Jägersucher - INPLAY

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Kaos
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Beitrag von Kaos » 03.01.2006 - 13:18

Einen Augenblick schien Aruniel zu lächeln als Finnyael so herzhaft lachte, aber es verflog noch im selben Wimpernschlag wieder und dieser fast schon emotionsloser Gesichtsausdruck kehrte zurück.
Ein starker Geist und eine starke Seele... und ein Selbstvertrauen dass in diesem Raum keinesfalls platz fände... sie erinnert mich irgendwie an jemanden...
Aruniel widmete sich dann nochmal dem Verband, zog ihn ein wenig fester. Danach wickelte er wieder die schwarzen Tücher über seine Unterarme, wobei ein starker Brandsalbengeruch, vermischt mit dem von Teer und Schwefel, von selbigen Ausging.
Als er das alles beendet und seine Sachen wieder sicher verstaut hatte setzte er sich im Schneidersitz auf den Boden und wartete stillschweigend.
Hm werde die Raphaelitin wohl suchen mussen.... naja noch ein wenig abwarten...

Gabriel
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Beitrag von Gabriel » 04.01.2006 - 12:48

Finnyael versank nachdem sich Aruniel zur Ruhe begeben hatte auch in ihrer Meditation. Sie musste sich ja schließlich ausruhen.

Ta-mil
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Beitrag von Ta-mil » 05.01.2006 - 11:55

Zinael stieg nicht die Stufen hinauf, sondern kniete sich in eine der hervorstehenden Ausbuchtungen der Mauer. Es war den Platz den er immer benutzte um seine Gedanken zu sammeln. Seine Augen glitten über die abgerundeten Berge vor ihm, welche langsam immer mehr in der zuziehenden Dunkelheit verschwanden. Seine Schar ... wieder brachte er Engel an diesen Ort und wieder würden sie in die nördlichen Sümpfe müssen. Für einen Moment schloss er die Augen und drängte die Bilder zurück, welche sich in ihm zeigen wollten.

Nach einer guten viertel Stunde machte er sich auf den Weg zurück in die Cella, welche er leise betrat und sich einen Platz für die Meditation suchte, er versuchte dabei die anderen nicht zu stören.

Kaos
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Beitrag von Kaos » 18.01.2006 - 14:21

Als Ailadiel den Raum betrat öffnete Aruniel die Augen, sein Blick ruhte auf ihr. Er nickte ihr zu, deutete ihr nach drausen zu gehen, nahm seine Sachen und ging nach ihr aus der cella. Fast lautlos schloss er die Tür hinter sich.
"Ich hoffe es stört dich nicht zu sehr wenn wir unser Gespräch an einen angenehmeren Ort verlegen."
Ohne wirklich eine Antwort abzuwarten breitete er in der Mitte des Hoffes seine Schwingen aus und erhob sich mit ein paar mächtigen Schlägen, bei denen seine Knochen wieder laut knackten, in die Luft. Unter enormen Kraftaufwand erreichte er schlieslich eine normale Flughöhe und flog los Richtung einer klainen Ansammlung von Bäumen, nahe der Wartburg.
Er landete vor selbigen, sehr elegant und erstaunlich leise, legte die Flügel an und begab sich in diesen kleinen Baumkorridor hinein. Dort<in der Dunkelheit , in der nichtmal mehr das Mondlicht und die strahlenden Sterne vordrangen, wartete er ob Ailadiel ihm gefolgt war.
Mal sehen ob du den ersten Schritt zu gehen bereit bist...

