Das Schweigen bleibt immer [Akibels Schar] Teil I

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Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 20.07.2003 - 17:56

Die Nacht im Kloster verlief relativ ruhig. Relativ, wenn man bedachte, dass man die ganze Nacht Leute auf den Straßen hören konnte, Templer auf Patroilie, einige Hühner die herumrannten, und hastig zusammengescheucht wurden, ehe sie ´abhanden´ kamen, obwohl wahrscheinlich soetwas niemand wagen würde.

Und noch vor Sonnenaufgang klopfte es an der Tür und ein junger Novize stand etwas aufgeregt davor und bat die Engel ihm zu Ab zu folgen, der wohl in seinem Zimmer war und sie bereits erwartete.

Kuriel
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Beitrag von Kuriel » 21.07.2003 - 12:43

Kuriel rannte um sein Leben. Er musste sie finden. Er musste sie beschützen. Sie waren ihm nicht egal wie es immer schien. Er verstand nun.
Der Todesengel rannte weiter in die Dunkelheit, noch immer von den schrecklichen Geräuschen verfolgt. Wo waren diese verdammten Monster nur?
Kuriel stürzte, warum wusste er nicht, er wusste nur, dass er sich schnell wieder aufrappeln müsste. Die Geräusche wurden immer lauter. Sie kamen näher!
Der Todesengel richtete sich schreiend auf und zog sein Flammschwert. "Ihr verdammten Monster zeigt Euch endlich!"
Die Geräusche wurden immer lauter und plötzlich trat etwas aus den Schatten heraus...
Es war grauenhaft. Kuriel blickte es mit weit aufgerissenen Augen an. So etwas hatte er noch nie gesehen. "Kann es sein..., bei Gott...." flüsterte er. Kuriel holte mit aller Kraft mit seinem Flammschwert aus und traf das Wesen mit voller Wucht.
Keine Wunde. 'Wie ist das möglich' dachte Kuriel und holte zu einer ganzen Schlagserie gegen das schwarze Untier aus.. doch es half nichts.
Die Geräusche veränderten sich. Sie wurden heller. Sie wurden lauter. Sie klangen fast wie... wie... Gelächter!? Sie verspotteten ihn!!!
Die Wut des Gabrieliten stieg ins Unermessliche. Ohne Pause drosch er auf das grauenhafte Etwas ein. Es wehrte sich nicht einmal!
Plötzlich schnappte eine der Scheren zu. Sein Schwert! Sein Flammschwert!! Entgeistert blickte Kuriel auf sein zerbrochenes Schwert. 'Nicht möglich...'

"Kuriel" vernahm er die Stimme eines Engels aus seiner Schar. 'Cascael?' Der Todesengel drehte sich um und rannte in die Richtung aus der die Stimme kam. 'Meine Schar...!' Er ignorierte das grässliche Wesen welches grade sein Flammschwert in zwei Hälften gebrochen hatte und rannte weiter in die Dunkelheit Wenn er doch nur fliegen könnte, aber sein rechter Flügel war gebrochen.

Dann sah er sie! Seine Schar. Umringt von Traumsaat, eine Kreatur schrecklicher als die andere. Sie drängten die vier Engel immer mehr in die Enge. Die Engel wehrten sich verzweifelt, doch die Übermacht war zu groß. Er war ihre letzte Hoffnung.
Doch er konnte nicht. Etwas hielt ihn fest! Er blickte nach hinten und sah wieder dieses grausame Wesen. Es hielt ihn an seinem gebrochenen Flügel fest. 'Verdammter Flügel!'
Schmerzen, unfassbare Schmerzen. Die Kreaturen hatten die Engel überwältigt und begannen sie auseinanderzuflücken.
Kuriel musste es mit ansehen, er konnte sich nicht losreißen. Tränen füllten seine Augen. Dieses Lachen. Dieses Rufen. Dieser verdammte Flügel! Der Todesengel drehte sich nach hinten und begann mit dem abgebrochenen Schwert auf seinen Flügel einzuhacken. "Weg! Lass mich los!" Die Schmerzen waren unerträglich, aber der Todesengel machte weiter und weiter und weiter...
Frei!
Vor Kuriels Augen begann alles zu verschwimmen, aber er war frei! Nun helfen, nur noch helfen... Die Traumsaat, die eben noch die Engel umringt hatte, bewegte sich zur Seite und Kuriel sank auf die Knie...
'Warum bemerke ich immer erst was ich hatte, wenn ich es verloren habe...' In diesem Moment stürzte sich die Traumsaat von allen Seiten auf ihn...
und er erwachte.

