Das Schweigen bleibt immer [Akibels Schar] Teil II

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Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 30.09.2003 - 20:56

Osariel sah zur Tür.

Eine Begine war dort aufgetaucht.
Verstört blickte sie in den Raum und sah die Anwesenden der Reihe nach an.
"Was... ist denn passiert?", fragte sie und erkannte dann Roberto. Ein strenger Blick der älteren Frau machte deutlich, dass sie nicht viel davon hielt dass der kleine Racker hier war.

_Samiel_
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Beitrag von _Samiel_ » 30.09.2003 - 21:01

Samiel schüttelte hektisch den Kopf. "Dort bei der Treppe habe ich die Spur verloren.."

Schnell schritt er zur Treppe und blickte sie genau an, strich mit seinen Fingern entlang den Stufen und versuchte so etwas wie einen Geheimgang zu entdecken.

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 30.09.2003 - 21:33

Nein, die Stufen waren fest. Hier gab es keinen Gang. Nicht einmal einen Kanaldeckel oder ähnliches... falls es hier überhaupt so etwas gab.

Dann fiel Samiels Blick auf die Rückwand eines Hauses.
Das Haus war an die Treppe gebaut, und... es hatte einen Eingang. Wohl der Hintereinang.

Verd*** er hatte die Tür gar nicht gesehen, sie war doch zu gewesen.

Foresmir
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Beitrag von Foresmir » 01.10.2003 - 08:21

Der Ramielit erhob sich und versperrte der Begine den Blick auf Roberto.
"Akibel, eine Begine erschien soeben in unserer Cella und möchte wissen, was passiert ist. Soll ich sie abwimmeln oder ihr die Wahrheit sagen?"

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Beitrag von Gansekiel » 01.10.2003 - 09:38

Irgendwo:

Diese Engel waren tatsächlich nicht so allmächtig, wie es immer hieß. Sie hatte darauf gebaut und gewonnen. Man musste nur davonstürmen und sich dann einfach verstecken und sie rannten vorbei.

Die Frau verließ, aussehend wie eine normale Bürgerin der Stadt, das Haus zur Vordertür und ging langsam und bedächtig schlendernd die Straße entlang.

Keine 50 Meter von den Engeln entfernt, doch eine parallel-Straße weiter, geschützt durch die Häuser.

Einzig und allein der Geruch nach Fisch haftete ihr noch immer etwas an. Sie selbst konnte es längt nicht mehr riechen, so sehr hatte sie sich daran gewöhnt. Und sobald sie den Stadtmarkt erreichte, wo es überall so roch, war sie nur eine unter Vielen.

Lokeshiel
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Beitrag von Lokeshiel » 01.10.2003 - 23:03

Lokeshiel sah die Begine stumm an. Dann wechselte er einen kurzen Blick mit Osariel. Schließlich waren die Ramieliten eindeutig kommunikativer als die Gabrieliten.... und so überließ er ihm dieses Feld. Aber er trat einen Schritt von der Tür zurück und lehnte sich an die Wand daneben, die Arme vor seiner Brust verschränkt und einen kurzen Blick über die Begine hinweg nach draußen riskierend.

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Beitrag von Gansekiel » 02.10.2003 - 10:33

Lokeshiel erkannte dass sich auf dem Gang bereits einige Leute versammelt hatten.
Irgendwas war da noch los. Immer mehr Leute liefen dort draußen herum und Lokeshiel erkannte jetzt, dass das nicht etwa daran lag, dass die Engel durchs Kloster gerannt waren sondern weil irgendetwas passiert sein musste.

Plötzlich hörten die Engel und Roberto jemand nach einem Arzt rufen.
Immer mehr Aufruhr wurde laut, und dann erschien an der Cellatür ein aufgeregter, jüngerer Templer.

"Schnell... wir brauchen den Raphaeliten... der Ab... jemand hat den Ab niedergestochen, wir haben ihn grade in seinem Zimmer gefunden,... bitte, schnell!!!"
Die Begine, die eben noch Roberto gemustert hatte, fuhr erschrocken herum und schlug sich die Hände vor den Mund.
"oh mein Gott!"

