Tormentum Malorum - Inplay

Das Archiv aller fertig gespielten Gruppen
Gesperrt
Manuel
The_Waffalo
The_Waffalo
Beiträge: 294
Registriert: 17.09.2002 - 20:15
Kontaktdaten:

Beitrag von Manuel » 31.05.2005 - 18:31

Flugplattform? Was machte er da oben?
Egal, im Moment war es einfach nur ein willkommener Glücksfall.

<<< Jussiel, jemand hat gerade das Gebäude verlassen! Aus einem Fenster. Brauner Umhang, Kapuze. Ein Attentäter, er hatte es auf den Frater abgesehen. Sieh ob du ihn ausmachen kannst und folge ihm. Wenn möglich ergreif ihn. Kollateralschäden spielen keine Rolle! Ich würde ihn gern lebend haben - und denkt daran, wir haben keinen Raphaeliten. >>>drängte Manuel während er sich hinter den erst besten Gabrieliten hängte der den Raum verließ.
Die Menschen stieben zwar von den in Eile befindlichen Engeln auseinander, aber hier und da musste doch eine Hand oder ein Ellenbogen nachhelfen. Ein Glück waren Gabrieliten da nicht zimperlich.

Ausgezeichnet. Wenn Jussiel ihn sah dann würde es einfacher werden den Kerl zu schnappen. Manuel war zuversichtlich, dass der Gabrielit korrekt handelte. Jussiel war immerhin Ferramenser - und damit nur sein Werkzeug. Er hatte es gut instruiert.
Nur hinauf aufs Dach...

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 31.05.2005 - 19:42

<<Verstanden!>> gab der Gabrielit lediglich an seinen Michealiten zurück, als er auf dem Absatz kehrt machte und sich der leeren Flugplattform zuwandte, auf der ein kühler Wind das Gefieder des Feramensers durchschüttelte.
Er blickte für einen Moment stumm mit seinen himmlischen Augen auf die ketzerische Stadt herab. Ein Beobachter hätte nicht sagen können, ob er wartete oder nur für einen halben Herzschlag so verweilten, um sich im nächsten Augenblick in die Lüfte zu begeben. [Golem]

Ganz Pleskau war in Aufruhr. Die Verteilung der Lebensmittel hatte viele Leute zum Konvent gelockt, sodass ein ganzer Strom aus Leuten, zum Konvent hin und wieder fort führte.
Der Gabrielit ließ seinen Blick zur linken Seite des Konventes schweifen, da von dort aus das Holzsplittern gekommen war, wo jemand einen Fensterrahmen zerbrochen haben könnte um ins Freie zu gelangen.

Zu Jussiels Leidwesen, hatten fast alle Bewohner und Reisende braune Kutten an. Nur wenige trugen dunkelgrün oder dunkle Rottöne.
Doch schnell hefteten sich die Augen des Gabrieliten auf die einzige Person in brauner Kutte, die versuchte durch das Gedränge zu rennen.

Mit einem Schwung öffnete der Gabrielit seine Schwingen und stieß sich vom feuchten Holz, der Flugplattform ab, um die Person einzuholen, die sich ihren Weg in Richtung Norden bahnte.

<<Habe Subjekt ausfindig gemacht. Bewegt sich in Richtung Norden. Habe Verfolgung aufgenommen.>>

Timikael
Oni
Beiträge: 67
Registriert: 24.09.2004 - 18:02

Beitrag von Timikael » 03.06.2005 - 13:58

"Was für ein beschissener, verdammter Volltrottel versucht um die Uhrzeit den Fra abzustechen?! Wenn ich den in die Finger bekomme...!"
Timikaels Laune war an einem Tiefpunkt, der garantiert tiefer lag, als die Häuser der Morlocks. Sie hatte schmerzen. Nachts war sie immer wieder unruhig aufgewacht, wahrscheinlich hatte sie Alpträume gehabt - nichts wirklich entspannendes. Als sie endlich etwas ruhe gefunden hatte war dieser bescheuerte Templer mit der Hiobsbotschaft für ihren Schlaf herreingekracht und Manuel hatte nichts besseres zu tun als fünf ganze Engel einem einzigen Menschen hinterherzuschicken.
Nun trug Timikael nichts als ihren Kriegsrock und das Flammenschwert, weder ihre Arme noch ihre Haare waren verhüllt und das mit der Schulterplatte konnte sie dank dem Flickenteppich der ihre Schulter darstellte gleich bleiben lassen - sollte ihr Arm etwas abbekommen würde das auch nicht viel ändern, die Schulter fühlte sich steif an und in Timikael sträubte sich alles dagegen, sie zu bewegen.

