Tormentum Malorum - Inplay

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Timikael
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Beitrag von Timikael » 15.05.2005 - 15:38

"Du bist absolut in Ordnung." stellte die blonde Gabrielitin fest und lies sich von ihm verbinden.

"Aber ich glaub nicht das Jussiel nur eine Maschine oder ein Werkzeug ist. Ich kanns mir einfach nicht vorstellen dass auch blos ein Engel auf dieser Welt sich keine Gedanken macht... naja, bei dem ein oder anderen kann ichs mir doch vorstellen.
Jedenfalls, jeder noch so kleine Gabrielit weiß dass das kämpfen vielleicht auf Gottes Willen geschieht, aber erledigen muß man es immer noch selber und irgendwie muß mans doch immer mit sich selbst vereinbaren. Ich glaub die Feramenser belügen sich selbst ums sich leichter zu machen. Irgendwie tun sie mir leid."

"Ich glaub nicht dass sie immer so erfolgreich sind, kannst du dir vorstellen jeden Gedanken in deinem Leben damit zu Entschuldigen dass Gott es so gewollt hat? Mußtest du schonmal auf befehl Kinder töten? Kannst du dir vorstellen dass Jussiel das ohne jeden Gedanken ausführen würde? Ich nicht. Aber vielleicht bin ich auch schon viel zu festgefahren in meinem Denkmuster um mir das der Anderen noch vorstellen zu können, gefangen im gewohnten Verhaltensmuster und beschränkt von den eigenen Gedanken. Red ich Schwachsinn? Wenns zu schlimm wird knock mich einfach aus, dürfte kaum mehr Arbeit sein."

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 15.05.2005 - 15:54

"Äh, nein...!?" Kentariel kam nicht mehr ganz mit, wahrscheinlich weil er selbst müde war.
"Ich töte keine Kinder!" knurrte er "Niemals!" was redete sie da denn nur?

Timikael
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Beitrag von Timikael » 15.05.2005 - 16:15

"War nur ein Gedanke. Ein Beispiel. Muß an den Kindern da unten liegen, tut mir leid. Ich halt besser die Klappe."

Was schwafelte sie hier auch solches Zeug. Und warum Verdammtnochmal hatte Gott sie mit einer direkten Verbindung zwischen Hirn und Mund gestraft?

Timikael rieb sich die Stirn, kniff die Augen zusammen und hoffte inständig dass es ihr gleich das Licht auspustete und sie ohnmächtig vom Hocker fallen würde; stattdessen schien ihr Zustand sich nur zu verbessern und klarere Gedanken langsam zurück zu kehren. Wörtlich lauteten diese Gedanken: Du bist ja so doof!
Und sie schienen recht zu haben, wie kam sie auch auf die Idee dass jemand soetewas verstand? Das hätte sie echt besser wissen können.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 15.05.2005 - 21:28

"Ich... tut mir leid... ich kenn mich auch nicht mehr aus. Die Kinder da unten machen einen nervös. Die kamen mir nicht böse vor... am besten ist wir ruhen aus und... dann geht es dir wieder besser." stotterte er ziemlich verwirrt und gähnte dann.
"ich hol uns nen Eimer Wasser,..." brachte er noch hervor und floh buchstäblich aus dem Zimmer. Allerdings nur um wirklich einen Eimer Wasser und einen Lappen zu besorgen, damit sie sich waschen konnten.

Er war erstaunlich kurz fort und kam bald wieder zurück um beides vor Timikael hinzustellen, während er selber schon mit einem Lappen an sich herumwienerte.

Timikael
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Beitrag von Timikael » 15.05.2005 - 21:40

"Wie gehts dir?"
Mikael nahm sich einen Lappen und fing ebenfalls an sich vom groben Dreck zu säubern und die Überbleibsel der Kämpfe dort unten aus ihren Flügeln zu entfernen.

"Gewöhn dir am besten an was ich sage nich allzu ernst zu nehmen."

Sie verzog leicht das Gesicht weil die Schulter spannte.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 16.05.2005 - 10:02

das Wasser im Eimer war schnell rot gefärbt und Kentariel sah wieder halbwegs mannierlich aus. Er hatte überall "Kratzer" zumindest bezeichnete der narbige Gabrielit es so.
Er blutete nicht mehr, also sah er keine Veranlassung sich weiter zu verbinden.

