Gaias Schmerz - 1. Akt

Das Archiv aller abgebrochener Gruppen
Nachtrabe
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Beitrag von Nachtrabe » 26.04.2004 - 20:45

Ydriel

Eva lächelte nachsichtig.
"Gut!" sagte sie und nickte. "Das klingt gut. Das Katalogisieren muss eben jemand anderes machen. Ich werde hier auf dich warten." Mit ihren schmalen, weißen Händen zog sie ihren Schleier wieder vor ihr Gesicht. Sie richtete sich auf und trat einen Schritt zurück, offensichtlich um Ydriel zu zeigen, dass jetzt wirklich keine Zeit mehr zu verschwenden wäre.

sariel
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Beitrag von sariel » 26.04.2004 - 21:05

"Natürlich..." er nickte leicht. Es war einfacher sich in sein Schicksal zu fügen. Ydriel stand umständlich auf, strich sich mit klammen Fingern den Rock glatt und ging zögerlich an der Begine vorbei. Noch ehe er in dem Schatten des Torbogend verschwunden war warf er nochmal einen Blick über die Schulter zurück zu Eva. Stirnrunzelnd sah er sie an, mit sinnierendem Blick und leicht schräg gelegtem Kopf.
Dann aber wand er ihr wieder den Rücken zu und verschwand im dämmrigen inneren des hohen Portals und schritt zügig die Gänge entlang, hin zu seiner Cellae.
In ihm nagte eine Ungewissheit und ein schlechtes Gefühl hielt sein Herz umschlossen, er fühlte sich beobachtete, wo auch immer er hinkam, und auch aus den Worten der Begine glaubte er zweideutigkeiten zu erahnen.
Der Zweifel in ihm wuchs.
Ihm wurde kalt, seine Glieder wurden kalt doch sein Herz raste, als er zitrig nach seinem Bündel angelte und schnell ein Bündel Pergament in einen Köcher stopfte und das schwarze Lackmäppchen einsammelte.
Sein Blick schweifte noch einmal durch die kleine Kammer, doch dann ließ er sie hinter sich, ebenso die Cellae der Engel, die Rumlichkeiten der Archieve.
Wind war aufgefrischt als er erneut die Plattform betrat. Ihm war als seinen alle anderen Engel und Bewohner des himmels durchscheinend wie Geister, sie schienen sein Leben in diesem Moment nicht zu berühren, sondern weit weit weg zu sein.
"Ich bin bereit...Eva...." ein leises Hauchen das ihm vom Wind von den Lippen gerissen wurde welcher auch mit seinem Haar spielte und es wie einen schwarzen Schleier im Wind bauschte.

Nathanael
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Beitrag von Nathanael » 27.04.2004 - 22:50

Schon bald nachdem Igliel sich auf den Weg zu Ab Guillaume gemacht hatte, musste er schon wieder seine Füße bemühen, diesmal allerdings in Richtung der nächsten Flugplattform. Sehr befriedigend war die Zusammenkunft mit dem Ordensoberhaupt der Hüter der Wege für den neugierigen Urieliten nicht gewesen. Der Ab sagte ihm eigentlich nur noch einmal, dass er nach Wien fliegen solle um sich dort bei Em Maria zu melden. Sie würde ihm dann weitere Weisung erteilen und auch seiner neuen Schar vorstellen. Auf die Fragen zum Inhalt der Nachricht und den anderen Mitgliedern seiner neuen Schar, wurde Igliel auch hier keine zufriedenstellende zufriedenstellende Antwort erteilt.
Grummelnd stapfte Igliel also bis an zur Flugplattform an einer Seite des Himmels und flog von hier aus zunächst einmal auf die oberste Plattform des Himmels und landet dort unter dem Baum des Zwielichts. Hier kontrollierte er noch mal seine Ausrüstung, darauf dass sie auch richtig sitze und nicht unterwegs verloren gehen könnte. Dann stand er auf blickte noch einmal zu dem alten Baum hoch hob die Hand wie zum Abschiedsgruß und drehte sich zum Rande der Flugplattform um. Schnell machte er die wenigen Schritte bis zum Rand und ließ sich dann in die Tiefe fallen, um den Sturz schon nach wenigen Metern mit ausgebreiteten Schwingen aufzufangen und dann in das schummrige Dunkel der Nacht davon zu gleiten...
Zuletzt geändert von Nathanael am 28.04.2004 - 15:03, insgesamt 2-mal geändert.

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 28.04.2004 - 09:09


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Beitrag von sariel » 28.04.2004 - 10:49

