Das Schweigen bleibt immer [Akibels Schar] Teil I

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Akibel
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Beitrag von Akibel » 01.07.2003 - 17:44

Akibel nickte den beiden freundlich zu und ging mit ihnen ins Rauminnere.

"Ich möchte euch Kuriel und Rakariel vorstellen", sagte sie zu den bereits versammelten Engeln. "Kuriel und Rakariel, das sind Samiel, Osariel und Niriel. Seid uns willkommen."

Akibel ging einige Schritte zum Tisch, um das Tablett aufzunehmen. Es gefiel ihr nun gar nicht, die Schar allein zu lassen. Es waren nun ältere Engel hier, und die leichte Anspannung, die sich schon vorhin zwischen Osariel und Samiel gebildet hatte, würde sich nun mit absoluter Sicherheit zu einer nervösen Atmosphäre auswachsen. Niriel würde das ohne sie nicht aufwiegen können. Allerdings musste Akibel zuende bringen, was sie angekündigt hatte. Und immerhin fehlte nun wirklich eine Teeschale.

"Setzt euch doch. Ich war gerade dabei, noch mehr Tee zu holen. Möchtet ihr trockene Gewänder? Ich bringe euch gern welche mit."

_Samiel_
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Beitrag von _Samiel_ » 01.07.2003 - 18:18

Voller Entsetzen sah Samiel, wie Akibel ihm seine Zeichnung aufhob, aber zur Erleichterung des Urieliten mit der Rückseite nach oben.

Sein Gesicht zeigte eindeutig, dass er überrascht war wie freundlich und sensibel Akibel doch war. 'Vielleicht sind diese Engel gar nicht so schlecht...' doch Samiel verwarf den Gedanken gleich wieder mit einem leichten Kopfschütteln als gerade die zwei Neuankömmlinge eintraten.

Samiel musterte sie kurz und schon waren sie ihm unsympatisch, vor allem der Gabrielit.

Nachdem er sie kurz angesehen hatte, verstaute er seine Zeichnung gleich wieder und begann zu meditieren, wobei er aber immer noch ein Auge auf die Neuen warf.

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Beitrag von Rakariel » 01.07.2003 - 19:24

Rakariel beobachtet die strubelige Michaelitin wie sie die Cella verließ. Rakariel widmete sich jetzt voll und ganz dem Tee. Rakariel nahm die letzte freie der Schalen, füllte sie auf, schnupperte genussvoll daran, bevor er sie zu Kuriel hindurch reichte. Rakariel war davon überzeugt dass er dem Genuss des Tees noch etwas widerstehen konnte. Ausserdem welcher Raphaelit konnte schon behaupten, dass eine Michaelitn ihm extra eine Tasse geholt hatte.

Diese Akibel schien nett zu sein. Sie musste etwas sehr seltenes darstellen.

Rakariel´s ernster Gesichtsausdruck wich einem lächeln das seine warmen Gedanken entsprach.
Er hatte mit vielem gerechnet, aber nicht mit einer Michaelitin, wie sie eine war.
Freundlich blickte er den verbleibenden Engeln ins Gesicht.

Kuriel
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Beitrag von Kuriel » 01.07.2003 - 20:00

Der hochgewachsene Todesengel blieb in der Tür stehen und musterte mit seinem gewohnt desinteressierten Blick seine neue Schar.

Kuriels Laune war nicht grade überragend und als er jetzt realisierte, dass seine Schar hauptsächlich aus jungen Engeln bestand, dämmerte es ihm immer mehr, dass dies vielleicht eine Art Strafversetzung für die letzte, misslungene Mission sein könnte. Er wirkte fast wie fehl am Platz. Durch seine Größe überragte er die meisten der Engel bei weitem.

Sein Blick wanderte zu Niriel. Es war offensichtlich, dass die einzige Gemeinsamkeit, die diese beiden Engel Gabriels hatten, der Orden war. Kuriels muskulöse Statur, der massive schwarze Schulterpanzer mit den kryptischen, roten Zeichen, der ausdruckslose Blick und die silber-grauen Flügel waren nur die offensichtlichen Merkmale die darauf hinwiesen, dass er das genaue Gegenteil der jungen Gabrielitin war. Unbeirrt blickte er Niriel in die Augen, so als Wolle er ihre Gedanken lesen.

Doch am meisten störte ihn der Geruch. Dieser Geruch hatte nichts in diesem Himmel zu suchen und trug eher nicht dazu bei, dass sich seine Laune verbesserte.

Die Aufforderung seiner neuen Michaelitin ignorierte der total durchnässte Gabrielit scheinbar oder hatte er sie gar nicht erst wahrgenommen?