Draußen wurde Geschrei laut.
Die Templer durchsuchten das gesammte Kloster. Sicher hatten sie alle Ausgänge verstellt.

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Beitrag von Rakariel » 02.10.2003 - 16:37

Rakariel, der Nach der erfolglosen Verfolgung zurück in die Cella gegangen war, saß Teilnahmslos und zurückgezogen auf einem Schemel des Scharquatiers und trank seinen erkalteten Tee.
Sicher, er hätte er sich gern um den Kleinen gekümmert und ihm klar gemacht dass sie ihn beschützen würden, doch schien er in solchen Belangen sein früheres Talent verloren zu haben.
Er hatte die Anwesenheit der Begine zur Kenntniss genommen, sollten doch die mit ihr sprechen die dafür da waren. Erst der Ruf nach einem Raphaeliten lies ihn Hochfahren.

Rakariel sprang auf und schleuderte es Lokschiel zu, der es sicher fangen würde. Die Teeschale zersprang Schrill auf den steinernen Fliesen des Klosters

„Templer führe mich !“, Rakariel war in Windeseile durch die Cella und stand schon beinahe in der Türe.

Akibel
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Beitrag von Akibel » 04.10.2003 - 13:46

Akibel hatte die Dörfler der Reihe nach angesehen, immer noch schwer atmend von dem schnellen Lauf. Sie hatte nur kurz genickt, weil sie den Urieliten wieder den Weg zurückrennen sah, den sie gekommen waren, und hatte wieder die Verfolgung aufgenommen. Sie war rasch hinter Samiel und Kuriel zurückgefallen, und letztendlich stand auch sie vor der geschlossenen Tür, die Samiel jetzt gefunden hatte. Hierdurch war sie also gekommen. In Gedanken sprach sie zu Samiel und Kuriel:

"Kuriel, öffne bitte diese Tür. Vielleicht ist die Frau schon fort, aber vielleicht hat sie sich auch da drinnen verschanzt. Trete sie ruhig ein, wenn du das für sicherer hältst."

Leise zog Akibel ihr Langschwert aus der Scheide und stellte sich mit konzentriertem Blick hinter den Todesengel.

"Samiel, bitte lege einen Pfeil auf und behalte die Treppe im Auge. Ich möchte nicht, dass Kuriel und mir jemand in den Rücken fällt, wenn wir dort hineingehen.

"Und noch etwas: Es ist nicht schlimm, dass du diese Tür hier übersehen hast. Du hast uns sehr weit geführt, und dank dir ist es mir gelungen, eine gewaltige Sicherheitslücke in der Verteidigung dieses Klosters aufzudecken. Jeden einzelnen der Templer an diesem Tor werde ich mir für seine Dummheit vorknöpfen. Sie haben einfach so jemanden hinausrennen lassen, wo wir doch schon wissen, dass es auch Bedrohungen innerhalb des Klosters gibt.

"Und vielleicht ist sie ja auch wirklich noch hier... wir werden sehen."

"Kuriel, wir wären dann so weit."


Akibel nahm ihr Schwert hoch. Dann erreichte sie Osariels gedankliche Nachricht. Das hellte ihre Laune nicht gerade auf.

"Osariel, bitte gebärde dich wütend. Frage sie, was sie sich dabei denkt, einfach so in die Cella einer Schar einzubrechen, ohne vorher auch nur geklopft zu haben. Und dass der Junge auf meinen Wunsch bei uns ist. Frage sie nach ihrem Namen, und sage ihr dann, dass ich mich später, nach meiner Rückkehr, mit ihr befassen werde."

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Beitrag von Foresmir » 04.10.2003 - 16:06

"Was? Das kann doch nicht..."
Osariels Gesicht wurde bleich. Es schien ihm, als wüte der Herr der Fliegen persönlich in diesem Kloster und auch Roberto stand der Schreck deutlich ins Gesicht geschrieben. In diesem Moment traf Akibels Botschaft ein.

Der Ramielit nahm tief Luft, ehe er antwortete.
"Ich... ich befürchte, dass sich das erledigt hat. Akibel... der Ab wurde niedergestochen! Rakariel wird sich um ihn kümmern. Ich bleibe bei Roberto."

