Die Gralsjünger-Intime

Das Archiv aller fertig gespielten Gruppen
Yiel
Jack
Beiträge: 137
Registriert: 01.12.2002 - 16:02
Wohnort: Kloster
Kontaktdaten:

Beitrag von Yiel » 31.01.2003 - 22:22

Yiel stellte die ansehnlichen aber nicht prunkvollen Kelche auf ein einfaches Tablett und überreichte sie der Person im Kloster die seiner Meinung nach die Engel begrüßen würde.
„ich habe schon alles für unsere neuen Gäste vorbereitet, falls sie vor mir wieder eintreffen sollten. Ja Frater, ich bin ein wenig in Eile, man berichtet das neue Krankheitsfälle aufgetaucht sind, sehr bedauerlich. Nein ich müsst euch um nichts mehr kümmern. Gebt ihnen das nach der langen Reise werden sie durstig sein und achtet darauf das sie es brav trinken, nicht das man uns nachsagt wir wären schlechte Gastgeber.“
Sein Umgangston war mehr als freundlich, wenn auch in seinen eigenen Ohren seine Worte irgendwie hohl klangen. Er war sich sicher das wenn die Engel ankommen sollten der der Frater ihnen die Becher geben würde und darauf achten würde das sie trinken. Es war nicht unüblich und früher war Wasser ein kostbares gut gewesen.
Natürlich schwieg Yiel sich über die Kräuter aus die diesem Wasser beigemischt waren.
Um seine einfache Anweisung noch mehr herunter zu spielen plauderte er noch etwas bevor er das Kloster wieder verließ. Er war sich unsicher welchen Weg Norel genommen hatte flog aber einen leichten Bogen bevor er zu dem Dorf kam, das unangenehm nahe an der Einrichtung war wo sie ihren Schatz versteckten.
Das Dorf war wirklich sehr klein und entsprechend wenig Kranke gab es auch eigentlich. Aber die drei Engel hatten schon früh beschlossen ein besonderes Auge auf den Ort zu werfen. Man könnte fast meinen diese Menschen würden von ihnen bevorzugt, im Grunde war es auch so, aber die Menschen sollten einfach die Wichtigkeit der Engel akzeptieren.
Sanft landete der Raphaelit nach einer kurzen Flugzeit auf dem lehmigen Boden des Dorfes und schaute lächelnd in die Runde der Dorfbewohner die ohnehin schon vor den Häusern waren. Sein Blick war suchend, alle Dorfbewohner sollten inzwischen wissen dass sie bei ihm Hilfe finden würde. Diesmal jedoch wartete Yiel still ab bis ein Dorfbewohner auf ihn zukam.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 01.02.2003 - 15:15

[das mit den Kräutern geht klar]

In La Pieca hatte man längst bemerkt, dass die Engel hier irgendetwas wichtiges planten, manche Dorfbewohner schinen mehr zu wissne und einige waren nach oben zu den Ruinen gezogen die im Fels verborgen lagen.
In La Pieca gab es diverse Gerüchte, aber die Meisten rankten sich darum, dass etwas in den Bergen lebte, was die Krankheit in die Dürfer brachte und auch nach LaPieca gebracht hatte,

Andere Leute in La Pieca glaubten sogar es sei eine Strafe Gottes, dass man krank wurde und mieden die Kranken. In Pieca waren einige Leute krank, Aber der Raphaelit kam nun so häufig vorbei, dass die Menschen zu hoffen wagten, dass er die Krankheit irgendwie eindämmen konnte. Die Menschen waren sehr dankbar und als Yiel im Dorf ankam, erwarteten ihn gleich mehrere Leute die ihn ehrfürchtig ansahen und ihn freudig begrüßten.
Vor einigen Tagen war auch der Laienpfarrer Fra Lugien krank geworden und dieser kam nun hinter einem Tuch, das er sich vor Mund und Nase hielt, hustend näher.