Amatiel
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Beitrag von Amatiel » 18.01.2006 - 15:13

Ailadiel war stehengeblieben als sie Aruniel erblickt hatte, und gerade hatte sie antworten wollen, als sie schon beinahe hinausgeschoben wurde, Aruniel an ihr vorbeiging und sich in die Luft erhob.
Erstaunt runzelte sie die Stirn, und sah dem Todesengel hinterher. Sie hatte erwartet dass Aruniel sie, genau wie es Zinael getan hatte, in den Hof geführt hätte.
Flink band sie die Haare zusammen, nahm einen kurzen Anlauf, währenddem sie ihre Flügel ausbreitete (und einen Busch um einige Blätter und Blüten ärmer machte), und sich geschwind in die Luft erhob um Ailadiel folgen zu können.
Es war schwer den dunklen Engel in der beginnenden Nacht auszumachen, doch sie folgte einem Schatten den sie als Aruniel vermutete, wenngleich sie sich wunderte, dass der Gabrielit einen Wald anflog.
Nachdem der Schatten gelandet war, verschwand er vollkommen aus dem Sichtfeld der Raphaelitin, so dunkel war es dort.
Als Ailadiel die Lichtung erreichte, forderte es besonderes Flügelspitzengefühl, mit den monströsen Schwingen auf dieser doch recht kleinen Lichtung zu Landen.
Wie schon vorher im Hof, verärmte Ailadiel einige Bäume um Äste und Blätter, und trotzdem landete auch sie erstaunlich leise, nämlich nur begleitet von einem leisen Rascheln.
Sie faltete ihre Flügel und blickte sich um. Eine leichte Gänsehaut kroch über den Rücken des weißen Engels, der sogar hier in der Dunkelheit als heller Fleck relativ gut zu erkennen war.
„Aruniel?“ fragte sie in die Dunkelheit, bevor sie die Augen schloß, und sich wieder auf ihr Gehör verließ, um herauszufinden wo genau sich der Streiter Gottes befand.

Kaos
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Beitrag von Kaos » 18.01.2006 - 15:58

"Wie ich sehe habt ihr die Fähigkeit eure Angst zu bändigen."
Aruniel zerbrach einen kleinen Ast zwischen den Fingern dass Ailadiel ihn schneller ausmachen könnte.
"Und ja, außer den Tieren des Waldes, den Seelen der Ahnen und uns beiden ist im moment niemand hier, vermutlich bin ich der der mit euch spricht."
Er zog sich in das Geäst eines der Bäume hinauf, seltsamerweise schien ihm das keine sonderlich große Mühe zu machen, in anbetracht der tatsache das er seine Flügel dabei nirgends verhakte, als ob er sowas schon sehr oft gemacht hätte.
"Ich werde ein wenig mit euch reden. Aber zuerst biete ich euch das Du an wenn es genehm ist."
Er nahm im Baum eine etwas seltsam anmutende Sitzhaltung ein, seine Flügel in starke Äste gestemmt, die Füße im Schneidersitz doch schien ihn der aufkeimende Wind nicht zu stören und jede noch so kleine Schwankung des Baumes in auch zu bewegen.
Er hatte schon recht, nbichts geht über einen starken Baum... werd eh nie verstehen warum alle auf diese Steinhäuser stehen... sind auch nicht so viel sicherer und sie unschön im vergleich zu alldem hier... nun erstmal sehn wie sie reagiert...

Amatiel
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Beitrag von Amatiel » 18.01.2006 - 16:35

Sie fuhr herum und öffnete die Augen als die Stimme des Streiters schräg vor ihr ertönte.
"Angst ist notwendig, wer im kampf bestehen will muss lernen seine Angst zu beherrschen und sie zum eigenen Vorteil zu nutzen."
Ailadiel versuchte den weg des Gabrieliten hinauf in die Bäume zu verfolgen, und nachdem ein Windhauch wie eine leise Stimme an ihr vorbeigegangen war, ließ sie sich ins Unterholz sinken, und setzte sich zwischen die vielen kleinen Gewächse die hier den Boden bestimmten.
"Nun, ich weiß nicht wie das in Nürnberg gehandhabt wird, aber in Gratianopel begegnet man jedem, egal ob Signum-, Sigil- oder Scripturaengel, Postulant oder Mensch mit du. Da ich aber wie gesagt nicht weiß wie man das bei euch Streitern handhabt, nehme ich dein Angebot sehr gerne an." Bestätigend nickte sie, obwohl sie sich sicher war, dass Aruniel es nicht gesehen haben konnte.

