Schwarzes Gold [Tamiels Schar]

Das Archiv aller fertig gespielten Gruppen
Gesperrt
Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 26.05.2006 - 15:57

EPILOG

Über Nürnberg regnete es in Strömen, als die Engel tags darauf bei dem trutzigen Himmel der flammenden Streiter des Herrn eintrafen.

Schon von weitem sahen sie, dass auf den Flugplattformen mehr los zu sein schien, als sonst, denn während sie heranflogen, starteten gleich mehrere Scharen.

Sie waren auf ihrem Flug bereits über Augsburg geflogen und hatten gesehen, wie eine große Streitmacht von Templern die Stadt bald eingekesselt haben würde. Und aus dem Norden maschierten weitere Truppen heran.
Sie hatten auch Engel gesehen, die bei den Templerverbänden gewesen waren und es bestand kaum Zweifel, dass sie mit deren Hilfe bald die ganze Stadt unter Kontrolle haben würden.
Den Ketzern würden auch ihre Ketzerwaffen nichts nützen, wenn die Engel über ihrer Stadt erst einmal "Gabriels Feuer" gebracht hatten.

Ihre eigene, nun sechsköpfige, Schar konnte dort unten nicht viel helfen, denn Arcanael und Nathaniel weren noch nicht ganz genesen, obwohl Arcanael so aussah, als hätte er sich am liebsten direkt ins Gefecht gestürzt.
Sicher war es dem Gabrieliten noch immer peinlich, was geschehen war.


Auf der vom Regen glitschigen Flugplattform wartete ein Engelslenker in einen wetterfesten Mantel gehüllt auf die geflügelten Boten des Lichts und brachte sie zu einer gemütlichen und überaus großen Cella, in der nicht nur frische Wäsche, neue Brandpaste und etwas zu essen wartete, sondern auch die Gelegenheit bestand sich ein wenig auszuruhen.
Nicht, dass sie es wirklich nötig gehabt hätten, denn der Engelslenker, ein junger Mann mit schütterem Haar, offenbarte ihnen, dass er sie bald abholen wolle, da die Priorin Magdalena von Weimar sie tatsächlich sprechen wollte und musste.

---

Die recht junge und vor allem wesentlich freundlichere Frau als es Em Susat war, hörte sich den gesamten Bericht der Schar an und nahm sich die Zeit alle über ihre Version der Geschehnisse zu fragen.
Rupeshiel und Tamiel merkten, dass sie bereits recht gut informiert war - vielleicht von Keosiel.

Ehe sie die Schar schließlich entließ, berichtete sie, was sie mittlerweile wusste und sich nun endgültig "Zusammenreimen" konnte.

"Soviel wir wissen muss diese Annalies Fugger eine Doppelgängerin gehabt haben. Man sagt sogar, dass sie, ihr Bruder und eine dritte Schwester Drillinge gewesen seien. Angeblich ist ihre Schwester gestorben, gleich bei der Geburt, aber wir bezweiflen das. Eher nehmen wir an, dass Familie Fugger es sich zu Nutze gemacht hat, dieses Kind, an zwei Stellen zugleich sein lassen zu können.
Wie dem auch sei, es sieht so aus, als hätten Annalies und der Umstürzler Xaver von Mering von langer Hand geplant mit Wien Kontakt zu knüpfen und da Herr Fugger davon nichts wissen wollte und noch weniger von Freundschaftsgeschenken wie Öl hielt, scheinen sie diese Karavane umgeleitet zu haben, wollten es aber offenbar so darstellen, dass unser Verdacht auf Hern Fugger fällt.
Alleine können sie auch das Attentat auf den Diadochen nicht geplant und ausgeführt haben. Die halbe Stadt steht wohl hinter diesen Verrückten. Vor allem die Händler." Die Priorin strich sich selbst übers Kinn und warf einen Blick in die Runde der Engel, ehe sie weiter sprach.

