Tormentum Malorum - Inplay

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Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 11.05.2005 - 05:51

Einige der Morlocks hatten Jussiel feindseelig angestiert, als dieser ihnen den Weg versperrt hattre, für einen Augenblick hatte es so ausgesehen, als würden sie nicht zulassen, in ihrem Reich von irgendetwas aufgehalten zu werden, aber ein Blick ihres Chefs genügte.
Als schließlich Manuel ebenfalls befahl sie durchzulassen, entspannte sich die Meute, ehe es zu einer Eskalation kommen konnte.
Dennoch hatte Jussiel gespürt, dass diese Männer nicht einemal fürchteten einem Engel gegenüberzutreten.
Sie fürchteten ihn, aber sie waren jederzeit bereit zu sterben.

Nur in den Augen von zweien, die Jussiel als die Jüngsten einschätzte, flackerte Furcht.
Der Rest des Haufens war längst darüber hinaus.


Kentariel starrte finster zurück zu dem hässlichen Anführer. Dessen Grinsen machte ihn wütend.
Der Gabrielit wusste, warum der Mann grinste. Und für seine Dreistigkeit hätte er ihm am liebsten die Mundwinkel verbreitert.
Grummelnd ging er hinter den anderen Engeln und dem hässlichen Haufen her.

Tunnel, Gänge und zwei weitere größere Hallen folgten. In allen war es erstaunlich warm, überall lagerten Dinge, Werkzeuge, Maschinen und Fässer, vieles davon wirkte so, als sei es hergeschafft worden, als man die Tunnel Richtung Stahlwerk evakuiert hatte. Vieles davon war gut verschlossen und sicher weggepackt, als rechneten die Morlocks damit sich eventuell noch weiter zurückzuziehen.

Immer wieder, je näher sie den Wohnquartieren kamen, sehen sie andere Morlocks die Türen verstärkten, schweißten, Gerätschaften bauten. Ganz so, als richte man sich auf eine Belagerung ein.

Die meisten der Kreaturen sahen neugierig her, als der Anführer die Gruppe Engel mitten durch ihre Wohnquartiere führte.
Zwischen Maschinen und Werkezug hingen hier Hängematten, standen Kochtöpfe und reichten Ofenrohre in die Decke, die seit einigen Minuten nicht mehr aus Stein, sondern aus Metall war, genau wie Wände und Türen.

Rohre schien es überall zu geben, manche für Abluft, manche für Zuluft, denn erstaunlicherweise stank es hier unten kaum, man roch zwar, dass Menschen hier lebten, dass geschwitzt wurde aber schlimmer als in einer Stadt roch es nicht.
Im Gegenteil. Der Gestank nach Fäkalien fehlte.
Wahrscheinlich leiteten die Rohre auch Abwasser davon. Selbst wer nichts davon verstand, erkannte dass das Chaos hier unten in Wirklichkeit gut organisiert war, Frischwasser, sowie Toiletten schien ebenso vorhanden, wie Frischluft, die in einem warmen, aber metallisch schmeckendne Luftzug durch die eisernen Gänge wehte.

Es gab hier sogar Kinder.
Der Anblick der kleinen und bereits ebenso entstellten oder verkrüppelten Geschöpfe, brachte Kentariel dazu, seine eiserne Miene aus Abscheu abzulegen.
Stattdessen wirkte er nun eher betroffen, als eine Gruppe von Kleinen Gestalten, die alle kaum älter als 6 oder 7 sein konnten, in einem Seitengang auftauchten und sie neugierig anstierten.
Es waren ganz normale Kinder.
Manche von ihnen waren zu bleich, andere hatten Gliedmaßen, die nicht zu ihrem ansonsten unversehrten Körper passen wollten und ein oder zwei hatten hässliche Auswüchse oder Narben im Gesicht, aber viel schlimmer war, dass sie die Engel mit der gleichen Freude und kindlichen Neugier bestaunten, wie es normale Kinder in einem normalen Dorf getan hätten.

Die Erwachsenen in den Gängen starrten ebenfalls, doch bei einigen von ihnen konnten die Engel offene Ablehnung erkennen, bei Anderen allerdings war es mehr Neugieride, und bei einigen wenigen auch Furcht.
Wären die Engel alleine hier herunter gekommen, wären die Reaktionen sicher anders ausgefallen, doch in Begleitung anderer Morlocks stellten die Engel offenbar keine Gefahr dar und so griff niemand zu einer Waffe, kein Stein flog, und Niemand sagte etwas.

Nur der Anführer ihre Gruppe wechselte einige Male ein paar scharfe Worte mit Leuten, doch niemand behinderte ihren Weg, der sie schließlich über einige Treppen und Leitern zu einem Schacht führte.