Zaphiel
Camael
Camael
Beiträge: 30
Registriert: 30.11.2002 - 00:32
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Zaphiel » 02.02.2003 - 11:09

Zaphiel wanderte durch das ruhige Kloster, wieder einmal mit dem Ziel der Bibliothek. Ihr Gewand raschelte leise, und diesmal kamen ihr keine Monachen entgegen, denn sie wandelte auf Wegen, welche die meisten nicht einmal kannten, und deren Erbauer schon lange dahingeschieden waren. Als sie ankam stellte sie zufrieden fest, dass Bruder Marc noch bei der Arbeit war. Er las in einem Buch, welches Zaphiel auch einmal überflogen hatte, wegen der schwierigen Sprache jedoch nicht weiter gewürdigt hatte.. Kein besonderes Buch, jedoch brisant genug, um Marc das Buch gleich wegnehmen zu können, da es auch nicht als ungefährlich galt.

Sie ging an ihn heran und er zuckte zusammen, als sie mit ihrerer weichen Stimme sprach: Hallo Marc! Sag mal, kennst Du eigentlich Ragueliten?, wobei sie geflissentlich darauf achtete, ob er auch Das 8. Gebot einhielt.
Zuletzt geändert von Zaphiel am 03.02.2003 - 18:55, insgesamt 1-mal geändert.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 02.02.2003 - 13:10

Celestos befindet sich im Versteck nicht im Kloster und gehört zu den Gralsjüngern und nicht zu den Monachen
der Bibliothkar muss jemand anderes sein oder?

Yiel
Jack
Beiträge: 137
Registriert: 01.12.2002 - 16:02
Wohnort: Kloster
Kontaktdaten:

Beitrag von Yiel » 02.02.2003 - 14:18

Ein fast professionelles warmes Lächeln legte sich auf Yiels Züge als der Pfarrer näher kam. Auch Yiel traf es immer wieder wenn einer der Dorfbewohner erkrankte. Es traf ihn sogar sehr schmerzhaft und an einer Stelle die die anderen Engel vielleicht nicht einmal verstehen konnte. Es war seine Aufgabe die Krankheit zu vertreiben und musste zugeben dass er machtlos war im Angesicht dieser teuflischen Krankheit. Aber nicht mehr lange das schwor Yiel sich. Nicht mehr lange und er hatte das passende Gegenmittel und konnte diesen Menschen helfen und jetzt würde ihn auch nicht mehr eine Schar aufhalten die der Kirche diente die dieses Gegenmittel zurückhielt.
Während dieser Gedanken blieb das berufsmäßige Lächeln auf dem Gesicht des Raphaeliten bestehen. Der fast schwarze Eichenholzstab ruhte auf dem Boden und in seiner Hand während der Pfarrer näher kam.
„Der Herr mit euch.“ Begrüßte er ihn ungeachtet seinem Husten und dem Stück Stoff vor seinem Mund. Der Engel mit der Ausstrahlung von Güte und Rettung neigte dabei etwas den Kopf. Er wartet kurz die Entgegnung des Fra ab und machte dann bevor dieser fortfahren konnte weiter in seiner Rede. „Vielleicht sollte ich zuerst diesen schlimmen Husten etwas lindern damit wir uns besser unterhalten können…“ Dabei schaute er ihn fragend an, deutlich das er dies unter vier Augen tuen würde.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 02.02.2003 - 14:30

Lugien nickte und hustete erneut.
"Folgt mir, folgt mir... ich bin ja so froh euch hier zu sehen. Anna ist krank und sie erwartet doch ein Kind... heilt nicht mich... helft ihr!"
Lugien schlurfte dann weiter auf eines der Häuser zu dessen Tür nur angelehnt war.
Im Haus war es dunkel und es roch nach Krankheit obwohl sich mehrere Leute dort aufhielten. Ein jüngerer Mann und zwei Frauen, eine davon war Yiel als Hebamme bekannt auch wenn ihm ihr Name nicht einfiel.