Wieder dieser verdammte Traum. Das Herz des Todesengels raste. Er wusste, dass er diese Nacht kein Auge mehr zu tun könnte. Er war am gestrigen Tag bereits früh eingenickt und hatte nichts mehr mitbekommen, Schlaf hatte er also genug bekommen. Seine Hand umklammerte das Flammschwert und Kuriel blickte mit offenen Augen in das Dunkel des Raumes.

Als es wenige Stunden später an der Tür klopfte war Kuriel schon bereit und hatte sich frisch gemacht. Normalerweise hätte er das Zimmer verlassen, nur hier in Nürnberg hatte es tatsächlich wenig Sinn unter freiem Himmel zu schlafen. Die Menschen waren für einen Engel hier gefährlicher als jede Traumsaat und es war noch nicht mal erlaubt sich gegen sie zu verteidigen. Der Todesengel wartete bis der Rest der Schar sich startklar gemacht hatte.

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Beitrag von Foresmir » 21.07.2003 - 18:13

Nach etwas mehr als einer Stunde kehrte Osariel wieder "zurück". Auf seinem Gesicht lag ein seliges Lächeln, doch in seinen Augen funkelte auch etwas Trauer. Trauer um die schöne Zeit die er soeben verlebt hatte und die er nun hatte beenden müssen.

Es war schon dunkel geworden und so machte sich Osariel bereit, die Nacht in erholsamer Meditation zu verbringen.
Am nächsten Morgen richtete er alle seine Habseligkeiten und machte sich bereit die Mission anzutreten.

Akibel
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Beitrag von Akibel » 21.07.2003 - 23:27

Akibel erhob sich. Sie hatte noch am gestrigen Abend ihr Pfeifchen gereinigt und wieder fein säuberlich in den Falten ihres Gewandes verstaut. Nach einer morgendlichen Waschung und einem gründlichen Durchkämmen ihrer Haare war auch sie bereit. Als der Novize die Schar abholen kam, hatte alle Engel die Spuren der Nacht schon beseitigt.

"Dann wollen wir uns das Paket einmal ansehen, das uns jeden Abend in die Wildnis zwingen wird", wisperte sie lächend durch die Cella, als der Novize klopfte.

Akibel öffnete die Tür, nickte dem Novizen zu und trat zusammen mit den anderen Engeln hinter ihm aus der Cella. Gemeinsam erreichten sie das Büro des Ab.

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Beitrag von Gansekiel » 22.07.2003 - 07:16

Ab Theodor saß schon da und hatte alles vorbereitet.

Der Templer von Gestern stand bei ihm. Der Mann hielt mehrere kleine Päckchen in den Armen.

Auf dem Tisch lag eine kleine Karte, sowie ein schwarz-silbernes Packet und eine Schriftrolle in einem Behältnis.

"Guten Morgen ehrwürdige Engel. Es tut mir außerordentlich leid euch so aprupt aus eurer Mediation zu reißen, doch war mir der jetzige Zeitpunkt der liebste.", begann Theodor und man merkte ihm an, dass er selbst wohl auch lieber noch ein Stündlein geschlafen hätte. Die an den Schläfen bereits schütter gewordenen Haare standen wirr von seinem Kopf ab.

Der Ab beugte sich vor und winkte Osariel näher und überreichte das gut verpackte Rollenbehältnis.
"Hier ist die Schriftrolle mit dem Siegel. Falls ihr in einem Kloster Zuflucht suchen müsst, so gebt sie dem dortigen Ab oder der Em.

