Ein seltsames Grab und ein Feuerball [Gålels Schar] Teil II

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Nathaniel(2)
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Beitrag von Nathaniel(2) » 04.03.2003 - 18:56

"Aber..."

leise verklang sein Protest, als er die Bestimmtheit in Equestriels Augen sah. Was war das nur für ein verfluchter Tag! Sie hatte keinen Grund! Nathaniel war nicht nur leise, äusserst aufmerksam und vorsichtig, er war auch der einzige der hier unten sehen konnte! Er hielt es nicht für eine gute Idee einen ausgewachsenen Gabrieliten vorstapfen zu lassen, der so gut wie blind war...wenn was kommen würde hätte Nathaniel vermutlich mehr chancen darauf zu reagieren als Carniel...wollte sie ihn nicht nach vorne lassen? hatte sie ihre Gründe oder wollte sie nur ihre sprichwörtlichen Muskeln spielen lassen?

Er schnaubte verärgert, als er sich hinter Carniel auf den Weg machte. Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf die Schritte von Carniel um den Weg zu finden. mit der rechten Hand fuhr er an der Wand lang, um nichts zu verpassen.

Er konzentrierte sich. Die Kraft die er anwenden wollte, hatte er nur sehr selten gebraucht, und das in seiner Ausbildung nach der Sigil-Weihe. Augen des Wächters...
Er spührte wie seine Tätowierungen zu kribbeln anfingen, als er ihre Macht heraufbeschwor...er versank in ihnen, baute seinen Willen auf, bezwang die Tätowierung soweit er es vermochte und öffnete die Augen...

und sah Schwärze.

Es hatte nicht funktioniert...genau im richtigen Augenblick, dachte Nathaniel etwas verbittert Ich werde mich darum bemühen müssen, wenn ich Zeit zum Training habe...

mürrisch und schlecht gelaunt beschwor er die Macht der erleuchteten Augen herauf. Diese Kraft konnte er nahezu im Schlaf beherrschen. Sie würde die Sicht weit verbessern, aber damit konnte er bei weitem nicht so perfekt im Dunkeln sehen.

Er folgte Carniel bis er schliesslich an dem großen....Ding...aus Stahl kam. Er keuchte verblüfft auf, als er es sah und blieb stehen.

Carniel
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Beitrag von Carniel » 04.03.2003 - 19:14

Carniel war wie von Nathaniel gedacht ohne viel Sorgfalt den Gang entlang geschritten.
Auch wenn er nahezu blind war so half ihm doch ein intuitives Gesprü ws eigentlich jedem Wesen zu eigen war das er sich ca. in der mitte des Ganges bewegte.
Die Felsnadel, besonders die weniger dicken schienen den Gabrieliten nicht im Geringsten zu beeindrucken. die schrammten allzu oft über seine Schienbeine und mehr als eine dieser Felsnadeln brach er einfach ab weil er sie anstieß.
Wie ein Uhrwerk setzte er seinen Weg fort ohne sich zu beklagen. erst als sie zu diesem seltsamen ding aus Metall kamen blieb er stehen und hob ind gabrielitenmanier befehlend eine Hand um die anderen zum anhalten zu bringen. Fast hastig nahm er die Hand wieder herunter. Zuviel Eigeninitiative war nicht sonderlich gesund wie er gerade bei Nathaniel festgestellt hatte.

"Ich glaube nicht das es hier weiter geht...zumindest sehe ich solche Dinge unter der Erde mehr als selten."

Jerathel
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Beitrag von Jerathel » 04.03.2003 - 22:12

Auf dem ganzen Weg durch den Untergrund flüsterte Jerathel leise vor sich hin. Er versuchte sich abzulenken von der Umgebung die ihm nicht im geringstens behagte.
In gewisser Weise passte es.
Schon innerhalb der Schar hatte er soviel für ihn seltsames gesehen, das es ihn nicht hätte wundern sollen in welcher Umgebung er nun war.
Aber es war nunmal der Wille des Herrn das er hier war und das reichte um ihn nicht zögern zu lassen.
Die Flügel unnötig eng angewinkelt, schon nach ein paar hundert Metern schmerzten sie, und auch sonst ziemlich angespannt versuchte er nicht andauernd die Wände zu streifen. Der Erfolg war eher mässig, als sie am Tor ankamen war der deutlichste Hinweis auf das Scheitern der Bemühung ein kleiner Spur Blut an seiner Wange.
Jerathel legte den Kopf schief und sah das Hinderniss reichlich verwirrt an.
"Was ist das ?"