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Beitrag von Rakariel » 02.07.2003 - 19:50

„ Nun also, ich bin Rakariel, wenn ihr irgendwelche Fragen oder Beschwerden eure weltliche Hülle betreffend habt, sagt mir bitte Bescheid.“ Rakariel blickte sie alle eindringlich an, und fuhr dann mit einem verschmitzten Lächeln fort „sagt mir vor allem Bescheid wenn ihr komischen Bilder in euren Gedanken seht, oder wenn ihr euch manchmal nicht gut fühlt. Teilt mir bitte auch mit was euch früher euer Nonnus oder eure Nonna alles für Präsente mitgebracht haben.“

Er roch noch einmal an der Kanne mit dem Tee und fügte danach entspannt hinzu „ Natürlich müsst ihr dies nicht sofort“

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Beitrag von Foresmir » 02.07.2003 - 20:09

Komische Bilder? Präsente? Wovon redete dieser Raphaelit eigentlich?

Sichtlich verwirrt zwang sich Osariel zu einem Lächeln, antwortete aber nicht. Er hatte mal davon gehört, dass manche Engel irgendwelche Dinge sahen, die sie sich nicht erklären konnten, aber Osariel ging davon aus, dass das Dinge waren, die aus der Zeit im Himmel, an Gottes Seite stammten und nun nur noch bruchstückhaft ans Licht kamen. Aber wozu das dem Raphaeliten erzählen? Ob er genauso wie Osariel insgeheim gern wieder an die Seite des Herrn wollte und sich daher gern an anderer Engel Erinnerungen labte?
Osariel wusste es nicht.

_Samiel_
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Beitrag von _Samiel_ » 02.07.2003 - 21:14

Bei den Worten des Raphaeliten zuckte Samiel merklich zusammen.

Wusste dieser Engel etwa von seinen seltsamen Träumen, waren sie etwas Schlechtes, ausgesandt vom Heern der Fliegen um ihn zu verderben?! Schoss es ihm durch den Geist.

Doch Samiel antwortete nicht sondern versuchte nur vergeblich den kommenden Schweißausbruch mit zwingernder Ruhe zu verhindern.

Als er merkte wie ihn der Raphaelit misstraurisch musterte, sagte er mit leicht zitternder Stimme"I..Ich denke nicht das hier irgendwer seltsame Bilder im Kopf hat oder sonstetwas, Diener des heiligen Raphael"

Er betete zu Gott, dass Akibel schnell wieder käme und diese schreckliche Stille, die wie ein Leichentuch in der Cella hang brechen würde.

Akibel
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Beitrag von Akibel » 03.07.2003 - 09:20

Nach einiger Zeit der Stille öffnete sich die Tür der Cella wieder. Akibel, wieder mit einem Tablett bewehrt, schob sich rückwärts ins Zimmer; immerhin hatte sie die Tür mit dem Rücken aufgedrückt. Aus der neuen Kanne duftete wieder Tee. Daneben standen eine Teeschale und eine mittelgroße Obstschale, die Akibel offenbar von einem der Essensausgabetische gefischt hatte. Ein schwarzes und zwei weiße Bündel - offenbar frische Gewänder - klemmten unter Akibels Arm, zusammen mit einigen Handtüchern. Zwar hatte keiner der drei Neuankömmlinge um ein Gewand gebeten, aber sie hatte einfach mal welche mitgebracht. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie hier noch warten mussten. Vielleicht würde es sich einer von ihnen ja noch anders überlegen, und für diesen Fall war dann eben schon etwas da.

Sie stellte alles auf dem Tisch ab, füllte die Schale mit Tee und reichte sie Rakariel.

Sie setzte sich auf ihren Schemel und zauberte einen Kamm aus ihrem Gewand hervor. Sie legte den Kopf schief und begann, ihre Haare in Ordnung zu bringen. Währenddessen wanderten ihre warmen braunen Augen ständig über ihre neue Schar. Kuriel schaffte es tatsächlich, jeden einzelnen von ihnen komplett zu ignorieren - nun, mit Ausnahme Niriels, die er anstarrte wie ein interessantes Haustier.

"Niriel und Osariel sind ja schon länger hier und wissen bereits, dass ich keine Ahnung habe, was hier von uns verlangt werden wird. Hiermit sei euch das auch mitgeteilt."

Sie zuckte die Achseln und zog entschuldigend die Augenbrauen hoch, ohne mit dem Kämmen aufzuhören.

"Das bedeutet, wenn wir hier abgeholt werden, um unseren Auftrag zu empfangen - wann immer das sein mag -, wird mir das alles ebenso neu sein wie euch. Deswegen teilt mir ruhig mit, wenn ihr Fragen habt, während mit uns gesprochen wird. Unser Bild von der Sache wird zu diesem Zeitpunkt noch einige weiße Stellen haben. Bitte helft dabei, diese Lücken aufzufüllen."