"Dieses Attentat hätten wir kaum verhindern können, nur wenn wir Frau Fugger erwischt hätten, oder einen der Drahtzieher, ich mache euch keinen Vorwurf, denn Ihr solltet ja das Öl finden und keine geplanten Morde im Vorfeld aufdecken." Die Frau blickte dieses Mal Tamiel an, als schien sie zu wissen, wie sehr ihn die ganze Sache bedrückte.

"Während also in Augsburg alles wohl dafür vorbereitet worden zu sein scheint, ist diese Ölkaravane heimlich durch die Wälder an Irsee vorbei gezogen. Und dort konntet ihr die Diebe stellen. Und damit wurde verhindert, dass Augsburg eine tiefere Allianz mit Wien eingeht. Für unsere Belagerung ein absolut wichtiger Punkt, denn wir können diesen Schandfleck mitten in Gabrielsland nicht länger dulden." fast glaubte man die Frau würde gleich energisch auf den Tisch hauen, doch dann lächelte sie und sah ein weiteres Mal auf.

"Em Susat ist mit der Planung des Angriffes noch immer beschäftigt, doch es ist mir eine Ehre euch Ihr direktes Lob für eure Mission auszuprechen. Wir sind äußerst zufrieden" sprach die Priorin und die Engel kamen irgendwie nicht umhin, zu glauben, dass es Nürnbergs Führung nicht ganz unrecht war endlich einen Grund zu haben mit diesen Ketzern aufzuräumen.

"Bitte tretet vor und empfangt unseren Dank und unsere Anerkennung.
Arcanael von den Ganrieliten, komm zu mir." mit diesen Worten war sie aufgestanden und hatte nach bereitgelegten und duftenden Votivbändern gegriffen um mit einer feierlichen Geste Arcanael ein Votivabd um seinen linken Arm zu wickeln, während sie feierlich die letzten Worte des Hohenliedes der Gabrieliten sprach.

Arcanael grinste dabei stolz und wirkte gleich etwas größer.

"Rupeshiel von den Ramieliten, bitte tritt vor..." sprach sie weiter und lächelte der jungen Ramielitin auffordernd zu.

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

e

Beitrag von Cutter » 26.05.2006 - 19:03

Rupeshiel stand frisch gewaschen und gekämmt vor der Priorin und konnte ihre Bewunderung für diese Frau überhaupt nicht verbergen, welche sie gegenüber Magdalena von Weimar empfand.
Rupeshiel hatte den Rücken gerade durchgestreckt, sodass sie auch ja keine kümmmerliche Figur machte und achtete penibelst genau darauf, nicht wieder in die alte Angewohntheit zu verfallen, irgendwelche Rockfalten zu kneten.
Rupeshiel wollte das man stolz auf sie war und auch aus diesem Grund benutze die kleine Ramielitin bei der Ansprache Magdalenas ihre Macht um sich immer wieder an diesen einen Augenblick, ihre erfolgreiche Beendigung einer Mission, erinnern zu können.
Rupeshiel hatte sprichwörtlich Schmetterlinge im Bauch, als Magdalena von Weimar sie ansprach. Die Ramielitin zitterte mit einem Mal am ganzen Körper. Sie hatte das Gefühl, dass ihre Beine gleich ihrenDienst vergsagen würden. Die Ramielitin machte einen zittrigen Schritt nach vorne und dann war die Anspannung mit einem Mal wie verflogen und die nächsten Schritte wurden immer sicherer.
Mit großen Augen, schaute Rupeshiel zu Magdalen auf und dschluckte ganz kräftig um ihren Klos im Hals heruner zu drücken und dieses Gefühl los zu werden, was durch all ihre Venen pulsierte.
Sie wollte sie anfassen, von ihr in den Arm genommen, den Geruch ihrer Haare aufnehmen und einfach ihre Stimme hören.
Magdalena lächelte Milde auf Rupeshiel herunter. "Mit welcher Hand schreibst du?" fragte sie ebenso milde wie sie lächelte und wickelte Rupeshiel, nachdem die Ramielitin den linken Arm vorzeigte, mit aller größter Sorgafalt langsam ein mit Duft getränktes Vovitband um ihren linken Arm, während die Priorin die Worte Ramiels wiederholte.
... Denn ich bin das wahre und alleinige WORT.
... Das Wort das am ANFANG war und das, das am ENDE wieder sein wird.
... Ich bin seine Stimme und sein Geist wohnt in mir, wie auch seine Worte in mir wohnen.
... Ich bin geschaffen durch ein Wort von IHM und meine Schwingen tragen sein Wort unter die Menschen.
... Meine Stimme tröstet oder verflucht, meine Stimme verkündet die frohe Botschaft und auch seinen Zorn.
... Und nichts, was benannt ist und einen Namen hat, soll jemals vergessen sein solange das WORT weitergetragen wird von Mund zu Mund zu Mund...

