Tormentum Malorum - Inplay

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Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 24.02.2005 - 21:16

Kentariel guckte zu, wie Jussiel hantierte.
Der Ferramenser schien bestens zurechtzukommen, obwohl er mit Verletzungen sonst nie etwas zu tun hatte.

Manuel würde auch ein paar Narben davonbehalten. Schaden konnte es nicht. Nicht ihm. Sein Ego würde dadurch garantier keinen Knacks bekommen. Andere Michaeliten waren an sowas verzweifelt. Manuel würde damit zurechtkommen.
Es wurde nur Zeit, dass er erwachte.

"Was ist mit dem Kampf? Wir sollten eingreifen. Lassen wir Manuel hier in der Schleuse, bis er sich erholt hat. Wenn wir nicht schnell handeln, ist da drüben Niemand mehr übrig um ihm zu helfen." Kentariel deutete auf die Schleuse.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 25.02.2005 - 14:23

Das 7. Arkanum: der Schöpfer - Umgekehrte Bedeutung: Niederlage, Mißerfolg, Zusammenbruch, Rache

Was auch immer sich in dem Fläschchen befand, es wirkte. Und wie.
Manuel verzog unwillig den Mund und seine Augenlieder flackerten.
Obwohl er noch nichts wirklich sehen konnte fühlte er den kalten Steinboden, den dumpfen Schmerz in seinem Fuß, das schmervolle Pochen in seinem Kopf und das Brennen in den Unterarmen mehr als deutlich. Aber das war nicht so schlimm, das waren nur Schmerzen, die war er gewohnt.
Viel schlimmer war das Gefühl, welches Jussiels Knie an seinem Kopf und seine Hand an seiner Schulter erzeugte. Wie sehr er es hasste. Schmerz konnte er abschalten und wenn er sich beherrschte dann konnte er sogar den Ekel vor der Berührung bekämpfen, aber in diesem Augenblick kam beides zusammen und Manuel wollte in seinem vernebelten Zustand nur eines: Rache. Wofrü, das wusste er nicht genau. Die Erklärung war zwar in einem Kopf, aber er wollte sie überhaupt nicht wissen.
Manuel presste die Lippen zu einem dünnen, verkrampften Strich zusammen und drückte die Augenlieder so stark aufeinander dass es weh tat.

Jussiels sämtliche Härchen an seinem Körper richteten sich auf und die Kontaktflächen zu dem Michaeliten kribbelten. In der ersten Sekunde war es fast noch angenehm, aber als Manuel seine Zähne fletschte und sich die soeben angesammelte Energie in einem Schlag entlud, verlor sich das Gefühl und wich etwas anderem. Mit der Elektrizität* sprang Schmerz auf den fürsorglichen Todesengel über und für die umstehenden Gabrieliten musste es so aussehen, als ob Jussiel aus der Hocke zwei Meter nach hinten sprang - nur dass er eben nicht kontrolliert landete sondern mehr oder weniger nach hinten umkippte.

Manuel sah sich noch kurz erschrocken um - bisher war er gar nicht recht bei Bewusstsein gewesen - bevor sein Kopf auf den harten Boden krachte und er schmerzhaft aufstöhnte.
_____
*Die Hand Gottes

Cutter
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Beitrag von Cutter » 25.02.2005 - 14:47

Vor Schreck und Wut riss Jussiel seine Augen weit auf, als er mehr oder minder nach hinten Sprang und unsanft auf dem Boden landete und direkt neben ihm das Fläschchen mit einem leisen plink landete.

Schmerz durchdrang seine Hand und sein Knie.
Jussiel blieb erst einmal sitzen und schaute Manuel weiterhin mit weit aufgerissenen Augen an.

Doch nach kurzer Zeit verebbte auch dieser Gefühlsausbruch aus Schreck und Wut.
Die Gesichtzüge des Gabrieliten glätteten sich und er nahm mit der schmerzenden Hand das Fläschchen auf, dass zum Glück nchit zerbrochen war.
Sorgfältig packte er es wieder ein und schloss daraufhin seine Augen.

