Das Schweigen bleibt immer Teil III [Akibels Schar]

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_Samiel_
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Beitrag von _Samiel_ » 20.04.2004 - 22:43

Als Samiel die Hand auf seiner Schulter wahrnahm blieb er steif stehen. Langsam drehte er seinen Kopf in Richtung des Ramieliten, er wollte eine harte, starke und mutige Antwort geben doch als er das besorgte Gesicht Osariels sah verstummte er plötzlich und konnte nur noch ein "A-alles.. in Ordnung.. danke.." heraus bringen. Es war zwar nicht das was er sagen wollte, und es drückte auch nicht den Schmerz in Samiels Innerem aus doch wollte er den Ramieliten nicht mit seinen eigenen Sorgen belasten. Nicht jetzt.

"Lass uns zu Akibel gehen.. ich denke die anderen warten schon auf uns.."

Akibel
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Beitrag von Akibel » 22.04.2004 - 09:05

Akibel stand auf und ließ ihren Blick, jetzt noch einmal voller Wut, über die versammelten Ketzer schweifen. Den Bewusstlosen zu ihren Füßen und den Jungen, der noch mit ihr gesprochen hatte, beachtete sie nicht. Das Adrenalin und der Nachhall ihrer Macht rauschte in ihren Ohren.

"Nein", sagte Akibel mit gewaltiger Stimme und sah zum Inquisitor. "Jeder einzelne dieser Sünder soll eines langsamen, qualvollen Todes sterben. Dieser eine hat die Niedertracht aller bewiesen. Er soll zuletzt sterben und mitansehen, wie zu jedem seiner gotteslästerlichen Kameraden der Tod kommt, und wenn er zuerst Heilung erfahren muss, damit er das Leid mitansehen kann. Dass die Gnade des Herrn bei diesen schwarzen Seelen keinen Sinn mehr hat, wurde hier für alle Augen sichtbar bewiesen. Führt sie ab und sorgt dafür, dass sie mindestens so lange leiden, bis übermorgen die Sonne untergeht."

Nach ihrem vernichtenden Richtspruch griff die Michaelitin unvermittelt nach vorn und packte den Jungen an den Haaren. Während die Templer sich daran machten, die Ketzer abzuführen, zerrte sie den Knaben an der Spitze der anderen ins Kloster hinein.

"Wie geht es dir, Kuriel? Komm einfach mit hinein, dann kann sich Rakariel das gegebenenfalls ansehen. Lokeshiel, Rakariel, kommt bitte auch mit. Ich denke, der Angriff dieses einen hat unserem Auftritt nicht allzu sehr geschadet. Und was den Jungen angeht - natürlich lasse ich ihn nicht langsam töten, immerhin hat er als einziger guten Willen bewiesen. Aber für die Gesamtwirkung dort draußen musste ich alle verurteilen. Ich werde ihm das aber erst drinnen erklären; er soll uns genau beschreiben, wo der Hof ist, und soll danach allein in eine Zelle gesperrt und nicht angerührt werden. Wenn wir zurückkommen und seine Worte sich bewahrheitet haben, hat er es verdient, durch ein Flammenschwert schnell zu sterben. Wenn nicht ... nun ja, dann soll es ihm genauso ergehen wie seinen Kameraden. Ich erkläre das auch noch dem Inquisitor.

"Und wir werden den jungen Ketzer übrigens keinesfalls als Führer nehmen. Wie verschlagen diese Leute sind ist uns ja bereits deutlich vor Augen geführt worden. Ich möchte das Risiko nicht eingehen, dass er uns in eine Falle oder so falsch führt, dass wir genügend Zeit verlieren, damit noch mehr seiner Freunde fliehen können."


Akibels gedankliche Erläuterungen waren für alle Mitglieder ihrer Schar zu hören. Die Michaelitin zerrte den gefesselten Jungen an den Haaren in das Kloster hinein, bog aber bei der ersten sich bietenden Gelegenheit vom Hauptgang in einen Nebengang ab. Sie gab den hinter ihr gehenden Templern ein Handzeichen, dass diese ganz normal weitergehen sollten. Die Michaelitin folgte dem Gang um eine Biegung, damit dieser vom Hauptgang nicht mehr einzusehen war. Obwohl die anderen dicht hinter ihr gewesen waren, beschrieb sie den anderen noch gedanklich, wo sie hingegangen war.

