[Regentropfen 3] In den Süden

Das Archiv aller fertig gespielten Gruppen
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Iliniel
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Beitrag von Iliniel » 17.05.2005 - 10:40

Iliniel schlenderte durch das Kloster auf den Raum zu, wo die Karten gelagern wurden. Sie begrüßte den Archivar und suchte sich erst einmal durch einen Stapel der Karten durch. Die Arbeit tat ihr gut und sie kam sich nicht nutzlos vor. Immer mehr Karten landeten auf ihrem Tisch und sie stöberte genüßlich.

Leider konnte sie kaum Karten von der anderen Seite finden ... eigentlich gar keine ... aber sie wurde von anderen schön gezeichneten Karten etwas abgelenkt.

Dann seufzte sie ... der Raum war etwas stickig und warm. Die Urielitin sah sich um und trat dann zu einem anderen Urieliten an den Tisch heran. "Salve. Ich bin Iliniel ... ich wollte dich fragen, ob du weißt, ob es hier auch Karten von jenseits der Brücke gibt ... wäre sehr wichtig."

"Sei gegrüßt Schwester." Seine Stimme war etwas leiser. "Ich sehe schon, dass du hier ständig herumsuchst ... es gibt auch Karten, aber nicht hier. Es gibt einen Raum, wo man nur mit einem Passwort hinkommt ... Dort kannst du dein Glück versuchen." Er flüsterte ihr noch ein Wort zu. Iliniel war sehr erstaunt ... warum gab es denn so einen Raum, wenn man doch so leicht Einsicht haben kann ... oder bekommen den nur Urieliten? Dann fragte sie sich, warum sie nicht gleich dorthin geführt worden war.

"Ich danke dir!" Mit einem Lächeln verabschiedete sie sich von dem Urieliten und ging wieder zum Archivar zurück. Im flüsterte sie dieses Passwort ein und er führts sie in einen kleineren noch stickigeren Raum.

Nach langer Suche fand sie hier eine brauchbare Karte. Sie prägte sich alles wichtigen Merkmale ein und studiert die Karte. Sie fand das Kloster ... das ja jetzt eingestürzt war und weiter Richtung Osten lag ein Dorf. Sie rechnete ca. eine halbe Stunde Flugzeit. Hinter dem Dorf gab es Berge ... sie fragte den Archivar hierzu genauer und dieser sagte, dass hier Kohle und Metall abgebaut wurden.

Sie bedankte sich höflich und ging wieder aus dem stickigen Kartenraum nach draußen, um hier nach ihrer Schar Ausschau zu halten.

Navarael
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Beitrag von Navarael » 29.05.2005 - 00:35

Sie gingen zusammen in die Cella zurück, wo Tauriel dem Raphaeliten die Tür aufhielt und sie nacheinander eintraten.
Es fielen wieder ein paar Worte zwischen ihnen, als sie allein waren.
Navarael wurde wieder einmal klar, das der Michaelit sich um diese Schar genauso Gedanken machte wie um ihre alte. Es war ein recht seltsames Gefühl... aber sie konnten auch ungestört in alten Erinnerungen schwelgen, bis der goldene Engel sich seinen Waffen und der Raphaelit sich seinen Verbandsmaterial zuwendeten. Für diesen Tag hatten sie genug Sentimentalitäten ausgetauscht, und die Pflicht rief sie wieder.
So würde Taímel sie vorfinden, wenn er den Raum betrat...

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Beitrag von Tauriel » 12.06.2005 - 20:44