Ruhe kehrte in den Gabrieliten ein und ein warmes Gefühl stieg in ihm auf und der Schmerz verebbte ebenso leicht wied er gekommen war. *

Jussiel schlug die Augen wieder auf und schaute wieder auf Manuel mit einer Mischung aus Vorwurf und Missachtung.
Er hatte verdammt nochmal doch nur seine Pflicht getan und wurde nun so von seinem Michealiten entlohnt.
Jetzt wurde Jussiel zum ersten Mal klar, was so viele weniger reine Gabrielten über ihre Scharführer dachten...doch auch diese Missachtung musste Jussiel in sich ausmerzen.

*Baum des Lebens

Timikael
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Beitrag von Timikael » 26.02.2005 - 14:22

"Was war dass denn jetz?"
Mikael war wohl die einzige hier deren Mundwerk an Aktivität in etwa ebensoviel zu verbuchen hatte wie ihr Schwert.

Naja, es hatte ja auch komisch gewirkt, Jussiels entarteter.. Sprung.

Die Gabrielitisch Blickte skeptisch auf ihren Ordensgenossen und dann auf den wiedererwachten Michaeliten.
Hatte sie sich getäuscht oder war das nicht von ihm ausgegangen? Als hätte er Jussiel ohne sich zu bewegen weggeschlagen. Seiner Mimik nach zu urteilen hatte es bis eben zumindest so gewirkt, doch nun war sie wieder so ausdruckslos wie eh und jeh...
Timikael kannte diese Schar einfach nicht gut genug um das was gerade vorgefallen war besser deuten zu können.

Dafür konnte sie ziemlich gut deuten, dass das, was Kentariel gemeint hatte bald in erfüllen gehen würde wenn sie sich nicht bald auf der anderen seite des zweiten Tores befinden und kämpfen würden.

"Komm auf die Beine Manu, die Traumsaat da drüben wird kaum warten bis hier ein Raphaelit vorbeigeflattert kommt."
Sie deutete mit dem Kopf in Richtung der verschlossenen Stahlflügel.
"Ich schiebe auch gern an der Mitte."
Dort würde - was auch immer sie auf der anderen Seite erwartete - wohl zuerst angreifen können, noch bevor das Tor vollständig geöffnet sein würde.

Varcanel
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Beitrag von Varcanel » 26.02.2005 - 17:29

Da sich scheinbar niemand für das interessierte was er sagte - zugegeben er hatte auch mehr zu sich selbst gesprochen - siegte die Neugier über seine Vernunft. Und da Manuel noch immer nicht wirklich wieder voll bei Sinnen war, gab es auch niemanden, der ihn davon abhielt, als er sich langsam auf den Seitengang zu bewegte.
Die Blutspur führte tatsächlich dort hinein und was auch immer dort drinnen verschwunden war, musste da auch noch irgendwo sein.
War es nicht seine Aufgabe sicher zu stellen, dass ihr Rücken frei gehalten wurde? Und vielleicht konnte man auch hier entlang in den nächsten Raum gelangen. Dann müssten sie zumindest nicht so umständlich das nächste Schott öffnen...das war zugegebenermaßen auch nicht der beste Weg in einen Kampf einzugreifen.

Kleine Lichtquellen in Bodennähe ließen zumindest wage die Wände erkennen. Verdammt, wäre doch nur Siriel hier! Aber sie würde ihn nie wieder begleiten auf seinen Streifzügen...

Mit zusammen gebissenen Zähnen schob er sich weiter in den engen Gang hinein und lauschte in die Dunkelheit. War da nicht leiser Kampfeslärm vor ihm?
Langsam verschwammen die Umrisse seiner dunkelbraunen Flügel mit der Schwärze um ihn herum und er ließ den Schleusenraum hinter sich...

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 27.02.2005 - 00:08

"Varcanel, geh nich zu weit... warte auf uns... aber sieh, ob der Gang in den Raum da hinter den Türen führt... wir kommen gleich nach."