Clawdeen
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Beitrag von Clawdeen » 05.03.2003 - 06:14

"Was soll das schon sein? Eine Tür halt.", meinte Equestriel flapsig an Jerathel gewandt.
"Aber Carniel hat Recht. Es ist sehr ungewöhnlich, unter der Erde eine Tür zu finden - und diese Mechanik daran verheißt bei Gott nichts Gutes. Zudem...irgendwo im Verlauf hinter dieser Tür muss es sowas wie einen Anfang geben. Ich glaube nicht, dass aufs Geratewohl in die Erde gegraben wurde. Nein, scheinbar hat der Feuerball lediglich den Blick auf etwas freigegeben, dass noch keiner sehen sollte. - Nathaniel, jetzt brauchen wir dich und deine Fähigkeiten. Kannst du mehr erkennen als wir? Wie kommt man hinein? Und droht vielleicht Gefahr von diesem Tor?"

Sie machte ihm Platz und nutzte die Drehung, um Quiescel einen warmen Blick zuzuwerfen. Sie sollte nicht glauben, sie sei ausgeschlossen. Sie hatte das vorhin zu barsch getan, als es um Nathaniel und Carniel ging, trotzdem stand sie hinter ihrer Entscheidung. Einer Gefahr konnten sie gemeinsam ins Auge blicken, aber Zweifel und Hadern konnten sie nicht brauchen. Wenn Carniel jetzt zu zögern beginnen würde, dann würde er sich das nicht verzeihen und zu einem missmutigen und mittelmäßigen Streiter des Herrn werden - und Equestriel war zu überzeugt von ihm, als dass sie das zulassen wollte.

Quiescel
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Beitrag von Quiescel » 05.03.2003 - 12:49

Wer Quiescel beim Abstieg in das Loch beobachtet hatte, konnte die immer größer werdende Panik in ihren Augen sehen. Ihre Bewegungen waren fahrig, und am Boden des Lochs blieb sie eine Weile in der Hocke und umklammerte sich selbst mit ihren Armen, während sie sich so weit wie möglich von dem Rauch entfernt an die Wand preßte. Sie wimmerte, als sie den anderen an dem glimmenden Feuerball vorbei in den Gang folgte. Heljariels Frage bekam sie im ersten Moment gar nicht mit. Ohne es zu bemerken hatte sie wieder zu weinen begonnen, diesmal aber aus Angst vor dem Feuer, das so viel schwarzen Rauch verursachen konnte und das ihr schon einmal jemanden geraubt hatte, der ihr mehr als wichtig gewesen war.

Erst innerhalb des Ganges, in der Dunkelheit, begann sie die Kontrolle über sich wieder zurückzugewinnen. Der Rauch war jetzt nicht mehr hier, auch wenn der Gedanke, daß Feuer ihnen den Weg nach draußen abschneiden könnte, sie noch immer hektisch atmen und nach hinten blicken ließ. Heljariel mußte sie ein weiteres Mal ansprechen, bis die Urielitin ihn bemerkte. Doch sie konnte nur abwehrend den Kopf schütteln, geschweige denn ihm in die Augen sehen.

Ihre Erleuchteten Augen halfen ihr dabei, gröbere Verletzungen zu vermeiden, doch auch Quiescel trug vor allem an den Schienbeinen einige blutige Schrammen davon. Auf Equestriels warmes Lächeln konnte sie nur mit einem dankbaren Blick antworten. Ihr eigenes Lächeln hatte die Urielitin noch nicht wiedergefunden. Sie sagte jedoch kein Wort. Sie konnte auch nicht sagen, was es mit dieser merkwürdigen Tür auf sich hatte. Es schien vorsintflutlichen Ursprungs zu sein; und das war doch eigentlich das Metier der Engel Ramiels. Aber wo war nur Agariel? Erst jetzt bemerkte Quiescel, das der Engel mit den eisblauen Augen ja gar nicht bei ihnen war.

Das Metall unter ihren Füßen fühlte sich unnatürlich und vor allem kalt an. Quiescel wechselte ständig von einem Fuß auf den anderen und hob dabei immer ein Bein wenige Zentimeter in die Luft, um das eisige Beißen in ihren Fußsohlen zu lindern, wenn auch vergeblich.
Zuletzt geändert von Quiescel am 18.03.2003 - 16:48, insgesamt 1-mal geändert.

Nathaniel(2)
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Beitrag von Nathaniel(2) » 05.03.2003 - 17:50

Nathaniel sah erstaunt die Michaelitin an. War er etwa ein Hellseher? Er schüttelte den Kopf.

"verzeiht meine Michaelitin, doch es ist mir leider verwehrt hinter diese Tür zu sehen, selbst mit all meinen Mächten, und ich muss gestehen, dass ich mich auch mit vorsintflutlicher Technologie nicht so gut auskenne! Ich befürchte ich kann dir in diesem speziellen Fall nciht weiterhelfen!"

