Ein seltsames Grab und ein Feuerball [Gålels Schar] Teil II

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Heljariel
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Beitrag von Heljariel » 18.03.2003 - 20:28

Nachdenklich blickte Heljariel Quiescel hinterher. Irgendetwas schien sie traurig zu machen? Allgemein schien jeder in der Schar seine persönlichen Probleme zu haben. Lange hat er nicht mehr gesehen, dass man zusammen gelacht oder sich gefreut hat. Hoffentlich sind die bande, die diese Schar zusammenhalten, stark genug.
Da es im Moment noch nichts zu tun gab und sie auf Agariel warteten, holte Heljariel sein kleines Messer heraus. Er setzte sich auf einen Baumstamm paar meter weiter entfernt und fing an, an einem kleinen Stück Holz zu arbeiten. Seine gedanken trieben davon. Seltsamerweise fühlte er sich in letzter Zeit so wohl wie selten zuvor. Er überlegte, woran das liegen mochte, aber fand keine Antwort. Er hat schlicht das Gefühl, dass alles so ist, wie es sein sollte.

Naja...zumindest in Ansätzen. Trotz allem ist jeder für sich allein in seiner kleinen Welt. Das Dasein ist einsam sein. Keiner kennt den anderen....Jeder ist allein. Vor allem ein Engel wie ich, ein Streiter des Herrn. Ich habe Gott. Darf ich es wagen zu denken, dass ich nur Gott habe?Wie muss das Leben als Mensch wohl sein? Freunde...Familie. Vielleicht auch etwas, dass die Menschen Liebe nennen? Was für ein starkes Gefühl es sein muss, dass die Menschen sich so davon beeinflußen lassen.
Zuletzt geändert von Heljariel am 18.03.2003 - 20:32, insgesamt 2-mal geändert.

Agariel
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Beitrag von Agariel » 19.03.2003 - 18:13

Agariel kam zu den anderen Engeln, die bereits auf ihn warteten. Er ging zu Equestriel und berichtete ihr das er nichts herausgefunden hatte. "Tut mir leid, Equestriel, so ein Phänomen ist mir noch nicht untergekommen, auch die Katakomben unterhalb des Klosters sind mir nicht bekannt. Ich werde mir eine Notiz machen, ich hab mir auch markiert wo das Grab liegt."

Static
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Beitrag von Static » 19.03.2003 - 23:33

Flankiert von den Engeln, die hier im Kloster bleiben sollten, standen nun alle um Equestriel herum auf dem offenen Feld und waren bereit aufzubrechen. Ihr Weg nach St. Enna würde nicht mehr lange dauern, denn sie waren nicht mehr weit von der Meeresenge entfernt, die seit jeher Sizilien vom italienischen Festland trennte. Bis dahin war es nicht mehr als eine Stunde Flugzeit, wenn man den Einschätzungen der Urieliten Glauben schenken durfte (und das konnte man in nahezu allen solchen Fragen uneingeschränkt).
Unter den Engeln zog eine der schönsten Landschaften Italiens vorbei, nur am Horizont waren drohend die Wolkenwände wahrzunehmen, die ständig über den beiden Brandlandkorridoren zu den Seiten des Festlandes hingen. Sie waren nur ein allzu deutliches Mahnmal, mit welch ständiger Bedrohung die Bewohner hier zu leben hatten. Das Fegefeuer konnte jeden Moment wieder seine Richtung drehen, alles in Schutt und Asche legen und nur noch Brandland zurücklassen.

Die Engel nutzten noch einmal die Gelegenheit um sich ihre Mission ins Gedächtnis zu rufen. Agariel konnte den Inhalt des Briefes, den ihnen Prior Egmond in RomaAeterna vorgelesen hatte, auswendig wiedergeben sobald er danach gefragt wurde.