"GEHT AUS DEM WEG IHR IDIOTEN!", schrie sie ein paar Menschen auf Latein an, die die Dreistigkeit besaßen, den Engeln in den Fluren des Gebäudes im Weg umzugehen. Sie hatte Schmerzen.
Ihre Schulter fühlte sich steif, heiß und pochend an.
Außerdem fühlte sie sich irgendwie nackt: Wirkte sie ohne die Schulterplatte überhaupt angemessen für einen Todesengel? Es war ihr ja nicht um den Schutz, eher darum dass die breite Schulterplatte schon einiges von dem Erscheinungsbild ausmachte, das man gewöhnlich mit einem Gabrieliten assoziierte... und außerdem verdeckte sie normalerweise wenigstens die hälfte ihrer Brust, wenn sie jetzt so rumlief, viel dann nicht sofort jedem Menschen auf wie unkindlich sie aussah? Gerade die ungläubigen Pleskauer hier würden doch an ihr zweifeln und damit hatten wahrscheinlich sie dann auch noch recht!
Ihr Kopf wummerte bei diesen Gedanken, was ihre Stimmung nicht gerade zu heben vermochte.
Vorsichtshalber machte sie den obersten Gürtel ihres Gewandes um ein Loch enger...
In ihrer Schulter zog es schon bei dieser kleinen Bewegung.

<<Gott, Manuel, schick doch einfach die verdammten Leute hier hinterher! Oder wenigstens den Templer! Wo hast du dein Hirn?? Die können wenigstens den Weg den der Typ nimmt besser nachvollziehn, der wird doch kaum auf offener Straße rumrennen, wenn er sich irgendwo drinnen verkriechn kann, und da sehn wir ihn von hier oben dann eh nicht. Und außerdem kann Jussiel ja schlecht in irgendwelche Gässchen, außer Ferramenser können neuerdings ihre Flügel abwerfen!!>>

Aber wer wußte schon was sie alles können!
Manuel zumindest schien im Moment garnichts zu können und Kentariel konnte offenbar nichtmalmehr seine Schulterplatte anlegen, was für ein absolut beschissener Start in den Morgen!!

Manuel
The_Waffalo
The_Waffalo
Beiträge: 294
Registriert: 17.09.2002 - 20:15
Kontaktdaten:

Beitrag von Manuel » 05.06.2005 - 11:51

Wenn Jussiel schnell genug war, dann konnten sie es noch schaffen. Hastig folgte er seinem Vormann aufs Dach. Dort angekommen zögerte er keine Sekunde länger, rannte über die provisorische Plattform an den dämlich glotzenden Handwerkern vorbei und stieß sich in die Luft ab.
Jussiel war schon ein ganzes stück vor ihnen, tief über den Hausdächern in Richtung östlichem Stadtrand.

<<< Du solltest es eigentlich besser wissen Timikael, also spar dir deine überflüssigen Lästereien. Die Templer rücken auf jeden Fall aus. >>>
Es würde mit Sicherheit kein gutes Bild abgeben, wenn die mächtigsten Kämpfer auf Erden in ihrem Kämmerchen sitzen blieben während ein Anschlag verübt wurde. Und Timikael lästerte Gott offen über die Seele der Schar. Und sie beleidigte ihn. Das würde noch Folgen nach sich ziehen.

