[Regentropfen 1] Regentropfen

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Iliniel

Beitrag von Iliniel » 17.02.2004 - 20:02

Iliniel wollte so schnell wie möglich zum Dorf. *Ich habe sonst keine weitere Fragen. Ich würde auch vorschlagen, so schnell, wie möglich aufzubrechen. Wir können uns vor Ort ein Bild über die Lage machen.* Die Urielitin war etwas nervös. Sie versuchte in einem unbemerkten Augenblick ein Blatt des mitgebrachten Krautes aus ihrer Tasche zu ziehen. Falls sie das Gefühl hatte, ständig beobachtet zu werden, lies sie dies aber lieber bleiben ...

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Beitrag von jaina » 18.02.2004 - 19:55

Wortlos war Taímel hinter der Raphaelitin hergegangen. Er überlegte im Geiste, welche Kreatur wohl diese Art von Wunden schlagen würde, und ging sämtliche ihm bekannten Traumsaatkreaturen durch.

Im Lazarett angekommen stand er dann etwas hilflos im WEg, da er nicht wusste, wie er sich hier nützlich machen sollte. Er war schließlich kein Heiler und hatte auch nicht vor einer zu werden.
Trotzdem: Was überkam Niniel ihn derart durch die Gegend zu schicken?

der Ramielit kam nicht darauf, dass seine eigene, äusserst unfreundliche Art es anderen Engeln wohl unmöglich machte, ein "Bitte" zu äussern.
Doch Taímel war müde. Und es war ihm trotz allem aufgetragen worden, diese Raphaelitin zu unterstüzten.

Und so warf er erst einmal einen Blick durch das Lazarett und fand auch gleich eine Art Küche, in der wohl abgekochtes Wasser zu finden sein würde.
Wortlos betrat er den kleinen Raum und fand auch wirklich gleich wonach er gesucht hatte.
Ohne ein Wort nahm er das abgekochte Wasser und ging zurück zu Niniel, welcher er das Verlangte stillschweigend reichte.

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Beitrag von Rakiel » 18.02.2004 - 20:01

"Gut, und jetzt gib diese Tinktur hinein und rühre gut um. Dann gibst du jedem im Lazarett etwas zu trinken davon. Und bring mir noch einen Eimer mit abgekochtem Wasser."

Niniel sah nicht einmal auf, als der Ramielit ihr das Wasser brachte. Sie war viel zu sehr mit den Wunden der Menschen beschäftigt, als dass sie sich die Zeit nahm höflich zu sein. Sie stellte lediglich ein kleines Fläschchen mit einer grünlichen Kräutertinktur vor Taímel hin. Das Mittel würde den Leuten nicht direkt helfen. Es würde sie ein wenig berauschen und somit auch ihre Schmerzen lindern. Das letzte, was die Raphaelitin jetzt brauchen konnte waren Patienten, die vor Schmerzen nicht still hielten.

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Beitrag von jaina » 18.02.2004 - 20:13

Gut, und jetzt gib diese Tinktur hinein und rühre gut um. Dann gibst du jedem im Lazarett etwas zu trinken davon. Und bring mir noch einen Eimer mit abgekochtem Wasser.

Wer glaubte die Eigentlich wer sie war? Am liebesten würde er.. Doch nein. So ungern Taímel sich dies eingestand, doch musste er trotz allem die Befehle seiner Michaelitin befolgen. Jedenfalls im Moment.
Trotzdem machte sich Unmut im Gesicht des Ramieliten breit während er der Aufforderung Niniels nachkommt.
Ja - er beeilte sich sogar, diese Aufgabe so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, war doch dieses Zusammensein mit Menschen auf engstem Raum ein Greuel für ihn.

Und so stand er alsbald wieder vor der Raphaelitin und für einen Aussenstehenden, der ihn nicht kannte hatte es fast den Anschein, als würde er schon auf den nächsten Auftrag warten obwohl genau das Gegenteil der Fall war.

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Beitrag von Rakiel » 18.02.2004 - 20:33

"Hast du schon einmal eine Wunde ausgewaschen? Oder warst du dir..."

Rasch brach Niniel den Satz ab. Sie hatte sehr wohl mitbekommen, mit welcher Miene der Ramielit sich dur das Lazarett bewegte. Wo es nur ging, schien er den Menschen aus dem Weg zu gehen. Aber jetzt war nciht der richtige Zeitpunkt, um falsche Rücksicht auf so etwas zu nehmen.