Dann winkte er auch Samiel zu sich.
Und deutete auf die Karte wo der Zielort Cardona sein musste.
http://brandland.de/Forum/viewtopic.php?p=15636#15636

Zuletzt gab er Kuriel einen Wink. Der Ab nahm das schwarze Päckchen vom Tisch, das etwa so groß war wie eine Melone. Allerdings schien die Form des Inhaltes weniger kugelförmiger als mehr kubisch zu sein, jedoch spürte Kuriel, dass man es sorgfältig in mehrere Lagen Stoff gehüllt hatte. Die schwarze Farbe rührte von dem Material der obersten Schicht her. Diese schien Wasserabweisend zu sein. Das silberne Glänzen, was zusätzlich darauf zu sehen war, verriet, dass man das Päckchen auch mit der heiligen Flammensalbe bestrichen hatte.
Als der Ab es Kuriel vorsichtig übergab, stellte der Todesengel fest, dass es für seine Größe ordentlich schwer war.

"Du bist dafür verantwortlich. Bitte gib es unter keinen Umständen irgendjemand anderem außer Ab Dival!", sagte Theodor dazu, erst dann wandte er sich an Akibel.
"Verzeih mir, wenn ich nicht dir, sondern dem Gabrieliten das Päckchen gebe. Doch denke ich, ist es am besten so. Ich möchte, dass ihr unverzüglich aufbrecht. Die Wahl der Route überlasse ich eurem Urieliten, wie ich bereits gesagt habe..." Der Ab überlegte einen Moment. Sicher um nachzudenken, was er bereits gesagt hatte. "... ja, ehrm... möchte ich, dass ihr dicht besiedeltes Gebiet meidet, euch aber nicht zu sehr in die Wildnis begebt... Ja..." schloss der Ab und der Templer, der sich gestern als Hans vorgestellt hatte, hüstelte.
"Ach so... ja... Hans hat für euch den richtigen Proviant zusammengestellt." fügte der Ab an. Die kleinen Pakete sahen allerdings nicht besonders reichhaltig aus, wie Samiel bemerkte. Aber er war ja ein guter Jäger.

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Beitrag von Akibel » 23.07.2003 - 16:28

Akibel nickte. Der Ab war wirklich, wirklich komisch. Hoffentlich hatte er wieder nichts wichtiges vergessen.

"Vielen Dank, Ab." Akibel ging zu Hans und nahm ihm eines der Päckchen ab. Sie sah die anderen an und nickte ihnen zu, damit sie sich auch je eines abholten.

"Kuriel, soll ich veranlassen, dass man eine Art Tragegeschirr für das Päckchen anfertigt? Damit du beide Hände freihast, um es zu verteidigen", fragte Akibel den Todesengel, der das Päckchen prüfend in den Händen wiegte.

"Samiel, diese Frage war natürlich vorherzusehen, also stelle ich sie einfach mal. Ich würde sehr gerne von dir wissen, wie lange wir dorthin brauchen werden. Und versuche bitte herauszufinden, wo abgelegene, aber nicht völlig vereinsamte Rastplätze zur Verfügung stehen würden. Denke bitte erst einmal darüber nach und erzähle uns dann bitte gemeinsam in der Cella, zu welchem Schluss du gekommen bist."

"Hat irgend jemand von euch sonst noch eine Frage an den Ab? Wenn ja, bitte tut euch keinen Zwang an und stellt sie ihm."

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Beitrag von Lokeshiel » 24.07.2003 - 12:46

Es klopfte einmal an der Tür, und einen Augenblick später öffnete sie sich auch schon... zwei riesige Flügel mit einem kleinen Engel dazwischen füllte den Platz aus, und zwei dunkle Augen suchten den Blick des Abs. Theodor blinzelte einmal und schien sich daran erinnern zu müssen, was zu tun sei. Doch dann kratzte er sich am Kopf und winkte den Engel in seinem schwarzen Gewandrock zu. "Akibel, eine kleine Sache noch. Es wird eine Änderung in eurer Zusammenstellung geben. Niriel..." er sah zu der kleinen Gabrielitin. "Du wirst hier bleiben und neue Aufgaben erhalten. Akibel, dies ist Lokeshiel..." Theodor deutete auf den neuen Engel. "Er wird ab sofort zu eurer Schar gehören. Niriel, Soror Hildegard erwartet dich in ihrer Cella und wird dich unterichten."

