Tormentum Malorum - Inplay

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Manuel
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Beitrag von Manuel » 12.03.2005 - 18:15

Was? Seine Schar hatte sich aufgeteilt? Während er außer Gefecht war trotteten drei von vier Todesengeln einfach kampfesgeil weiter?
Das durfte doch nicht wahr sein!
Niederlegen nannte Kentariel das.
Der Tadel würde auf später verschoben werden müssen, wie es schien war der Kampf in vollem Gange. Immerhin hörte Manuel ja alles mit was die Gabrieliten über die Seele der Schar austauschten.

"Jussiel, geh zu den anderen. Hilf ihnen. Ich komme gleich nach..." er benutzte nicht viele Worte. Noch immer tänzelten Sterne vor seinen Augen und das Atmen fiel ihm schwer.
Manuel hoffte, dass der Ferramenser gehorchte und humpelte selbst langsam in die Richtung los, in welcher der Kampf stattfinden musste. Da die Tür noch verschlossen war, fragte sich der Michaelit wie die Gabrieliten da hinein gekommen waren. Hatten sie sich etwa eingeschlossen?
Fragend schaute er zu Jussiel.
Zuletzt geändert von Manuel am 18.03.2005 - 17:23, insgesamt 1-mal geändert.

Cutter
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Beitrag von Cutter » 13.03.2005 - 12:28

Jussiel nickte und ging dann in Richtung des großen gähnenden Loches, in dass er die anderen Todesengel verschwinden sehen hatte.
Der Todesengel blickte zu Manuel.
<<<Sie sind da durch gegangen.>>>
Der Todesengel schritt in die Dunkelheit hinein und nach einigen Metern, konnte er den Kampfeslärm ganz deutlich vernehmen.
Seine Seele hatte Jussiel bereits blank gezogen, doch noch nicht entzündet.
Ihm missfiel zu sehr der Gedanke, dass hier noch Traumsaat auf sie lauern und in ihren Rücken fallen könnte, denn schließlich waren auch die Morlocks diesem erlegen gewesen.
<<<Hier zweigt der Gang ab. Zur linken sehe ich ein Schott und der Kampfeslärm wird stärker. Zur rechten führt der Gang weiter in den Berg hinein...Ich sehe das Risiko, Traumsaat durch den Lärm heran zu locken, die uns dann in den Rücken fallen könnte.>>>
Gab Jussiel, diese Informationen an seinen Michealit weiter, der einige Meter hinter ihm her humpelte.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 18.03.2005 - 17:28

Ah, so war das... <<<Nun geh schon, hilf den anderen.>>> scheuchte Manuel den Gabrieliten. Manuel bückte sich etwas kraftlos nach der zu Boden gestürzten Lampe. Die Dinger waren sehr robust konstruiert und die Apparatur hatte nur ein paar Beulen davongetragen.

Die Schmerzen fuhren so glühend heiß in seine Glieder, dass er sich in gebückter Haltung hielt bis Jussiel aus seinem Blickfeld gegangen war. So mussten die Gabrieliten ihn wahrlich nicht sehen.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 19.03.2005 - 17:03

Kentariel hatte an der Tür gewartet, damit ihnen niemand den Weg zurück abschnitt und damit ihnen keine Traumsata in den Rücken fiel, jetzt aber, als Jussiel ankam, war das nicht mehr nötig.

Kebtariel war kein solch begnadeter Flieger wie Varcanel, als dass er sich getraut hätte zwischen den ganzen Maschinen, Rohren und Streben zu fliegen.
Aber er musste eh nicht weit.
Das nächste der Monster war gleich vor ihm und hatte sich von der Gruppe an der Stahltür abgewandt um die Engel 'gebührend' zu empfangen.

Während die Menschen beim Stahlschott bereits mit dem Rücken zu Wand standen und ihnen Varcanel udn Timikael gerade wirklich im letzten Augenblick zur Hilfe kamen, hatten Jussiel und Kentariel mit den Viechern zu tun, die jetzt erstaunlich schnell auf sie zuschossen.