Thesiel lief aus. Seine muskulöse Brust pumpte noch regelmässig und bald stand er breitbeinig auf der Plattform: atmend und ruhig.
Der Monach wartete noch einen Moment, bis er zu dem Todesengel trat und sich verneigte. "Thesiel, Kardinal Gideon Sidonia wünscht, dass du dich der Schar von Tauriel anschließt. Ich wurde geschickt, um dich zur Cella zu führen."
Thesiel blickte den Monach aus wachen Augen an. Der Monach trat von einem Bein aufs andere. Thesiels Miene blieb unbewegt.
Seine Blicke sorgten oft für diese Reaktion.
Thesiel nickte und drehte sich dem Monach zu. Er wartete, bis der Monach ihn führte.
Eiligen Schritte führte der Mensch den Engel hinab in den Bauch des trutzigen Kastells und klopfte schließlich an einer Tür.
Thesiel dachte während seines Wegs durch die Gänge und Fluchten des Kastells an all die Male, an denen er den Anführer einer Schar, der er zugeteilt wurde, traf.
Als der Monach an einer Tür klopfte, atmete Thesiel flach durch

Tauriel sah von seiner Klinge auf. Sein Blick fand zuerst kurz zu Navarael, musternd und prüfend, ehe er das dunkle Holz der Tür ansah.
"Herein?", war seine bereits tiefer werdende Stimme freundlich und offen zu vernehmen.
Der Raphaelit hielt inne, den Mull neu zu wickeln, und runzelte die Stirn.
Der Monach öffnete die Tür und verneigte sich. "Tauriel, dies ist Thesiel. Der Kardinal Gideon Sidonia wünscht, dass er euch auf eurer Mission unterstützt." Mit diesen Worten trat er beiseite und gewährte dem Todesengel Einlass.
Thesiel trat in die Cella und neigte den Kopf.
Einen kurzen Moment blinzelte der Michaelit verwirrt, ehe die blaugrünen Augen den Neuankömmling musterten und er eine Augenbraue hochzog, um sich dann zu fangen und den Gruß zu erwidern. Das zweite Nicken galt dem Monachen, dem er so den Dank und die Erlaubnis, zu gehen, signalisierte.
"So heiße ich dich in unserer Schar willkommen, Thesiel. Ich bin Tauriel und unser Raphaelit heißt Navarael." Damit wies er lächelnd auf den Heiler. Das Langschwert fand zurück in seine Lederscheide und der goldene Engel trat näher an den Streiter des Herren heran.
Unauffällig zog sich der Monach zurück und schloß die Tür.
Navarael legte das Verbandszeug wieder in die Tasche zurück und blieb erstmal sitzen. Sein Haar war nur provisorisch in einem ordenstypischen Dutt gebunden, der von zwei Ebenholznadeln gehalten wurde und neben seinem Schemel lagen auch zwei Kurzschwerter, die genauso wie die ganze Statur des Heilers darauf hinwiesen, dass er sich eben nicht nur mit dieser Rolle innerhalb der Schar zufrieden gab. Als Tauriel ihn vorstellte, neigte er leicht den Kopf zum Gruß und hob die Mundwinkel zu einem Lächeln, blieb aber stumm.
Thesiel kniete mit gesenktem Kopf vor dem Michaeliten nieder. Sein Atem ging unregelmässig und schwer.
Tauriel bekam große Augen und sah auf den Gabrieliten herunter, ehe er sich einen Moment auf die Unterlippe biss und etwas nervös goldblonde Locken aus dem ebenmäßigen Gesicht strich. "Thesiel... geht es dir nicht gut?", fragte er besorgt und ließ sich ebenfalls in die Hocke sinken, um dem schwarzen Engel wenigstens halbwegs ins Gesicht sehen zu können.
Navarael blinzelte und erhob sich dann doch, um hinter Tauriel zu treten und auf den Gabrieliten herab zu sehen. "Es ist in dieser Schar nicht Usus, sich vor dem Michaeliten zu verneigen, Thesiel.", erklärte er mit einer Stimme, die klang, als würde Honig über heiße Kohlen geschüttet. "Seine Autorität beruht auf Respekt, nicht auf Unterwerfung. Also steh auf."
Thesiel erhob sich langsam. Sein Muskelspiel war beeindruckend. Als er stand, blickte er zuerst Navarael, dann Tauriel mit ernstem Gesicht und aufrechtem Blick an. Dann nickte er beiden zu.