Jussiel indes hatte echte Probleme. Der Mörder wetzte wie irre durch die Gassen und wurde erst von den Passanten auf seinen himmlischen Verfolger aufmerksam gemacht. Zuerst legte er noch mehr an Tempo zu, schwang sich über Karren hinweg oder schlitterte unter ihnen durch, warf kleine Verkaufsstände um wenn er daran vorüberlief und hetzte durch Gässchen, die überbaut waren, so dass Jussiel ihn immer wieder für Momente aus den Augen verlor. Deswegen konnte Jussiel auch nicht mehr tun als ihn zu verfolgen, denn sobald er tiefer ging musste er langsamer werden (er benutzte ja keine Hauptsraßen, sondern nur viel zu enge Nebenwege) - und im Getümmel war der Kerl einfach zu schnell.
Erst im Bereich der Stadtmauer besann er sich darauf, langsamer aus einer der "Tunnel" zu treten, welche sich mancherorts regelrecht durch die Häuser schlängelten. Jetzt fiel er in dem Gewühl kaum mehr auf.
Schließlich verschwand er - oder sie - in einem der kleinen, heruntergekommenen Häuser, welches scheinbar ziellos ausgewählt wurde.

Kentariel
Snickers
Snickers
Beiträge: 838
Registriert: 17.10.2002 - 09:11
Kontaktdaten:

Beitrag von Kentariel » 07.06.2005 - 09:34

Tatsächlich konnte Jussiel und auch der Rest der Todesschar eine Gruppe Templer ausmachen, die versuchte den Flüchtigen zu verflogen.

Doch im Straßengewühl war dies nicht wirklich einfach.
Einmal hielt die Templer sogar ein Trupp Stadtmiliz auf, allerdings mussten sie zu einer Übereinkunft gekommen sein, denn anschließend rannten beide Gruppen weiter.
Jetzt jedoch, orientierten sie sich an Jussiel und rannten in die Richtung wo sie den Todesengel am Himmel sahen.

Sie hatten längst den Flüchtigen aus den Augen verloren, aber die hellen Gesichter die sich zum Himmel wandten, zeigten der Schar, dass die Männer darauf vertrauten, dass die Engel noch immer wussten, wohin sie laufen sollten.

Ohne die schnelle Reaktion Jussiels wäre der Mensch höchstwahrscheinlich entkommen, denn im Gewühle der Stadt war es praktisch unmöglich jemand zu verfolgen.

Mit mehr Stadtmiliz hätte es vielleicht gelingen können, aber Pleskau war schlicht überbevölkert seit die Traumsaatgefahr so gestiegen war, so dass sich nur fast die doppelte Anzahl Menschen auf den Straßen drängte, als die Miliz für gewöhnlich beaufsichtigte.


Von oben konnte Jussiel sehen, dass sich in dem Haus nichts rührte, Niemand kam mehr daraus hervor und Niemand betrat es. Zumindest nicht, bis der Rest der Gruppe eingetroffen war und auch dann rührte sich nichts.

Wo man dort unten landen sollte, war der Schar auch nicht ganz klar, bis sie einen Brunnen entdeckten, der zwei Straßen weiter die Menschen mit Wasser versorgte. Um den Brunnen herum war ein wenig Platz. Nicht viel, aber genug um der Reihe nach landen zu können.
Bis zum Tor, das aus der Stadt hinaus zu den Slums führte, war es ebenfalls nicht weit.

Die Templer hatten gerade die Gasse erreicht in der das Haus stand, in das der Flüchtige hineingerannt war, als sich eine Gestalt in einer braunen Kutte aus einem Türaufgang zu einem Keller löste und über den Brunnenplatz Richtung Slums rannte.

Kentariel hatte keine Ahnung, wie der Flüchtende das zustande gebracht hatte, zwei Straßen weiter einfach so aufzutauchen, bis dem Gabrieliten klar wurde, dass der Braungekuttete vielleicht über miteinander verbundene Kellergänge aus dem Haus bis zum Brunnenplatz gekommen sein musste.

Ohne lange zu warten, stürzte der Gabrielit hinunter und landete recht geschickt für sein Aussehen neben dem Brunnen und verscheuchte damit einige erschrockenene Menschen.
Der Gabrielit rannte fast jemanden um und raste dann in die Gasse von der er glaubte, der Kerl in der Braunen Kutte hätte sie genommen.