Sie lächelte und kämpfte ein wenig mit einem hartnäckigen Haarknoten.

Ob sie wohl während ihrer Abwesenheit miteinander gesprochen hatten? Sie wusste es nicht. Samiel meditierte, hatte sich abgekapselt. Kuriel ignorierte sie immer noch. Hm. Kein gutes Zeichen. Die beiden älteren Engel - sie würden sich anders als die jungen sicher nicht mit Geschichten oder kleinen Spielen aufheitern lassen. Viele hatten schon zu vieles gesehen und gehört, als dass sie noch Freude an diesen Dingen empfinden konnten. Vielleicht war es an der Zeit, jetzt über etwas ernstere Dinge zu sprechen. Immerhin hatte sie das mit dem Hinweis auf ihren bevorstehenden Auftrag schon angefangen.

"Einige von euch haben sich vielleicht über die Rüstung gewundert, die ich trage." Fast unbewusst fuhr sie mit der Linken über das weiche Leder an ihrem Bauch.

"Die Engel Raphaels, und damit auch Rakariel, sind großartige Heiler, die eure Wunden schließen und eure Schmerzen verschwinden lassen. Habt keinen Zweifel daran."

Akibels freundlicher Blick huschte zu Rakariel.

"Und es gibt einen Grund, aus dem die Raphaeliten diese Dinge können. Nicht nur Menschen werden vergiftet. Oder verletzt. Oder krank.

"Ich will euch nichts vormachen. Diejenigen unter euch, die in ihrem Dasein auf Erden so etwas noch nicht gesehen haben, wissen das vielleicht nicht, aber ich halte es für wichtig, es euch zu sagen. Engel können sich verletzen. Und verletzt werden. Nicht jeder von uns kann sich so perfekt schützen, wie die Streiter des Herrn es können."

Ihr Blick glitt über Niriel und Kuriel hinweg.

"Ich sage euch das nicht, um euch Angst zu machen. Ich sage euch das, weil ich möchte, dass euch das nicht geschieht. Ich möchte, dass ihr vorsichtig seid, oder dass ihr euch ebenfalls eine leichte Rüstung aus einer der Rüstkammern hier in diesem Himmel geben lasst. Wenn ihr das wünscht.

"Ich weiß, dass einige Engel andere Engel verspotten, die Rüstung tragen. Weil sie es als ein Zeichen von mangelndem Gottvertrauen sehen. Aber ich sage euch eines: Diese Engel sind es auch, die furchtbare Verletzungen davontragen. Verletzungen und Schmerzen, die vermieden werden können. Diese Schar soll kein Leid ertragen müssen, das verhindert werden kann. Ihr werdet von mir niemals Spott oder Maßregelungen zu hören bekommen, wenn es euer Wunsch ist, sich zu schützen."

Akibel kämmte sich weiter. Gespannt darauf, was nun kommen würde. Vielleicht verunsicherte Fragen, von Osariel oder Samiel. Vielleicht auch ein Vorwurf der Feigheit, wie es ihr schon so oft geschehen war. Wahrscheinlich von Niriel. Höchstwahrscheinlich von Kuriel.

Rakariel
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Beitrag von Rakariel » 03.07.2003 - 15:03

Der Raphaelit nickte Akibel dankend zu, während er mit einem kleinen Schluck den Tee probierte und genießerisch die Augen schloss. Er hatte seit er sein Lazarett im Lande der Ramieliten verlasen hatte keinen Tee mehr trinken können. Als Sie mit ihren Ausführungen geendet hatte schluckte Rakariel kurz und antwortete Ihr als erster„ Akibel, kläre mich auf, Ist dies ein Befehl oder ein Vorschlag dessen Ausführung meines freien Willens entspricht ?“

Eigentlich gefiel ihm der Gedanke eine Rüstung zu tragen überhaupt nicht.

Rakariel nahm einen weiteren Schluck und blickte starr und einer Antwort wartend, in die braunen Tiefen der Augen seiner neuen Michaelitin.

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Beitrag von Akibel » 03.07.2003 - 15:13

Akibel hörte kurz verwundert auf, sich zu kämmen, doch sie fand ihre Fassung rasch wieder und machte lächelnd weiter. Sie fixierte Rakariel, aber sie sprach auch zu ihrer ganzen Schar.

"Entschuldigt bitte, falls ich das gerade nicht deutlich genug gemacht habe. Das ist selbstverständlich kein Befehl. Ich wollte euch nur zeigen, dass ihr euch vor mir keinen Tadel zu erwarten habt, wenn ihr euch wünscht, eine Rüstung zu tragen. Das war alles, was ich damit erreichen wollte."