"Ich bin nach dem Haupteingang im ersten Gang rechts!

Sie dirigierte den Jungen an die Wand und ließ ihn dort los. Zwei Schritte vor ihm blieb sie stehen und sah auf ihn herab. Man konnte sehen, dass sie noch immer wütend war, aber ihr Zorn schien sich nicht auf den Knaben vor ihr zu konzentrieren. Ihre Stimme war nicht mehr so hart und unerbittlich wie draußen; eine Spur ihrer alten Sanftheit schwang im Tonfall der Michaelitin mit.

"Ich halte die Versprechen von Gnade, die Gott denen gewährt, die den Mut zur Umkehr beweisen. Also beschreibe mir genau, wo der Hof ist, und du sollst vor dem verschont werden, was deine Kameraden nun erdulden müssen. Und sprich wahr, denn wenn du lügst, soll es dir noch schlechter ergehen als ihnen."

Akibel hoffte, die Angst von draußen saß noch tief genug. Die Drohung eines langsamen Todes und die Tatsache, dass der angreifende Ketzer durch Akibels Macht genau vor seinem Gesicht zusammengebrochen war, würde vielleicht gut genug gewirkt haben, um ihn jetzt jeden Strohhalm ergreifen zu lassen, den er sah. Die Michaelitin hob beim Sprechen ein wenig ihre linke Hand, wie als Teil einer unbewussten Geste. Aber es war ihre Absicht, dass der Junge die heiligen Zeichen auf der Hand sehen konnte, die bei dem Angreifer so schreckliche Schmerzen verursacht hatten. Er sollte noch einmal erkennen, wozu die Engel imstande waren, mit denen er es hier zu tun hatte. Er sollte die Hoffnung auf Widerstand verlieren, genau wie jeder andere, der die Schar draußen auf dem Klosterhof gesehen hatte.

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 22.04.2004 - 13:09

Der Junge Mann sah aus, als würe er gar nicht mehr in der Lage dazu ihr überhaupt zu antworten.

Er schlotterte vor Angst und stank regelrecht nach Furcht. Seine Zunge fuhr ständig über seine aufgesprungenen Lippen und mittlerweile waren die Schwellungen von den Prügeln der Templer richtig zugeschwollen.

"ich.. ich.." stotterte er nur. Er schien nicht einmal genau zu wissen, wo er war und sah sich um, als wüsste er gar nicht wie er hergekommen war.

"V.. V... vor der Stadt. Wenn man Richtung Berge reitet, wo die Straße auf den Waldpfad übergeht, etwa eine Stunde von hier... Da ist noch ein Pfad. Er führt zu einem Hof. Ein paar Hütten. Von da aus... gibt es viele Wege in den Wald. Sie werden sich verstecken!" meinte er dann. Seine Stimme klang plötzlich monoton und müde. So als hätte er aufgegeben zu hoffen.


Die Kirche hatte seinen Bruder getötet und jetzt würde sie ihn auch umbringen.
Aber die Anderen hatten Vorsprung. Und Pferde.
'Sie werden fort sein, bis die Engel dort sind', dachte er bitter.


Der junge Mann blieb am Boden vor Akibel kauern.
"Und der Michaelit im Lagerhaus... er ist sicher längst tot!", meinte er leise.

Rakariel
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Beitrag von Rakariel » 22.04.2004 - 20:11

Langsam trat Rakariel zu Kuriel und schob seine Hände unter dessen Kreigsrock.

Er musste nichts sagen, warum auch ? sie beide wussten was zu tun war, und sie beide mussten keine Worte austauschen, die er wahrscheinlich gebraucht hätte einen jungen Engel zu beruhigen.

Rakariel bugsierte die Rippe dahin wo sie hingehörte ohne auf Kuriel zu acheten, dem er zutraute die Schmerzen zu verkraften ohne zu schreien.
dannach verwedete er seine Mächte damit dies auch dort blieb wo es zu sein hatte. Es waren keine Worte nötig, warum einen Gabrieliten wie kuriel mit gefühl belästigen ?

