Abenteuerideen

Gebete, Städte, Umgebungen, Landkarten, Profile von NSCs - alles was Erzähler für ihre Plots nutzen können.
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Raphael
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Abenteuerideen

Beitrag von Raphael » 11.09.2005 - 12:55

Hilfe, ihr sollt eine Runde Engel leiten und euch fällt auf die Schnelle partout keine Chronik ein?

Hier soll nach und nach eine Fundgrube entstehen, in der Erzähler Plotideen und Inspiration finden können, wenn das kreative Zentrum im Hirn versagt.
Wenn ihr also eine solche Plotidee habt, egal ob ausgearbeitet oder nur grob, wird hier eine Plattform geboten, sie an den Mann zu bringen.
Gerne können hier auch Plots zusammengefasst vorgestellt werden, die bereits erfolgreich am Forum gespielt wurden, oder solche aus abgebrochenen Spielen.

So gehen die guten Ideen nicht verloren sondern leben in anderen Spielrunden weiter.

Hakiel
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Beitrag von Hakiel » 11.09.2005 - 16:09

Ich versuchs mal. Ein Plot der mir schon lange durch den Kopf geht, allerdings fehlt es mir an Erfahrung. Es wäre allerdings ein Plot für die schon erfahreneren Spieler, also die, die schon tiefer ins Regelwerk geschaut haben.

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Unentdecktes Land



Eine Schar erfahrener Engel wird zusammengestellt, um ein wenig "Neuland" zu erkunden.

Einige Wissenschaftler haben aufgrund alter Karten eine mögliche Route nach Amerika entdeckt, und jene Gruppe Engel soll nun einmal Nachschauen, was da los ist, ob es dort noch menschliches Leben gibt etc.
Dieser Plot wäre sehr umfangreich, da er sicherlich mit der Hinreise anfängt, die ja sehr ausgedehnt ist. Durch den anstieg des Meeresspiegels ist sicherlich der eine oder andere Anflugspunkt im Großen See garnicht mehr existent. Vielleicht treffen die Engel auf dem Weg auf Fegefeuer, Traumsaat. Allein hier ist schon viel Stoff für einen Plot drin.
Und, was passiert, wenn die Engel dort ankommen. Gibt es dort noch Menschen? Gibt es Fegefeuer, Traumsaat. Gibt es Technologie? Ist es möglich, daß sich Amerika nach dem Veitstanz so weiterentwickelt hat, wie es vorher schon der Fall war? Oder leben die Menschen ähnlich wie in Europa und es hat sich ebenso wie dort eine Kirche entwickelt. Vielleicht gibt es sogar dort Engel? Oder Himmel?

Sicherlich ein Interessantes Thema, bei dem man mit ein bisschen Phantasie schnell an die Grenzen der bekannten Engelwelt stoßen kann.
Hätte ich mehr (sehr viel mehr) SL-Erfahrung, würd ichs sogar versuchen ;)

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Samael
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Beitrag von Samael » 28.09.2005 - 18:07

Ein Plot, den ich gerade mit meiner P&P-Runde durchspiele, vielleicht kann jemand die Idee oder Stücke davon gebrauchen:

Die Kornkammer

Ort: egal, kann man (fast) überall hin setzen, nur Urielsland und Reisfelder eignen sich nicht so gut, eher Feldfrüchte (auch Obstplantagen).

Die Engelschar wird beauftragt, den nur unzureichend entrichteten Abgaben an Naturalien einer Priorei an den Himmel (oder die nächste große Abtei, was auch immer) nachzugehen. Schon in den Jahren zuvor waren die Abgaben recht mau gewesen, doch die Obrigkeit hielt noch (aus welchen Gründen auch immer) still. Nachdem nun aber in diesem Jahr die Differenz zwischen dem, was gefordert war, und dem, was die Speicher des Himmels erreichte, allzu groß ist, schickt man die himmlischen Boten los, dem Fall nachzugehen.

~ Folgender Hintergrund, der nach Belieben selbst weiter ausgearbeitet oder verändert und an die Schar gebracht werden kann:

Die Ernte wurde in den letzten 2 Jahren ordnungsgemäß eingefahren, jedoch knapste der Kellermeister immer heimlich einen Teil aus den Lagerkammern ab, bevor die Lieferung auf Reisen ging, um ihn selbst zu verkaufen. Hinter dem Komplott kann noch beispielsweise der Subprior stehen, dem man meinetwegen ketzerische oder einfach nur geldgierige Beweggründe unterstellen kann. Beide sind bei Eintreffen der Schar natürlich aus sehr glaubwürdig scheinenden Gründen nicht anwesend und furchtbar weit weg (sie können gewarnt worden sein, dass eine Schar angefordert wurde)..

In diesem Jahr wurde aber nicht nur nach der Ernte ein Teil gestohlen, sondern auch schon davor.. Die bösen Jungs hatten sich die Angst der Leute zunutze gemacht, die von einem mysteriösen Traumsaatdämon erzählen, der seit dem Tod eines Monachen vor drei Jahren immer wieder die Gegend aus einem nahen Sumpfgebiet aus unsicher macht. (Man kann das als Aberglaube tarnen, mit dem die Bevölkerung auch nur zögerlich rausrückt. Auch werden sie ungern von dem Gerücht erzählen, dass besagter Monach nicht nur verschwand, sondern in diesem Sumpf umgebracht wurde... dann wird’s ne schöne Spukgeschichte.)
Jedenfalls hat man Teile der Felder morgens immer wieder „abgeerntet“ vorgefunden und diesen Sachverhalt dem Dämon in die Schuhe geschoben. Die Traumsaat gibt es zwar (für den Gabi der Gruppe, damit der auch was zu tun hat), aber tatsächlich haben flinke Helfer des bösen Subpriors die Felder nachts so geschickt abgeerntet, dass es nach Fraßspuren aussah.

