Das Schweigen bleibt immer [Akibels Schar] Teil I

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Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 05.07.2003 - 15:16

Der Ab nickte etwas zerstreut und lächelte dann.

"Nun, wir haben etwas sehr wichtiges, was unter allen Umständen ins Kloster zu Cardona in den Pyrenäen gebracht werden muss. Ihr werdet es morgen erhalten, in aller Frühe. Es ist äußerst wichtig, dass es dort sicher ankommt. Es ist nicht sehr eilig, obwohl ihr natürlich nicht über die Maßen trödeln sollt. Aber es muss sicher ankommen... ähm... Nunja. In Cardona wird euch .. wie hieß er gleich... ah, ja ... Ab Dival sagen was ihr weiterhin im Dienste der Kirche tun könnt."
Der Ab schien kurz zu überlegen. "Es gibt eine Karte, diese zeige ich euch morgen früh. Damit ihr auch hinfindet. Und ja ich muss noch betonen, dass ihr über den Auftrag nicht sprechen dürft." Zwinkerte der Ab etwa Akibel zu?
"Über den Inhalt des Packetes darf ich nicht sprechen. Aber seid versichtert, dass er sehr sehr wichtig ist... ansonsten könnt ihr nun gerne fragen, wenn ihr etwas wissen mögt."

Akibel
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Beitrag von Akibel » 05.07.2003 - 16:33

"Wir werden im Gedächtnis behalten, dass der Auftrag sehr wichtig ist, Ab. Es wurde uns bereits sehr eindringlich deutlich gemacht."

Akibel zwinkerte zurück. Wusste der Ab vielleicht irgendwo her, dass sie auf einen geheimen Auftrag ausgewesen war? Hm.. wenn ja, woher nur?

"Eine Frage hätte ich jetzt doch noch über das Paket, bevor wir morgen weiteres besprechen. Lebt der Inhalt?"

Akibel sah den Ab ernst an, um zu zeigen, dass sie ihre Frage auch wirklich so meinte. Es gab Transporte von Dingen zwischen den Himmeln und manchen Klöstern, die wirklich von Engeln bewacht werden mussten.

"Und auch wenn nicht, wer hätte Interesse daran, es zu bekommen? Andere Orden, menschliche Ketzer oder.. andere Feinde der Kirche? Es interessiert mich, weil wir so wissen, ob wir bestimmte Klöster, Städte oder die Wildnis meiden sollen."

"Ihr hört ja, dass wir hier auch auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet werden, was eingehendere Gespräche über die Route angeht. Gibt es denn irgend eine Frage, die euch noch auf der Zunge brennt?", schickte sie an ihre Schar.

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Beitrag von Gansekiel » 05.07.2003 - 16:50

"Leben? Oh... nein nein... natürlich nicht. Nicht SO etwas! Das Paket wird sorgfältig verpackt, und wasserdicht verschlossen und auch gegen Erschütterungen geschützt sein... und ich bitte Euch darum kein Kloster anzufliegen und auch keine Stadt... und natürlich müsst ihr trotzdem auf Traumsaat achten. Das was ihr transportiert ist zu wichtig als dass es Ketzern oder Traumsaat in die Hände fallen dürfte. Und ihr müsst es dem Ab PERSÖNLICH geben... ja, das ist wichtig. Ich... habe hier noch ein Schreiben... oh... es ist nich nicht ganz trocken. Falls ihr doch irgendwo landen müsstet, dann zeigt ihr es dort vor... morgen ist es sicher trocken."
Der Ab lächelte immer noch und wirkte ein wenig müde nach so einem langen Monolog.

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Beitrag von Akibel » 05.07.2003 - 17:05

Akibel nickte. Morgen ist es sicher trocken. Der Hinweis war deutlich, und Akibel sah keinen Grund, ihm nicht zu folgen.

"Na, das war deutlich. Wir verschieben alles auf morgen früh; der Ab möchte sich jetzt abend rasch weiter um seine Geschäfte kümmern."

