Das Schweigen bleibt immer Teil III [Akibels Schar]

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Ibn
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Beitrag von Ibn » 06.05.2004 - 12:04

Samiel befand sich schon auf dem Weg zum Waffenmeister als er Akibel antwortete. "Meine Überlegung war eher, dass ich das Haus von oben anstecke. Das dauert nicht lange, aber wenn jemand fliehen sollte bin ich gleich in der perfekten Position um sie niederstrecken zu können. Und wir wissen auch nicht wieviele uns erwarten. Wenn es nur fünf Menschen sind, dann ist diese Vorsichtsmaßnahme unnötig, aber wenn es 15 sind, dann habe ich so bessere Möglichkeiten gleich zu reagieren. Und selbst wir können nicht überall gleichzeitig sein. Es wird Lokeshiel oder Kuriel auch nicht lange aufhalten."

Beim Waffenmeister angekommen lies sich der Urielit vier Brandpfeile geben und begab sich dann wieder zurück zum Hof um auf den Aufbruch zu warten.

Zed
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Beitrag von Zed » 06.05.2004 - 17:29

Lokeshiel nickte - mehr für sich selbst, denn sehen konnte es keiner der Anderen, die allesamt bereits unterwegs waren, um sich kampfbereit zu machen. Auch ihn trugen nun seine Füße lautlos über das Pflaster, führten ihn in die Cella, um dort mit der scharf riechenden Brandsalbe schnell und geübt alle freien Hautstellen einzureiben. Noch einmal kontrollierte der junge Todesengel - wie alles andere auch - , ob ihm auch keine Haarsträhnen im Weg sein würden, wenn er die rachebringende Klinge die Luft - und bald auch versündigtes Fleisch - zerschneiden ließ.

Er spürte regelrecht, wie die Lust der Jagd nach diesen Ketzern in ihm brannte, ihn erfüllte und ein feuriges Blitzen in seine Augen trieb... ebenso, wie die Narbe brannte, die sich quer über seinen Hals zog, am Kehlkopf eine hässliche Mulde hinterließ und am Schlüsselbein abrupt endete. Doch das Einzige, was damals erschlagen geblieben war, war seine Stimme, die er so gut wie nie benutzte. Er selbst war gestärkt aus dieser Wunde hervorgegangen, hatte überlebt... und tat es seitdem auch in jedem Kampf, den er voller Inbrunst ausfocht.

Seine lederne Tasche wurde von den kleinen Händen am Gürtel festgeschnallt.
"Ich weiß, wie man mit dieser Art der Waffen umgeht, Akibel. Du kannst sie mir getrost anvertrauen."
Wieder trugen ihn feste Schritte durch das Kloster und in den Hof. Eine Augenbraue zuckte nach oben, als die Michaelitin den Wunsch des Urieliten verkündete. Gab es denn wirklich keine andere Möglichkeit? So antwortete er etwas verspätet.
"Wenn es nicht anders geht, werde ich Samiel helfen. Doch kann ich nicht garantieren, immer an seiner Seite bleiben zu können, wenn es wahrhaft zu einem richtigen Kampf kommen sollte." '...mögen mir das auch die Hohen verzeihen...'

Kuriel
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Beitrag von Kuriel » 08.05.2004 - 15:53

Kuriel beobachtete seine Scharmitglieder, als diese sich auf den Kampf vorbereiteten. Er benötigte keine Vorbereitung. Er benötigte auch keine zusätzlichen Waffen. Das Einzige was er für den Kampf benötigte, war sein unbändiger Wille bis zum Letzten zu kämpfen und sein Flammschwert. Strategiebesprechungen interessierten den Gabrieliten immer relativ wenig. Er zog es sowieso vor so vorzugehen wie er es für richtig hielt. So war er bisher immer gut durchgekommen. Das Resultat für die Schar war nicht unbedingt immer positiv.