Sichtlich erleichtert folgte der blaugrüne Blick der Bewegung, musternd und einschätzend. Thesiel wäre wohl von beiden Gabrieliten der stärkere, ob Jussiel der gewandtere wäre? Mit einem Lächeln erhob auch er sich und nickte bekräftigend.
"Du bist eben vorhin auf der Flugplattform gelandet, als auch wir wieder zurückkamen, nicht wahr?", fragte er in freundschaftlichem Tonfall.
Kurz sah der weiße Engel zu Tauriel und trat dann wieder zurück, um sich auf seinen Schemel sinken zu lassen und seine Arbeit wieder aufzunehmen.
Thesiel nickte dem Michaeliten zu.
Der legte den Kopf schief, so dass unbeabsichtigterweise die goldblonden Locken erneut in sein Gesicht fielen und zur Hälfte die blaugrünen Augen verdeckten. "Hast du ebenso wie Jussiel ein Gelübde des Schweigens abgelegt?", fragte er leise und fast etwas bedauernd.
Navarael runzelte die Stirn, ließ sich aber ansonsten nicht anmerken, dass er dem 'Gespräch' noch folgte...
Thesiel öffnete den Mund, stark bemüht, den Blick in Tauriels Augen zu halten. "N-" machte der Todesengel. Dann entließ er die Luft aus seinen Lungen und schüttelte leicht den Kopf.
Unweigerlich biss sich Tauriel erneut auf die Unterlippe und schluckte, richtete sich wieder auf und nickte knapp. "Ich werde dich in die Seele der Schar aufnehmen, damit du mir davon berichten kannst. ... Bitte halte still und schließe die Augen." Er trat ganz nahe an den Streiter heran, bis sie nur noch ein knapper, halber Schritt trennte.
Thesiels Stottern hatte von einer Sekunde zur nächsten auch wieder offensichtlich Navaraels Aufmerksamkeit geweckt, aber er wartete geduldig... sich eine weiße Haarsträhne nachdenklich aus der Stirn schiebend.
Thesiel schloss die Augen.

Der Michaelit stimmte ein Gebet an, das diesmal vor allem Gott, Michael und Gabriel einschloss, sie pries und um ihren Beistand bat, ehe er die Hände anhob und die Fingerspitzen beider Hände behutsam an den Gesichtskonturen des Gabrieliten entlang auf dessen Haut legte. Kaum spürbar und doch fast kribbelnd präsent. Schweigen legte sich über den Raum und Tauriel musste nun tatsächlich viel geistige Konzentration aufwenden, um dieses Band auch noch zu knüpfen. Er spürte den beinahe erwarteten Kopfschmerz und das feine Brennen zwischen den Schläfen. Doch dann fand er Thesiels Geist, konnte ihn nach kurzem Justieren seiner Suche genauer orten und fassen. Bis seine Stimme ruhig und aufmunternd im Geiste des schwarzen Engels zu vernehmen war: *Salve, Thesiel, fratere in animae.*
Navarael lächelte leicht in Thesiels Richtung. "Willkommen in der Schar, Bruder." murmelte er und lehnte die Arme auf die Knie auf.
Thesiel fühlte sich willkommen. Er hatte gehofft, dass es so sein würde, aber in einigen Scharen, denen er zugeteilt worden war, war seine Aufnahme in die Engelsgruppe mehr eine Form- denn eine Herzenssache gewesen.
Er ließ seinen Geist entspannt an den seines Michaeliten lehnen und sprach in Gedanken ein *Ich danke Gott und Dir für die Aufnahme in Deine Schar.*
Tauriel lächelte warm und ließ langsam seine Hände wieder sinken. "So sei es. Willkommen in dieser Schar. Mögen all unsere weiteren Wege von Erfolg und Gelingen begleitet werden. Amen."
Dann trat er wieder einen Schritt zurück - ein respektvoller, aber keineswegs abweisender Abstand.