Lokeshiel wechselte stumm einen Blick mit Niriel, als diese an ihm vorbei den Raum verließ. Dann nickte er den übrigen zu... "Salve" erklang seine leise Stimme, die scheinbar selten gebraucht wurde, und er zog die Mundwinkel zu einem angedeuten Lächeln hoch. Im Licht, das durch die Fenster fiel, blitzte der Ohrring einmal kurz auf, als der junge Gabrielit sich umsah, um die Anwesenden der Reihe nach zu mustern. "Lokeshiel vom Orden des Gabriel."

Kuriel
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Beitrag von Kuriel » 24.07.2003 - 18:19

Kuriel hielt das Päckchen in seiner linken Hand und starrte es an. Er schien gar nicht zu bemerken wie Lokeshiel den Raum betrat. Es könnte ihm aber auch einfach egal gewesen sein.

Ja, ein Tragegeschirr wäre vorteilhaft! antwortete der Todesengel der Michaelitin. Akibel konnte scheinbar zumindest ein paar gute Ideen zu ihrem Auftrag beisteuern.

"Ab Theodor, ich habe noch Fragen." sprach Kuriel den alten Mann an.
"Wie stabil ist der Inhalt des Päckchens? Ist es gut geschützt und was noch wichtiger ist..." der Gabrielit wandte seinen Blick vom Päckchen ab und blickte dem Ab mit gelassenem Gesichtausdruck in die Augen "wie wichtig ist das Päckchen für die Kirche?".

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Beitrag von Foresmir » 24.07.2003 - 20:23

Mit neugierigem Blick musterte Osariel das Behältnis, nickte kurz und verstaute es dann in seinem Köcher, bei den anderen Schriftrollen. Er hoffte, dass sie nicht davon Gebrauch machen müssten im Verlauf der kommenden Mission, aber es war nicht auszuschließen.

"Nein danke Akibel, ich denke ich weiß soweit genug."

Die plötzliche Änderung der Scharzusammensetzung traf Osariel etwas unerwartet und es schmerzte ihn irgendwie. Auch wenn er den neuen Gabrieliten nicht wirklich kannte, wirkte dieser weit weniger freundlich als Niriel und so sah sich der Ramielit gleich zwei grimmigen Streitern des Herrn gegenüber.
Osariel seufzte leise und bezog wieder Stellung hinter Akibel.

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Beitrag von Gansekiel » 24.07.2003 - 21:47

Der Ab räusperte sich.

"Es ist immens wichtig. Aus diesem Grund habe ich ja noch diesen Gabrieliten hier angefordert. Er hat eine gewisse Erfahrung. Und aus diesem Grunde bist auch du in dieser Schar. Erfahrene Engel sind sehr wichtig. Und... ja das Päckchen ist sehr gut verpackt und stosssicher. Außerdem auch durch Feuer nicht so schnell zu verwüsten. Nur bitte man sollte es wohl nicht aus großer Höhe fallen lassen." Ab Theodor sah erwartungsvoll in die Runde.

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Beitrag von Akibel » 24.07.2003 - 22:26

Akibel sah Niriel hinterher, als sie ging.

"Gabriel sei mit dir auf all deinen Wegen, Niriel. Ich weiß genau so wenig wie du, warum diese Entscheidung getroffen wurde. Obwohl unser Auftrag noch gar nicht richtig begonnen hat, möchte ich, dass du weißt, dass ich jede Minute mit dir genossen habe."

