Das Schweigen bleibt immer [Akibels Schar] Teil I

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Lokeshiel
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Beitrag von Lokeshiel » 25.07.2003 - 14:12

Lokeshiel nickte der Michaelitin zu... Seinem Schmunzeln nach hatte er ihren Blick verstanden. Zeit für Erklärungen war wirklich später.

Während sie die Wiederendeckung des Rucksackes bestaunten, musterte der junge Gabrielit nocheinmal alle. Sie schienen ihm zumindestens nicht feindlich gesonnen. Sein Ordensbruder war so schweigsam und fokusiert wie man es von Scripturaträgern erwarten konnte. Auf ihn lag der Blick Lokeshiels ein wenig länger... bevor er dann zu dem Paket sah, dem ihr Schutz gelten würde. In seinen Augen flackerte soetwas wie verhaltene Erregung.

Kuriel
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Beitrag von Kuriel » 28.07.2003 - 20:30

Kuriel ging auf den Ab zu und nahm den Rucksack entgegen. Im Gegensatz zu den anderen Engeln der Schar interessierte ihn der Rucksack als solches wenig, dem Todesengel war viel wichtiger ob diese Tragevorrichtung ihm den Transport erleichtern würde. Praktisch sah das Gerät zumindest aus.

Während Kuriel relativ unbeholfen versuchte den Rucksack anzulegen, ließ er sich noch einmal die Worte des Ab durch den Kopf gehen. Es war nun klar für den Gabrieliten, dass das Päckchen wichtiger als die Schar war und dass die Mission nicht ungefährlich werden würde. Nur verstand er nicht was der Ab mit 'gewisser Erfahrung' meinte. Wusste der junge Gabrielit etwa etwas über das Päckchen? War das mit Erfahrung gemeint? Warum gab er es dann nicht ihm? Sein Blick wanderte zu Lokeshiel und als Kuriel sah wie dieser das Paket anstarrte wurde ihm einiges klarer.

Weiter konnte der hochgewachsene Todesengel jedoch nicht seine Gedanken spielen lassen, denn der Rucksack erforderte seine ganze Aufmerksamkeit. Irgendwie hatte er sich nämlich in dem Gewirr aus Bändern verstrickt und wirklich bequem war das Gerät nun gar nicht. Der Anblick des verwickelten Todesengel hatte etwas amüsantes an sich.

Kuriel blickte den Ab etwas (aber auch nur etwas) hilflos an: "Ähm, wie legt man das an?"

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 29.07.2003 - 06:57

Für einen Augenblick konnte man ein Schmunzeln über die Züge des Abtes huschen sehen, dennoch schien sich der Alte sogleich wieder in der Gewalt zu habem. Natürlich konnte er es nicht wagen hier zu lachen.
Aber es sah zu köstlich aus.

"Hans!"

Hans erwachte aus seiner ´Erstarrung´. Der Templer hatte nicht geschmunzelt. Dazu war er viel zu gläubig.
Mit schnellen Handgriffen befreite er den Todesengel und zeigte ihm, wie man den Rucksack anlegte, der gar nicht mal so unbequem zu sein schien und eigentlich auch nicht störte.

Der Ab nickte zufrieden.
"Habt Ihr noch Fragen, so stellt sie jetzt!"

Akibel
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Beitrag von Akibel » 29.07.2003 - 15:27

"Nein, ich denke das war alles." Akibel musterte den Ab aus ihren braunen Augen. Der Alte lachte also auch schon über Engel?

Sie nickte ihren Geschwistern zu und öffnete die Tür. Sie machte jedoch noch keinen Schritt nach draußen, sondern drehte sich ein letztes Mal zum Ab um.

"Eines noch. Vielleicht solltet Ihr euch in einigen Dingen an den Templern eures Hauses orientieren. Von ihrer Tugend kann selbst ein Ab einiges lernen.

"Wir hören und gehorchen, Ab."

Dann ging sie, in Richtung der Cella.

Dort angekommen nahm sie auf einem Hocker Platz und bedeutete ihren Geschwistern mit einer einladenden Handbewegung, dasselbe zu tun. Nachdem sich alle irgendwo niedergelassen hatten, begann sie.