Der Morlock deutete nach oben.
"Der Schacht endet da. Marktplatz ist gleich daneben. Oben stehen Wachen des Diadochen... " erklärte er in seinem grässlichen Common und grinste dann Manuel an.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 11.05.2005 - 20:05

Ohne inne zu halten ging Manuel an dem Mann vorüber. Er ignorierte ihn einfach, genau so wie alle anderen hier unten. Das einzige was diese Brut seiner Ansicht nach von Engeln zu sehen bekommen sollte waren blank gezogene Waffen und reinigende Mächte.
Sie taten so als seien sie normal. Dabei verbrachten sie ihr Leben unter der Erde statt darauf. Sie umgaben sich mit Metall und benutzten komplizierte Technik. Sahen sie denn nicht, dass der Herr ihre Sünden schon mit entstellten Körpern bestrafte? Sogar ihre Kinder wurden unrein geboren.

Mit breite, stabilen Lastenaufzügen konnten größere Lasten zum Marktplatz oder herunter transportiert werden, doch Manuel wäre nicht im Traum eingefallen, eine der Konstruktionen zu benutzen. Selbst wenn sie mit Muskelkraft betrieben wurden wie die Himmelsleitern in seinem Heimathimmel, aber viel wahrscheinlicher war, dass sie über irgendeine andere Antreibsmethode verfügten. Und die war bestimmt ebenso wenig göttlich wie die Muskelkraft dieser Verseuchten!
Es gab schließlich auch Leitern.

Manuel fand heraus, dass man diese Dinger mit einem verbundenen Fuß allerdings nicht seht gut benutzen konnte. Er musste höllisch aufpassen nicht mit der Fußspitze gegen eine der Sprossen zu stoßen.

Die Pleskauer Wachen schauten nicht schlecht als fünf Engel aus den Katakomben der Unterstadt auf den früh morgendlichen Marktplatz krabbelten. ließen sie aber natürlich passieren. Sie wussten bescheid, so wie alle in der Stadt. Die Angeliten waren Freunde. Zumindest im Moment. Natürlich würde Alexander in den nächsten Minuten erfahren, dass Engel in der Unterstadt gewesen waren, aber das spielte ohnehin keine große Rolle.

Dem Herrn sei Dank war noch kaum Betrieb auf dem Platz.
Fast gegenüber lag der Ramieliskonvent, welchen die Schar nun ansteuerte. Endlich keine Mauern mehr die einen einschränkten, das Gefieder hatte wieder Platz.

Völlig verdreckt, blutend und abgekämpft kehrte die Todesschar zurück. Der Michaelit gab seine Gabrieliten frei, sie sollten sich waschen und ausruhen - er selbst würde vorher noch dem Fra berichten müssen.
Leicht humpelnd verschwand er in dem Gang, an dessen Ende das Arbeitszimmer von Abrik lag.

Varcanel
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Beitrag von Varcanel » 12.05.2005 - 04:09

Varcanel betrachtete das unterirdische Treiben mit einer Mischung aus Neugier und Abscheu. Doch je weiter sie kamen, umso mehr siegte die Faszination. Als sie die Kinder erreichten, die sie mit großen Augen anstarrten, wie es nur kleine Kinder können, musste er sich bereits durch stumme Gebete und Litaneien daran erinnern wer diese Kreaturen waren und viel wichtiger - wer er wer.

Dennoch kletterte er als letzter aus dem Schacht nach oben, einen letzten Blick war er hinab in die Unterstadt, dann wandte er sich den grauen Wolken zu, die am Himmel über der Stadt hingen.
Genussvoll streckte er die Flügel ein wenig, zog die frische Luft an der Oberfläche ein - und hätte am liebsten gleich wieder ausgespuckt. Die Stadt stank! Eine entsetzliche Mischung aus Unrat, Fäkalien und Dingen die er nicht einmal benennen konnte, stieg ihm in die Nase.
Das musste man den Morloks zumindest lassen, sauber war ihre Heimstatt wundersamerweise. Nein, nicht wundersamerweise, wie sollten sie etwas mit Wundern zu tun haben?
Er wollte seinen Gedanken eben aussprechen, verkniff es sich aber gerade noch als sein Blick über den Ferramenser neben ihm glitt. Jussiel hätte sicherlich kein Verständnis für solche Gedanken...

Timikael
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Beitrag von Timikael » 12.05.2005 - 13:17

Im Konvent angekommen, legte Mikael lieblos ihr Schwert in der improvisierten Cella ab. Man hätte auch wegwerfen dazu sagen können, jedoch interessierte man sich beim wegwerfen zumeist wenigstens noch dafür wo das weggeworfene landete.
Timikael hingegen interessierte es nicht, wo das Flammenschwert landete oder was ihre Ordensbrüder darüber denken mochten.
Das Teil konnte man später in Ordnung bringen. Außerdem: Kaputt ging an dem Dingl sowieso so schnell nichts, vorher bekam die Wand Dellen und der Fußboden Scharten.