„Liebe Brüder und Schwestern zu Roma Aeterna, ich schreibe euch, da ich dringend euren Beistand benötige. Kürzlich wurde bei Ausgrabungen in der Nähe unseres Klosters St. Enna auf Sizilien etwas Aussergewöhnliches entdeckt. Unser Schriftgelehrter meinte, es sähe so aus, wie die eine fliegende Plattform, mit der der himmlische Chor einst die Gegend bereiste, wenn man den Bildern Glauben schenken darf. Bitte verzeiht, dass ich mich kurz fassen muss, der Brief könnte in falsche Hände geraten. Ein Diadoche aus unserer Nachbarstadt scheint irgendwie Wind von der Sache bekommen zu haben und zeigt seitdem gehöriges Interesse an dem Fundstück. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir ohne eure Hilfe mit den bescheidenen, uns zur Verfügung stehenden Mitteln keineswegs für die ungestörte und reibungslose Bergung garantieren können. Bitte meldet euch bei mir in St. Enna und sprecht vorerst mit keinem anderen über die Sache. Erwartunsvoll, Ab Gianni“

Das war eine der leichtesten Übungen für einen Ramieliten. Texte aus dem Effeff wiederzugeben. Viel schwieriger war es da schon zu deuten, was genau sie wohl auf Sizilien erwarten mochte. Der Brief enthielt wirklich nur die nötigsten Details und es blieben viele Fragen offen. Auch Prior Egmond hatte nichts Näheres gewusst, aber der Fund einer antiken Flugplattform klang mehr als nur interessant. Falls sich der Bericht wirklich bestätigen sollte war es von höchster Wichtigkeit, dass das wertvolle Fundstück nicht in falsche Hände geriet.
Noch während die Engel nachdachten tauchte endlich der lang gezogene Sandstrand der Ostküste Calabrias unter ihnen auf. Unterwegs waren ihnen kaum Menschen begegnet. In dieser Hinsicht war das Gegend hier so karg wie die Landschaft, die sich den Engeln geboten hatte. Reggio di Calabria selbst war auch nur noch ein Schatten von dem, was es einst in früheren Tagen gewesen sein musste. Damals war es einer der Hauptknotenpunkte und eine wichtige Fährstation zum Mittelmeer gewesen, heute verirrten sich nur noch selten Reisende hierher. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass gerade einmal zwei Boote auf dem Meer auszumachen waren während die Engel das Stück Meer zwischen Reggio und Messina überquerten. Die schien dafür umso mehr überrascht von Boten des Lichts in dieser Gegend und winkten den Geflügelten Boten des Herrn eifrig zu. Von der Westküste Siziliens aus waren es schließlich nur noch wenige Stunden bis dorthin, wo sich St. Enna befinden musste.

Jerathel
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Beitrag von Jerathel » 25.03.2003 - 16:26

Jerathel winkte den Menschen auf dem Boten mindestens ebenso energisch zu wie sie den Engeln, eher noch ein wenig mehr und mit der Begeisterung eines kleinen Kindes.
Die unter ihnen herziehende Landschaft, der angenehme Wind, überhaupt das Fliegen an sich, die Flügel ausbreiten zu können wie es in dem Loch unter der Erde unmöglich gewesen wäre, besserte seine Laune.
Wie die Geistlichen sie von der Tür fast schon "verscheucht" hatte war nicht der Grund gewesen der ihm zusetzte, er war es gewöhnt Leuten wie dem Abt zu gehorchen, der Grund für seine angeschlagene Laune flog einige Meter vor ihm in der Gestalt der Michaelitin Equestriel.
Nach einer fast körperlichen Überwindungsarbeit hatte er endlich genug Mut zusammen gesucht um zu ihr aufzuschliessen.
"Ver.. verzeiht mir die Frage, aber ich würde wirklich gerne wissen was ihr gegen den Gabrieliten-Orden habt...... oder besser warum ihr so..... seltsam reagiert habt als ich zu euch gestoßen bin. Bitte, ich denke es würde mir helfen wenn ihr es mir sagt......... wenn ihr wollt....."