"Zuerst einmal möchte ich dich, Lokeshiel, noch einmal in dieser Schar willkommen heißen. Ich bin Akibel; meinen Namen hat man dir offenbar bereits verraten. Der Name deines Ordensbruders ist Kuriel. Außerdem werden dich Osariel vom Orden Ramiels, Samiel vom Orden Uriels und Rakariel vom Orden Raphaels auf unserer weiteren Reise begleiten."

Akibel tastete bereits unmerklich nach Lokeshiels Gedanken. Auch nach Rakariel streckte sie jetzt zum ersten Mal ihre unsichtbaren Finger aus. Beiden teilte sie einen Platz in ihrem Geist zu.

"Dieser Wechsel kam für uns sehr überraschend. Vermutlich weißt du noch gar nicht, worum es hierbei geht. Vielleicht aber auch schon. In jedem Fall war es wichtig genug, dass uns Em Susat von Nürnberg höchstpersönlich in ihre Gemächer bat, um uns diesen Auftrag zu übergeben."

Akibel lächelte nach diesen Worten, um ihnen eventuelle Strenge oder Bedrohlichkeit zu nehmen. Sie beobachtete Lokeshiels Reaktion.

"Es geht um das Päckchen, das Kuriel gerade bei sich trägt. Und auch immer bei sich tragen wird, bis wir in Cardona angelangt sind. Wir haben Anweisung, weder Klöster noch Städte, egal ob kirchlich oder nicht, auf unserem Flug zu meiden. Unsere Fracht ist wichtig. Offenbar wichtig genug, um zwei Engel des Gabriel in seiner Begleitung zu rechtfertigen.

"Was genau sich darin befindet, wissen wir genauso gut wie du. Nämlich gar nicht."

Die Michaelitin grinste kurz.

"Das sollen und müssen wir offenbar nicht wissen.

"Nun weißt auch du, warum wir uns hier in Rockenbach zusammengefunden haben. Ich beabsichtige, sehr bald in Richtung Cardona aufzubrechen."

Akibel nickte Lokeshiel lächelnd zu, nachdem sie geendet hatte, und wandte sich dann an Samiel.

"Samiel, bitte sage mir, wie wir nach Cardona kommen. Am besten unter Befolgung der Vorgaben des Ab."

Neugierig sah sie zu dem Urieliten auf.

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Beitrag von Gansekiel » 29.07.2003 - 15:53

Die Cella lag genauso da wie sie sie verlassen hatten. Vor dem Fenster übten die ersten Templer, doch würden sie wohl nicht mit ihnen üben können.
Hans hatte die Engel begleitet und ihnen vor der Cella noch gesagt, dass sie, falls sie noch etwas benötigten sich bei ihm melden sollten, ansonsten hatte er eine gute Reise gewünscht und sich dann davongemacht - sicher weil er draußen erwartet wurde.

_Samiel_
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Beitrag von _Samiel_ » 29.07.2003 - 17:23

Samiel holte kurz luft und blickte dann Akibel ernst ins Gesicht.

"Wir werden ungefähr 3 Tage brauchen um dort anzukommen, ich bin die Route schon durchgegangen"-er zeichnete mit seinen Finger eine imanginere Landkarte in die luft-" Hier sind wir, in Nürnberg, hier die Alpen, und hier ist dann unser Ziel, Cardona. Ich würde sagen das wir am Tag 400 bis 500 Kilometer schaffen sollten.

Ich möchte kein unnötiges Risiko eingehen und der Traumsaat in die Hände laufen also werden wir Wälder, Städte und vorallem die Alpen meiden, genauso wie es der Abt gesagt hat. Zuerst fliegen wir an Lyion dann kurz an dem Fluss namens Rhone und dann an dem Cevennen Gebirge vorbei. Ich habe diese beiden Rastplätze ausgesucht. Kurz vor Lyion und bevor wir das Meer überfliegen. An diesen zwei Stellen sind wir so gut wie möglich gegen Angriffe und Hinterhälte vorbereitet."-er deutete wieder auf die unsichbare Karte-" Nur.."-Samiel senkte kurz den Kopf-"Nur...das wir das Meer überqueren müssen macht mir Sorgen. Aber das werden wir schon schaffen." Seine Miene hellte sich sofort gespielt auf.