Kentariel wandte sich zu den Anderen um. "Ich geh mit ihm, einer sollte hier bleiben, bis Manuel wieder einsatzfähig ist... wir sehen was wir noch tun können" zischte er. Das Geschrei hinter den Stahltüren war merklich lauter geworden. Entweder waren die Männer dort drin in höchster Not, oder der Kampf fand direkt hinter dem Stahlschott statt. Wahrschienlich beides.

Ohne weiter abzuwarten hatte Kentariel einfach das Kommando ergriffen.
"Timikael, komm schon!" mit den Worten eilte er mit gezogenem Schwert hinter Varcanel her.

Varcanel
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Beitrag von Varcanel » 27.02.2005 - 16:19

Es hätte der Aufforderung seitens Kentariels nicht bedurft nachzusehen wohin der Gang führte. Doch Varcanel war ohnehin schon zu weit vorgedrungen, um ihn noch zu hören. Der Kampflärm drang mittlerweile so laut durch den engen Gang, das er den Ruf seines Scharbruders übertönte.

Der Gang gabelte sich nach einigen Metern, nach links zweigte ein weiterer Gang ab, der aber durch ein schweres Schott verschlossen werden konnte.
Nach kurzem Überlegen wurde dem Todesengel klar, wie der Mechanismus wohl funktionierte. Mit einem kräftigen Ruck zog er die schwere Metalltür zu, die dabei über den dreckigen Boden schrammte.
Nachdem sie mit einem dumpfen Geräusch geschlossen war und er das rostige Rad bis zum Anschlag gedreht hatte, nickte er zufrieden. Hier würde keine Traumsaat mehr durch kommen.

In diesem Moment bemerkte er aber auch einen menschengroßen Schatten, der sich an ihn heran schlich, doch ehe er seine Waffe entflammt hatte erkannte er Kentariels vernarbte Züge. Wenige Augenblicke danach tauchte Mikael hinter ihm auf. Sie hatte ebenfalls ihr Flammenschwert in der Hand.

Varcanel deutete den Gang entlang, durch den der Kampflärm eindeutig lauter an sie heran drang. Es klang allerdings eher so, als würden die Morloks in diesem Gefecht unterliegen, immer wieder ertönten menschliche Schmerzensschreie. Doch so eilig es war, ohne Michaeliten wäre ein kurze Besprechung für ein effektives und geplantes Vorgehen unvermeidlich.
"Wie gehen wir vor? Das klingt nicht so, als wäre das nur ein Dämon da drinnen..."

das 9. arkanum: der monach, Aufrechte Bedeutung: Weisheit

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 03.03.2005 - 08:59

Kenatriel deutete auf die Tür, die vor ihnen auftauchte.
Wahrscheinlich kam man von dort ebenfalls in den Raum in dem gekämpft wurde.
"Wir wissen nicht wie`s da drin aussieht, aber es hört sich groß an. Wenn wir können, fächern wir uns auf und versuchen das Viechzeug einzukreisen, vielleicht wenn die Morlocks nicht ganz blöde sind, helfen sie. Wir sollten auf jeden Fall versuchen, diesen Ausgang zu verteidigen, vielleicht müssen wir uns zurückziehen. Einer sollte also in der Nähe dieser Tür bleiben!" raunte er.
Er sah die Tür aufmerksam an, aber es schien eine ganz normale, wenngleich auch eiserne Tür zu sein.

Er trat nach links zur Seite und öffnete mit einem Ruck die schwere Tür und die Todesengel hatten den Blick frei auf eineng roßen Raum.
Fackeln erleuchteten ihn, oder nein, es waren Lampen. Öllampen oder Kerzen hinter Glas, mehr konnte er gerade nicht sagen.

Außerdem waren hier auch riesige Öfen und Schmiedefeuer, die immer noch rot glühende Kohle in sich hatten.
Bild
An der Tür, hinter der Schleusenraum liegen musste, hatten sich 7 oder 8 Gestalten zusammengeschart, die sich verzweifelt gegen mindestens 5 oder 6 Traumsaatkreaturen erwehrten, die den Kreis um die Morlocks bereits geschlossen hatten.