Ein seltsames Geräusch ertönte, als Kentariel direkt vor dem Hundertfüßler angekommen war. Ein tiefes brummendes Dröhnen, das in seinen Ohren kaum schmerzte, aber dafür um so mehr in seinem Kopf.
Benommen schüttelte er sich und riss sein entflammtes Schwert hoch...

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 03.04.2005 - 19:08

Einige Minuten später legte sich Stille über die Halle, nur das gleichmäßige Keuchen von mehreren Personen war zu hören.
Manche stöhnten wohl auch.

Aber von den Tausendfüßlern rührte sich nichts mehr.
Kentariel wischte sich etwas Blut aus dem Gesicht und ließ sien Schwert einen Augenblick brennen, solange bis nichts ekliges mehr daran klebte.
Dann erlosch die heilige Flamme und der Gabrielit wartete einige weitere Momente, bis das Metall abgekühlt war.
Erneut wischte er sich keuchend Blut aus dem Gesicht. Er wusste nicht genau was da blutete, aber es fühlte sich nicht sonderlich schlimm an.

Da Manuel offenbar wohlauf und auf den Beinen war überließ er es ihm zu den Morlocks zu gehen, diese standen oder kauerten an der Tür und sahen mit einer Mischung aus Neugierde, Furcht und durchaus auch Ablehung aber auch Bewunderung zu den Engeln hinüber.
Auf den hässlichen Gesichtern war aber vor Allem eines zu sehen: Erleichterung.

Die, die noch stehen konnten, kümmerten sich auch um zwei ihrer Kammeraden, die am Boden hockten und auch verletzt schienen.
Kentariel wischte sich ein weiteres Mal Blut aus dem Auge und humpelte dann zu Timikael hinüber.

Eigentlich hatte er nur eine kleine Platzwunde an der Stirn, aber dass ihm Blut ins Auge rann, war wirklich ärgerlich.
Verflucht, wie war das Biest denn da durch "Golem" durchgekommen?

"Timikael... kannst du das stoppen?" raunte er ihr zu. "es nervt"

Manuel
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Beitrag von Manuel » 05.04.2005 - 10:53

Als es Manuel endlich in die Halle geschafft hatte, war das meiste vorbei. Varcanel machte gerade noch einer Traumsaatkreatur den Gar aus, Kentariel betastete verärgert eine Wunde und die anderen standen schwer atmend herum.
Er blinzelte mühsam und versuchte, seine Haltung zu straffen, was ihm auch beinahe gelang. Eine Rüge lag ihm auf der Zunge, aber es schien nicht angemessen. Wenn sie länger gewartet hätten, dann wäre der Schaden nur noch größer gewesen. Manuel schluckte sie hinunter und verzog das Gesicht, weil sie so bitter schmeckte.

<<< Gut gemacht. >>> kommentierte er statt dessen. <<< Ich will eine ordnungsgemäße Meldung. >>> Gabrieliten lernten das immerhin fast als erstes. Wenn eine Aufgabe abgeschlossen war, gab man den Verlauf den anderen bekannt damit jeder im Bilde war.
Darüber, dass er selbst dieses mal nicht gekämpft hatte und sehr geschwächt war, verlor er kein Wort. Das war richtig so. Die schwäche des Anführers stand nicht zur Debatte - schon gar nicht vor einem Haufen Gabrieliten.

Die Welt um ihn herum drehte sich noch immer leicht als er mit gespielt sicheren, stolzen Schritten auf die Morlocks zuging, welche an der Tür kauerten. Nun ja, so stolz man eben gehen konnte wenn man humpeln musste.
"Pax." sprach er mit seiner ernsten Stimme, die kalt von den Wänden wiederhallte und völlig im Gegensatz zum Inhalt des gesagten stand, hätte er nicht die Hände gehoben und die Handflächen nach außen gedreht. Manuel empfand nur Verachtung für diese Wesen.
"Wir sind auf Wunsch eures Diadochen hier um die Traumsaat zu vernichten. Nehmt eure Verwundeten, lasst die Toten liegen und verschwindet. Wir sind hier noch nicht fertig. Du da, wohin führen diese Tunnel?" Er hatte sich denjenigen herausgepickt, der am gesündesten aussah.
Latein sprachen sie gewiss nicht, also hatte er Common verwendet. Nur die örtliche Sprache war so völlig verschieden von dem was sonst in Europa gesprochen wurde, dass es äußerst fraglich war ob sie ihn verstehen konnten.