Doch in Gedanken schickte er Akibel die Wahrheit. `Akibel...ich wollte die anderen nicht beunrühigen...ehrlich gesagt mache ich mir sogar sehr große Sorgen das wir das Meer überfliegen müssen. Ich habe berichte von meinen Ordensbrüdern gehört die von rießigen Traumsaat kreaturen die unter dem Wasser lauern berichten.` Einerseits hoffte Samiel das Akibel gerade mit seinen Gedanken verbunden war andererseits auch wieder nicht. Er wollte niemanden beunrühigen doch als Michaelitin der Schar musste Akibel es wissen.

Samiel seuftze kurz und blickte dann alle Mitglieder der Schar an "Alles klar?"

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Beitrag von Lokeshiel » 29.07.2003 - 22:54

Lokeshiel umklammerte die Knie und zog die Beine näher zum Körper heran. Akibel fühlte in dem Geist des Gabrieliten Mauern, die gewisse Ebenen schützten... aber der Eindruck verschwand genauso schnell, wie er wohl aufgeflammt war...

Er hörte der Michaelitin zu und runzelte die Stirn. Er nickte und zuckte dann mit der rechten Schulter. Anscheinend wußte er auch nicht mehr, wie er mit einem verschämten Lächeln zu unterstreichen wußte. "Em Susat hat mir auch persönlich die Instruktionen erteilt. Anscheinend befand man euren jüngeren Gabrieliten als zu schwach, um Kuriel und euch bei diesen Auftrag zu unterstützen." flüsterte er mit seiner ungeübten Stimme und räusperte sich dann. Es fiel ihm sichtlich schwer, in seiner Lautstärke nicht noch weiter abzusinken und vielleicht am Ende gar wieder zu verstummen.

Samiels Ausführungen hörte er aufmerksam zu. Am Ende nickte er abermals und rieb sich nachdenklich den Nacken. Aber er blieb wortlos.

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Beitrag von Akibel » 29.07.2003 - 22:56

"Danke, Samiel. Wie lange werden wir denn über das Meer fliegen?"

Akibels Blick war ebenso freundlich und interessiert wie vor Samiels gedanklicher Warnung. Sie ließ sich nicht anmerken, dass Samiel ihr etwas über die Seele der Schar vermittelt hatte.

Auf Lokeshiels Worte hin nickte Akibel beruhigt. Auch ihm war also durch Em Susat eindringlich klar gemacht worden, wie wichtig diese Sache war.

Nuriel zu schwach? Hm. Nun ja. Vielleicht.

Akibel
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Beitrag von Akibel » 30.07.2003 - 11:47

Als Samiel mit einem "etwa drei Stunden" antwortete, nickte sie dankend und wandte sich dann wieder der Schar zu.

"Ich denke, das können wir schaffen." Akibel schmunzelte aufmunternd.

"Ich habe gehört, dass es viele Traumsaatkreaturen im Meer zwischen Raphaelsland und Urielsland gibt. Diesen Abschnitt unserer Reise werden wir oberhalb der normalen Reisehöhe zurücklegen. Notfalls werden wir danach pausieren. Die Luft dort oben ist kalt, und es ist anstrengend, dort zu atmen."

Die Michaelitin war mehr als bereit, Samiels Befürchtungen auf die eigene Kappe zu nehmen, wenn es ihm selbst zu peinlich war, sie gegenüber der Schar auszusprechen. Sie war der Meinung, dass alle Bescheid wissen mussten, wann es Komplikationen geben könnte.

"400 bis 500 Kilometer am Tag. Das bedeutet, wir werden etwa 14, besser noch 15 Stunden täglich nur in der Luft verbringen. Damit werden wir heute beginnen. Heute versuchen wir es mit zwei Pausen dazwischen; wenn wir damit gut auskommen, können wir es vielleicht auf eine Pause reduzieren. Wenn nicht, dehnen wir es auf drei Pausen aus. Das werden wir schon sehen. Meldet euch einfach bei mir, wenn ihr merkt, dass ihr euren Grenzen zu nahe kommt."

Akibel hatte keine Ahnung, wie schwer das Päckchen war, das Kuriel zu tragen hatte. Allerdings wirkte Kuriel auch wie der einzige, der mit dieser Last trotzdem noch eine gute Flugleistung erbringen konnte.