Die Gabrieliten befanden sich etwa 20 Meter entfernt vom Geschehen und die Traumsaat hatte noch nicht bemertk, dass sie da waren.

Am Boden der Halle lagen auf den ersten Blick geschätzt bereits die gleiche Anzahl Morlocks reglos da.
Für sie kam jede Hilfe zu spät.
Die Kreaturen, die gerade auf die in dunkle Umhäge und Klmaotten gehüllten Morlocks eindrangen, waren hässliche Tausendfüßlerartige Wesen. Jedes mindestens so lang wie ein Mensch und wie es aussah, äußerst gut gepanzert..
Bild

Manuel
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Beitrag von Manuel » 03.03.2005 - 13:59

Nach einem kurzen Moment konnte er sich wieder bewegen und richtete langsam seinen Oberkörper auf. Er musste seine Hände zu Hilfe nehmen.
In seinem Kopf fühlte sich alles so laut an, dass er glaubte sein Schädel würde unter dem Druck einfach zerplatzen. Die Gedanken schrieen sich gegenseitig über den Haufen.
Es war beinahe unmöglich sich, wenn auch nur für kurze Zeit, zu konzentrieren. Beinahe.

Übergangslos verebbte das Chaos in Manuels Kopf und eine Innere Ruhe kehrte ein. Der Michaelit blinzelte mehrmals und schaute sich verwirrt um. Es war kaum Licht vorhanden.
Trotzdem konnte er den provisorischen Verband an seinem linken Fuß erkennen. Dumpfer Schmerz ging davon aus und er konnte seine Zehen nicht spüren. Seine Handgelenke schmerzten furchtbar und ließen sich nur sehr mühselig Bewegen - es wirkte abgehackt. Abschürfungen und mehrere Prellungen kamen noch hinzu und unter dem zweiten Verband, welcher seinen Kopf einhüllte, vermutete Manuel die Ursache dafür, dass sein Kopf wie eine große Glocke vibrierte. Hastig zog er die Hand wieder weg und blinzelte zu Jussiel. Wo waren die anderen?

"D.. Entschuldige." murmelte Manuel leise. Wie üblich schwang kaum eine Emotion in seiner Stimme mit - obwohl es dieses mal eher an der göttlichen Macht lag als an Manuel selbst.
Dass sich Jussiel um ihn gekümmert hatte und die anderen einfach weitergezogen waren, darüber wollte er erst später nachdenken. Im Moment erschien es nur logisch, andere Gedanken ließ seine innere Ruhe im Moment nicht zu.

<<< Wo... seid ihr? >>> fragte Manuel und versuchte aufzustehen. Es fiel ihm sehr schwer und der Michaelit schwankte. Er konnte kaum das Gleichgewicht halten - was war nur los? Hatte ihn die Tür so hart getroffen?
Fragend schaute er zu Jussiel - als ob der eine Antwort auf seine gedachten Fragen hätte. Er sprach ja nicht einmal.

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Beitrag von Cutter » 03.03.2005 - 14:07

Jussiel war froh ,dass Manuel sich nun hochrappelt, das Gefühl, der Verachtung war verebbt und auch Jussiel richtete sich emotionslos auf und fuhr sich durch die nun offenen kurzen Haare, die nicht mehr von einem Tuch verdeckt wurden.

<<<Du wurdest von der Tür getroffen und warst bewußtlos. Zwei Zehen hast du dabei eingebüßt. Ich habe die Stellen abgebunden und meinen Rock als provisorisches Verbandszeug benutzt. Mein Tuch, sollte deinen Kopf kühlen und die Blutung stillen. Ich konnte dich nur mit einer raphaelitischen Tinktur wieder ins Leben zurück holen.>>>

Es war für Jussiel ein wichtigerr kurzer Bericht, damit Manuel wußte, was ihm wiederfahren war....aber was würden sie nun tun? So konnte Manuel nicht weiter kämpfen. Es war zu gefährlich.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 03.03.2005 - 17:33

<<gegen Traumsaat kämpfen.. hier sind 5 oder mehr von den Biestern, kann sich ja nicht Jeder niederlegen!>>kam es von Kentariel zurück.
Allerdings sehr leise und abgehackt, als würde irgendetwas ihre Komunikation stören.
Was für eine blöde Frage war das gewesen. Jussiel war doch bei ihm. Sollte er doch den Ferramenser fragen.