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Beitrag von Rakariel » 03.07.2003 - 15:55

Rakariel setzte die Teeschale ab, dahinter erschien ein Grinsen wie es kaum breiter hätte sein können.
Akibel schien wirklich etwas besonderes darzustellen. Sie schien nach dem Vertrauen der Engel zu streben. Akibel mochte etwas merkwürdige Ansichten vertreten, doch lies sie jedem seine eigene, was sie sehr Unmichaelitisch wirken lies, jedoch auch ihre Qualitäten als Anführerin klar erkennbar machte.

„Gut, ich entscheide mich gegen eine Rüstung, denn sie können nicht nur schützen, sondern auch die Bewegung einschränken, was auch zu unliebsamen Verstümmelungen führen kann.“

Freundlich suchte er erneut Akibels Blick. „Natürlich bin ich dafür das die jüngeren Engel diesen Schutz anlegen, denn sie sind es nicht aus vielen kämpfen gewohnt ohne zu Agieren.“ nach einem weiteren Schluck Tee setzte er nach „für Kuriel und mich würde eine Rüstung nur eine Behinderung darstellen, die unsere Effekttifität nur negativ beeinflussen würde.“

Nach einem weiteren Schluck ergänzte er „Doch finde ich es sehr Aufmerksam von dir uns eine solche Wahl treffen zulassen. Ich hatte noch nie die Gelegenheit eine Solche Entscheidung zu treffen. Habt dennoch dank, mir die Wahl gelassen zu haben!“ Rakariel senkte mit äußerster Höflichkeit sein Haupt und lies den anderen die Möglichkeit einen Einwand gegen seinen Vorschlag hervorzubringen.

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Beitrag von Foresmir » 03.07.2003 - 16:17

Akibels Vorschlag hatte Osariel aufhorchen lassen. Mit nachdenklichem Gesichtsausdruck schaute er zu ihr und überlegte so eine Weile hin und her.
Eine Rüstung mochte bestimmt nützlich sein, vor allem wenn man nicht als geborener Kämpfer auf dieser Welt weilte. Aber war das wirklich Gottes Wille? Sie alle liefen sonst nur in ihren Gewändern umher, so wie es der Herr wohl gewünscht hatte. Daran etwas zu ändern schien Osariel nicht richtig, zumindest nicht für ihn.

"Ich danke dir für deine Fürsorge, Akibel." Der Ramielit lächelte ihr zu und legte den Kopf leicht schief. "Trotzdem werde ich es vorziehen, ohne Rüstung zu fliegen. Der Herr hat uns nur damit...", er zupfte an seinem Kriegsrock, "...auf die Erde entsandt und ich denke es wäre nicht in seinem Sinne, wenn ich daran etwas ändern würde."
Um jegliche Missverständnisse zu vermeiden, fügte er noch schnell hinzu. "Das soll nicht heißen, dass ich denke, dass du etwas gotteslästerliches tust ... nein. Es ist lediglich meine ... Vereinbarung mit dem Herrn." Nervös spielte Osariel an seinen Haaren herum, während er die Michaelitin mit seinen sanften blauen Augen in Hoffnung auf Verständnis ansah.

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Beitrag von Rakariel » 03.07.2003 - 17:11

Noch bevor Akibel eine Reaktion auf Osariels Antwort gab, viel auch schon Rakrariel ein.

„Osariel, deine Ausführung entspricht nicht ganz der Wahrheit, du müsstest wissen dass diese Kriegsröcke nicht von Gott gegeben wurden, sondern von fleißigen Beginen gewebt wurden. Du weist genauso gut wie ich, dass wir unsere Kriegsröcke öfter wechseln als Templer ihre Rüstungen.“

Rakariel hatte keineswegs eine aggressive Haltung eingenommen, nur konnte er nicht verstehen auf was Osariels Begründung sich bezog. „Orsariel ? Wie kannst du einerseits die Aufforderung eines Engels Michaels ausschlagen, und dies mit der Begründung du hättest es Gott versprochen ?“ Rakariel trank schnell den letzten Schluck Tee aus seiner Schüssel, bevor er angliederte
„Akibel hat dich eigentlich in diesem Moment von der Einhaltung dieser Pflicht entbunden!“
ein freundliches unverstehendes Lächeln lag auf den Zügen des Raphaeliten.

„Ausserdem bin ich der Ansicht das du besser eine dieser leichten Rüstungen anlegen solltest, deine Statur könnte schnell dazu führen, dass dein Leib verloren geht und wir brauchen deinen Rat hier auf Erden!“

Rakrariel stand immer noch. Er nahm Akibel das Tablett ab, und füllte erneut seine Schale, die er auf den Boden stellte.

Rakariel blickte den Ramieliten wartend an, auch rechnete er schon mit einer Tadelung Akibels, die es vielleicht nicht gern sah, das er ihr die Antwort abschnitt.

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