Ob ihm jemand folgte war ihm herzlich egal. Wahrscheinlich war es besser, wenn Manuel in der Luft blieb und alles im Auge behielt, mit seinen Zehen konnte der sicher sowieso kaum landen.

Manuel
The_Waffalo
The_Waffalo
Beiträge: 294
Registriert: 17.09.2002 - 20:15
Kontaktdaten:

Beitrag von Manuel » 23.06.2005 - 09:47

<<< Greift ihn! Er will durchs Stadttor. >>> befahl Manuel während er scharf abbremste und mit dem ausgestreckten Finger auf den Brunneplatz deutete. Für einen Menschen war der Kerl ganz schön schnell. Die Torwachen hatten von dem Aufruhr noch nichts mitbekommen - sie fertigten gerade eine größere Wagenkarawane ab, die Nachschub in die Stadt brachte. Darum stand das Tor auch sperrangelweit offen.

Es entstand ein ziemlicher Tumult als die Torwächter bemerkten was Lief - und zu dem Zeitpunkt war der Flüchtige auch schon in der Wachen-Händler-Flüchtigen-Masse eingedrungen, welche sich am Tor drängte.

<<< Jussiel, Kentariel, hinterher! Timikael, Varcanel, ihr schneidet ihm den Weg ab! >>>

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 23.06.2005 - 09:57

In einem steilen Sturzflug flog auch Jussiels auf den Brunnen zu und zog in letzter Sekunde seine Flügel hoch, um Punktgenau, wenn auch mit einigen Schmerzen und einer größeren Staubwolke, die die Menschen auseinanderstoben ließ, neben dem Brunnen zu landen und so schnell ihn seine Füße tragen konnten, hinter Kentariel her zu hechten.

Hoffentlich würden sie ihn noch kriegen, wenn sie iihm den Rückweg und Timikael und Varcanel ihm den Vorderweg versperrten.
Es durfte einfach nicht passieren, dass dieser Kerl einer gesamten Todesschar entkam. NEIN, dass durfte NICHT passieren!

Varcanel
Ankhra
Ankhra
Beiträge: 86
Registriert: 13.04.2004 - 19:18
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Beitrag von Varcanel » 23.06.2005 - 17:26

Wirklich wach war Varcanel auch nicht. Irgendwie meinte er aus dem Augenwinkel immer wieder tote Engel zu sehen, deren weißes Gefieder völlig verbrannt war und die unaufhaltsam in die Tiefe stürzten. Doch sobald er den Kopf in die Richtung wandte, waren sie verschwunden. Oder war er einfach doch noch nicht wach?
Benommen schüttelte er den Kopf, der muffige Dunst der Slums trug aber nicht gerade dazu bei seinen Verstand zu klären. Immer noch etwas desorientiert flog er hinter Manuel und bekam mit wie Kentariel sich in die Tiefe stürzte. Doch noch immer schien die Welt um ihn herum unwirklich und wie in Watte gepackt. Noch einmal schüttelte er den Kopf.

Erst als Manuel seinen Namen nannte, kam er langsam zu sich.
Mit großen Augen blickte er sich um, suchte nach dem Flüchtigen und erkannte dessen Absicht.
Für beeindruckende Flugmannöver oder übertriebene Rücksicht war jetzt keine Zeit mehr. Mit einigen kräftigen Flügelschlägen katapultierte er sich über die Stadtmauer und ließ sich dann direkt über dem Menschenstrom, der das Tor passierte, in die Tiefe stürzen.
Manche der Pleskauer schafften es noch sich mit einem schnellen Sprung in Sicherheit zu bringen, als der Schatten des Todesengels auf sie fiel. Doch das waren die wenigsten.
Gestärkt durch Gottes Gaben schlug Varcanel wie eine Granate in die Menschenmasse ein, derweil er sich mit Flügeln und Armen den nötigen Platz verschaffte.
Tatsächlich war das Resultat dieses mehr oder weniger koordinierten Sturzes, dass der Gabrielt mit seinen ausgebreiteten Flügeln den Durchgang auf der Außenseite des Stadttores versperrte. Als Nebenprodukt lagen und rollten sicherlich drei Dutzend Bürger über den Boden um Varcanel herum.
<<<Bin auf der Außenseite des Tores, hier kommt er nicht durch.>>>