"Ich komm zurecht... ich - wieso sollt ich dich nicht ernst nehmen?"

Timikael
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Beitrag von Timikael » 19.05.2005 - 17:39

"Is ja kein Befehl oder so, ich red nur gern Zeug und wenn du keine Lust hast dir das anzhörn versteh ichs." antwortete die Gabrielitin und wusch sie dich Überbleibsel einer Traumsaat aus den kurzen blonden Locken. "Wolltest du was sagen, bevor ich dir ins Wort gefallen bin?"

"Ich.. nein... ich weiß nicht mehr" Kentariel wirkte auf sie immer noch reichlich hilf- und planlos. Vielleicht bedeutete der Gesichtsausdruck auch nur: 'Habe ich irgendwas auf den Kopf bekommen? Wahrscheinlich.' "Ich... hör dir.. lieber zu als Jussiel.. oder dem Goldlöckchen..." brachte er schließlich hervor.

Prustend viel Mikael der Lappen aus der Hand.
"Was fürn Spruch." Trotz der Schmerzen mußte sie Lachen.

"Spruch..? Also... ich... finde das nicht so witzig" Kentariel versuchte zu lächeln, aber sein Gesicht ließ das nur teilweise zu.

"Tschuldigung, ich glaub ich bin einfach nicht K.O. genug um nicht wegen jedem Scheiß nen Lachkrampf zu kriegen. Aber ich finds beruhigend zu wissn dass die Beiden noch keine Konkurenz für mich sind. Wobei ich mir vorstelln kann dass Jussiel zuzumhören echt beruhigens ein könnte... Im Gegensatz zu Goldlöckchen, der is ja total furchbar."
Timikael hob ihren Lappen wieder auf und hängte ihn über den Rand des Eimers. Ihre Mimik verriet dass sie sich noch immer nicht sehr wohl fühlte, doch das Gespräch mit Kentariel tat ihr gut. Es lenkte etwas ab.

"Tut dir.. noch irgendwas weh?" lenkte er ab. Er musste völlig verzweifelt sein, wenn er so etwas fragte.

"Ja, alles." war die ehrliche Antwort. "Und dir?" fragte sie weiter und lächelte etwas windschief, aber dankbar.

"Auch alles... ich... hab keine Lust jetzt.. so.. harter Gabrielit... ich, will am liebsten ein Bett!" norgelte er und verzog das Gesicht mürrisch.

"Ein Bett?" kam es verwundert von Mikael. "Ich mein, gute Idee, das mit ohne harter Gabrielit, aber warum gerade ein Bett?"

"Ich befürchte ich werde einfach einschlafen" erklärte er und gähnte sich um sich anschließend vorsichtig zu strecken, was einen Blick auf jede Menge geprellte Rippen freigab die sich gerade blau und lila färbten.

"Uach.." machte Mikael mitfühlend. "Du schaust aus wie ein Regenbogen. Aber schlaf ruhig, wenn die andren fragen, erzähl ich ihnen dass ich dich KO geschlagen hab."

"Wie denn,.. hier gibts nur diese Stühle" er deutete mit einem Nicken auf einen der Hocker.

"Schieb ihn doch an die Wand, dann kannst du dich anlehenen. Oder du hockst dich auf den Boden."

Kentariel machte genau das und setzte sich stöhnend. "Ich hasse Tunnel!" gab er von sich und lehnte sich zurück um die Augen zu schließen

"Ich auch."

Eine Zeit lang war es Still in der Cella.

"Weißt du... ich. Diese Kinder da... hast du die gesehen" fragte er leise. Offenbar konnte er nicht gleich schlafen.

Die Gabrielitin blickte wieder auf.
"Sie warn furchtbar."
"Unheimlich." fügte sie hinzu. "Die Armen."

"Sie kamen mir gar nicht so... so vor.. du weißt schon" stotterte er.

"Was meinst du?"

"Sie waren wie echte kleine Kinder!" seufzte er. "ich frage mich was mit ihnen passiert ist"

"Sie leben unter der Erde. Menschen leben nicht unter der Erde, das ist unnatürlich. Ich mein, kein Wunder wenn sowas passiert oder?"