Kaum eine Sekunde war vergangen, als die braunen Augen der Michaelitin sich auf Lokeshiel richteten. Ihr Blick wanderte kurz über seinen Körper; etwas, was sie sich seit ihrer Ausbildung im Himmel zu Rom noch nicht hatte abgewöhnen können. Immerhin hatte eine Lektion darin bestanden, zu versuchen, so viel wie möglich über die Stärken und Schwächen eines Engels anhand seines Äußeren abzuschätzen.

Er war einmal sehr schwer verletzt worden. Und es war kein Raphaelit dagewesen, um dafür zu sorgen, dass sich keine Narbe bildete. Für einen Passagianten war er sicher noch zu jung - zumindest hielt Akibel diese Möglichkeit für unwahrscheinlich. Vielleicht war ihm in seiner Zeit als Postulant ein Unfall geschehen, und man hatte keinen Raphaeliten zu ihm gelassen. Akibel wusste, dass niemand, NIEMAND, die Postulanten der Gabrieliten zu Gesicht bekommen durfte. Und die dritte Möglichkeit - Akibel hoffte inständig, dass es nicht so war: Er hatte schon in so jungen Jahren den Tod seines Raphaeliten in einer Schlacht erleben müssen. Bis jetzt wirkte die zweite Möglichkeit auf sie am wahrscheinlichsten.

Und - er trug einen Ohrring. Entweder hatte ein menschlicher Angelit ihm den Ohrring gestochen - vielleicht sogar ein einfacher Mensch - oder er hatte ihn sich selbst durchs Ohr gezogen, weil er es bei einem Menschen, vielleicht einem Templer, gesehen hatte. Daraus konnte man deutlich schließen, dass er die Menschen nicht so sehr verachten konnte wie die elitärsten Mitglieder des Ordens der Todesengel.

Nach dieser Blitzanalyse nickte Akibel Lokeshiel zu. Dieses warme Lächeln, das irgendwie nicht von ihren Lippen, sondern aus ihren Augen, irgendwie auch aus ihrem ganzen Antlitz, zu kommen schien, ging von der Michaelitin aus.

"Ich möchte dich im Namen dieser Schar in unserer Mitte begrüßen, Lokeshiel. Ich bin mir sicher, wir werden uns alle später noch in der Cella angemessen miteinander bekannt machen können."

Akibel drehte sich zum Ab um, der ja bis jetzt immer noch nicht seinen Namen genannt hatte.

"Es gibt nämlich noch etwas, um das ich den Ab noch rasch bitten möchte, bevor wir uns zurückziehen.

"Ich möchte, dass einer der Geistlichen Eures Klosters ein Tragegeschirr für das Päckchen anfertigt. Kuriel soll es tragen können und dennoch die Hände frei haben, wenn es gilt, es zu verteidigen."

Sie warf noch einen kurzen Blick auf die Schriftrolle, doch Osariel hatte sie recht schnell in seiner Tasche verstaut.

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Beitrag von Gansekiel » 24.07.2003 - 23:14

"Oh... ja... natürlich, das muss gar nicht angefertigt werden. Wir haben da ein recht praktisches Ding. Es heißt Rucksack. Man tut Dinge hinein. Man kann diese Schnallen hier..." Der Ab zog etwas unter dem Tisch hervor, was schwarz war und aus einem Matereial bestand das aussah, als sei es einmal ein Gabrielitischer Rock gewesen. "öffnen und sich so leicht auf den Rücken schnallen und auch mit Flügeln. Ein sehr nützliches Ding!" Er schien sehr stolz zu sein.

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Beitrag von Akibel » 24.07.2003 - 23:25

Akibel schaute überrascht zu dem Konstrukt in der Hand des Ab. Sie sah zu Kuriel und nickte ihm zu, um ihm zu bedeuten, dass er dem Ab den "Rucksack" ruhig abnehmen sollte. Und ausprobieren sollte, ob er seinen Ansprüchen genügen würde.

Irgendwie sah das Ding so aus, als könne es beim Fliegen stören. Aber eben dieses sollte Kuriel am besten selbst entscheiden. Immerhin würde er eine ganze Zeit mit diesem "Rucksack" auskommen müssen.

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