Yiel
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Beitrag von Yiel » 25.03.2003 - 19:05

Die Flügelschläge von Carniel hatten nichts gemein mit der eleganten Art von den urieliten zu fliegen. Es war mehr gezwungen mit purer Kraft seiner Muskeln bezwang der die Schwerkaft und erhob sich zu Gottes Höhen.
Seine Arme waren verschränkt auch während des Fluges und kontinuierlich trommelte er mit den Fingern auf seinen Armen. Der Blick aus seinen Augen, war huschend und aufmerksam. mehr noch als er den Engel regestrierte den er eigentlich gar nicht kannte. Jemand aus seinem Orden. Nicht das Carniel etwas dagegen hätte, aber irgendwie zweifelte er langsam daran um diese Mission nicht seine letzte werden würde. Man schien ihn eindeutig auszumustern, andauernd hatte er einen Aufpasser zur Seite. Er schien tatsächlich Gottes Vertrauen verloren zu haben.

Unwillkürlich schaute er dabei zu Quiescel und soetwas wie Neid, wenn Carniel dieses Gefühl tatsächlich gekannt hätte stieg in ihm auf. So rein und gottbegünstigt. So unantastbar und überragend. Wann hatte er dies alles verloren, und warum nur durch diesen einen Fehler.
Zwanghaft zerrte Carniel sein Blick wieder in die Realität und schaute sich aufmerksam um. Gabrielit... dienen und gehorchen.

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Beitrag von Clawdeen » 26.03.2003 - 17:51

Equestriel war ganz in Gedanken versunken, als der Gabrielit zu ihr aufschloss und ihr stotternd eine Frage stellte.
Wieso denn jetzt? Ich muss mich konzentrieren...diese Höhe macht mich völlig unaufmerksam, ich muss mich auf meine Atemtechniken konzentrieren..., dachte sie mürrisch, gewann aber rasch ihre Kontrolle im Geiste zurück.

Um keinen Zweifel daran zu lassen, wen Jerethel ansprach und auch darauf hinzuweisen, dass seine Mühen schlichtweg verschwendet waren - es ging schließlich viel leichter, antwortete sie ihm telepathisch und möglichst gelassen:
"Jerethel - wie kannst du mir unterstellen, ich habe etwas gegen des Orden des Gabriel einzuwenden? Du solltest zunächst nachdenken und erst dann das Wort an jemanden richten, alles andere wird dir eines Tages zum Verhängnis werden - und womöglich auch noch anderen, die du mit dir reißen wirst. Nun, da ich dich auf diesen Schnitzer aufmerksam gemacht habe, will ich trotzdem deine eigentliche Frage beantworten: Ich habe nichts gegen dich, denn - warum auch immer - du bist ein Engel des Herrn und der Herr irrt nicht, wenn er seine Boten auf Erden hinabschickt. Das legt allerdings nahe, dass du dich in Täuschungsmanövern geübt hast, denn ich kann bislang keinen Streiter des Herrn in dir erkennen. Dir fehlt der Stolz und die Anmut, du verkriechst dich vor der Gefahr wie eine Assel unter einem Stein, du achtest zwar auf deine Aussprache insofern, dass du sie fehlerhaft vorträgst, aber bis es dazu kommt, lässt du dein Gegenüber einiges an Stottereien aushalten. Dir fehlt es schlichtweg an Erfahrung, würde ich meinen....konzentriere dich lieber auf unsere Reise und spare deine Kräfte für die anstehende Mission, als Energien auf Unterhaltungen wie diese zu vergeuden, ja? Wenn du zeigen willst, dass du deines Ordens würdig bist, dann fang damit an, mich bei unseren Flügen nicht zu behelligen und halte dich an Carniel. Er ist der Gabrielit dieser Schar - meiner Schar - und von ihm kannst du lernen, jetzt wo Romariel nicht mehr an deiner Seite stehen kann."