"Ich weiß nicht... vielleicht leben sie freiwillig da? weil sie oben keiner will" spekulierte er.

"Für mich sah das mehr so aus als würden die da schon seit Generationen leben, allein wie Organisiert das alles gewirkt hat und die Familien... mich würde mal interessieren warum das die Stadt hier duldet, immerhin können die doch wer weiß was anrichten von da unten aus..."

"Wir könnten den Diadochen fragen... wir sollten das... Manuel vorschlagen" gähnte er und lehnte sich dann zurück an die Wand
"Aber morgen" murmelte er noch und schlief tatsächlich ein.
Timikael nickte und ruhte dann ihrerseits, halb in der Meditation und halb im Schlaf.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 21.05.2005 - 21:31

Wenn Abrik eine Gefühlsregung durchlief während Manuel ihm berichtete, so wusste er sie gut zu verbergen. Das weiter Vorgehen wurde nur grob umrissen, anscheinend musste der Frater erst über das geschehene nachgrübeln. Ramieliten waren ja nicht unbedingt für ihre rasche Entschlussfreudigkeit bekannt.

Eine gute Stunde später kam Manuel in die Cella.
Seine Gewänder waren gereinigt, seine Haut gesäubert und seine Wunden so weit Verbunden, dass man keine Blutflecken mehr zu sehen bekam.
Die Augen des Michaeliten waren gerötet. Vielleicht vom Ruß oder vom Reinigen der Wunden? Es spielte keine Rolle, denn es war niemand da der es bemerken konnte. Timikael und Kentariel meditierten, Varcanel und Jussiel war er aus dem Weg gegangen.

Manuel humpelte. Er zog die Zehen seines linken Fußes nach oben, um die Wunden vom Boden fern zu halten. Verband hin oder her, es trieb ihm die Tränen in die Augen wenn er fest auftrat. Und er bekam noch immer nicht richtig Luft.

Nachdem er seine Ausrüstung abgelegt hatte setzte er sich auf seinen Schemel und ließ den Kopf auf die Brust sinken. Er faltete die Hände und bewegte die Lippen im stummen Gebet. Formalitäten.

Heute würde es wieder sehr schwierig werden, den ruhigen Punkt in sich zu finden um zu meditieren, das spürte er schon.
Er ließ seinen Blick kurz über die beiden Gabrieliten wandern, legte seine Stirn in tiefe Falten und versuchte sich anschließend zu entspannen.
Wenn nichts wichtiges anlag, dann würden sie am nächsten Tag etwas ausspannen können. Aber Manuels Erfahrung sagte ihm, dass der morgige Tag noch härter werden würde.

Cutter
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Beitrag von Cutter » 22.05.2005 - 12:27

Der Feramenser blieb etwas länger weg als Manuel.
Schließlich war seine Waschung diesesmal nicht nur pragmatischer, sondern auch geistiger Natur.

Einen neuen Ordensrock und ein Kopftuch hatten die Ramieliten ihn schon bereit gelegt, als der Gabrielit in die Waschcella ging.
Nachdem er seine Waschung abgeschlossen hatte und seinen neuen Ordensrock anprobiert hatte, trieb es dan Feramenser an einen für ihn sehr untypischen Ort.
- Das Lazarett

Freundlich und doch irritiert begrüßten ihn die dortigen Monachen und doch gelang es ihm nach nur kurzer Zeit die Irritation zu lichten und das gewünschte zu erhalten.
Zwar war der neue Beutel mit den Verbandszeug, etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch würde er in Zukunft seinen nutzen erfüllen. Dessen war sich Jussiel sicher.

Lange Zeit nachdem Jussiel ine ordentliche Mahlzeit eingenommen hatte, saß er noch auf eine Zinne des Klosters und blickte auf die Stadt und ihre rauchenden Schlote hinab.

Der Gabrielit strahlte Ruhe und Nachdenklichkeit. Diese Gedanken die er zu dieser Zeit sponn behielt er für sich, so wie viele andere Male zuvor auch.
Erst zu einer sehr späten Zeit, als die Sonne bereits untergegangen war, kehrte er in die Cella wieder ein um sich zur Meditation zur Ruhe zu begeben.

Varcanel
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Beitrag von Varcanel » 26.05.2005 - 12:37

Platzhalter für Varcanelpost am Vorabend...