Osariel wandte sich zu dem Jungen. "Bleib hier sitzen. Ich muss nur kurz etwas klären. Keine Angst, ich bin noch in deiner Nähe!"
Dann erhob er sich und ging zu der Begine rüber, die noch immer erschrocken und wie angewurzelt da stand.

"Wenn ich dich bitten dürfte unsere Cella zu verlassen. Ich bin mir sicher, man brauch dich nun woanders. Und ... klopfe nächstes Mal bitte an, bevor du die Cella einer Schar betrittst. So viel Ehrerbietung sollte auch eine Begine den Engeln des Herrn entgegenbringen können."

Mit diesen Worten und sanftem Anschieben beförderte er die Frau nach draußen und schloss die Türe.

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Beitrag von Erzählerin » 04.10.2003 - 16:20

Akibel, die viele, viele Laufschritte vom Geschehen entfernt war, zuckte merklich zusammen. Wäre es nicht so trübe gewesen hier im Nebel, man hätte die Mischung aus Wut und Entsetzen in ihren Augen funkeln sehen. Nur ganz kurz sackte die Spitze ihres Schwertes ein Stück weit ab, als ihre Arme kurz kraftlos zu werden schienen, doch gleich fing sie sich wieder.

Der Ab war tot! Die Templer - und Samiel, Kuriel und sie selbst - hatten offenbar nicht nur eine feindliche Spionin, sondern die Mörderin Ab Divals entkommen lassen. Der Wirbel der Gefühle drohte sie mit sich zu reißen, drohte, sie die Situation, in der sie sich gerade befand, nicht richtig wahrnehmen zu lassen. Innere Ruhe floss wie eine lindernde Medizin durch ihren Körper und sperrte die irritierenden Gedanken fort, so dass sie ihren Geist jetzt nicht erreichten. Auch Kuriel und Samiel würde sie jetzt noch nichts davon wissen lassen. Ihre Konzentration sollte, genau wie ihre eigene, ganz der gegenwärtigen Lage, der Tür vor ihnen, gelten.

"Rakariel, ich habe von Osariel gehört was gerade geschieht. Bitte lass mich wissen, wie es dem Ab geht, wenn du genaueres weißt.
"Gut, Osariel. Aber frag sie dennoch nach ihrem Namen, vergiss das bitte nicht."
Zuletzt geändert von Erzählerin am 05.10.2003 - 00:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Lokeshiel » 04.10.2003 - 22:27

Lokeshiel starrte wie versteinert über die Schulter der Begine hinweg, auch als Osariel sie langsam zur Tür herausbeförderte. Akibel, wart ihr erfolgreich? Ich begleite Rakariel zu dem Ab!

Ein Ruck ging durch seinen Körper, und er trat mit einem düsteren Blick neben dem Raphaeliten. "Du führst uns beide hin..." krächzte er den Templer an und sah kurz zu Rakariel rüber, auch wenn er nicht wirklich mit Wiederspruch rechnete.

Akibel
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Beitrag von Akibel » 05.10.2003 - 00:16

Akibels Worte waren für Rakariel, Lokeshiel und Osariel zu hören. Die Innere Ruhe half ihr dabei, den Nachrichtenverkehr mit ihren Geschwistern im Kloster und die angespannte Situation, die gerade unmittelbar vor ihr lag, zu koordinieren.

"Gut, Lokeshiel. Folge Rakariel ruhig ins Zimmer des Ab. Aber einer von euch muss bei Roberto bleiben, das ist sehr wichtig! Der Junge schwebt nun auch in Lebensgefahr, denn er hat uns etwas Schreckliches verraten, und die Spionin hat es gehört. Ihr müsst die Türe zur Cella schließen und dafür sorgen, dass niemand außer der Begine, die ihn schon entdeckt hat, den Knaben bei euch sieht. Zwinge die Begine dazu, auf Gott zu schwören, dass sie niemandem verrät, dass sie das Kind bei euch gesehen hat.

"Gab es denn schon jemand anderen, der Roberto bei euch erblickt hat?"

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