Eva bedeutete dem Ramieliten ihr zu folgen. Was dieser denn auch verdutzt tat, bis es ihm einfiel.
Sie brauchte ja ein Reisegerät. Oder, Pferd, oder was auch immer. Ydriel hoffte inständig nur das die Begine nicht zu Fuß nach Wien gelangen wollte. Und so folgte er ihr, ebenfalls zu Fuß die Treppen des Himmels hinab nach unten zu den Ställen.
Dort wartete ein unauffällig aussehendes Pferd auf sie, von der Farbe von Schlamm, etwas zottelig und zweifelsohne nicht in den allerbesten Jahren. Der Engel, welcher sich ohnehin nicht allzu wohl fühlte hier unten in den Ställen, und zum ersten mal überhaupt den Fuße des Himmels sah und was er verbarg, betrachtete sich stumm, mit kritisch gefurchter Stirn und nicht sehr begeistertem, zweifelnden Blick, wie die Begine ihr kleines Bündel verstaute und sich in den Sattel zog.
Dieses Pferd?
Ydriel war sonst gewohnt das er derjenige war der eine Reise aufhielt und die Schar zu einem gemächlicheren Tempo zwang, doch das?
Er würde wohl zum größten Teil neben ihr herlaufen...denn sehr langsames Fliegen war ebenso anstrengend wie allzu schnelles Fliegen. Und Ydriel rühmte sich nicht gerade für seine Flugkünste. Eher im gegenteil.
Mit einem weiteren, sehr zweifelnden Blick raffte er den überlangen Kriegsrock, der normalerweise etwas hinter dem Engel herschleifte und auch bei großen Schritten immer noch die Füße verbarg, soweit nach oben das er bequem laufen konnte, und band ihn mit dem Gürtel in dieser Position fest.
Eva enkte ihr Tier mit einem aufmunternden Lächeln aus den Stallungen auf den Hof.
Wo blieben die Templer?
Keine Templer?
Sie konnten eine Begine doch nicht nur alleine in seiner Begleitung loschicken?
Aber....
....offensichtlich schon. Der Ramielit beeilte sich ihr zu folgen.
Das würde eine seltsame Reise werden. Eine sehr seltsame so hatte er es im Gefühl.


Schweigend, die meiste Zeit, lief er neben ihr her. Er hatte er nichts zu sagen, und nichts zu fragen, denn all seine Fragen würde Klärung finden, in Wien. Diese Hoffnung hatte er.
Doch das Schweigen empfand er nicht als unangenehm. Oft lief er einfach so neben ihr her, doch auch ebenso oft erhob er sich in die Luft, kreiste etwas und flog vorraus, zu ihr zurück.
Nichts, außer die Eintönigkeit der Tage, trübte ihr Reise nach Wien.

Sangel
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Beitrag von Sangel » 04.05.2004 - 00:38

Sangel ging wie jeden Tag in den letzten Jahren seinem Tagewerk nach: schon früh morgens erwartete er die jungen Engel im Hof um ihnen einmal mehr Unterricht im Kampf und mit ihren Mächten zu erteilen. Dieses Mal hatte er wirklich Pech. Eine so langsam voran kommende Gruppe hatte er noch selten gehabt, was sich auch bei seiner Laune niederschlug.
"Da kommt ja wieder das Futter für die Traumsaat," grüßte er gleich in die Runde. "Ich sehe euch noch gar nicht beim Training, glaubt ihr der Herr hat euch zum Ruhen und Beobachten auf die Erde geschickt?" brüllte er die Engel an und trieb sie an endlich an zu fangen.
Zwischendurch schaltete er sich in einen Übungskampf ein, um zu korrigieren oder um zu sehen wie weit die Engel noch waren, doch gönnte er dem Nachwuchs keine Pause.
Als es langsam Mittag wurde, trat ein Templer in voller Rüstung auf den Hof und schaute den Engeln einen Augenblick zu, dann rief er nach Sangel. "Ich habe die Anordnung von Ab Brindisi euch umgehend in seine Gemächer zu führen!" sprach der Templer kurz und knapp. "Ein anderer Engel wird eure Arbeit weiter führen."
Sangel nickte knapp, ermahnte die jungen Engel in seiner Abwesenheit weiter zu machen und schwang sich in die Luft, den oberen Gemächern entgegen. Bevor er das Zimmer des Ab betrat, klopfte er sich noch den Staub von seinem Rock, danach klopfte er an der Tür.
Er wurde von einem Templer eingelassen, der ihn an den Tisch des Ab bat. Dieser begann auch gleich zu sprechen: "Werter Sangel, es freut mich, dass ihr so schnell erscheinen konntet."
"Selbstverständlich. Es ist meine Pflicht euch zu gehorchen" sprach der Michaelit und verbeugte sich.
"Ich will gleich auf den Punkt kommen", fuhr der Ab fort, "es gibt Probleme in Wien. Ihr sollt sofort zum "Kloster der Dienerinnen unseres heiligsten Herzens", dort gibt es wohl Probleme. Welcher Art ist uns allerdings nicht bekannt. Ihr werdet dort auch eure neue Schar kennen lernen."
"Eine neue Schar?" Sangel war etwas überrascht. "Ich verlasse den Himmel?"
"In der Tat. Das solltet ihr sogar so bald wie möglich, wenn ihr mit den anderen rechtzeitig ankommen wollt. Ihr habt außerordentliche Dienste hier geleistet und sollt euer Können nun mal wieder innerhalb einer Schar beweißen."
"Ich werde sofort alle Vorbereitungen trefen. Ich bin ein Bote des Herrn, ich diene und gehorche" entgegnete der Michaelit und verbeugte sich.
"Ich gebe euch meinen Segen auf den Weg. Ihr dürft gehen" verabschiedete sich der Ab.
Sangel verlies ohne weiter Umschweife das Zimmer des Ab und begab sich in seine Cella. Eine neue Schar. Wieder Feldeinsätze, genau das richtige nach dieser Zeit hier unter den ganzen jungen. Sangels Laune war schlagartig auf dem höchsten Stand seit Wochen. In der Cella packte er nur seine Waffen, den Brotbeutel und den Wasserschlauch, seine Tasche mit den Utensilien und packte noch einen weiteren Kriegsrock hinzu. Dann machte er sich auf in die Küche um sich Proviant geben zu lassen. Eine halbe Stunde später war er in der Luft in Richtung Wien ...

Raphael
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Beitrag von Raphael » 17.05.2005 - 19:59

Das Spiel wurde auf Spielerwunsch hin abgebrochen.

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