"Gut. Ich danke euch für eure knapp bemessene Zeit, verehrter Ab. Wir werden uns jetzt zurückziehen, an den Ort, der uns zugewiesen wird. Einen gesegneten Abend."

Akibel neigte ihren Kopf in Richtung des Ab.

Die Michaelitin wandte sich um und schritt durch die Reihe ihrer Schar zur Tür zurück. Ihr klarer Blick suchte den des Templers, der neben der Tür Aufstellung genommen hatte. Sicher würde er sie zu ihrer Unterkunft führen. Oder zu jemandem, der das konnte.

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Beitrag von Foresmir » 05.07.2003 - 20:03

Sichtlich froh vernahm Osariel die Worte der Michaelitin in seinem Geist. Ihm war klar, dass diese Mission wichtig sein würde, jedoch war er noch zu sehr mit anderen Gedanken beschäftigt, als das er sich darüber den Kopf hätte zerbrechen können.
Die anderen hatten ihn vorhin nicht wirklich verstanden, so viel war klar. Aber Osariel sah keinen Grund, sich nun noch irgendwie rechtfertigend dazu zu äußern. Solange der Herr ihn nicht zurechtwies, war es in Ordnung für ihn.

In meinem Geist bist du mir nah,
in meiner Seele wohnst du,
wann immer mir die Kraft auch fehlt,
mich Sorge, Leid und Kummer quält,
dann Vater, spür ich, bist du da.


Nachdem er das Gedicht in Gedanken beendet hatte, stahl sich ein Lächeln auf Osariels Gesicht. Damals, als er glaubte, er würde es unter dem überaus ehrgeizigen und strengen Michaeliten Delariel nicht mehr aushalten, war ihm dieses kleine Gedicht eingefallen. Seitdem rief er es sich immer wieder ins Gedächtnis in Momenten, in denen er sich Gott etwas näher fühlen und wieder Kraft gewinnen wollte. Es war wie ein kleines Geschenk an Gott. Etwas, das aus tiefstem Herzen kam und Osariel war sich sicher, dass der Herr es hören und auf ihn herabsehen und milde lächeln würde.

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Beitrag von Rakariel » 05.07.2003 - 21:18

Der Ab rief etwas lauter nach dem Ramieliten Templer der die auch kurz nach dem Ruf das Flügelportal öffnete, und wartend in der Mitte stehen blieb.

Der Ab erklärte noch abschließend „Dies ist Hans, er wird euch zu eurer Cella führen. Auch wendet euch bitte an ihn wenn ihr heute noch eine Wunsch habt, er wacht heute Nacht.“.

Der Templer verbeugte sich erneut

„Bitte folgt mir, die Cella ist gleich vorbereitet.“ Hans drehte sich um und stieg eine weitere Treppe hinauf, die hinter der aus dem Erdgeschoss wieder nach unten führte.
Im Erdgeschoss in einem Seitengang befand sich ein größerer Raum, der für die Engel vorbereitet worden war.
Hinter den Engeln klimperte Geschirr.

Der Templer brachte sie in die das Quatier

„solltet ihr noch irgendwetwas benötigen, ich wache diese Nacht auf der Treppe im Eingangssaaal“

Langsam verließ Hans das Quatier.

Kurz darauf erschien ein Jüngling in ramielitischen Novitzengewändern, der eine großes Tablett mit allerlei Geschirr trug.

„Boten des Herrn, ich bin Andreas, ich bringe euch euer Mana, wie Hans es mir befohlen hat.“

Der junge Mann verließ den Raum wieder und schloss die Türe hinter sich.
Außer Mana hatte er auch Tee und kleinere Leckereien mitgebracht.

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Beitrag von Akibel » 07.07.2003 - 23:29

Akibel hatte kaum Zeit gehabt, ihm dankend zuzunicken, so schnell war der Junge wieder verschwunden.

"Nun, da wären wir also. Und wieder auf einige Zeit vertröstet", lächelte die Michaelitin.