"Wir werden wegen der Anstrengung ein wenig mehr Nahrung brauchen als nur das kleine Proviantpäckchen hier. Aber ich denke, auch das dürfte wenig Probleme bereiten."

Akibel sah zu Samiel auf und zwinkerte ihm freundlich zu.

Dann sah die Michaelitin aufmerksam in die Runde, um zu sehen, ob noch jemand etwas zu sagen oder zu fragen hatte. Während dessen befestigte sie die Beutel, die sie eigentlich in ihren Gewandfalten trug, an ihrer Gürtung. Bei einem langen Flug wollte sie ihre Besitztümer fest und sicher verstaut wissen.

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 01.08.2003 - 08:07

Der Flug des ersten Tages war für die Engel beinahe erholsam zu nennen.
Sie konnten fast die ganze Zeit über den Wolken reisen und hatten beständigen Auftrieb. Zwar war es in größerer Höhe immer richtig kühl, doch die Bewegung sorgte dafür, dass keinem wirklich kalt wurde.

Über und hohen Wolkentürmen, die sie umflogen gab es manchmal Luftlöcher in denen man schon mal durchsackte. Insgeheim schien es dem einen oder anderen Spaß zu machen und selbst als es schon dunkel zu werden begann, fühlte sich noch keiner wirklich völlig erschöpft.
Samiel schien den Weg ganz gut zu finden und hatte zwei abeseits gelegene Pausenplätze ausgesucht. Jedes Mal auf einem Hügel, der unbewaldet war und immer einige Kilometer von einer Ansiedlung entfernt.

Auch für diesen ersten Abend schien er etwas geeignetes gefunden zu haben: Ein See an dessen gegenüberleigender Seite ein Dorf zu sein schein.
Die Nacht über regnete es nicht und so war es völlig unnötig sich in die kleine Höhle zurück zu ziehen, die in dem Hügel war, an dessen Flanke sie gelandet waren.
An diesem Tag mussten sie auch nichts zu Essen suchen, denn ihre Proviantpakete enthielten Fleisch und etwas Reis, der gut gewürzt war. Auch ihre Flaschen aufzufüllen schien kein Problem zu sein, denn es gab mehrere Quellen am Hang.


Auch der zweite Tag der Reise begann ohne größere Probleme. Sie hatten alle einigermaßen gut geruht. [Ob ihr zusätzliche Wachen aufgestellt habt sei Euch überlassen.]

Auch das Fliegen war an diesem Tag kein wirkliches Problem. Samiel flog nicht besonders schnell und schien die Pausen gut geplant zu haben. Eine am Mittag und noch eine am Nachmittag und auch dieses Mal gelang es ihm Plätze aufzufinden an denen sie ungestört blieben.
Auch schien es für den Urielit normal zu sein, zumindest vorne weg zu fliegen und wer in seinem Windschatten unterwegs war, musste sich nicht so sehr anstrengen.

Die längste Etappe waren sie am ersten Tag unterwegs gewesen, so dass sie heute etwas früher das Ziel der zweiten Etappe sahen.
Das Meer.
Auch hier schien Samiel einen Platz zu finden. Einen Hügelzug hinter dem Strand lag ein recht ausgedehnter Wald, an dessen Rand ein Feld lag. Eingebettet zwischen mehreren nur etwa 5 Meter hohen Hügelchen auf denen Apfelbäume standen, wuchsen dort Kohl und Tomoffeln. Unter den Blättern eines der Bäume konnte die Schar sicherlich die Nacht verbringen und würde auch nicht allzu nass, falls es wieder zu regnen beginnen sollte.

Verhungern würden sie auch nicht. Schließlich saßen sie direkt neben einem Feld voller Tomoffeln. Nicht weit von hier hatten die Engel auch einen kleinen Bach gesehen und das nächste Dorf schien hinter dem Wald zu liegen, denn ein breiterer Weg führte von dort auf´s Feld.

Wie es schien, war heute aber niemand hergekommen, auch wenn einige Tomoffelfrüchte rot glänzend anzeigten, dass sie reif waren.
Morgen würden sie die letzte Etappe vor sich haben. Das Meer.

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Beitrag von Gansekiel » 31.08.2004 - 12:43

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