Heljariel
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Beitrag von Heljariel » 05.03.2003 - 21:01

Heljariel trat mit einem vorsichtigem Blick zu seiner Michaelitin vor und betrachtete die Tür. Da war ein kleines viereckiges Ding mit Zeichnen drauf...
Verzeih, Equestriel, aber ich glaube ich habe eine Vermutung was das hier zu bedeuten haben könnte. Ich glaube, sobald man Zeichen in einer bestimmten Reihenfolge hier eingibt, öffnet sich damit irgendwie die Tür. Es ist nur eine Vermutung aber man könnte es versuchen. Aber wir sollten Agariel fragen, er weiß vermutlich mehr als wir alle.


Vorsichtig fuhr er über die Fläche des Geräts, getraute sich jedoch nicht etwas zu drücken. Lieber trat er einen Schritt zurück und blickte fragend zu Equestriel.

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Beitrag von Kyriel » 05.03.2003 - 21:04

Als Heljahriel über das Eingabegerät fährt hört man ein leises Knacken, und ein kaum zu hörendes Summen.

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Beitrag von Heljariel » 05.03.2003 - 21:13

Erschrocken vom plötzlichen Geräusch zuckte Heljariel zusammen. Hatte er irgendwas kaputt gemacht? Oder war die Tür jetzt vielleicht geöffnet worden?


Irgendetwas scheint nicht in Ordnung zu sein mit diesem Gerät. Womöglich deutete dieses Geräusch an, dass die Tür geöffnet ist? Wir sollten vorsichtig sein.

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Beitrag von Clawdeen » 06.03.2003 - 06:42

Equestriel öffnete und schloss den Mund im Wechsel vor lauter Überraschung. Mit einer solchen Antwort des Urieliten hatte sie nicht gerechnet. Und außerdem...was sollte das denn heißen, dass er sich nicht mit vorsintflutlicher Technik auskannte? Ja, sie denn etwa?
Und Equestriel ärgerte sich über sich. Sie hatte ausgleichen wollen nach ihrem letzten Ungleichgewicht, das ihrer Sorge um das Verhalten Carniel´s entsprungen war und stattdessen hatte sie sich eine Blöße gegeben. Sie hätte wissen müssen, dass Nathaniel nicht helfen konnte. Sie war wie Gott!
Sie drehte sich wieder zur Tür, um die Schamesröte auf ihrem Gesicht zu verbergen und sah Heljariel, die sich scheinbar an der Tür zu schaffen machte.

"Ach - du bist vertraut mit solchen Dingen?", fragte Equestriel ein wenig spitz, als plötzlich ein ganz leises Summen einsetzte.
"Was hast du nun gemacht? Hast du etwas angefasst?"

Yiel
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Beitrag von Yiel » 06.03.2003 - 12:04

Carniels Augen verengten sich zu dünnen Schlitzen die nur mehr seine Pupillen frei ließen. Instintiv schien er angespannt und sprungbereit.

"Ohne allzu sehr auf mein Recht als Beschützer dieser Schar pochen zu wollen... geht gefälligst von diesem Metall-Ding weg.
Gottes Gnade mit uns wenn dieses Summen mehr bedeutet als nur eben Summen. Solche Spielereien überlässt man den Bücherwürmern, sofern sie denn da sind."

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Beitrag von Kyriel » 06.03.2003 - 12:20

Das Summen wird lauter und man hört ein leises Rattern. Ohne dass ihr darauf großartig reagieren könnt öffnen sich zu beiden Seiten Türen, die den Raum um euch größer machen. Gleichzeitig senkt hinter euch eine riesige Stahlplatte dem Boden zu. Nun seit ihr gefangen zwischen der riesigen Tür vor euch, die etwa 15m lang ist, und der Stahlplatte die 10m hinter euch hinunter gegangen ist. Immer noch hört man leises Rattern, und wie aus dem nichts wird die Decke blendend hell. Ihr befindet euch in einem stählernen glatten Raum, der eine riesige Tür hat.

Jerathel
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Beitrag von Jerathel » 06.03.2003 - 14:04

Ohne großartigen Gedankengang löste Jerathel in einer flüssigen Bewegung die Schlaufe die sein Schwert auch im Flug in der Scheide hielt und umgriff den Knauf mit der rechten Hand ohne zu ziehen.
Als die Beleuchtung anging schirmte er seine Augen mit der linken Hand ab und kniff die Lider zusammen, trotzdem sah er ein paar Sekunden lang nur die Schattenrisse seiner Schargeschwister.
"Was geschieht hier ?" er klang angespannt, vieleicht aufgeregt aber nicht wirklich panisch.

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