Mit einem Handzeichen deutete Kentariel an, dass Timikael und Varcanel ruhig vorgehen konnten.

Timikael
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Beitrag von Timikael » 07.03.2005 - 20:36

Mikael grinste Kentariel breit auf dessen Kommentar an, dass er bei ihr nur noch äußerst gedämpft ankam, das war für sie nichts neues. Nicht selten traten in ihrem Kopf Schmerzen in den Vordergrund und ließen Mächte nur eine unbedeutendere Nebenrolle spielen.

Nachdem sie mit Varcanel kurz die jeweilige Seite abgeklärt hatte, entzündete sie ihr Flammenschwert und machte sich an die Arbeit.

Varcanel
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Beitrag von Varcanel » 10.03.2005 - 02:27

Anstatt sich Gedanken um den verletzten Michaeliten zu machen, tat Varcanel was er am Besten konnte: Kämpfen.
Nach drei schnellen Schritten schwang er sich mit ausgebreiteten Flügeln in die Luft - glücklicherweise war die Halle so riesig, dass selbst er hier ohne große Schwiergkeiten fliegen konnte. Zumindest sollte es nicht schlimmer werden als im letzten Kampf.

Während Mikael recht direkt auf die Traumsaat zusteuerte, stieg er zunächst in die Höhe. Aus dem Halbdunkel vor ihm tauchten immer wieder schwarze Stahlträger auf, so dass er sich alle Mühe geben musste nicht an einem hängen zu bleiben. Dennoch entflammte er sein Schwert noch immer nicht, auch wenn er dadurch besser gesehen hätte.

Dann aber hatte er sein Ziel erreicht. In einer weiten Kurve umflog er noch einen riesigen Kessel, in dem rötliches Metall blubberte. Und befand sich damit hinter und über der Traumsaat und den Morloks.
Mikael hatten sie mittlerweile bemerkt. Das wenig verwunderlich. Nun, wenn sie dachten, dass der Angriff nur aus ihrer Richtung erfolgen würden, hätten sie sich getäuscht...

Mit einem kalten Lächeln auf den Lippen ließ er sich in die Tiefe fallen.

Mit dir erstürmen wir Wälle, mit dir überspringen wir Mauern, beseelt von deinem Zorn!
Ein Kribbeln breitete sich auf seinem Körper breit, als die übermenschliche Kraft Gottes durch ihn strömte.

Drei, Zwei, Eins...
Zischend loderte seine flammende Seele auf. Er war nur noch einen Flügelschlag vom ersten Dämon entfernt.
Seine Klinge sauste auf den Rücken der ersten Bestie - und verursachte nicht mehr als einen Kratzer in deren Panzer. Das erschrockene Gesicht eines Morloks tauchte vor ihm auf, war aber sogleich wieder vorbei.

<<<Verdammt! Passt auf, von oben ist ihnen nicht beizukommen!>>>
Während dieser Worte hatte er den nächsten passiert und ihm im Vorbeiflug die meisten Beine der rechten Seite abgetrennt. Schreiend und geifernd wand sich die Kreatur auf dem Boden.

Wirf deine Schrecken auf die Frevler, oh flammender Engel des Todes!
Dieses Mal war es ein wohlplatzierter Hieb und der nächte der grotesken Würmer verlor sein Haupt.

Dann war er vorbei, mit einem kräftigen Flügelschlag gewann er an Höhe und schoss knapp über Mikael hinweg, die ihrerseits blutige Ernte unter den Feinden der Schöpfung hielt.
Varcanel nutzte seinen eigenen Schwung um wieder empor zu steigen. Am höchsten Punkt ließ er sich über den linken Flügel kippen und suchte sich ein Ziel für den nächsten Angriff.

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