Manuel
The_Waffalo
The_Waffalo
Beiträge: 294
Registriert: 17.09.2002 - 20:15
Kontaktdaten:

Beitrag von Manuel » 30.06.2005 - 15:49

Die Leute stieben auseinander - jeder Pleskauer wusste, dass die geflügelten Schwertträger den Tod brachten. Zwar herrschte ein zeitweiliger Frieden, doch die Engel gingen eindeutig aggressiv vor.

Menschen purzelten und flogen Umher als Varcanel mittendrin einschlug und sich Platz verschaffte. Das klappte auch ziemlich gut, nur entstand um ihn herum - und durch die allgemeine Panik - ein ziemliches Chaos. Menschen lagen vor und hinter ihm auf dem Rücken, schrieen und versuchten auf die Beine zu kommen und dem geflügelten Tod zu entfliehen. Und er wurde mehr als einmal an den Flügeln angerempelt. Aber nicht nur die Menschen - auch die Zugtiere der gerade angekommenen Karawane. Die Ochsen erdrehten in heller Panik ihre Augen, einig ruckten mitsamt der schweren Wagen vor und zurück und der Lastkarren, der am vordersten stand, rumpelte los, hinein in die überfüllten Straßen von Pleskau.

Manuel beobachtete alles von oben.
Wo war er.
<<< Findet ihn, er muss da sein! Achtet vor allem auf die Leute die weglaufen! >>>
Und das waren nicht gerade wenige. Ein Mann lief mit schnellen Schritten an der Stadtmauer entlang, zog eine Frau mit einem Kind auf den Armen hinter sich her. Ein weiterer rannte wie von Sinnen aufs offene Feld hinaus.
Da lief zwar jemand mit einer braunen Kutte in Richtung Slums, aber er führte eine andere Person am Ellenbogen mit sich. Die meisten Leute hatten sich jedoch zur Stadt hin gewandt.

Kentariel
Snickers
Snickers
Beiträge: 838
Registriert: 17.10.2002 - 09:11
Kontaktdaten:

Beitrag von Kentariel » 01.07.2005 - 07:23

Kentariel sah ihn, aber glaubte es kaum, als der Mann auf die Mauer zuhielt und dann an den Steinen emporkletterte wie ein Affe.
Er war hinter ihm hergerannt , so schnell er gekonnt hatte und hatte ihn dennoch nicht einholen können. Der Bekuttete nutzte jeden noch so kleinen Vorsprung und war dabei so behende und geschickt, dass Kentraiel auch dämmerte, wie der Kerl ins Kloster hineingekommen sein mochte.

Die Leistung war nicht übermenschlich, dnen als Kentariel vor der Mauer angelangt war, sah er deutlich, dass sich genug Vorsprünge zum Klettern ergaben, doch ein Fehlgriff und man stürzte sich zu Tode. Die Mauer war hoch genug und ein Fall auf das Kopfsteinpflaster garantiert tödlich.

Er klettert über die Mauer... Kentariel sah sich um, suchend, ob er einen Hinweis finden konnte, .. ich werde starten... es ist nördlich vom Tor.. mit den Worten, verschaffte sich der Gabrielit Platz um seine Flügel auszubreiten... aber hier würde es nicht ausreichen. Es war einfach zu eng.
Jussiel ich kann nicht starten! Versuch du es, Jussiel war noch auf dem Weg und konnte vielleicht in einer der Straßen die Flügel ausbreiten.