Die Kreaturen, welche sich gar nicht so sehr von der Traumsaat unterschieden wie Manuel für sich entschied, blickten ihn verwirrt an und wechselten hektisch einige Worte in ihrer Unsprache bevor sie ihn wieder anglotzten.
<<< Ich glaube nicht, dass sie mich verstehen. Wir sollten sie hier lassen und weitermachen. Wenn die Informationen des Fras richtig sind, müssten wir irgendwann unter die Stadt gelangen. Von dort aus können wir dann Aufsteigen. Der Diadoch wird jetzt so oder so erfahren, dass wir uns Zugang zu seinem Tunnelsystem verschafft haben. >>>

Timikael
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Beitrag von Timikael » 08.04.2005 - 17:24

Mikael schnappte sich den blutenden Kentariel auf dessen Bitte hin am Nacken und zog seinen Kopf so zu sich, dass sie die Wunde im schlechten Licht der zugestellten Halle besser sehen konnte.
Denn jetzt, da die Flammenschwerter erloschen wahren schien es plötzlich um vieles dunkler, wie so oft wenn man das geschah.

"Schöne Chose," murmelte sie leise und kramte mit Blick auf Kentariels aufgeplatzte Stirn. "Jetz werd ich schon zum Raphaelit degradiert."

Die Gabrielitin zog eine Verbandsrolle aus ihrer breiten Gürteltasche und riss davon ein Stück ab. Der Stoff roch auf eine penetrante Weise nach den Mitteln die die Engel des Raphael oft benutzten, doch das ging im Gemisch der unangenehmen Gerüche von Traumsaatkadavern und allem was hier kreuchte fast unter.
Als sie ihn Kentariel fest auf die Stirn drückte brannte er auch auf die selbe penetrante Art in der Wunde.

"Wenigstens hab ich auch das Zeug dabei und muß mir nicht den Rock zerfetzen." sprach sie grinsend und leise um den Rapport der mental gerade an Manuel ging nicht zu unterbrechen.

"Halt das mal ein bisschen. Wenns nicht aufhört - ich hab noch Zeug zum nähen." fügte sie hinzu und schien garnicht zu bemerken dass sie ebenfalls aus mehreren Wunden blutete und ihr die Haut fetzenartig von der Schulter hing.

Mit vagem Interesse blickte sie halb zu Manuels Gespräch mit den Versuchten auf Common das gerade seinen Anfang nahm.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 08.04.2005 - 20:52

* Mehrere Traumsaaten getötet, ich bin verletzt, aber einsatzfähig,* meldete Kenatriel gehorsam an Manuel.

"Danke auch... es reicht wenn mir kein Blut ins Aug läuft." murmelte er zu Timikael.
Das Flimmern vor seinen Augen würde sicher auch bald weggehen.
"Du blutest übrigens!"

Einer der hässlichen Leute trat schließlich vor.
Er sprach mit einem ebenso entstellten Mund, wie auch der Rest seines Körpers entstellt war, aber dafür redete er seltsamerweise beinahe akzentfreies Latein.
Es klang seltsam, gestelzt und abgehackt. Und er schien für jedes Wort mehrmals zu überlegen... ganz wie jemand, der niemals Latein sprach sondern - nur las.
Einige Worte, die er nicht wusste, sprach er einfach auf Common, so dass Manuel durchaus Mühe hatte, das Latein-Common Gemisch zu durchschauen.