Manuel
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Beitrag von Manuel » 26.05.2005 - 12:57

Der Morgen zog herauf und ein neuer Tag brach heran. Nur vereinzelte Sonnenstrahlen schafften es in die Cella der Engel, die meisten wurden von dem dicken Samtvorhang aufgehalten.
Draußen aber schmolzen sie sich durch den morgendlichen Nebel und gaben der Stadt ein gespenstisches Aussehen. Erst nach und nach würde der Dunst weichen und in den Straßenschluchten konnte er sich bestimmt noch etwas länger halten.

Geräusche begannen den Konvent zu füllen. Wegen des Belagerungszustandes fand zwar kein großer Markt statt, aber die Vorräte wurden portioniert an die Bevölkerung Pleskaus verteilt. In den oberen Etagen des Gebäudes wurde Holz zugesägt und mit Äxten bearbeitet um die Plattform fertig zu stellen. Handwerkertreiben auf den Gängen.
Die Straßen füllten sich mit Menschen und dem damit einhergehenden Lärm. Zwar drangen die Laute nur gedämpft in den Raum der Gotteskrieger, doch wenn sie nicht über die Fähigkeit zur Meditation verfügen würden, dann wäre an Ruhe wohl nicht zu denken gewesen.

Lediglich Jussiel, der sich auf dem Dach aufhielt bekam mit wie die Handwerker arbeiteten und fluchten während sie dem Dach eine mehr Angelitische Form gaben.
Allerdings ermöglichte seine Position auch Einblicke in das Alltagsleben der Städter das sich doch von "normalen" Menschen unterschied. Beispielsweise konnte Jussiel beobachten, wie ein öffentlicher Streit um ein paar Krumen Brot unbarmherzig von einem Trupp aus vier Bewaffneten Soldaten gelöst wurde. Die Streithähne wurden einfach beide mitgeschleift. Keiner der Umstehenden scherte sich groß um das Geschrei.

Überhaupt waren schrille Aufschreie hier an der Tagesordnung. Wer das nicht gewohnt war mochte allenthalben auffahren und sich verschreckt umsehen, doch meist handelte es sich um Banalitäten. Ein Karren war durch eine Pfütze gefahren und hatte jemanden mit Schlamm bespritzt. Zwei Verwandte die sich lange nicht mehr gesehen hatten begegneten sich auf offener Straße. Ein Kind spielte jemandem einen bösen Streich. Einem Handwerker glitt etwas aus und traf ihn am Fuß oder er hatte sich mit dem Hammerschlag verschätzt.

In all diesem lauten Treiben ging der spitze Schrei, welcher eindeutig aus dem Konvent drang, fast unter. Ungewöhnlich war nur, dass er mehrere gleichartige hinter sich herzog. Es wurde laut im Treppenhaus, Fragen und Befehle gebrüllt und die Leute trampelten umher. Etwas schepperte, jemand stürzte und es entstand ein regelrechter Tumult.

Jussiel, immer noch auf dem Dach verweilend, konnte hören wie auf der linken Seite des Hauses Holz splitterte. Ungehaltenes Gemurmel entstand auf der Straße, wieder ein Schrei.

Wenige Augenblicke später wurde die Tür zur Cella aufgerissen, ein Templer stürmte hinein - das heißt, er wollte hineinstürmen, blieb mit dem Schuh an der Schwelle hängen und landete der Länge nach im Raum.
Wenn das Geschrei die Engel noch nicht aus ihrer Meditation gerissen hatte, dann sorgten 100 Kilogramm Templer die hart auf die Holzdielen schlugen nun auf jeden Fall dafür.
Einen Fluch unterdrückend stemmte sich der Mann auf die Arme hoch und blickte zu Manuel.
"Streiter des Herrn, kommt schnell! Ihr werdet gebraucht, ein Mörder hat sich ins Haus geschlichen." keuchte er.
Durch die offene Tür konnte man deutlich hören wie knappe, militärisch kurze und harsch gebellte Befehle vom Erdgeschoss nach oben drangen. Templer organisierten sich.