Ehe ein leises Lachen über sein weichen Lippen perlte. "Fühl dich hier von nun an also wie ...hm... in deiner Cella.", meinte er grinsend und sah dann grübelnd und den Finger an die Lippen legend zur Tür. "Wo die anderen wohl bleiben? Ich werde sie am besten rufen, dass wir alle die Schargemeinschaft nun noch mit einem gemeinsamen Gebet besiegeln können..."
"Warte noch einen Moment." Der Heiler erhob sich langsam. "Thesiel, dein Stottern... was hat es damit auf sich?"
Thesiel blickte Navarael an. Dann, ganz langsam, schüttelte er den Kopf. "N-n-n-iiich-ch-t, b-b-b-bitt-t-t-e." Er rang um jede Silbe.
Beruhigend und beschwichtigend legte Tauriel ihm eine Hand auf die Schulter. "Shhh... quäle dich nicht, wenn du nicht reden willst. Du kannst uns alles nun auch im Geiste berichten, Thesiel. Es wäre nur sehr hilfreich, wenn wir um deine Stärken und Schwächen wüssten."
Navarael nickte Tauriel zu. "Er hat recht. Es wird niemand darauf bestehen, dass du dich laut äußerst, allerdings... kann ich dir vielleicht helfen, wenn du damit einverstanden bist, ein bis zwei Stunden am Tag mit mir zu üben. In Gratianopel haben Ordensbrüder vor kurzem eine spezielle Atemtechnik entwickelt, die sehr gut anschlägt... Aber es würde Arbeit und Zeit bedeuten, die du vielleicht lieber in dein Training stecken möchtest. Es ist nur ein Angebot, das ich dir nicht verschweigen möchte."
Thesiel blickte Navarael an und schwieg.

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Beitrag von Iliniel » 16.06.2005 - 07:01

ILiniel genoss nach den Stunden im Kartenraum die Sonne im Klosterhof. Sie hatte zuerst damit gerechnet, hier ihre Schar vorzufinden, aber dann machte sie sich auf den Weg zur Cella. Ob Navarael schon etwas für ihren Blätterersatz zusammengemixt hatte? Sie wurde langsam etwas müde ...

Gedankenverloren erreichte sie die Cella und trat ein. Sie blinzelte kurz. Ein fremder Gabrielit war ebenfalls hier. Also haben sie noch mehr schlagkräftige Unterstützung bekommen.

Ihre Stimme klang ruhig und freundlich, als sie den Todesengel begrüßte. "Sei gegrüßt. Mein Name ist Iliniel." Sie lächelte kurz. Anscheinend hatte sie gerade mit ihrem Eintreffen ein Gespräch unterbrochen. Rasch setzte sie sich auf einen freien Hocker. Sie würde später berichten, was sie im Kartenraum erfahren hatte.

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Beitrag von Tauriel » 16.06.2005 - 09:41

"Oh, Iliniel, gut, dass du kommst." Tauriel lächelte die Urielitin regelrecht fröhlich an. Es schien, als habe sich der etwas trübsinnige Schleier nun endlich vollends gehoben, der um ihn gelegen hatte.
"Das ist Thesiel. Er wird uns neben Jussiel bei unserem Auftrag unterstützen.", stellte er fürsorglich das schweigsame, neue Scharmitglied vor.
"Hast du Taímel gesehen? Ich frage mich, wo er bleibt..." In der Stimme schwang etwas Sorge mit, ehe er doch wieder grinste. "Ich hoffe, du warst bei deiner Suche erfolgreich. ... Aber das besprechen wir lieber erst, wenn alle da sind."
Und so suchte Tauriel im Geiste seinen Scharbruder.
*Taímel, wo bist du? Hast du etwas herausfinden können?*

Dhashir
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Beitrag von Dhashir » 21.06.2005 - 17:31

Thesiel stand nur da. Ruhig. Bemüht, nur wenig Gefühlsregungen zu zeigen. Darin war er recht gut. Nicht gut genug, wie er fand. Aber für eine erste Begegnung mit neuen Scharmitglieder sollte es ausreichen...

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Beitrag von jaina » 22.06.2005 - 10:22

Nur kurz nach dem Iliniel den Raum betreten hatte schwang die Cellatür erneut auf und Taímel trat in den Raum.
Natürlich hatte er die Frage seines Michaeliten im Geiste vernommen - und noch jetzt ärgerte er sich über seine Schwäche, ob des unvermuteten Eindringens in seinen Kopf zusammen gezuckt zu sein.
Warum hatte er sich immer noch nicht besser unter kontrolle? Gefühle verrieten Schwäche, nur Wissen war Macht.