"Wir danken euch vielmals.
Wir stehen in eurer Schuld." sprach der Mann. Die Anderen schinen nicht zu verstehen, was er redete.
"Diese Gänge dort - führen zur Stadt. Diese Gänge dort hinaus zum Berkwerk.
Dort draußen, vor jener Tür befindet sich ein Gang zu den Slums." deutete er um sich.
"Bis zu dieser Tür ist nun... alles sicher. Die Traumsaat befindet sich nun außerhalb der Werkstätten. Aber sie kann über die Tunnel zu den Slums gelangen." gestikulierte der Mann. Der Kerl war wirklich hässlich.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 12.04.2005 - 19:56

Den Gabrieliten zu befehlen, sich davon zu überzeugen, dass alle Traumsaatkreaturen in der Halle tot waren, wäre die reinste Zeitverschwendung. Sie kannten ihre Aufgabe.

Manuel verzog das Gesicht, als der Morlock nach vorn humpelte und ihn ansprach - ob vor Schmerz oder Abscheu, das war nicht zu erkennen.
Mit einer beiläufigen Handbewegung gab er dem Kerl zu verstehen, dass er verstanden hatte. Die Slums waren geräumt, es bestand keine Gefahr, dass dort Menschen zu schaden kamen.
Er würde den Männern des Diadochen empfehlen, die Tunneleingänge zu verbarrikadieren. Auch wenn sich in den Slums keine Bewohner mehr befanden - diese waren ja alle hinter die Stadtmauern gerufen worden - Traumsaat die direkt an den wuchtigen Mauern Pleskaus aus der Erde quoll, wollte sicher auch niemand haben.

<<< Wir sind dann hier fertig. Diese Tür schließt die Werkstätten von den Gängen zum Bergwerk ab, die Traumsaat hat von dieser Seite keine Möglichkeit mehr in die Stadt zu gelangen. Genau dorthin wollen wir jetzt zurückkehren. >>> beschloss der Michaelit, machte jedoch keinerlei Anstalten seinen Plan sogleich umzusetzen.
Er musste erst einmal verschnaufen. Schwaches Fleisch...

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 30.04.2005 - 08:09

Timikael reagiert nicht auf sein "Du blutest übrigens" sondern zuckte nur mit den Schultern.
Jeder blutete - mit Ausnahme von Jussiel.
Jussiel hatte den Eingang gesichert, durch den wohl die Morlocks gekommen sein mussten.

Von dort wehte dem Gabrieliten ein warmer, nach Eisen riechender Wind entgegen.
Die feine Nase des Engels erkannte aber nicht nur den Geruch von heißem Metall, sondern auch den von Blut, Furcht, Schweiß und... auch Krankheit, den der Wind mit sich brachte.

Die Morlocks packten zusammen und zwei von ihnen hantierten kurz darauf mit schwerem Gerät in der nähe des Schotts herum.
Ein blaues Feuer glühte an der Spitze des zischenden Dinges und die Männer schienen damit irgendwie am Rahmen der verschlossenen Türe herumzubrennen.

Die Gabrieliten erkannten was die Morlocks da taten. Und sie wussten auch was sie da für einen Apperatus hatten.
Offenbar versuchten die Gestalten die Tür zuzuschweißen.


Die Anderen der seltsamen Männer - und womöglich Frauen - packten ihre Verletzten und zogen ab, wobei sie einen respektvollen Bogen um Jussiel machten und dem Gabrieliten zunickten.


"Wir gehen zurück in die Unterstadt. Ihr mögt uns begleiten?" fragte der hässliche Kerl, dessen vernarbtes Gesicht noch ekliger anzusehen war, als das von Kentariel, den Michaeliten.

Der Mann grinste schräg, und warf dem Gabrieliten hinter Manuel immer wieder belustigte Blicke zu.
Offenbar amüsierte es ihn, dass auch Engel nicht alle gutaussehend, unversehrt und rein waren, sondern ihre eigenen 'Morlocks' hatten.

Kentariel indes war es ins Gesicht geschrieben, dass er sich unwohl fühlte.
Irgendetwas schien ihm hier ganz und gar nicht zu behagen.