Rupeshiel lächelte glücklich und für einen Moment hatte sie das Gefühl, dass die Priorin sie umarmen würde, als sie das Band an ihrem Oberarm befestigte. Rupeshile hielt für diesen einen Moment inne und horchte auf das Herz der Priorin, das ganz sanft schlug. Rupeshiel schloss ihre Augen um diesen Moment in ihr Herz einzuschließen. Als die Ramielitin ihre Augen erneut öffnete, lächelte Magdalena mütterlich auf sie herab.
Rupeshile seufzte schwer und ging ein paar Schritte zurück, obwohl sie erneut diese Umarmung suchen wollte. Beinahe traurig wirkten ihre Augen, als Rupeshiel sich zurück in die Formation eingereit hatte und sie den Blickkontakt mit Magdalena immernoch hielt, bis sich die Priorin einem anderen Engel zuwandte.

Tamiel
Samael
Samael
Beiträge: 124
Registriert: 27.06.2005 - 18:16
Kontaktdaten:

Beitrag von Tamiel » 29.05.2006 - 13:52

Auch wenn der Regen für gewöhnlich allgegenwärtiger Begleiter all seiner Wege war, hatte Tamiel das dumpfe Gefühl, dass die schweren Regentropfen, die an seinen Flügeln und Kleidern während ihres Rückfluges nach Nürnberg gerissen hatten, symbolischen Charakter trugen. So oft man ihnen bereits in Irsee versichert hatte, dass ihre Mission ein positives Ende genommen und der Kirche einen erheblichen Vorteil verschafft hatte, so schwer wog dennoch Tamiels Herz, während sie über Augsburg hinweg geflogen waren.
Krieg.. Das war alles, was sie erreicht hatten. Krieg und Zwietracht und Leid für so viele Menschen, die man mit friedvollen Worten und einem Zeichen der Liebe Gottes, nicht seines Zorns, hätte überzeugen können.
Herrmann Fugger tot, mit ihm einer jener Anhaltspunkte für Tamiel gestorben, der ihm gezeigt hatte, dass auch ein Ungläubiger nicht nur Schlechtes in sich trug.

Schweigsam und mit Bedacht hatte der Michaelit in Nürnberg die nassen, schmutzigen Kleider fallen gelassen und nach einem heißen Bad gegen frisches weiß ausgetauscht. Lange Zeit hatte sein ernsthaft, fast traurig dreinblickendes Antlitz aus dem Spiegel auf ihn zurück gestarrt, bis die feinen Züge, die Linien der Sigil und die sanftem blauen Augen fremd geworden waren und Tamiel rasch den Blick abgewendet hatte.

Nun standen sie vor der Priorin des Himmels, empfingen die schmalen Stoffbänder und weitere Bekundungen über den Erfolg ihres Auftrages. Mit aller Mühe versuchte Tamiel, die Schultern stolz zu straffen, doch immer wieder sanken sie herab und stumm wartete er, bis er an der Reihe war, seinen Segen zu empfangen.