Kuriel beobachtete wie Lokeshiel die Brandbomben an sich nahm. Gut, dass es nicht seine Aufgabe geworden war, mit diesen seelenlosen Waffen zu kämpfen. Dann wanderte sein Blick zu der rüstungtragenden Michaelitin. Kuriel beobachtete weiter wie sie mit den anderen Engeln sprach. Durch ihre Art schaffte sie es den jungen Engeln Mut zu machen. Es war nicht so, wie von Kuriel anfangs angenommen, dass sie sie über ihre Chancen belog. Manchmal war es scheinbar einfach besser, nicht das ins Auge zu fassen, was man aufs Spiel setzt, sondern das, was den Sieg garantiert. Der hochgewachsene Todesengel ging auf Akibel zu. Trotz ihrer vielen, für Kuriel nicht nachvollziehbaren, Eigenarten hatte Akibel sich seinen Respekt verdient und irgendwie hatte er das Gefühl, dass er ihr zumindest eine Chance schuldete. „Welche Aufgabe hast Du mir zugedacht?“ fragte er ruhig die Michaelitin.

Akibel
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Beitrag von Akibel » 11.05.2004 - 00:51

"Danke, Lokeshiel."

"Samiel, Lokeshiel wird dich deine Pfeile an seinem Flammenschwert anzünden lassen, wenn du das möchtest. Er kann aber nicht immer an deiner Seite bleiben, soll ich dir ausrichten."


Akibel lächelte Lokeshiel zu und gab ihm zwei der fünf Brandbomben. Osariel und Rakariel drückte sie ebenfalls je eine in die die Hand.

"Es ist gar nicht schwer, der Templer hat es mir erklärt. Also, ihr müsst einfach nur die Polsterung abreißen und wegwerfen, und dann schleudert ihr die Brandbombe in Fenster oder Schornstein. Wie genau der Hof aussieht, werden wir ja noch herausfinden." Die Michaelitin bestaunte die Bombe in ihrer Hand. "Also ich bin gespannt", sagte sie leise und betrachtete die bekannte, aber für sie selbst neue Waffe mit Staunen.

Als der andere Todesengel auf sie zukam, sah Akibel schnell auf. Kuriel war offenbar neugierig. Na gut, wenn er es schon jetzt wissen wollte, warum nicht? Die Michaelitin beschloss, ihren Geschwistern von einem der taktischen Konstrukte zu erzählen, die sie sich in Gedanken zurechtgelegt hatte.

"Wenn es zu einem Angriff auf das Gebäude kommt, dachte ich mir, du solltest in der Luft bleiben und Acht geben, während wir anderen unsere Geschosse absetzen. Sollte es zu diesem Zeitpunkt schon Fliehende geben, wirst du es sein, der ihnen als erster hinterherjagt, bis wir uns dir anschließen können.

"Wenn die Brandgeschosse abgeworfen sind und wir den brennenden Hof beobachten, werden du und Samiel die Aufgabe erhalten, Flüchtende so schnell wie möglich niederzustrecken und wieder zum Hof zurückzukehren, um weitere Ketzer zu töten, die vielleicht noch aus dem Gebäude fliehen. Zu Anfang des Brandes wird es mit Sicherheit noch hektischer zugehen als gegen Ende. Osariel, Rakariel und ich werden die ganze Zeit über die Nähe des Hofes nicht verlassen und euch auf Ketzer hinweisen, die es irgendwie geschafft haben, aus unserer Reichweite zu entkommen.

"Wenn einer von euch schnellen Jägern verletzt wird, sollte er umgehend zum Hof zurückkehren und wird in seiner Funktion von einem anderen, unverletzten und damit schnelleren Engel abgelöst.

"Osariel, Lokeshiel und ich werden die ganze Zeit über beim Hof bleiben, wenn wir keinen schnellen Jäger ablösen müssen. Rakariel, so dachte ich mir, bleibt ebenfalls bei uns, sollte sich aber bereithalten, um einem verletzten schnellen Jäger zur Hilfe eilen zu können."

Akibel verstummte. Ihr fiel ein, dass sie Rakariel noch nicht die entscheidende Frage gestellt hatte.

"Rakariel, bitte sag mir: Kämpfst du?", erklang Akibels Stimme ein wenig verschämt in den Gedanken des Raphaeliten. Nicht wegen der Frage selbst, sondern wegen dem verspäteten Zeitpunkt. Die Frage selbst war bei den Heilenden Engeln sicher angebracht.