"Akibel, deine Hand muss jetzt behandelt werden, warte nicht länger als nötig, wir brauchen heute sicherlich noch alle unsere Kräfte."

Der Raphaelit stellte sich wieder hinter Akibel und Wartete

Kuriel
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Beitrag von Kuriel » 26.04.2004 - 19:38

Als die Rippen des Todesengels durch die heilenden Mächte des Raphaeliten wieder in die richtige Position gebracht wurden, musste Kuriel die Zähne zusammenbeißen. So wundersam die Heilung auch war, sie ging meist mit Schmerzen einher. Rakariel wusste was zu tun war, ohne viel wenn und aber. Ein Verhalten was dem Todesengel nur recht war.

„Es geht wieder, Akibel. Noch besser würde es mir aber gehen, wenn ich ein Exempel an den Ketzern statuieren könnte. Du solltest keine Gnade walten lassen. Diese Bastarde haben es nicht anders verdient. Wenn Du mir freie Hand lässt, werde ich es entsprechend durchführen, so dass keiner der Anwesenden es auch nur wagen wird an so etwas wie Verrat oder Untreue gegenüber der Kirche zu denken.“.

Trotz des blutrünstigen Inhaltes der gedanklichen Nachricht an Akibel, blieb Kuriels geistige Ausdrucksform unterkühlt und ruhig. Keinerlei Emotionen waren für die Michaelitin zu erkennen. „Je schneller wir die Gefangenen beseitigt haben, desto früher können wir uns um die anderen Diener des Verderbers kümmern. Wir sollten keine Zeit verlieren.“ ergänzte Kuriel nicht ganz uneigennützig. Insgeheim hoffte er noch immer einen würdigen Gegner zu finden, besonders nachdem ihn dieser Wurm vor den Augen aller zu Boden gebracht hatte.

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Beitrag von Akibel » 30.04.2004 - 15:15

"Aber ich lasse doch gar keine Gnade walten, Kuriel. Nur gegenüber diesem hier, wenn das stimmt, was er gesagt hat. Und die anderen haben es nicht verdient, schnell zu sterben. Wie ich draußen sagte sollen sie langsam zu Tode gefoltert werden. Doch diese Zeit haben wir nicht. Wir müssen rasch zu diesem Hof fliegen und dort alles töten, was wir noch zu fassen bekommen. Wenn dieser Junge die Wahrheit gesagt hat, wirst du ihn nach unserer Rückkehr mit deinem Flammenschwert richten können. Aber die anderen haben diesen schnellen Tod nicht verdient. Ich werde den Inquisitor dazu anhalten, sie hier in den Kerkern lange leiden zu lassen. Ich will nicht, dass es mit ihnen schnell vorbei ist. Sie sollen jeden Schritt in die Hölle spüren."

"Wenn du die Wahrheit gesagt hast, wirst zumindest du nicht dafür leiden müssen", sagte Akibel völlig ruhig, auch wenn es in ihr brodelte. Dieser Junge traute seinen Kameraden ohne Zweifel zu, einen Engel zu ermorden. Nach der Vorstellung dort draußen war es mehr als glaubhaft.

"Komm", sagte Akibel und zog ihn auf die Beine.

Die Michaelitin zog den Jungen an seinem Arm wieder auf den Hauptgang hinaus und suchte mit ihren Blicken den Inquisitor. Sie trat in seine Nähe und übergab den Jungen zwei Templern.

"Euer Eminenz, er hat uns gesagt, wo sich einige seiner Kameraden versteckt halten. Ich möchte, dass er nicht angerührt und in eine Zelle gesperrt wird, in dem er dem Leid der anderen nicht zusehen muss. Wenn er nicht gelogen hat, möchte ich ihn von Kuriel töten lassen. Und der Michaelit ... er soll in einem Lagerhaus sein, das das Zeichen des Unternehmens dieser Gefangenen trägt. War es denn dasselbe, in dem auch schon diese Leute aufgespürt wurden? Kennt ihr das Zeichen?"