Sie bat Jussiel um Hilfe mit der Schulterplatte, denn der komplex umgelegte Riemen mit dem die Platte gehalten wurde, hatte sich an der anderen Schulter tief in die Fleischwunde gefressen, woran ihn der spärliche Verband den Mikael dort angebracht hatte kaum gehindert hatte.

"Danke Juss..Ahhn!" stöhnte sie mit zusammengebissenen Zähnen, als sich der blutbesudelte Riemen aus der Haut löste. Man konnte das Schlüsselbein sehen.
Etwas plötzlich wurde sie sich ihrer Schmerzen bewusst und beinahe wäre sie etwas ins Wanken geraten.
"Mein Schädel fühlt sich an wie Matsch.." murmelte sie und lies ihre Schulterplatte wo sie gelandet war. Ihrer Stimme schien es ein wenig am üblichen Elan zu fehlen. "Kann mir bitte mit der Schulter wer helfen?"

Entfernt erinnerte sie sich daran dass Fra Abrik etwas von Wasserknappheit in der Stadt oder etwas derartiges erzählt hatte - ordentlich waschen schien wohl nicht drin zu sein...

Varcanel
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Beitrag von Varcanel » 12.05.2005 - 21:55

Varcanel war ähnlich enthusiastisch wie Mikael in die Cella getrottet. Allzu schwer hatte er sich glücklicherweise nicht verletzt. Ein paar Kratzer und einige Federn verloren an der rechten Schwinge. Nichts wovon er in zwei Tagen noch viel merken würde...

Dass er seine Scharschwester anstarrte merkte er erst, als Mikael nach Hilfe fragte. Tatsächlich hatte er seinen Blick nicht von ihr gelassen die ganze Zeit während sie sich mit ihrer Ausrüstung abmühte. Und ein leichtes Lächeln hatte sich auf seine Lippen geschlichen, während er sie beobachtete.
Als er es bemerkte biss er sich auf die Lippe, drehte sich Timikaels Blick ausweichend in Richtung Tür und murmelte noch ein leises "Bin eben mal unten..." und verließ den Raum dann eilig.

Draußen kaute er immer noch nervös auf der Lippe, während er die Treppe hinab eilte. Was machst du hier eigentlich? Ja, sicher magst du sie. Aber es hat einfach keinen Sinn...sie werden auch sterben. Wie alle...

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 12.05.2005 - 22:11

Kentariel legte seine eigene Ausrüstung sorgfältig zur Seite und verzog mehr als einmal das Gesicht.
Aber er würde es aushalten. Wie immer.
Es würde wegheilen.
Und danach würde er nicht hässlicher sein, als sowieso schon.

"Komm her... ich mach das... " Mit den Worten schraubte er seine Wasserflasche auf und griff sich das Verbandszeug der Gabrielitin.

"Halt still... oh, sieht aus, als sollte ich das nähen, setzt dich da rüber... das krieg ich schon zusammen!" verkündete er mit einem bissigen Grinsen.

Cutter
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Beitrag von Cutter » 13.05.2005 - 14:11

Der Feramenser wieder mal, der einzige der Gabrieliten, der dessen Rock zwar mit Blut besudelt war, der sich aber um keine einzige Wunde scheren musste.

So half er Timikael bei ihrer Schulterplatte und löste sie ehe Kentariel sich daran machte ihre Wunde zu versorgen.
Der Gabrielit setzte sich auf einen der Hocker und schaute zuerst Kentariel und Timikael zu, ehe er an sich selbst herunterschaute und die abgerissenen Stellen seinens Rockes inspizierte.

Wie von einer unsichtbaren Kraft gelenkt stand der Gabrielit nach kurzer Zeit auf und verließ die Cella wortlos mit all seinem Hab und Gut.
Er brauchte entweder einen neuen Ordensrock oder wenigstens etwas Stoff um es selbst zu nähen.

Timikael
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Beitrag von Timikael » 15.05.2005 - 00:17

Mit zusammengebissenen Zähnen ertrug Mikael die Nadel die Kentariel immerwieder durch ihre Hautschichten stach.
Unruhig zuckte sie immer wieder - es war ein unangenehmer Schmerz, besonders wenn der steife Faden durch ihr Fleisch glitt und an ihrer Haut zerrte um sie wieder zusammen zu fügen.

"Sei doch vorsichtig!" fauchte sie leise, wohlwissend, dass es kaum Möglich war jemanden auf angenehmere Weise zusammenzuflicken, wenn man kein Raphaelit war.