In der Stube, war ein Bett aufgestellt worden auf der eine bleiche Frau lag. Offenbar in den Wehen. Vor einigen Tagen war es ihr noch gut gegangen. Doch jetzt zeigten sich auf ihre Haut kleine Pusteln und sie hustete nur matt.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 02.02.2003 - 14:42

Bruder Marc sah zu Zaphiel auf und rang mit den Worten.
"Wisst ihr... Zaphiel. Es heißt früher wäre dieses Kloster von Ragueliten besetzt gewesen... als... sie noch nicht in Trondheim waren sondern in Gratianopel. Dann gingen die Ragueliten in den Norden und das Kloster blieb. Angeblich war es vor 50 Jahren noch heimlich in Raguelitischer Hand auch wenn die Flagge die hier wehte schon die Grüne war, aber... ich war damals noch ein Kind und noch nicht im Dienst der Kirche. Ich weiß nur, dass der Prior, der damals hier war angeblich ein Raguelit gewesen sein soll. Und dass Fra Nils sein Schüler war."

Yiel
Jack
Beiträge: 137
Registriert: 01.12.2002 - 16:02
Wohnort: Kloster
Kontaktdaten:

Beitrag von Yiel » 02.02.2003 - 21:23

Gott sei Dank war es in dem Raum recht dunkel, ansonsten hätte man gut sehen können wie Yiel ein gutes Stück bleicher wurde.
Nichts war sehnlicher sein Wunsch als den Menschen zu helfen und gerade wenn es Kinder betraf war er sehr empfindlich. Aber ein Ungeborenes war noch etwas ganz anderes. Schnell stürzte Yiel ans Bett seinen Stab achtlos auf den Boden legend.
Hastig tasteten Yiels Finger über ihren Körper, fühlten nach ihrer Temperatur, strich über ihren Bauch und nahm die Verkrampfungen ihres Körpers war.
„Holt mir heißes Wasser und Tücher. Ich will das Kind versuchen vor dieser Krankheit zu bewahren.“
Yiel war sich ganz und gar nicht sicher ob es dafür nicht viel zu spät war. Er musste nicht einmal seine Fähigkeiten nutzen um zu sehen dass die Frau die Krankheit hatte. Aber auch für Yiel war es etwas vollkommen neues das eine Kranke ein Kind bekam. Sanfte beruhigende Worte sprach er auf Latein zu der Frau, wechselte gefliesslich in den hiesigen Dialekt. Seine Flügel hatte er wie immer darauf bedacht vorsichtig zu sein eng angelegt. Sobald die Utensilien die er gefordert hatte heran waren würde er beginnen das Kind zu entbinden. Und Gnade dem Kind Gott des es von der Krankheit noch verschont geblieben war. Im Hinterkopf von Yiel spielten sich dabei schon andere Dinge ab und wie er die Dorfbewohner davon überzeugen konnte nicht über diese Höhle zu sprechen wenn die andere Schar bis hierher kommen sollte.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 02.02.2003 - 22:36

Anna war dem Tod näher als dem Leben, und sie hatte schon seit drei Tagen hohes Fieber.
Sie hatte unablässig gebet und ihre Gebete waren erhört worden.
Schweiß rann der zitternden Frau über den ganzen Körper. Ihr erstes Kind... sie wünschte sich so sehr es in den Armen zu halten und doch wagte sie nicht dies zu hoffen.
Sie wollte den Engel anflehen das Kind zu retten, aber ihre Stimme versagte, vor zwei Stunden hatte sie geschrieen, aber jetzt fühlte sie sich dazu zu müde und es tat nicht einmal mehr weh.