Manuel, der nun Gelegenheit hatte, der Kreatur so nah gegenüber zu stehen, erkannte, dass der Mann vor ihm zwar einen zerlumpten Umhang trug, der auch noch blutig war, unter diesem allerdings hatte der Mensch einen schwarzen Overall, mit eingenähten Schutzteilen und Gelenkschützern an.
Die Rüstung hatte sicher einiges abgehalten.

Der Mann roch nach Blut und auch ein wenig nach Schweiß, aber seltsamerweise stank er nicht, wie Manuel erwartet hatte.
Er war hässlich, aber keineswegs so dämonisch, wie man erwartet hatte.
Der Mann war durch und durch ein Mensch, zwar entstellt und mit Verwachsungen auf der narbigen Haut, aber ganz anders als ein Versuchter, die nur zu oft mehr mit Traumsaat gemein hatten, als mit Menschen.


Auch die anderen Morlocks wirkten unter ihren Umhängen gut organisiert und ausgerüstet. Soviel konnte zumindest Jussiel erkennen, als sie an ihm vorbeihumpelten und liefen.

Einer der Männer schlug mit einem Schraubenschlüssel gegen ein Rohr, und das Klopfen wurde von irgendwoher beantwortet, so dass es dumpf in der Halle wiederhallte. Der Mensch hielt inne, sagte etwas in kehligen Lauten zu seinen Kammeraden und kehrte dann um.
Dann begann der Mann, der als einziger noch außer den Schweißern und dem Anführer hier verweilte, die toten Morlocks aufzuheben und nebeneinander zu legen.
Sein Gesicht war unrasiert und mit einem etwas struppigen Dreitagebart bedeckt, doch schien er keine einzige Narbe oder Entstellung zu haben.

Wäre er gewaschen und rasiert gewesen, hätte er genausogit ein Templer sein können. Er war kräftig gebaut und hatte einen grimmigen Blick, aber er war keinesfalls hässlich.
Als er jedoch zupackte und einen seiner ehemaligen und nun toten Kammeraden packte und unter einem Kadaver der Traumsaatdämonen hervorzerrte, sah man, dass einer seiner Arme gar kein Arm war.
Was sich da bewegte war ein Konstrukt aus Metall. Ein Apparatus, der wie ein Arm gebaut war, aus schwarzen und metallenen Dingen und sich mit einem leisen Geräusch bewegte, während der Mann die Toten weiter zusammensuchte.

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Beitrag von Cutter » 02.05.2005 - 14:21

Der Gabrielit rümpfte die Nase, als er an dem Eingang zu den Werkstätten Stellung genommen hatte.
Nicht nur dass diese Morlocks hässlich waren, sie trugen den Geruch von Furcht, Tod und Krankheit mit sich.

Einfach wiederlich.
Wenn die Traumsaat sie nicht getötet hätte, hätte es sicherlich eine von IHM geschickte Krankheit getan um diese Gesocks auszumerzen...

Als die restlichen Morlocks mit ihren Verwundeten, an Jussiel vorbeiziehen wollten, machte der Gabrielit einen Schritt zur Seite um um nun fast den ganzen Gang auszufüllen.
Er würde die Morlocks nicht gehen lassen, ehe Manuel nicht darüber entschied ob sie gehen durften oder nicht..

<<Die Morlocks wollen sich mit ihren Toten zurückziehen. Passieren lassen oder nicht?>>

Timikael
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Beitrag von Timikael » 10.05.2005 - 17:25

Mikael hatte mittlerweile die ein oder andere, nervende Blutung an ihrem Körper gestillt und ignorierte einfach was momentan nicht hundertprozentig funktionierte.
Mehr Aufmerksamkeit schenkte sie dem allgemeinen Geschehen.