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Beitrag von jaina » 19.02.2004 - 15:50

Eine Wunde auswaschen? Was denn nicht noch alles? Was dachte diese Raphaelitin eigentlich, wen sie hier vor sich hatte?
Vielleicht sollte er auch noch Bettpfannen leeren oder ähnliches.

Taímel stand kurz vor der Explosion. Nicht mehr lange und alles würde aus ihm herausbrechen, jede Chance auf ein zumindest nicht eiskaltes Klima in der Schar mit sich reißend.
Doch noch riß er sich zusammen, den Blick auf die Raphaelitin gerichtet und mit äusserlich unbewegter miene, so dass niemand ihm ansehen konnte, was ihn wohl gerade bewegte.

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Beitrag von Rakiel » 19.02.2004 - 18:55

"Das heist dann wohl 'Nein'. Gut, ich zeig's dir. Es ist weniger schwer, als du denks. Und du kannst damit sowieso nichts anrichten, was ich nicht schnell beheben könnte.
Zuerst giest du etwas Wasser in eine Schale. Dann nimmst du dir ein Stück Tuch. Am Besten du schneidest dir zuerst ca. eine Hand lange Stücke zurecht. Dann tauchst du es ins Wasser und säuberst die Wunde. Nach jedem Patienten nimmst du ein neues Tuch und frisches Wasser."

Mit diesen Worten drückte sie Taímel die Utensilien in die Hand.

"Ach ja, und noch etwas. Mache den Menschen klar, dass du dich um sie kümmerst. Viele können dich nicht sehen. Erschreck sie bitte nciht, indem du einfach plötzlich anfängst. Und sei vorsichtig. Sie sind zwar etwas berauscht aber nicht schmerzfrei. Du wirst es dir nicht erleichtern, wenn sie vor Schmerzen zucken."

Und setze vor allem eine andere Miene auf!

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Beitrag von Miroel » 25.02.2004 - 14:01

"Ein Walfisch kann sehr gross werden. Ich habe bisher auch nur von ihnen gehört. Aber sie sollen bis zu 10 Metern lang werden oder mehr. Nun, du wirst es ja sehen.", beeilte sich Miroel zu sagen. Iliniel hatte Recht. Sie wussten nicht, wann die Mönche aufgebrochen waren und konnten nur hoffen, dass sie das Dorf noch nicht erreicht hatten. Oder dass die Traumsaat das Dorf wieder verlassen hatte.

"Danke, Goncalves. Wir gehen jetzt.", sagte sie an den Menschen gerichtet, während sie Misariel und Iliniel das Zeichen zum Aufbruch gab. Die beiden sollten sich in den Himmel erheben. Einige Augenblicke nach ihren Schargeschwistern befand auch sie sich am Himmel.

"Iliniel, führ uns zum Dorf.", befahl sie dann. Es würde nicht schwer sein, das Dorf zu finden, sie brauchten bloss dem Weg zu folgen. Dennoch sollte Iliniel vorausfliegen, da sie weiter blicken konnte, als Misariel oder Miroel.

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Beitrag von Iliniel » 25.02.2004 - 23:26

Die Urielitin nickte und hob ab. Sie wollte so schnell wie möglich das Dorf erreichen. Vielleicht war es ja noch nicht zu spät. Iliniel schlug ein rasches Flugtempo an, so dass die sich der Misariel und Miroel beeilen mussten, um hinterher zu kommen.

Miroel würde schon etwas sagen, wenn es zu schnell gehen sollte. Iliniel kannte das Dorf und sie flog die direkte Strecke dorthin. Nach einiger Zeit sah sie die Küste und als sie ihre Macht (Erleuchtete Augen) benutzte konnte sie bereits den Wal am Strand erkennen.

*Wir sind gleich da. Ich kann den Wal erkennen.*

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Beitrag von Janael » 26.02.2004 - 12:30

Misariel stieg auf und ging rechts neben der Stimme des Herrn in Flugposition, sobald auch diese sich in den Himmel aufgeschwungen hatte. Aufmerksam tasteten seine Augen die Himmel und das Land, welches unter ihnen entlangglitt ab.

Säurepfeifer hatten den Nachteil, das die nicht die größten waren, was ihnen gegen normale Waffen einen Vorteil verschaffte. Mit Schaufeln und breite Dinge konnte man sie einfacher treffen, aber das würde er nicht probieren. Er vertraute auf sich und seine Schnelligkeit.

So oft es ging ließ sich Misariel vom Wind treiben und glitt, die Devise hieß Kraft sparen, man wusste schließlich nicht, wie heftig der Kampf - falls es einen geben würde - werden würde. Also sollte man besser auf alles vorbreitet sein.