Was den toten Monach angeht, da kann man die Engel noch herausfinden lassen, dass er in einem der umliegenden Dörfer eine Geliebte hatte, die nun nach seinem Tod Dokumente aufbewahrt, die der Mann verfasst hat, von denen niemand etwas weiß, zumal man davon ausgegangen war, dass der Monach des Schreibens gar nicht mächtig gewesen war. Die Frau hat natürlich auch Angst, die Schriften auszuhändigen (möglicherweise könnte das junge Kind der beiden die Engel als erstes ansprechen und sie neugierig machen..), sollte sie es aber tun, wird sich herausstellen, dass an der Geschichte mit dem Mord möglicherweise etwas dran ist, denn die Dokumente schildern, dass der Bruder schon seit längerem dunkle Machenschaften des Cellerars beobachtet (der ja unter Subpriors Einfluss steht, was aber keiner weiß..), was höchstwahrscheinlich auch zu seinem Tod führte. Damit kann man den Kellermeister nicht nur des Diebstahls sondern womöglich auch des Mordes überführen, was ein spektakuläres Urteil und eine noch spektakulärere Vollstreckung dessen nach sich ziehen könnte.

Insgesamt sollte man schauen, dass man die Engel so lange wie möglich im Dunkeln tappen lässt, also Informationen mit Bedacht und zum richtigen Zeitpunkt und über die richtigen Wege einstreut. Sonst ist zu schnell zu viel klar in dem Abenteuer.
Auch sollte man die tatsächliche Ahnungslosigkeit der Gottesdiener und der Bauern gut darstellen, dass möglichst lange die Traumsaat für den Übeltäter gehalten wird.

Ich habe hier bewusst gewisse Kleinigkeiten weggelassen, durch die der Plot erst richtig rund wird, sich spieltechnisch in die Länge ziehen lässt und keine Unstimmigkeiten mehr aufweist, aber hier appelliere ich an die eigene Kreativität des interessierten Erzählers. Wer dennoch Fragen, Anmerkungen oder Kritik hat, richte diese gerne an mich. :)

Skadi
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Beitrag von Skadi » 30.03.2007 - 14:04

Ich bin noch ganz neu bei Engel und bin deshalb noch nicht belesen genug, um die folgende Idee auszufüllen. Vielleicht fühlt sich ja ein anderer Spielleiter berufen...

Kurz vor der alljährlichen Engelweihe in Roma Aeterna findet man die Leichen ermordeter Kinder. Dieses unglaubliche Verbrechen soll von einer Schar schnellstmöglich aufgeklärt werden, auch um den Festakt nicht zu überschatten. Aber je mehr sie herausfinden, desto mehr verwickeln sie sich in Intrigen, die anscheinend bis in die Kirche selber reichen...

fragt mich nicht, was es damit auf sich hat! Vielleicht kann man da irgendwelche Geheimbünde einbauen. Ansonsten ratlos...Skadi

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Beitrag von Mael » 20.05.2007 - 16:08

Einen Plot denn meine Schar ganz schön beschäftigt hat:

Die Schar hat gerade eine Gruppe von Plünderen gestellt die in einer unwirklichen Gegend die kaum besiedelt ist (nähe von Kassel), die Plünderer hatten eine vielzahl von Artefakten ausgegraben und wollten sie gerade wegschaffen als die Schar und später dann ein Trupp Templer das verhindern konnten.
Eingetroffen in Kassel werden sie mit einen Brand in der Stadt konfrontiert wo es viele Opfer gab. Gleichzeitig wird der Raphaelit zeuge wie eine junge Begine aus einen der Türme gestürzt wird, er erkennt noch an den Armen Engelsähnliche Tätowierungen.
Erst als das Chaos ds Brandes sich legt, alle Verletzten soweit versorgt sind wird die Begine mit namen anna tod gefunden.

Die Schar stellt fest das sie nicht alleine hier sind, einen Tag vorher ist eine andere Engelsschar aus Prag eingetroffen. Meine Schar war Signum diese ist Scriptura alle samt. Der michaelit ist sehr arrogant und abweisend.
Sie geben nicht bekannt warum sie hier sind.

Bei den Nachforschungen stellen die Engel folgendes fest:
- die Begine war erst seit einigen Wochen hier, davor war sie in Prag, ihr geburtsort ist im Urielsland.
- sie war ausgebildete heilerin, sehr beliebt bei allen die sie kannten. Ein sonnenschein für jeden dem sie begnete.
- doch in keinen Kloster war sie länger als drei oder vier wochen.
- den engel werden Schriftstücke zugespielt die auf eine Geheimorganisation hingewiesen zeichen ein Auge.
- war ein Engel der Mörder? Hatte es etwas mit der anderen Scharzutun?
- Ein Templer flieht aus der Stadt, er trägt die selben Tätwoierungen von Engeln an seinen Unterarmen und auf der Schulter dieses Auge.
- er wird als Mörder (leider war der Gabrielit der schar schneller der mann starb bevor er antworten konnte) entlarvt.
- die Schar erfährt noch das Anna als Wunderheilerin einiges an aufsehen gesorgt hat und das sie Visionen hatte vom Tod gewisser Menschen.
- Sie war auf der Flucht weil sie den Tod von hochranigen Kirchendienern in Prag vorhergesehen hatte.

Die Schar fliegt weiter nach Prag um der Sache nachzugehen, natürlich mit einen offfizielen schreiben der äbtissin.
- dort können sie eine verschwörung aufdecken in der die Geheimloge verwickelt ist. Sie wollten durch gewisse Todesfälle ihre eigenen leute in position bringen.

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