Yiel
Jack
Beiträge: 137
Registriert: 01.12.2002 - 16:02
Wohnort: Kloster
Kontaktdaten:

Beitrag von Yiel » 02.02.2003 - 22:45

Yiel strich der Frau sanft über die Stirn. Mit seinen Fähigkeiten versuchte er ihr etwas Kraft zu spenden, war sich aber nicht sicher ob das genügen würde.
Er hatte dieses Stadium nun schon einige Male gesehen und wusste dass es nun zu spät war. Im Geiste betete er zum Herren und wünschte sich die Kraft dies zu verhindern, aber ebenso wusste er dass sein Gebet nicht erhört werden würde.
Als eine Frau hastig mit dem Wasser und den Tüchern in den abgedunkelten Raum gehastet kam vergeudete er keine weitere Zeit. „Rette dein Kind gute Frau Anne und presse.“ Die warme Stimme des Engels der so gar nicht aussah wie seine Stimme klang, so voluminös und weich redete der Frau gut zu. Vielleicht hatte er ihr genug Kraft geben können, vielleicht auch nicht, dann würde er das Kind mit einem Schnitt der Mutter entreißen, aber Yiel würde keine Möglichkeit ungenutzt lassen um der Frau wenigstens noch einmal ihr kennt zeigen zu können.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 03.02.2003 - 09:56

[Von Isael im chat gezogen: Der Tod - Stillstand
Alternative Bedeutung zu Stillstand: Trägheit, Mutation, Verwandlung]

Als Anna spürte, dass ein Engel bei ihr war, fasste sie nocheinmal neuen Mut und versuchte ihre letzte Kraft aufzuwenden um das Kind ans Tageslicht zu bringen.
Sie machte, was der Engel gesagt hatte und dennoch spürte sie bald, dass all ihre Mühen vergeblich waren. Das Kind wollte vielleicht einfach nicht auf die Welt. Vielleicht war diese Welt voller Krankheit und Tod und Traumsaat nicht der richtige Ort für ein Kind... ein Kind ohne Mutter vor allem. Aber es hatte einen Vater und eine Tante, die für es sorgen würden. Es war ein kräftiges Kind, es hatte viel getreten. Viel kräftiger als sie es war... sie war nie stark gewesen und Mutter hatte befürchtet, dass sie keine Kinder haben könnte, aber... sie war ja auch krank, oder nicht?... und wenn das Kind auch krank war... aber nein... das Kind war gesund, das wusste sie. Dem Kind fehlte nichts. Sie glaubte das ganz fest. Gott würde seinen Kindern nichts tun. Nicht einem Ungeborenen. Er hatte seinen Engel geschickt um das Kind zu holen... oder um sie zu holen. Ihre Gedanken verwirrten sich.
Ganz von Fern hörte sie Bastian ihren Namen rufen.
Ihr geliebter Mann... er würde sicher auch ohne sie auskommen. Er war ein guter Mann.

Anne fühlte sich ganz leicht.
Sie würde ihr Kind nicht mehr sehen, aber der Engel, er würde es retten. Er würde es als erster in den Armen halten und es würde gesegnet sein.

Sie hätte gerne den Engel gefragt wie er hieß und das Kind nach ihm benannt (Yienna für ein Mädchen;), aber ihre Lippen, die bereits blau waren, öffneten sich nur noch für einen letzten leisen Seufzer, ehe die Frau aufhörte zu atmen, das Kind noch immer in ihrem Bauch.

Yiel
Jack
Beiträge: 137
Registriert: 01.12.2002 - 16:02
Wohnort: Kloster
Kontaktdaten:

Beitrag von Yiel » 03.02.2003 - 14:05

Ein einzelner Schweißtropfen lief Yiel am Kinn herunter. Völlig ohne Geräusch fiel er von dort am und tropfte auf die Gestalt der Frau als diese sich auf einmal völlig entspannte. Der salzige Geschmack seines eigenen Schweißes perlte auf Yiels Lippen und hinterließ dort die wahre Bitterkeit seines Geschmacks.
Yiel konnte spüren wie das Wunder das die Menschen Leben nannten aus der Frau entwich. Er scheuchte den Tod nicht hatte auch keine Angst vor ihm, denn er gehörte zu dem Orden die den Tod entzaubert hatten, ihm drohten seine letzten Geheimnisse Tag für Tag zu entreißen. Die völlige Entspannung die, die Frau plötzlich erfasste, war mehr als Yiel wissen musste. Wieder begannen seine flinken Finger, die so feingliederig wirkten und nichts anderes wahren als präzise Werkzeuge, an zu arbeiten.
Das Betäuben der Frau konnte er sich sparen, das hatte eine höhere Macht bereits entschieden. Während seine rechte Hand in dem Beutel kramte befühlte seine linke schon längst den Bauch der Frau. Er spürte Bewegung. Im Grunde nichts Schlechtes, aber Yiel befürchtete das ihm seine Fähigkeiten bei der kommenden Aufgabe nur wenig helfen würden. Aber Yiel war auch von seinen eigenen Fähigkeiten ohne die Hilfe Gottes sehr überzeugt.
Seine Finger umschlossen in seinem Beutel was er gesucht hatte. Es war nicht mehr als ein klumpen Tücher, aber als er diese Tücher aufschlug kam ein winziger Dolch zum Vorschein mit einer matten Klinge. Bei genauerem hinsehen, was die Dunkelheit in dem Raum aber kaum zulassen würde, könnte man erkennen das die Klinge nicht aus Metall ist sondern scheinbar aus irgendeinem Stein. Yiel hatte damals lange suchen müssen bis ihm so ein Instrument ausgehändigt worden, war. Aber nun würde es sich lohnen, denn so schlagempfindlich diese Klinge auch war, sie war um ein vielfaches schärfer als jede Metallklinge.
In Anbetracht das die Mutter des Kindes bereits tot war setzt der Raphaelit routiniert die kleine Klinge unterhalb des Bauchnabels an und übte sanften Druck aus. Er konnte praktisch spüren wie sie in das noch nicht lange tote Gewebe eindrang und vernahm den fahrigen Geruch von Blut das aus der winzigen Wunde aufstieg. Kurz verharrte er dabei noch, bis er tiefer schnitt immer darauf achtend das Kind nicht zu verletzen. Er würde versuchen es über diesen Weg aus dem bauch der Mutter zu befreie.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 03.02.2003 - 16:06

[Das Buch der Bücher - Enthüllung
Alternative Bedeutung zu Enthüllung: Intuition, Bekenntnis, Empfänglichkeit, Denken, Geheimnis, Rätsel, Romantik, Offenbarung]

Yiel bekam kaum mit, was die Umstehenden machten oder sagten. Nicht einmal was der Tod der Frau auslöste, bemerkte er. Der Mann der Verstorbenen wollte den Engel zunächst zurückhalten, als dieser das Messer zückte, wurde aber von der Hebamme aufgehalten, die leise auf den Verstörten einredete.
Doch dies fiel dam Heiler alles kaum auf. Er musste Millimeterarbeit leisten. Ein Fehlschnitt und er würde das Kind verletzen.
Einmal musste er mit der Hand nachhelfen... seine Mächte benutzen um Fleisch zu zertrennen, wo er sich nicht sicher war, ob dies bereits zum Kind oder noch der Frau gehörte.
Blut floss, doch war es erstaunlich wenig.

iel wusste dass er die Frau hätte nicht mehr widerbeleben können. Er kontne Kraft geben und vielleicht sogar ihre Krankheit heilen aber er kontne nicht all das Blut in ihrer Körper zurückbringen dass sie bereits in den Stunden vor seinem Eintreffen verloren hatte. Aber er konnte das Kind retten.

Als ein infernalisches Kindergeschrei durch die Hütte drang, spürten alle, dass Gott heute nicht noch mehr Opfer fordern würde.
Yiel hielt ein zappelndes Mädchen hoch, die Kleine brüllte lautstark über die ruppige Behandlung, die ihr zuteil geworden war und jeder konnte sehen, dass das Kind nicht nur groß und kräftig war - vielleicht ein Grund warum die Junge Mutter solche Proleme gehabt hatte - sondern auch, dass dem Kind nichts fehlte, außer einem Bad und Nahrung.

Gesperrt

Zurück zu „Archiv vergangener Scharen“