Die Tatsache, dass ein unbekannter Gabrielit in ihrer Cella war nahm der Bewahrer des Wissens stillschweigend zur Kenntnis. Tauriel würde ihn hoffentlich über alles informieren und der RAmielit war viel zu hochmütig um einem jungen, unbekannten und - wie er in seinem Hochmut dachte - wahrscheinlich auch unerfahrenem Schlächter auch nur die geringste Geste des Willkommens zu schenken.
Statt dessen begab er sich zum nächstgelegenen Meditationshocker und kniete sich hin.
Etwas Entspannung wäre jetzt wirklich nicht schlecht. Dann warf er einen kurzen Satz in den Raum: "Keine Informationen Tauriel."
Der Scharführer würde schon wissen, was damit gemeint war. Und Taímel war nicht gewillt, sein Unwissend arüber, was Dashiel zugestoßen war öffentlich zu verbreiten.

Dann widmete er sich seiner Meditation - obwohl seine Ohren immer noch versuchten, jedes Geräusch und vorallem jedes Wort auf zu nehmen...

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Beitrag von Tauriel » 22.06.2005 - 12:52

Tauriel nickte dem Ramieliten mit einem fast erleichtert wirkenden Lächeln zu, als er eintrat.

"Thesiel, das ist Taímel, unser Bruder vom Orden Jeremiels.", stellte er erneut vor und wandte sich dann warm lächelnd an den Bewahrer des Wissens, dessen androgyne Gestalt nicht mit Sicherheit erkennen ließ, welches Geschlecht er wirklich hatte.
"Danke für deine Mühen, Taímel."
Bis der goldene Engel doch zu allen sprach.
"Ich würde gerne noch ein gemeinsames Gebet sprechen und die Nacht über im Kreis der Schar meditieren. Daher bitte ich euch, nun hier zu bleiben. Hat noch jemand Hunger?"

Und genau diese Absicht übermittelte Tauriel auch Jussiel auf dem Gedankenwege, fragte ihn, wie lange er noch brauchen würde.

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Beitrag von Cutter » 22.06.2005 - 12:59

Die Sonne ging langsam in den Fluten des Mitelmeeres unter und die Patroullie neigte sich dem Ende, sodass Jussiel, die Worte seine Michealiten hören konnte und ihm übermittelte, dass es wohl noch dauern würde, bis die Sonne komplett untergegangen sei. Desweiteren konnte er die Frage nach dem Hunger beijaen, denn die Gabrieliten legten ein demtsprechendes Tempo an den Tag, kein wunder das Jussiel mit kknurrendem Magen wieder im Kloster ankommen würde.

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Beitrag von Tauriel » 22.06.2005 - 18:44

Tauriel musste unweigerlich grinsen, als er diese Nachricht Jussiels vernahm.
Und da ein gemeinsames Abendessen auch den Scharverband weiter fördern würde, ging er selbst zur Tür und öffnete sie, um sich nach einem Monachen oder einer Begine umzusehen.
Letztere fand er auch und stellte innerlich breit grinsend fest, dass es sich um dieselbe handelte, die er schon einmal beinahe angerempelt hatte.
So trat er freundlich lächelnd an sie heran.

"Verzeih bitte. Wäre es dir möglich, meiner Schar zum Sonnenuntergang das Abendessen in die Cella zu bringen?", fragte er höflich, ehe er noch schnell eine wohl wichtige Information nachschob: "Wir sind mittlerweile sechs Engel."

Sie lächelte leicht rot werdend und nickte. "Ich werde mich darum kümmern." Damit verschwand sie schnell, scheinbar froh darum, ihm nicht weiter in die funkelnden, blaugrünen Augen sehen zu müssen.