"Bedient euch." Sie zeigte auf das Essen und nahm sich dann eine Feige.

"Und.. ihr habt den Rest des Abends frei. Tut was euch beliebt. Ich werde hier sein, wenn ihr mich braucht.

"Nur eines dürft ihr nicht vergessen: Landet nicht auf Nürnberger Boden. Das hier war eine Ausnahme, die uns für unseren Auftrag gewährt wurde. Normalerweise ist es keinem Engel erlaubt, innerhalb dieser Stadt einen Fuß auf den Boden zu setzen. Denkt bitte immer daran. Ich weiß, es gibt hier viel Leid, das man sehen kann. Aber es liegt nicht in eurer Macht, es zu ändern. Es sind zu viele Menschen. Sie können euch erdrücken, wenn sie euch entdecken. Mit ihren Körpern, aber auch mit dem Ausmaß ihrer Not.

"Ich weiß, dass das schwer ist für diejenigen unter euch, die die Menschen lieben. Aber es ist der Wunsch Gabriels, denn er hat dieses Gesetz von seiner Stimme aussprechen lassen. Respektiert den Willen des schwarzen Erzengels."

Akibels Gesicht war während ihrer Ausführungen bitterernst geworden.

"Und respektiert auch meinen Wunsch."

Sie schwieg und sah alle immer noch streng an. Urplötzlich grinste sie.

"Lasst es euch gefälligst schmecken."

Sie biss genüsslich in die geschälte Feige.

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Beitrag von Gansekiel » 08.07.2003 - 06:12

In Rockenbach war es Abend geworden.
Dennoch hieß das nicht, dass etwa Stille eingekehrt war.

Vor dem Kloster wurden Hühner zusammengescheucht. Irgendwo läutete eine Glocke. Aus der Küche klang Klappern und Brutzeln und ein leckerer Duft zog durchs Haus.
Die Stufen knarzten und jemand redete im Empfangssal.
Die Templer machten irgendwelche Übungen im Hinterhof, wo das Fenster zur Cella war.

Eine Gabriels Templerin war damit beschäftigt den Ramiels Templer, der die Engel empfangen hatte, ordentlich zu vermöbeln. Zumindest sah es so aus, als würde sie ihn in Stücke hacken wollen. Dabei wusste sich der Ramielit durchaus zu verteidigen und verstand es meisterhaft mit dem Schwert umzugehen, aber die Templerin mit der Axt schien keine Gnade zu kennen ihn zu ärgern.
Dabei schienen sie allerdings ihren Spaß zu haben. Zumindest wenn man ihnen so zuhörte.
"Du kämpfst, als würdest du schlafen!", neckte sie.
"Und DU wirst dich selbst ins Knie hacken, wenn du so weiter umherhaust!"
"Ah bah... was soll das denn sein??!! Die Angriffstechnik des Meerscheinchens?"
"Nein, das ist die mit der ich dich... endgültig.. erwische!"
"Daneben!"

Man konnte meinen, dass die Beiden nur spielten.

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Beitrag von _Samiel_ » 08.07.2003 - 13:30

Samiel nahm sich ein paar Leckerein und wollte damit schon rausgehen als Akiblel zu Ende sprach. Er wollte ihr wiedersprechen doch ihr Gesicht zeigte ihm wie ernst es ihr war.

Deswegen mochte er den Nürnberg nicht, überall Menschen die Hilfe brauchten doch man durfte ihnen nicht helfen...

Aber er verstand auch Akibels Wunsch und wusste dass wenn er rausgehen würde, er von den Menschen dort erdrückt werden würde.

Seuftsend ging Samiel zum Fenster und sah den beiden Templern leicht verwirrt zu und aß dabei ein paar Süssigkeiten.

"Kämpfen die beiden dort unten oder spielen sie ein Spiel?" Fragte Samiel ohne sich umzudrehen mit einem leicht besorgten Ton ihn seiner Stimme.

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Beitrag von Rakariel » 09.07.2003 - 16:06

Rakariel stellte sich neben Samiel und blickte in den Hof hinab, während er von seinem Tee trank.

