. Blieben Nathaniel und Romariel...

"Ab Marius, erlaubt mir zunächst die Frage nach meinem ramielitischen Bruder - wo ist er? Hat er seine Aufgabe mit Eurer Hilfe erfüllen können? Was die Hilfe angeht, so bin ich bereit, Euch Romariel zur Seite zu stellen. Solltet Ihr noch niemanden verständigt haben können, wovon ich ausgehe, so wird Euch auch Nathaniel helfen. Nathaniel allerdings kann ich nicht länger entbehren, als dass er die umliegenden Klöster um Hilfe ersucht und von Eurem Unheil verständigt, um Euch abschließend zu berichten und uns dann schnellstmöglich in St. Enna zu treffen. Er ist ein ausgezeichneter Flieger, selbst für einen Urieliten - wie auch Quiescel - und sehr zielstrebig, das sei euch versichert! Mehr kann ich nicht tun."

Sie erwartete die Reaktion des Abs und musterte derweil die beiden Urieliten. Quiescel schien verschwitzt - Angstschweiß? Equestriel hoffte es fast, denn Schweiß aus Überanstrengung durch das Eingesperrtsein und den Weg zurück ans Tageslicht, das könnte zu Schwierigkeiten führen - sie würde das im Auge behalten. Sie schien kaum zuzuhören, vielleicht auch gar nicht, und sie erwiderte Equestriel´s Musterung mit geschlossenen Augen. Nathaniel dagegen schaute überrascht und suchte in ihrem Blick nach Erklärungen. Equestriel gab ihm eine, indem sie aufmunternd lächelte und diesen Zuspruch mit einem Nicken unterstrich.

"Agariel, wo bist du? Welche Informationen hast du sammeln können? Und ist dir ebkannt, dass es hier unterirdische Katakomben aus vorsintflutlicher Zeit gibt? Ist das irgendwo verzeichnet, hast du vielleicht davon gehört oder gelesen? Wenn nein, so notiere es dir unbedingt so wie auch dieses seltsame Grab, auf dass wir es in unseren Bericht zum Abschluss unserer Mission aufnehmen können, hörst du?", schickte sie dem Ramieliten, noch bevor der Ab ihr antworten konnte.

Nathaniel(2)
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Beitrag von Nathaniel(2) » 18.03.2003 - 19:37

Nathaniel sah erschrocken auf, als sie seinen Namen aussprach und so über ihn redete. Hatte er was falsch gemacht? Würden sie ihn aus der Schar werfen? Hatte sie herausbekommen, was zwischen ihm und Quiescel passiert war?

Doch dann nahm er Equestriels lächeln wahr und vernahm ihre weiteren Worte. Er seufzte innerlich, fühlte sich merkwürdig degradiert...Nun, warum sollte er nicht diesesmal tun, was er sein ganzes bisheriges Leben getan hatte? Fliegen ohne nachzudenken, Botschaften hin und hertragen...das war die Aufgabe seines Ordens...ergeben senkte er den Kopf. Ausserdem würde ihm ein wenig Abstand zu Quiescel sicherlich wohltun.

Static
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Beitrag von Static » 18.03.2003 - 20:09

„Was Agariel betrifft, er war gerade beschäftigt mit mir zu sprechen als wir euch das Loch hier hinabklettern sahen. Daraufhin haben wir uns natürlich sofort auf den Weg gemacht. Euer ramielitischer Bruder wird sogleich nachkommen, er wird sicherlich auch hierher unterwegs sein.
Und was die Hilfe betrifft, die ihr mir anbietet. Ich finde euer Angebot uns einen solch erfahrenen Kämpfer zur Seite zu stellen äusserst grosszügig. Und Nathaniel als Bote des Herrn können wir auch mehr als gut gebrauchen. Er wird uns wie ihr bereits gesagt habt dabei helfen können den umliegenden Klöstern möglichst schnell von unserem Schicksal zu berichten und von ihnen Hilfe zu bekommen.“
Ab Marius sah im Gegensatz zu vorhin durchgehend erfreut aus. Er schien wohl nicht damit gerechnet zu haben von Engeln, die sich eigentlich auf der Durchreise befanden, solch effektive Hilfe zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dann verabschiedete er sich, da er sich wieder um dringende Dinge im Kloster kümmern musste. Dort herrschte immer noch helle Aufregung und das normale Alltagsleben hatte noch längst nicht wieder Einzug gehalten.
Romariel schien die Entscheidung Equestriels gelassen hinzunehmen. Er sah es keineswegs als Bestrafung, hier zu bleiben, und spätestens nach dem Kampf zusammen mit Carniel draussen am Meer war er von den Qualitäten des anderen Todesengels überzeugt und konnte die Schar ruhigen Gewissens weiterfliegen lassen. In einem letzten Wunsch vor ihrer Abreise bestand er allerdings darauf, dass Xantariel ebenfalls hier blieb. Die beiden Gabrieliten waren ein eingespieltes Team und mochten sich nicht trennen, ausserdem hatte die Schar durch Jerathel jetzt einen zusätzlichen Kämpfer an ihrer Seite und musste keine Auseinandersetzung mehr fürchten.
Überzeugt, dass Romariel diese Bitte gewährt werden würde, formierten sich die Engel, die hier blieben, etwas abseits von den andern, die die Reise nach St. Enna antreten sollten. Alle warteten nur noch auf Agariel, dann stand ihrer Abreise nichts mehr im Wege.

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