"Ich fühle mich zum kotzen." meinte sie schließlich - ein wenig gepresst - als Jussiel den Raum verließ. Ihren Kopf hatte sie zur Seite geneigt, so dass Kentariel ihre Schulter besser bearbeiten konnte.
"Mein Schädel zerbirst gleich und der Rest,.." Sie zog die Luft schwarf ein als der narbige Gabrielit mit der Nadel eine besonders empfindliche Stelle traf.
"...das da unten..." fuhr sie dann nach einem Moment fort und blickte abschätzend zu Kentariel. "Das war echt mal widerlich. Dass es sowas überhaupt geben kann... die ganze Technik, das Zeug... Scheiß Ketzer... das gehört alles in Brand gesteckt..."

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 15.05.2005 - 13:46

Vorsichtig nähte er fertig, so gut er konnte. Er hatte es unzählige Male vorher getan.
Es würde eine hässliche Narbe geben.

"Du bist oft gezeichnet worden Schwester. Du hast viele Kämpfe ausgefochten und beinahe mit dem Leben bezahlt. Du kannst stolz auf dich sein." meinte er leise.

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Beitrag von Timikael » 15.05.2005 - 14:05

Die Gabrielitin wußte nicht so ganz wie sie darauf reagieren sollte und genau das drückte ihr Gesicht aus.

"Is das jetzt ein Kompliment?"

Vorsichtig bewegte sie den Arm um zu sehen ob die Nähte halten würden - alles schien soweit in Ordnung zu sein, davon abgesehen dass es sich anfühlte als beiße ihr etwas sehr energisches in die Schulter. "Danke."

"Ich mein, dass ich bescheuert genug bin mich immer wieder fast abschlachten zu lassn zeugt eigentlich von nichts, auf das man Stolz sein sollte."

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 15.05.2005 - 14:21

"Es bist nicht du, die sich aus Dummheit in Gefahr begiebt. Du tust was man dir befiehlt.
Deine Verwundungen zeugen davon, dass du überlebt hast. Und dass du nicht wie Jussiel vor allem gefeit bist. Das du TROTZDEM kämpfst. Obwohl du verletzbar ist. Kämpfen kann jeder Ferramenser, wenn er so gut wie unverwundbar ist. Das ist keine Kunst. Ich bewundere die Kraft von Jussiel aber du hast Mut. Darauf kannst du stolz sein." kam es von ihm. Soviel redete er sonst nie.
Aber jetzt klang er eher inbrünstig.

Timikael
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Beitrag von Timikael » 15.05.2005 - 14:59

"Äh, danke."

Timikael klang eher zögerlich, eigentlich hatte sie sich bis eben noch mit den Eindrücken dieser unterirdischen Stadt beschäftigt, die ihr schwer im Magen lagen, ihr Geist mußte erst auf dieses vollkommen andere Thema umschwenken - und wurde dabei total überrumpelt.

"Du meinst das Ernst, hm?"

Langsam stützte sie sich mit dem Ellbogen auf dem Knie ab, stütze das Kinn mit der Hand und musterte Kentariel mit schräg gelegtem Kopf.

"Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll, ohne dass du dich womöglich angegriffen fühlst, ich mein, zum Thema Verwundungen bist du ja auch nicht ganz unbetroffen," Sie rang sich ein Lächeln ab. "Außerdem weiß ich nicht so genau was ich dazu denken soll, mein Schädel will grad nicht so richtig, aber fühlt sich so an als hättest du grade nen Nerv bei mir getroffen."
Dann fügte sie vorsichtshalber noch ein "Und ich mein jetzt nicht beim nähen." hinzu.

"Normalerweise denken doch alle immer Narben zeigen das genaue Gegenteil von Verletzbarkeit." Einen Moment hielt sie inne und beäugte den Gabrieliten vor sich mit zunehmend interessiert.
"Du willst also, dass man deine Verletzbarkeit sieht? Auch die außerhalb des Kampfs?"

Sie wußte selbst nicht so genau warum sie so eine Frage stellte, aber momentan schien ihr dem Gefühl nach zu handeln eine viel bessere Variante als den Kopf um irgendwelche Logik zu bemühen.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 15.05.2005 - 15:15

"Unverwundbar in einen Kampf zu ziehen ist weder heldenmutig noch ein Opfer. Dann ist man nicht mehr als eine Maschine. Wir sind aber Gabrieliten. Und ich für meinen Teil.. ich finde, die Leute sollten wissen, was wir für sie tun. Sie können es ruhig sehen." entfuhr es dem Gabrieliten. Am liebsten hätte er Timikael dabei ins Gesicht gesehen, damit sie wusste wie erst es ihm war, aber dann wickelte er lieber einen Verband um die frische Narbe.

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