"Interessiert eigentlich irgendwem dass wir hier gerade nen Rudel Ketzer gerettet haben?" fragte sie, ohne sich darum zu scheren ob sie noch jemand außerhalb der Schar verstand. "Ich meine, klar, ich hab in dieser Stadt auch nicht nur Gläubige erwartet die sich vor uns auf den Boden legen, aber hey, hat jemand den Arm von dem Typ da vorhin gesehen?"

Die Gabrielitin wußte nicht was sie von den Techniken dieser Kreaturen, von denen sie gut verstehen konnte dass man sie nicht 'Menschen', sondern Morlocks nannte, halten sollte.
Die Gesichter der Morlocks mochten auf den ersten Blick so unansehnlich wirken, wie die der alten Templer die viele Schlachten gesehen und auf denen sich jede einzelne davon verewigt hatte, jedoch das wirklich erschreckende schien sich unterhalb dieser hässlichen Oberfläche abzuspielen.

Mikael interessierte sich gewöhnlich nicht für Schönheit oder Hässlichkeit; und auch für Ketzerei war ihr Interesse in den letzten Jahren geschwunden, bis er sich nur noch auf das beschränkte, was das Pflichtbewusstsein einem vorschrieb. Jedoch was man hier sehen konnte wenn man nur genau genug hinsah.... ihre Nackenhaare stellten sich aus purem Widerwillen dagegen, all diese Gegenstände in Händen solcher Leute zu wissen. Sie wollte sich garnicht erst vorstellen, was sich hier unten noch so alles befinden mochte. Bei dem Eindruck, den die Morlocks auf den zweiten Blick machten konnte das alles mögliche sein.

"Ich weiß ja nich, aber ich kann mich erinnern dass Körperteile gewöhnlich nicht aus Metall sind und das war garantiert kein Rüstteil was der da hatte."
Sie schauderte als eine unangenehme, von stechendem Kopfschmerz begleitete, Erinnerung sie überkam.
"Das letzte mal als ich was ähnliches gesehen hab, hat's mich danach angegriffen..." fügte sie hinzu, behielt den Rest aber lieber für sich. Man mußte nicht alles Erzählen. Erst recht nicht DAS.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 10.05.2005 - 18:14

<<< Passieren lassen. Wir folgen ihnen. >>> das hatte er doch gerade schon einmal gesagt, oder täuschte er sich?
<<< Und keiner fasst sie an! Auch wenn sie noch so viele Abartigkeiten an ihren Leibern verbergen. Sie sind Alliierte - zumindest Momentan. Vielen dank für die Ausführungen Timikael. >>> schärfte er seiner Schar noch einmal ein. Wenn man schon alles doppelt sagen musste, dann lieber auch die wichtigen Stellen.

Natürlich waren die Kerle Ketzer, das hätte jeder frisch geweihte Raphaelit erkannt! Wenn Em Susat allerdings befahl, dass Manuel tun sollte was Abrik verlangte, dann tat er genau das. Nichts anderes. Und Abrik hatte sie als Verbündete des Diadochen eingestuft.
Im Grunde genommen waren sie doch alle nur Werkzeuge. Unwillkürlich musste Manuel an Jussiel denken. Ob der Ferramenser eigentlich nachdachte, so wie er das tat? Oder war er wirklich nur ein tumber Befehlsempfänger?

Ohne ein einziges mal zu blinzeln hielt Manuel dem Blick des verkrüppelten Menschen stand.
"Wir begleiten euch, ja. Bring uns zu der Stelle, an der wir unter dem Marktplatz nach oben gelangen." Der Michaelit bat nicht, er befahl.
Langsam und bedacht führte er seine Waffe zurück in die Lederscheide an seiner Seite.
"Gehen wir." kommandierte er mit lauter Stimme und hieß den Anführer der Verkrüppelten vorangehen.
Am liebsten hätte er sich hingesetzt, aber er würde mit eiserner Miene mithalten. Nicht humpeln und nicht weich auftreten. Manuel wollte weder vor sich, seiner Schar oder dern Morlocks Schwäche zeigen.

Langsam setzte sich der Tross durch die Katakomben Pleskaus in Bewegung.

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