Verwirrt öffnete Manuel die Augen. Sie waren verklebt. Trotzdem fasste er den Mann ins Auge. "Was..?" murmelte er verwirrt.
Ein Glücksfall dass Manuel einen Soldaten vor sich hatte und keine Zivilperson die in hilfloses Gestammel verfallen wäre. Der Mann wusste wie man Meldung macht.
"Ein Mörder! Er hatte es auf Frater Abrik abgesehen. Jemand hat ihn dabei gestört und er ist geflohen. Durchs Fenster raus. Ihr müsst schnell machen!" drängte der Mann während er sich aufrappelte.

Der Michaelit war eigentlich noch viel zu mitgenommen. Er hatte Schmerzen, das sah man ihm an. Seine Haut war etwas käsig und Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Bestimmt war keiner der Engel im Moment auf der Höhe. Sie hatten ja höchstens vier oder fünf Stunden Ruhe genießen dürfen. Wobei Ruhe nicht ganz richtig war, bei dem Lärm!
Manuel wischte sich mit einer Hand über die Stirn und die Augen. Er musste etwas tun, der Mensch glotzte ihn schon ganz blöd an.
Mühsam lief sein Gehirn an und er versuchte die soeben erhaltenen Informationen zu verarbeiten.
Ein Anschlag auf Abrik. Der Mörder war geflohen, auf die Straßen von Pleskau. Die Templer waren gerade dabei, die Verfolgung aufzunehmen.
Während er sich mühsam erhob - er musste sich vom Schemel mit den Armen hochdrücken - zog er seine Stirn in Falten.
"Ihr müsst ihm hinterher, sonst ist er verschwunden!" drängte der Soldat und stellte sich neben die Tür.
Genau dasselbe hatte Manuel sich gerade gedacht.
"Er trug einen braunen Umhang und eine Kapuze! Außerdem ein großes Messer." ergänzte er hastig. Ein Glück, der Michaelit hätte es in der Hitze des Gefechts glatt vergessen.
Eine Begine mit verheulten Augen erschien ebenfalls in der Tür und musterte schluchzend die Szene. Wahrscheinlich hatte sie ebenfalls die Engel alarmieren wollen, war jedoch langsamer gewesen.
Ein Glück, hätte sich Manuel erst mit einer verwirrten Ramielsdienerin herumschlagen müssen, wäre der Mörder bis dahin über alle Berge.

<<< Nehmt eure Waffen und lauft zum Dach. Lasst euch nicht aufhalten, wir haben es eilig! Wir treffen uns dort. Wo ist Jussiel?
Irgendwelche Ideen wie wir ihn finden können? >>>
befahl Manuel während er nach seinem Schwert griff. Entnervt versuchte er die Lähmung, welcher noch von der Ruhephase über seinen Gedanken lag, zu verscheuchen.
In seinem linken Fuß kribbelte es furchtbar - Gottes heilende Mächte, welche ein Stück weit jedem Engel innewohnten, waren dort am Werk.

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Beitrag von Cutter » 27.05.2005 - 09:58

Jussiel, der von dem ganzen Treiben im Konvent aufgeschreckt wurde, sprang auf und wollte eiligst in den Konvent laufen, als er Manuels Worte empfing.
>Jussiel hier. Bin auf der Flugplattform. Was gibt es?>
fragte der Gabrielit in einem eher militärischen Ton, als er beim laufen inne hielt und vor der Tür zum Konvent aushielt.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 30.05.2005 - 18:19

"Ich bin nicht wirklich... ganz ausgeruht!" murmelte Kentariel. Ihm war egal, ob die Anderen das hörten. Er brauchte immer seine 6 Stunden Meditation um fit zu werden.

Aber er gehorchte und stand auf. Viel musste er nicht anlegen um loszukönnen. Seine Schulterplette nahm er einfach mit und trug sie erst einmal, er konnte sie ja dann auf der Plattform umschnallen.

Die Hälfte vom Bericht des Mannes hatte er verpennt.
"Was ist das überhaupt für ein Konvent, wenn hier Meuchler ein und ausgehen, wie Touristen?" knurrte er unwillig. Manuel sah auch nicht fit aus. Der Michaelit hinkte bedenklich.

*Wir sollten... uns aufteilen. über der Stadt..."* fügte er immer noch mürrisch hinzu. Mehr Ideen hatte er nicht. Dazu war es zu früh. Sicher hatten Jussiel oder Varcanel wie immer einen Plan.

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