Ibn
Nathaniel
Nathaniel
Beiträge: 316
Registriert: 14.04.2003 - 11:36
Wohnort: Augsburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Ibn » 29.05.2006 - 14:36

Nathaniel tat irgendwie alles weh. Und der Flug nach Nürnberg war für den Urieliten doch recht anstrengend gewesen. Nichtsdestotrotz stand er mit einem breiten, Nathaniel typischen Grinsen, frisch gebatet, in sauberer Kleidung und mit dem für Urieliten typischen Zopf, bei dessem binden er sich hatte helfen lassen müssen, in den Räumen, in denen sie die Priorin empfing und wartete darauf das Votivband überreicht zu bekommen.

Als es dann soweit war, strahlte Nathaniel regelrecht vor Freude. Stolz war ihm ins Gesicht geschrieben, als ihm das Votivband um den rechten Arm gebunden wurde. Nach einer leichten Verbeugung, die den Respekt, den er der Priorin entgegenbrachte, ausdrückte, reichte sich der Urielit wieder in die Formation ein.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 01.06.2006 - 06:12

Es dauert nicht lange, da hatten auch Vasiarel und Kiraniel stolz ihre neuen Auszeichnungen empfangen und nun war zuletzt der Michaelit der Schar an der Reihe.

"Tamiel von den Michaeliten, bitte tritt auch du vor. Ich weasiarel iß, dass dieser Auftrag euch viel abverlangt hat, denn gegen die Traumsaat zu kämpfen ist eine Sache, doch gegen die Menschen streiten zu müssen eine in meinen Augen oft schrecklichere. Ihr habt großes geleistet und wir sind dankbar für eure Hilfe und euer schnelles Handeln." begann die Priorin.

Tamiel
Samael
Samael
Beiträge: 124
Registriert: 27.06.2005 - 18:16
Kontaktdaten:

Beitrag von Tamiel » 01.06.2006 - 09:59

Tamiel zögerte nur minimal, aber einem aufmerksamen Beobachter wären das tiefe Luftholen und das heimliche Abwischen der feuchten Handinnenflächen am Ordensrock sicherlich als Zeichen des Unwohlseins aufgefallen. Still, den Blick unter dichten Wimpern auf die Priorin erhoben, bewegte Tamiel seine nackten Füße über den kühlen Steinboden des Raumes, bis seine Zehen vor der Frau in den weichen Schlaufen eines Teppichs versanken.

Abermals nahm er die lobenden, tröstenden Worte in sich auf, senkte demütig das Haupt und räusperte sich heimlich, bevor er für einen simplen Satz seine Stimme erhob: „Ich tat meinen Dienst im Namen der heiligen Mutter Kirche und der Erzengel, so wie ich es auch in Zukunft zur Glorie Gottes tun werde.“
Mit seinem rechten Arm hob sich auch sein Blick wieder, traf den der Priorin, bevor die Gabrielitin dazu überging, das mit dem Michaelit unbekannten Segenssprüchen bestickte Band um Tamiels Arm zu binden.
Kurz verharrte der goldene Engel, dann trat er mit leise raschelnden Flügeln zurück in die Reihen seiner Scharmitglieder.
Sein Blick hob sich, suchte den der gabrielitischen Würdenträgerin, bevor er über ihre Gesichtskonturen hinweg glitt und vom bunten Licht, das durch die farbenfrohen Glasmosaike der Fenster in ihrem Rücken fiel, eingefangen wurde.

Was wohl als nächstes auf ihn warten würde? Was würde Gott für ihn bereithalten? Prüfungen? Weitere Puzzelstücke im Spiel seines irdischen Lebens?