Sie hätte mitteilen können, dass sie ihre Konzentration schlichtweg für den Flug brauchte, weil Höhen sie so schwindlig machten. Sie hätte sagen können, dass sie sich Sorgen machte, ob sie nicht gut genug wäre, dass man ihr ständig Gabrieliten an die Seite stellte und die Kirche ihre Reise so zu verfolgen schien. Sie hätte anvertrauen können, dass sie selbst Angst hatte, selbst unerfahren war und tief in sich auch unsicher wie Jerethel.
Equestriel wollte das alles aber nicht sagen. Nicht einem fremden Gabrieliten, der bislang vornehmlich in Faux Pas glänzte und den sie kaum kannte.

Jerathel
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Beitrag von Jerathel » 26.03.2003 - 18:18

Jerathel fühlte ein hohles Gefühl im Magen. Für seine Verhältnisse war das mehr als eine Zurechtweisung es war eine harte Beleidigung. Eine Assel........ .
´Ja..... entschuldigt.´ war das einzige was er mitteilte, ehe er sich hinter der Michaelitin zurückfallen lies und versuchte eine gewisse Beherschung zu bewahren.
Trotzdem erreichte seine Stimmung einen unterirdischen Punkt, nicht nur wegen dem was Equestriel gesagt hatte, sondern weil er stark in Betracht zog ihr Recht zu geben.

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Beitrag von Static » 26.03.2003 - 21:20

Equestriel war deutlich wohler, als sie das Meer überquert und wieder festen Boden unter sich hatten. Irgendwie war es beruhigender, jederzeit landen zu können und deshalb fiel es ihr wieder leichter sich zu konzentrieren.
Der restliche Weg verlief allerdings nicht so geradlinig wie bisher gewohnt. Ohne Nathaniels Führung kam die Schar ein paar Mal von der kürzesten Verbindung ab und Quiescel musste sogar für die anderen kenntlich die Richtung korrigieren, um nicht unnötig Zeit durch eine geflogene Schleife zu verlieren. Für einen Urieliten war dies eher ungewöhnlich, da sie normalerweise nicht nur mit Hilfe ihrer gottgegebenen Kräfte stets ein genaues Bild der Karte und damit auch des exakten Kurses im Kopf hatten. Es wirkte so, als wäre sie ein wenig zerstreut und würde sich nicht so stark wie normalerweise nötig den markanten Wegpunkten orientieren um stets auf der kürzesten Verbindung zu bleiben.
Nichts desto trotz verliefen die restlichen Kilometer ohne Zwischenfälle und Probleme und schon bald waren die Engel nicht mehr fern vom Ziel ihrer Reise, dem Kloster St. Enna. Ein letztes Zwischenfragen in einem der nahe gelegenen Dörfer wies den Boten des Herrn den genauen Weg und räumte die letzten Unsicherheiten aus dem Weg. Eine prächtige Orangenplantage, die offensichtlich von den Dorfbewohnern bewirtschaftet wurde, entlockte den Engeln ein Staunen. Selten hatten sie solche Gegensätze gesehen wie die Wüste, die bisher den grössten Teil des überflogenen Siziliens geprägt hatte, und die fruchtbare Plantage, in der die Früchte des Herrn nur so wuchsen. Auch die Architektur des Dörfchens wirkte gleichermaßen idyllisch wie ungewohnt. Diese Insel war wirklich kein Landstrich wie jeder andere.
Eine Gebirgskette lag noch zwischen dem Dorf und dort, wo sich das Kloster befinden musste. Erneut stiegen die Engel auf, um die allerletzte Etappe ihrer Reise in Angriff zu nehmen.
Kaum dass sie den Gipfel des niedrigen Gebirges überflogen hatten, tauchten auch schon die Türme eines Klosters vor ihren Augen auf und die Fahnen des michaelitischen Ordens wehten über den Zinnen. St. Enna lag also in einer Art Talkessel, relativ abgeschirmt von der Aussenwelt. Von Feldern oder Häusern, die ausserhalb des Klosters lagen, war nichts zu sehen. Das Haupttor war geschlossen und die Engel konnten nirgends einen anderen Eingang an der Seite ausmachen. Jetzt blieb es ihnen überlassen ob sie vor dem Haupttor oder einfach im Klosterinnenhof landen wollten. Wachen oder Monachen waren jedenfalls keine zu sehen.