Es war eine Ramielis-Gabrielis-Land-Mischung, die auf eine angenehme Art genauso aromatisch miteinander rang wie die beiden Templer. Doch auch genauso harmonierte, Wie auch die Templer, denn ihr Kampf diente einem höheren Ziel.

„Auch wenn es eine Übung sein soll, so scheinen sie dennoch ein Spiel daraus gemacht zu haben.“

Rakariel lächelte Samiel an, doch schien der Raphaelit in Gedanken versunken. Es müsste wohl etwas mit Nürnberg, der Stadt der Flüchtlinge, die Festung des Hungers, zu tun haben.

Rakariel war nicht zum ersten mal hier.

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Beitrag von _Samiel_ » 09.07.2003 - 17:57

Samiel lächelte scheu zurück und atmetete mit genuss den guten Duft des Tee`s ein. Ihm fiel auf wie in Gedanken versunken Rakariel war und sah ihn leicht neugierig an.

Doch er traute sich nicht zu fragen was Rakariel so beschäftigte und so widmete sich Samiel wieder dem Schauspiel drausen vor dem kleinen Fenster.

Er möchte die Geräusche von Arbeit und lauschte noch eine Weile den Klängen des Kloster und sah den beiden spielerischen Templer mit begeisterung zu.

Plötzlich holte Samiel aus seiner Umhängetasche ein Blatt und einen abgenutzten Kohlestift und begann eifrig damit die Templer und ihr kleines Schauspiel mit schnellen Strichen zu mahlen.

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Beitrag von Gansekiel » 10.07.2003 - 07:39

Die beiden Templer erblickten die Engel am Fenster und die Gabrielitn winkte ihnen zu.
"Wenn ihr wollt, könnt ihr uns morgen früh, vor dem Gottesdienst die Ehre erweisen und mit uns üben. Das wäre sicher sehr interessant", schlug sie vor. Man konnte sie durch das gekippte Fenster gut hören.

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Beitrag von Kuriel » 14.07.2003 - 13:57

Kuriel hatte die ganze Sache einfach nur zur Kenntnis genommen. Das Einzige, was ihn verwundert hatte, war das er keinerlei Ärger für sein relativ engagiertes vorgehen während der letzten Mission erhalten hatte. Normalerweise war das immer das Erste was passierte, wenn er sich in einem Himmel einfand.

Egal.

Auch diese Mission schien wieder kein normaler Auftrag zu sein. Nur warum wurde, wenn dieser Auftrag so wichtig war, solch eine unerfahrene Schar eingesetzt? Sie alle waren überhaupt nicht aufeinander abgestimmt. In einer wirklich kritischen Situation würde es zwangsweise zu einer Katastrophe kommen. Die Michaelitin mochte schlau sein, aber allein der Umstand, dass sie eine Rüstung trug, ließen den Gabrieliten an ihr zweifeln. Nun, vielleicht musste er aber auch nach dem kürzlich erlebten erst generell sein Vertrauen in die, die wie Gott sind, wiedergewinnen.

Auch egal.

Kuriel wusste, dass er sich im Notfall wieder alleine durchschlagen würde. Er brauchte niemanden. Das Problem war nur, dass die Anderen ihn offensichtlich dringend brauchten...

Das Kloster Rockenbach gefiel dem Todesengel wenig bis gar nicht und die Instruktion das Kloster nicht zu verlassen passte ihm noch weniger, aber Akibel hatte nun mal Recht: Nürnberg war tatsächlich nicht ungefährlich für einen Engel. Kuriel entschied sich, dass das Beste was er jetzt noch machen konnte, sich einfach in eine Ecke des Raumes zu setzen war. Desinteressiert starrte der Todesengel ins Leere. Der Knauf seines Schwertes ruhte auf seinem Schulterpanzer und die Arme des Engels waren vor seiner Brust verschränkt.

Alles egal...Hauptsache ich kann bald wieder kämpfen…

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