Wenn nicht, würde man den Jungen eben noch einmal danach fragen müssen.

"War das, was ich dort draußen gesagt habe, denn auch in eurem Sinne?"

Akibel sah zu Rakariel, als er in Gedanken mit ihr sprach. Sie lächelte dankbar und hielt ihm ihre Hand hin. Das Blut war schon bis zum Ellenbogen hinuntergelaufen.

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Beitrag von Gansekiel » 03.05.2004 - 09:30

Der Inquisitor lächelte immer noch. Aber wohl mehr sadistisch.

"Ich danke Euch für Eure Geduld Engel. Wir werden das Lagerhaus durchsuchen lassen. Mit größter Vorsicht,.. meine eigenen Männer werden das Kommando führen.
Bisher wurde nur das Haupthaus daneben durchsucht, meine Leute befürchteten, dass sich im Lagerhaus noch jemand verschanzt. Der Armatura hat mir kurz berichtet, dass bei der Gefangennahme der Ketzer angeblich gedroht worden ist, dass "etwas schlimmes passieren würde", wenn man gewaltsam eindringt. Ich schätze, dass die Ketzer damit den gefangenen Engel meinten. Doch wir werden äußerste Vorsicht walten lassen und uns einer kleinen List bedienen." Der Prälat lächelte nun wieder zufrieden und sah mit Abscheu im Blick dem Gefangenen nach, der gerade weggebracht wurde.

"Die Ketzer sind im Keller versperrt und bewacht... und sollte hier noch irgendetwas vorfallen, aus Unachtsamkeit oder dergleichen, Gott is mein Zeuge, dann werde ich ein Exempel statuieren! .. Und nun, lasst Euch von mir nicht länger aufhalten! Findet dieses unseelige Pack!" Um seine Mundwinkel spielte ein verkniffener Zug mit. Die hiesigen Templer waren wohl nicht mehr sonderlich hoch in seiner Gunst, offenbar war er auch etwas ungeduldig.

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Beitrag von Zed » 04.05.2004 - 19:33

Lokeshiel hatte dem ganzen Procedere schweigend und mit steinerner Miene beigewohnt. Nur seine dunklen Augen hatten in stiller Glut geglommen, seine tiefe Abneigung für diesen Abschaum zum Ausdruck gebracht. Sein Ordensbruder hatte ganze Arbeit geleistet, während er selbst im Gegensatz zu ihm einer gnadenlosen Statue gleich die Unbarmherzigkeit der Gabrieliten zum Ausdruck gebracht hatte.

Da er neben dem heiler Aufstellung bezogen hatte, hatte er zwar bei dem Angriff auf Akibel kurz gezuckt und die Hand schon fest um den Schwertgriff liegen gehabt, seine bewegung aber sofort wieder abgebremst, als er Kuriel vorschnellen hatte sehen. Er würde noch schneller werden müssen...

Schließlich war er der Aufforderung der Michaelitin nachgekommen, hatte ihr Tun genauestens verfolgt und - wie so oft - geschwiegen. Sein Blick war über den jungen Ketzer geglitten, hatte ihn analysiert und aus ihm regelrecht gelesen. Panische Angst und schließlich Resignation. Es war fast immer das Selbe...

Einem Schatten gleich folgte er dem goldenen Engel nun auch zum Inquisitor, lauschte dem knappen Gespräch.

'Der Prälat hat recht...beeilen wir uns lieber, bevor es zu spät ist.', waren seine Gedanken und völlig ruhigen, geistigen Worte an Akibel. Mehr war nicht nötig.

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Beitrag von Akibel » 04.05.2004 - 20:45

"Wir hören und gehorchen", antwortete Akibel und verbarg ihre Zerknirschung so gut es ging, hatte der Prälat ihre Bitte doch gar nicht mehr erwähnt. Aber sie blieb hartnäckig.

"Werdet ihr den Knaben denn so lange verschonen? Und wird es mit den Ketzern denn so geschehen, wie ich es draußen zu den Leuten gesagt habe?" Ja, es wäre ihr - und offenbar auch Kuriel - tatsächlich eine Genugtuung, sich des Leidens der Ketzer sicher sein zu können, aber das erwähnte sie natürlich nicht noch einmal. Das war dort draußen sicherlich schon deutlich geworden.