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Beitrag von Clawdeen » 28.03.2003 - 05:48

Equestriel musste unwillkürlich lächeln, als sie die michaelitischen Fahnen sah. Trotzdem war sie doch überrascht, niemanden zu sehen.

"Wir landen im Innenhof! - Quiescel, du bleibst bitte ein wenig zurück, aber so, dass du gut sehen kannst...kanst du etwas erkennen? Jemanden vielleicht? Der Rest folgt mir - seid wachsam, denn Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht."

Nunmehr völlig auf einen grazilen Flug bedacht, näherte sie sich in raschem Tempo dem Kloster, um im Innenhof zu landen.

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Beitrag von Yiel » 28.03.2003 - 14:47

Carniel war wie auf Befehl an ihrer Seite, die Arme unverändert verschränkt, aber seine Augen wanderten unmerklich hin un her, suchten die Mauern ab und betrachteten die Landschaft.
Auch wenn er eindeutig kräftiger und größer gebaut war, schien er allein vom Selbstbewusst sein und Ausstrahlung neben der Michaelitin zu verblassen, was er auchs elbst spürte und fast genoss. Verantwortung war doch was grauenvolles...

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Beitrag von Static » 29.03.2003 - 17:17

Im Klosterinnenhof war auch von Quiescels geübten Augen nichts zu erkennen. Niemand hielt sich dort auf, und auch kein Anzeichen von Gefahr bot sich der Urielitin.
In raschem Tempo flogen die Engel auf den Klosterinnenhof zu und sanken Meter für Meter tiefer hinab. Der Innenhof selbst war nicht gerade grossräumig, so dass sich eine fehlerfreie Landung gar nicht so einfach gestaltete. Dennoch setzte ein Bote des Herrn nach dem anderen am Boden auf, ohne dass jemand bei der Landung gefährlich nahe an die Klostermauern herangekommen wäre.
Es blieb nicht lange Zeit sich umzusehen, denn die Ankunft der Engel blieb nicht länger unbemerkt. Eine Gruppe von Monachen trat aus einer der Türen, die offensichtlich zum grössten Komplex des Anwesens hier gehörte, und musterte die Ankömmlinge mit gehörigem Staunen. Auf ihren Gesichtern war kein Ausdruck von Freude zu erkennen, mit denen wohl die meisten gerechnet hätten, sondern viel mehr Überraschung, so als ob sie ganz und gar nicht wussten welchem aussergewöhnlichen Umstand sie den Besuch der Schar zu verdanken hatten.

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Beitrag von Clawdeen » 31.03.2003 - 09:19

Equestriel war erstaunt, dass man sie scheinbar gar nicht erwartete.

"Der Herr mit euch! Ich bin Equestriel vom Orden Michaels. Ist dies das Kloster St. Enna, zu dem man uns gesandt hat?"

Vielleicht hatte sich Quiescel geirrt und sie waren gar nicht im richtigen Klosterhof, sondern es war nur eine weitere Station auf ihrem Weg? Schwer vorstellbar - aber man musste ja alles in Betracht ziehen, das die...Zurückhaltung der Monachen erklären konnte.

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Beitrag von Yiel » 31.03.2003 - 21:26

Carniel kratzte sich etwas ratlos am Kopf und sah von Equestriel zu Quiescel. Sie waren hier doch richtig oder nicht...
Mit einem gedanklichen Schulterzucken tat Carniel seine Zweifel beiseite und blickte zu einem der Monachen, auf die Antwort wartend.

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