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Beitrag von Kaos » 18.01.2006 - 22:42

Gute antwort...
"Ehrlichgesagt weis ich nicht wie man es in den Orten die du nanntes handhabt." Und will es auch nicht wissen... nicht mehr
Aruniel streckte sich ein wenig, ergriff dabei ein paar Blätter die er zwischen den Fingern zerrieb, den Duft in die Nase steigen lassend.
"Ich nehme an du erwartest dass ich dich fragen werde ob und wie du kämpfen kannst, aba ich denke wenn Zinael mit dir zufrieden ist wirst du besser kämpfen als ich es tue." Er lies die Reste der Blätter in dem flauen Wind hinabgleiten.
"Nur eins möchte ich dennoch fragen."
Er sprach ein wenig klarer als sonst, als wolle er seinen Dialekt gezielt unterbinden.
"Warum kämpfst du und bitte erspar mir das "Wir Kämpfen für die Erzengel und für Gott, und vor allem zum Wohle der Menschen den nur WIR können den Herrn der Fliegen besiegen" was dein Verstand zu denken gelernt hat. Ich will wissen warum dein Herz kämpft."
Ziele sind der Weg zum erfolg... falsche Ziele führen zu nichts...

Ta-mil
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Beitrag von Ta-mil » 19.01.2006 - 07:03

Zinael registrierte, dass Aruniel und Ailadiel die Cella verließen, sicher wollten sie reden. Für einen Moment war er versucht ihnen zu folgen doch dann schüttelte er den Kopf, sie würden vernünftig genug sein nicht einfach die Burg zu verlassen. Er konzentrierte sich wieder auf sein Innerstes und begann ein stummes Zwiegespräch mit Gabriel.

Amatiel
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Beitrag von Amatiel » 19.01.2006 - 12:29

Ailadiel legte den Kopf schief. Wie konnte ein Gabrielit nicht wissen, wie die Umgangsformen in seiner Stadt, in der er ausgebildet wurde und in der er als Gabrielit die meiste freie Zeit verbringen hätte sollen?
„In der Tat, das hatte ich erwartet. Aber auch diese unerwartete frage will ich dir gern beantworten. Die ursprüngliche angedachte Aufgabe der Kinder Raphaels ist die Säuberung. Befreiung von Wunden, von seelischer und körperlicher Last.
Damals, als ich noch das Sigil trug, war ich zu oft dabei, musste zu oft sehen wie ich meinen Geschwistern nicht helfen konnte, wie sie sich bemühen mussten mich zu schützen, konnte ich doch keine einzige Waffe führen.
Eines Tages, vor fast genau zwei Jahren, musste ich zusehen, wie eine Horde Traumsaat meine 4 Geschwister auslöschte. Loniel, die Gabrielitin gab ihr Leben damit ich fliehen konnte. Als ich an den Platz der Schlacht zurückkehrte, konnte ich niemandem mehr helfen.
An jenem Abend beschloss ich, nein, da merkte ich, dass es meine Aufgabe war Gottes Zorn, und Raphaels Wut zu verkünden, und in beider Namen das Land von der Traumsaat zu säubern. So fing ich an das Kämpfen zu üben und es für mich zu perfektionieren. Bald darauf folgten erste Einsätze an der Front, einer dem anderen.
Und heute bin ich hier, bereit Waffe und Mächte einzusetzen, damit so etwas wie vor zwei Jahren niemals wieder geschieht.
Ich weiß dass ich kein Gabrielit bin, dennoch denke ich mittlerweile, dass jeder zumindest ein Minimum an Verteidigung beherrschen sollte. Ich bin keine Kampfmaschine, töten ist ein notwendiges Übel, sei es durch Metall... oder...“
Ailadiel verstummte und kratzte sich am Arm.
“Nun...ähm... meinst du nicht wir sollten zurückkehren? Ich denke eine Meditation wird uns ganz gut tun, bevor wir Morgen aufbrechen.“