Mit einem Grinsen betrat Tauriel die Cella erneut und verkündete die frohe Botschaft, um sich dann den Rest der Zeit ruhig und sichtlich gut gelaunt seiner Waffenpflege zu widmen.

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Beitrag von Cutter » 22.06.2005 - 23:38

So zeronn die Zeit dahin und mit jedem weiteren Strich auf den Waffen der Engel wurden die Waffen blanker und blanker und mit jedem weiteren Strich, neigte sich die Sonne mehr und mehr bis sie entgültig in den Fluten versank und ein letzter Lichtstrahl die Hoffnung in Menschen wie Engel pflanzte, dass der Eine diese Nacht seine schützende Hand, vor allen Gefahren des Herrn der Fliegen, über sie hielt.

Stumm verabschiedeten sich die drei Gabrieliten auf der nun von der Nässe der kühlen Nacht vollgesogenen Holzplanken der Flugplattform.
Eine Umarmung. Ein Schlag auf die Schulter.
Es war nicht viel an Gestig, doch war sie umso wertvoller in dieser auserlesenen Runde, in der Gesten mehr bedeutenen als Worte.

Ob sie sich wiedersehen würden, wußte keiner, doch dass war auch nicht wichtig. Denn sie waren wahre Brüder. Im Geist und durch Gabriel verbunden und somit waren sie Eins.

Leise Schritte hallten in den Gängen des Klosters wieder, als der Gabrielit die Tür zur Cella öffnete und seinen Blick über seine Geschwister schweifen ließ, ehe er selbst, wortlos wie immer hineinging.

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Beitrag von Navarael » 23.06.2005 - 10:14

Navarael wirkte nachdenklich, und obwohl er alles wahrgenommen hatte war sein Blick öfters über Iliniel gestreift, während er die Verbandssachen weiter sortiert hatte.
Was er dringend benötigte hatte er heute im Lazarett geholt, aber das wichtigste hatte er dort nicht bekommen und auch draußen nicht finden können... Grüntau, diese kleine, unscheinbare Pflanze welche die Urielitin in einem Zustand halten sollte, in dem sie ihre Alpträume nicht plagen konnten.
*Tauriel, ich werde nach dem Essen mit Iliniel kurz alleine sprechen. Nicht das du dich wunderst...* ließ er seinen Michaeliten wissen und konzentrierte sich bis das Essen und Jussiel eingetroffen waren wieder auf seine Arbeit.

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Beitrag von Tauriel » 24.06.2005 - 09:53

Der goldene Engel nickte - bestätigend und grüßend gleichermaßen.

*Gut, Navarael. Ich kann mir denken, um was es geht.*

Währenddessen strich der Blick aus blau-grünen Augen ganz automatisch von dem Heiler zu der Urielitin und zurück.
Dann wandte Tauriel sich an die gesamte Schar und lächelte freundlich und aufmunternd.

"Da wir nun endlich wieder vollzählig sind, dabei aber gleich zwei neue Schargeschwister in unserer Mitte begrüßen dürfen, würde ich gerne neben dem Essen eine kleine Besprechung ansetzen, um das bisher Geschehene, sowie den Auftrag an sich rekapitulieren und neue Erkenntnisse anzubringen zu können." Dabei nickte er der Hüterin der Wege und Taímel zu, ehe er den beiden Gabrieliten ein Lächeln schenkte.
"Zunächst einmal möchte ich aber vor allem Jussiel und Thesiel willkommen heißen, die uns nun als Vertreter Gabriels auf Erden begleiten werden und Dashiels Platz einnehmen, der nun wieder aller lasten und Bürden entledigt bei Gott weilt." Der Michaelit verneigte sich leicht in Richtung der beiden Streiter des Herren.

Schließlich ließ er sich neben dem niedrigen Tisch auf dem Boden nieder und winkte auch die anderen heran, um das Essen zu beginnen.
"Taímel, bitte fasse doch noch einmal alles zusammen, was bisher geschehen ist.", bat er mit einem freundlichen Lächeln den Ramieliten, der ja bekanntlich nie etwas vergaß, während seine schlanke Hand nach einem Reisbällchen griff.

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