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 01.06.2006 - 11:50

Ihrer Bitte, die Funde die sie gemacht hatte umgehend nach Prag zu bringen, hatte man ihr gewährt. Rupeshiel presste die Tasche enger an ihren Körper, als sie hastig über ihre Lippen leckte, als sie an die vorsintflutliche Karten dache, welche sie den Magistern übergeben konnte.
Was würde sie dafür wohl bekommen?
und wie lange würde diesesmal die Reise nach Prag sein?
Die kleine Ramielitin hatte sich unterbewusst schon beinahe von ihrer Schar verabschiedet, als sie an Prag dachte, nachdem sie sich irgendwie sehnte und irgendwie doch nicht.
Rupeshiels Blick glitt abermals über die Priorin und ihr Herz begann sofort heftiger zu schlagen, während sich abermals ein Klos in ihrem Hals festzusetzen drohte.
Nein, sie würde diesen Augeblick nicht vergessen.
NIEMALS.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 02.06.2006 - 09:00

In Augsburg
saß der Diadoche Xaver Mering in seiner Kammer und starrte auf die kleinen Briefe, die ihm Annalies geschickt hatte.

Er wusste, er würde sie niemals wieder sehen.
Er hätte sie nicht gehen lassen dürfen.
Er hätte...

Leise fluchte der Mann und warf dann in plötzlicher Wut das leere Bierglas an die nächste Wand.

Sie würden sie in Nürnberg in einem Ketzerprozess zur Schau hinrichten. Und er würde nichts, aber auch gar nichts...

Xaver schloss wütend die Faust um die Stuhllehne.
"Oh nein.. ich werde nicht aufgeben. Nicht für euch irre Fanatiker!" ein beinahe verrückt klingendes glucksendes Lachen stieg aus der Kehle des Mannes auf.
Dann brüllte er nach Jonas, dem Stadtschreiber.

Jonas beeilte sich seinem neuen Herrn Folge zu leisten und betrat schon einige Sekunden später das Zimmer.
"Was wünschen Sie" fragte er, obwohl er es sich denken konnte.

"Berufen Sie die Befehlshaber der Garde, der Miliz und meiner privaten Truppen herbei. Wir müssen uns auf eine Belagerung vorbereiten. Ich brauche eine vollständige Liste über das Waffendepot, Munition und unsere Ölvorräte. Und über unsere Nahrungsmittel-Speicher.
Wie sieht es mit den Leuten in der Stadt aus?"

"Sie fürchten sich. Es spricht sich rasch herum" antwortete Jonas wahrheitsgemäß.
"Gut, gut. Sollen sie sich fürchten. Lassen Sie Zettel verteilen. Die Leute sollen wissen, dass die Kirche jeden Augsburger, den sie vor den Toren erwischt als Ketzer hinrichten lässt."
Jonas wollte mit einem "Aber.." etwas einwenden, dann lächelte er und nickte. "Natürlich. Noch etwas?"

"Geben Sie bekannt, dass das Kriegsrecht über die Stadt verhängt wurde.
Die Leute sollen ihre Waffen ölen und zu ihren Viertelkommandanten gehen. Herr Fugger hat trotz seiner liberalen Politik erstaunlich gut vorgesorgt."

Xaver lächelte grimmig. Jonas nickte.

"Augsburg wird nicht fallen." meinte er dann bestimmt.
Er kannte die Geschichte. Diese Stadt war 2600 Jahre alt.
Sie hatte dutzende Kriege mitgemacht, Seuchen, Hungersnöte, Überschwemmungen, ..

"dene wern mir zeigen, aus was fürm Holz wir san!" murmelte Xaver.

'Vielleicht ist Holz nicht genug, gegen eine Armee aus Feuer und Stahl' dachte der Stadtschreiber dann.

Und dann begann es draußen zu regnen. Wie Trommelfeuer platzten die Tropfen auf dem Metalldach des Diadochenpalastes.

Michael
Der ist wie Gott
Der ist wie Gott
Beiträge: 1226
Registriert: 08.08.2004 - 20:57

Beitrag von Michael » 03.06.2006 - 22:14

Spiel abgeschlossen!
:arrow: Archiv

Gesperrt

Zurück zu „Archiv vergangener Scharen“