*SdS: Miroel, es riecht irgendwie nach einem Hinterhalt oder es ist nichts da, wenn wir ankommen.

Der junge Gabrielit teilte seine Gedanken ruhig und sachlich der Stimme mit und ging langsam in den Sinkflug über, als sie sich dem Dorf nährten. Seine Hand umschloss den Griff seiner Seele und er spürte, wie sich seine Muskeln anspannten.

'Entspannen geht schneller, als sie erst anspannen zu müssen.' Dachte er bei sich und seine Mine war - wie immer - undurchsichtig und neutral.

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Beitrag von Miroel » 26.02.2004 - 14:54

"Sehr gut, aber siehst Du irgendwo auch die Mönche?", erkundigte sich Miroel und hielt ebenfalls Ausschau nach diesen. Das Dorf lag auf und zwischen zwei Hügeln, wovon der eine Hügel das Dorf mehr oder weniger von der Küste abtrennte. Einige wenige Hütten standen in der Nähe des Strandes, doch der Hauptteil des recht grossen Ortes befand sich in der Mulde zwischen den beiden Hügeln. "Wir werden vorsichtig sein.", teilte sie ihrer Schar mit.

Von den Mönchen war im ersten Augenblick nicht zu entdecken, aber stattdessen drängte sich ein seltsames pfeiffendes Geräusch immer mehr in den Vordergrund. Es schien aus der Richtung zu kommen, in welcher man in einiger Entfernung einen Pinienwald erkennen konnte. Weil der Wind vom Meer ins Landesinnere wehte, war den Engeln der Geruch von Rauch noch gar nicht zugetragen worden. An einigen Stellen am Waldrand und im Inneren qualmte es. Auch mussten der scharfäugigen Urielitin neben dem Feuer hektische Bewegungen unter der Nadeldecke, die die Äste der Pinien bildeten, auffallen.

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Beitrag von jaina » 27.02.2004 - 22:49

Taímel schwieg weiterhin. Doch das würde wohl nicht mehr lange anhalten wenn diese.. nein er würde nicht lästern über einen Engel des Herrn. Nicht einmal in Gedanken.

Es wäre wohl falsch, zu behaupten, dass der Ramielit die Utensilien, die Niniel ihm in die Hand drückte mit Begeisterung übernahm. Doch... was blieb ihm viel übrig? Trotz allem musste er Miroels Befehl befolgen auch wenn ihm das nicht gefiel. Aber: mit den Menschen reden würde er garantiert nicht. Sonst noch etwas. Als ob die es wert wären, dass er auch nur ein Wort an sie wandte.

Und so ging er an das nächstgelegene Bett und versuchte, ohne Begeisterung und ohne jedes Geschick, die Wunden diese Menschen zu säubern, seine Miene unbeweglich wie immer.

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Beitrag von Rakiel » 28.02.2004 - 08:44

Niniel betrachtete die Arbeit ihres Scharbruders mit einem schiefen Lächlen. Seine Handlungen zeugten nciht von dem Geschick eines Heilers aber das hatte sie auch nciht erwartet. Ein wenig fühlte sie sich an ihre erste praktische Lehrstunde erinnert.

Die Zeit kam ihr endlos vor, bis Taímel fertig war. Sie trug ihm aber keine weitere Arbeit auf, schließlich war sie ja keine Sklaventreiberin.

"Ich danke dir, Taímel. Ich denke, ich komme nun alleine zurecht."

Noch im gleichen Atemzug wandte sie sich einem besonders schwer Verletzten zu. Sie hatte schon einige male heute die heilende Hand eingesetzt. Und so tat sie es auch dieses mal. Doch es viel ihr schwer die Wunden zu heilen. Die Raphaelitin wusste genau, dass sie am Ende ihrer Kräfte war. Einen kleinen Augenblick lang schloss sie die Augen. Am liebsten hätte sie sich in die gnädige Dunkelheit zurückgezogen.

Nein, ich darf jetzt nicht aughören. Diese Menschen hier brauchen meine Hilfe und Miroel verlässt sich auf mich. Ich muss mich nur konzentrieren...

Sie riss die Augen auf und arbeitete weiter. Die Engergie, die durch die feinen Linien des Signums stömte und sich in ihren Fingerspitzen konzentrierte bestärkte ihren Willen.

Als sie dieses weitere Opfer behandelt hatte, sah sie sich um. Es war der Letzte gewesen.

"Ich danke dir, Herr",
murmelte sie. Mit erliechtertem Herzendoch imenser Erschöpfung trat sie ins Freie.

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