"Ja Lokeshiel, das sollten wir. Bitte macht euch alle abflugbereit, wir werden sofort zu diesem Hof fliegen. Wenn ihr noch etwas aus der Cella braucht, scheut euch nicht, ich muss selbst auch noch einmal dort hinauf. Wir treffen uns zum Starten auf dem Hof.

"Ich möchte euch um noch etwas bitten. Wenn ihr mit so etwas umgehen könnt, bitte geht zum Waffenmeister dieses Klosters und fragt nach Brandbomben oder auch Brandpfeilen. Ich denke es ist besser, das Gebäude nach einer Geländeaufklärung anzustecken und abzufangen, was nach draußen flüchtet, als uns dort hinein und damit in ihre Reichweite zu begeben. Oder was denkt ihr?

"Samiel, kannst du denn erahnen, wo dieser Hof sein könnte? Könntest du uns führen?"


Akibel zog schon ihre Gürtung fester, während sie auf die Antwort des Prälaten wartete. Innerlich glaubte sie, was der junge Ketzer ihr gesagt hatte. Sicherlich war der Michaelit schon tot. Selbst wenn nicht, vielleicht würde er nach dem Sturm auf das Lagerhaus tot sein. Akibel hatte keinerlei Vertrauen auf die stümperhaften Templer dieses Klosters. Aber sie versuchte zu verdrängen, was sie nicht ändern konnte. Sie, die geflügelten Engel, konnten viel schneller zu dem Hof und noch ausrotten, was ausgerottet werden mußte. Sie konnten an dem Sturm auf das Lagerhaus nicht teilnehmen und dafür Sorge tragen, dass alles glatt lief.

Sorge dich nicht um das, was du nicht ändern kannst. Akzeptiere es. Akzeptiere es. Diese Gedanken zwang Akibel in ihren geplagten Geist, und die Innere Ruhe half ihr dabei. Sie musste sich jetzt auf das konzentrieren, was kommen würde, so schwer es auch war.

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Beitrag von Gansekiel » 04.05.2004 - 21:01

"Wir werden alles nach deinem Wunsch ausführen Akibel. Der Ketzer wird im Keller eingesperrt... um den Rest werden wir uns kümmern, wenn wir zurück sind!" Der Prälat lächelte nun nicht mehr. Offensichtlich behagte es ihm nicht, was Akibel angeordnet hatte, aber seiner Meinung nach hatten sie keine Zeit jetzt herumzudiskutieren und Osariel spürte immerhin, dass der Mann es halbwegs ehrlich meinte.
Er würde tun, was Akibel verlangte.
Widerwillig aber immerhin.

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Beitrag von Ibn » 05.05.2004 - 13:40

Der Schock des vorhin Gesehenen saß immernoch tief in Samiel. Das Bild vom Hof wird ihn noch einige Zeit in seinen Albträumen verfolgen.

Er seufzte, als er Akibels Frage vernahm. "Ja", er überlegte kurz, "Nach der Beschreibung sollte es nicht all zu schwer zu finden sein."
Nach einer kurzen Pause fuhr er fort, "Für Brandpfeile werde ich aber die Hilfe eines unserer Gabrieliten benötigen. Sie entzünden sich ja nicht von alleine."

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Beitrag von Rakariel » 06.05.2004 - 10:22

Rakariel überwand die kurze distanz zwischen Akibel und ihm mit gemächlichen, ruhigen Schritten. Vorsichtig, beinahe Zärtlich nahm er ihre hand Zwischen seine und strich mehrmals über die Wunde, die sich langsam, stufenweise schloss.