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Beitrag von Kaos » 19.01.2006 - 16:41

Sie hat es nicht verstanden... aber der Grund ist ein richtiger... mal sehn...
"Hm ich denke dass ist ausreichend. Und damit du dich darauf einstellen kannst, ich kämpfe nach meinem Instinkt, also nicht nach festen Kampfmustern."
Aruniel lauschte in die Nacht, verhakte sich noch ein wenig mehr im Geäst.
"Ja ich denke ein wenig Ruhe kann nicht schaden, ich wünsche einen angenehmen Rückflug, ich denke die Wartburg dürftest du kaum verfehlen können."
Er wickelte sich ein Tuch um den Mund er war nun fast gänzlich schwarz bedeckt und kaum erkennbar in dem sich wiegenden Baum.
"Ich werde morgen früh wieder in der Wartburg sein und wenn nicht, naja ihr wisst dass es dann sinnlos wäre nach mir zu suchen. Also auf bald."
Er streckte die Arme zu dem starken Ast direkt über ihm, hielt sich fest und schien zu beginnen zu meditieren.

Amatiel
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Beitrag von Amatiel » 20.01.2006 - 13:42

Besorgt runzelte das Raphaelskind die Stirn. Sicher war es hier bestimmt nicht zu 100 Prozent. Dennoch, Aruniel war Gabrielit, vielleicht wusste er nicht was er tat, aber verteidigen würde er sich wohl können. Dennoch machte seine letzte Aussage sie nervös, und sie nahm sich vor, Zinael bei nächster Gelegenheit bei Seite zu nehmen und ihm von ihrer Sorge zu berichten.
„Gute Nacht, Aruniel.“

So leise wie sie gekommen war, so verließ sie das Waldstück auch wieder, und nach einem besorgten Blick in die Dunkelheit rings um sie – so ein Engel ganz in weiß bot sicher eine prima Zielscheibe ab für was auch immer – erhob sie sich mit kräftigen Schlägen in die Luft, um kurz darauf wieder im Hof der Burg zu landen.
Nach einem letzten besorgten Blick zurück in die Richtung, in der sie Aruniel zurückgelassen hatte, begab sie sich so leise wie möglich zurück in die Cella, wo sie sich eine einsame Ecke suchte, und sich dort zum meditieren niederließ.

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Beitrag von Kaos » 23.01.2006 - 12:57

Die scheinbare Dunkelheit der Nacht wich dem Morgengrauen. Dick von Wolken verhangen vermochte man zwar die Sonne nicht bei ihrem Lauf zum Himmel hin zu betrachten doch das Licht erhelte doch das was von der Nacht noch finster war.
Nur langsam erwachte die Welt aus ihrem Schlummer, erste Vögel eroberten Die Lüfte, Grillen zirpten im Gras der Wartburg. Und mit dem Licht kehrte auch der allmorgendliche Nebel zurück, wanderte langsam durch das Tal bis zur Wartburg hin, strich an den Mauern entlang wie ein sich aus dem bett erhebender Fluss um letztlich an der Burg selbst zu enden.

Der Kapellmeister, ein alter Monache schritt bereits über den Hof, um die Messe vorzubereiten und er war auch der erste der bemerkte dass die Kapelle keineswegs leer war. In einer der hintersten Reihen, in das Licht dass durch das Fenster fiel getaucht und von dem dezenten Kerzenlicht umgeben saß Aruniel, bereits wartend.
Nur wenige Augenblicke später ertönten die Glocken der Kapelle durchs Tal und riefen zum Dienste am Herrn.

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