Kentariel packte den ersten vorstehenden Stein und zog sich hoch. Wenn er nicht fliegen konnte würde er eben klettern!
Mit einer Schnelligkeit, die man dem Narbigen nicht zugetraut hätte, aber dennoch langsamer, als der Mensch, schob sich der Streiter die Wand hinauf. Unter seinen zupackenden Fingern bröckelte der Stein manchmal, doch Kentariel ließ sich nicht beirren. Auch wenn der Kerl schneller war... er hatte einen nachteil:
Auf der anderen Seite musste er wieder hinabklettern. Und ER konnte einfach springen!

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 01.07.2005 - 14:43

Jussiel drehte seinen Kopf rucktartig und sah Kentariel hinter dem braunkuttigen hinterherklettern.
Schnel sah sich der Gabrielit nach einem möglichen Startplatz um, denn die Straßen boten wenig Möglichkeiten und so drehte sich der Gabrielit um und stieß beim Drehen eine Ansammlung Fäßer um, ehe der Gabrielit erneut auf den Brunnen zuspurtete und sich vom Brunnenrand abstieß, ehe er mit kräftigen Flügelschlägen an Höhe gewann und in einer scharfen Kurve auf die mit einem Wehrgang ausgestattete Mauer zuhielt.

Timikael
Oni
Beiträge: 67
Registriert: 24.09.2004 - 18:02

Beitrag von Timikael » 01.07.2005 - 18:31

Nördliches Tor...
Timikael war noch in der Luft und nun unterwegs dort hin. Da sie zuerst einen Bogen fliegen mußte, weil ihr Weg zunächst ja dem größten Tor gegolten hatte und ihre Schulter sie behinderte, war sie kaum schneller als Jussiel, doch das brachte dem fasadenkletternden Kuttenträger nichts, im Gegenteil, denn nun hatte er es mit zwei Engeln gleichzeitig zu tun, die ihn einholten und den Weg versperrten.

Zu zweit schafften sie es, mit einigermaßen koordinierten Landungen - Timikael benutzte dazu Manuels Seele der Schar, noch bevor dieser irgendwelche Anweisungen geben konnte - den Gejagten nach einigen Finten dann doch förmlich abzuriegeln.
Der jedoch schien sich seiner Situation nicht bewusst, denn obwohl er zwei bewaffneten Todesengeln gegenüberstand, schien er nicht so einfach aufgeben zu wollen. Er wehrte sich wie aus Leibeskräften und schnell stellte sich herraus dass er unter seiner Kutte einen Dolch mit sich führte; doch wie er sich auch mühte es blieb dabei: er war nur ein Mensch und Jussiel und Timikael waren Engel.
Den größten Ärger den er bereiten konnte, hatte er ihnen bereits gemacht, nun, da sie ihn gestellt hatten, war es ihnen im Vergleich ein leichtes ihn zu entwaffnen und außer Gefecht zu setzen.
Mikael war überrascht von Jussiels schnellem Handeln, sie war es nicht gewöhnt dass ihr jemand zuvorkam, doch im Moment kam es ihr sehr entgegen und sie war froh, dass sie ihre Schulter nicht weiter belasten mußte. Schon das Fliegen war eine unangenehme Sache bei der sich ständig die Fäden in der Haut spannten und das Fleisch schmerzhaft jammerte. Als nun Jussiel den Mann zu Boden Brachte, schenkte sie ihm einen schon fast dankbaren Blick und ein kleines Kompliment.
"Bringst du ihn?"

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 03.07.2005 - 15:28

Jussiel nickte verstehend Timikael zu und nahm den Mann, der sich obwohl sie ihn entwaffnet hatten, sich noch immer mit Händen und Füßen wehrte. Schließlich warf der Jussiel, den Strampelnden Mann, gleich einem Kinde über die Schulter und hielit ihn an seinen Beinen fest.
So konnte er nicht entwischen. Trommelnd schlugen die Fäuste des Mannes auf den Rücken des Gabrieliten auf, der schief zu Timikael grinste, als er den Wehrgang entlang ging und sich nicht an dem Mann zu stören schien, der ihm immernoch wehtun wollte.
Schließlich gingen beide Gabrieliten die Treppe des Wehrganges hinunter und richteten ihren Weg zum Brunnenplatz.

Gesperrt

Zurück zu „Archiv vergangener Scharen“