heute würde er nicht nur Sünden und Makel auf sich nehmen... nein!, heute würde er Gottes Wille über die Menschen bringen, auch wenn er in Curischer Tradition ausgebildet wurde, so hatte er doch in den letzten Wochen bemerkt dass die Prüfer mit ihrer Ansicht , dass Sie eigentlich der andere strafende Aspekt des Herren waren. Denn der Herr Strafte ja auch Sünden mit Krankheit, nicht nur mit dem Tod und manches war schlimmer als der Tod... lepra zum beispiel wäre Ideal, die Verfaultheit ihrer Seelen offenkundig zu machen, damit sie selbst erkennen können, wie Abscheulich und abstoßend sie Geworden sind. Ein Raphaelit mit der Weihe der Scritura sollte durchaus in der Lage sein ein lepra Jahre anhalten zu lassen, Vielleicht erkennt der Verdammnte nach dem er jenen Arm zum dritten mal verlor, die Größe Gottes, die durch uns wirkt. Dem schwarzen Orden ist es sicherlich beschinen ihn zu töten, doch strafen sollten die Engel des Raphael. Sein Orden müsste einsehen, dass die Curische Tradition Ideal für die Monachen und Beginen des Ordens war, doch sie, die Engel, sollten prüfen, wer es wert ist, ihm die Sünde zu vergeben die er begagen hat, indem man ihn heilte, oder ´dene die Strafe Verdienen selbige zukommen zu lassen.

Heute würde er zum ersten mal in die Schlacht ziehen mit der Absicht zu töten.
Rakariel hatte noch nie einen Menschen Getötet, aber schon viele Sterben sehen, auch in seiner Betreueng, aber diese treuen Seelen, wurden vom Vater nachhause gerufen.

Versuchte und Traumsaat hatte er ja schon in der Wüste erlegt. Irgendwie verspürte er eine Gewisse Vorfreude und Spannung betreffend dem was der Tag wohl noch bringen würde. Die Urteile in der Schlacht würden Wohl nur schnelle auswirkungen haben, doch die die Überlebten würden noch in dieser Welt büsen, der Herr würde heute noch genügeng Ketzer bekommen. Vielleichtz wenn die Orden Gabriels und Raphaeles ihre pflicht zu strafen und zu töten zusammen wahrnahmen, würde er vielleicht zu allen seinen Engeln direkt sprechen und nicht abgelenkt von seinenen Pflichen im Himmel.

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Beitrag von Akibel » 06.05.2004 - 10:40

Akibel sah verwundert zu Samiel.

"Hast du nichts, mit dem man Feuer machen kann? Wenn nicht, dann kannst du dir doch auch sicher etwas aus dem Armamentarium hier holen. Ich werde dir nicht verbieten, zum Anzünden und Schießen zu landen, wenn du das meinst! Aber wenn du das nicht willst... "

"Lokeshiel, Kuriel, Samiel würde nur ungern landen, um seine Pfeile anzuzünden. Könnte er im Flug die Spitzen seiner Brandpfeile in die Flammen eures Schwertes halten?"

Währenddessen lief die Michaelitin schon in die Cella, wo sie ihre Rüstung packte und anzog. Noch immer waren dunkle Flecken darauf zu sehen; sie hatte keine Zeit gehabt, sie wirklich richtig sauber zu bekommen, aber auf den Schutz wollte sie nicht verzichten. Innerlich fragte sie sich, ob Samiel vielleicht noch niemals Brandpfeile benutzt hatte. Rewariel hatte doch niemals derartige Probleme gehabt; er war einfach außerhalb des Schlachtfeldes gelandet, hatte drei Brandpfeile entzündet, diese irgendwie zwischen seine Finger geklemmt und nach und nach abgeschossen. Aber Rewariel war schon sehr lange auf Erden gewesen. Innerlich schalt sich Akibel, dass sie wohl beinahe zu viel von Samiel verlangt hätte. Sie konnte doch nicht etwas für einen Signum-Urieliten voraussetzen, was für einen Scriptura tragenden Bewahrer der Wege selbstverständlich gewesen war!

Nachdenklich eilte sie zum Armamentarium herab und rief dem Templer an der Tür ihre Bitte um Brandbomben zu. Ob er denn etwa fünf davon zur Verfügung hätte und ihr rasch erklären könnte, wie man sie verwendete? Für die Jagd nach den Ketzern würde ihre Schar sie sicher brauchen können, sagte Akibel.

Danach würde sie sich so rasch wie möglich in den Klosterhof aufmachen, um dort auf die anderen zu warten.

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