"So sieht mein Plan aus", sagte sie nach ihren Ausführungen, die sie mit deutlichen Gesten unterstrichen hatte. "Zumindest für den Fall, dass noch jemand im Hof ist. Ansonsten wird es wohl ein altmodisches 'Über den Wald fliegen und sehen, ob wir noch etwas erwischen' werden." Sie zuckte die Achseln und lächelte matt, aber aufmunternd. Immerhin griff hier die goldene Regel: Erstens kommt es immer anders, und zweitens als man denkt.

"Aber ich kann improvisieren." Ihr Lächeln wurde breiter, und sie zwinkerte ihren Geschwistern zu.

"Wollen wir dann?" Voller Tatendrang fächerte sie ihre Flügel auf.

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Beitrag von Zed » 11.05.2004 - 11:37

Dunkle, funkelnde Augen beobachteten die Engel, die sich schon nach kurzer Zeit nach und nach auf dem Hof einfanden, um aufzubrechen.
Lokeshiel lächelte hintersinnig, als er die Brandbomben entgegen nahm. Er freute sich richtig darauf, sie zu benutzen. Seelenlos oder nicht - diese Waffe setzte ein Inferno frei, und das gefiel ihm.
So wanderten die eigentümlichen Gegenstände nach einem eingehenden Blick darauf in seine Tasche, wo sie gut erreichbar verstaut wurden.
Daraufhin nickte der Gabrielit. Er war bereit, gierte regelrecht danach, Tod zu säen, wo er hingehörte...

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Beitrag von Rakariel » 13.05.2004 - 10:55

Rakariel hob langsam seinen Blick zu Akibel, so dass sein merkwürdig gefühlloser Blick auf sie Gerichtet war. Der ton seiner Worte in ihren Gedanken war ungewohnt emotionslos und kalt.
" Ich bin in der Curischen Tradition ausgebildet worden und erhielt alle meine Weihen als solcher, doch in den letzten Wochen lernte ich dass wir Strafen müssen, nicht nur ihre Sünden auf uns Nehmen, nein, wir müssen mit unseren Mächten Strafen. Sie sind geprüft, und als Ketzer zu bestrafen....

Rakrariel steckte die Brandbombe in sein Chaos an Salben und Tinkturen, Bevor er aus dem Chaos seinen Größten schatz hervorholte.... hochploiert gläntzte der Transporteur in seinen Händen auf. Beinahe Zärtlich Vergewisserte er sich dass alle teile funktionsbereit waren. die Kleine Gläserne Ampullke war mit einer Bräunlich-gelben,durchsichtigen Flüssigkeit gefüllt.

Rakraiel war bereit für die Schlacht, das bischen Kraft, dass er Vorhin bei der Heilung eingebüst hatte, sollte ihn nicht weiter behindern. immerhin war er Engel der Scriptura, und seine Ausdauer hatte er im Massenheilungen in Feldhospiezen trainiert.

"ich bin bereit für die schlacht"

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Beitrag von Gansekiel » 13.05.2004 - 14:30


In Cardona
Im Hafen hatten sich mittlerweile einige Menschen versammelt. Der Aufmarsch von sage und schreibe 25 Templern verunsicherte die Leute.
Viele blieben stehen und hielten sich in einiger Entfernung um zu sehen was passieren würde.
Eine ältere Frau mit einem Einkaufskorb raunte einem bärtigen Mann in Schürze zu "Wurde ja auch Zeit dass diesen Halunken jemand einheizt!"

der Mann nickte.
"Ja... ich wusste doch, dass die Dreck am Stecken haben... "
Ein Anderer mischte sich ein "Du bist nur neidosch, weil sie mehr Fische gefangen haben!"
"Ach halt den Mund Jose, diese Leute haben ständig einen viel zu Großen Fang aus dem Fluss gezogen und das ist der Grund warum wir anderen schlechtere Fänge hatten .. nicht weil wir schlechtere Fischer wären" zischte der Erste. "Und außerdem haben die ihre Fische auch noch Verkauft"
"Du doch auch..." spöttelte der eine Mann wieder, dessen Schnurrbart wer belustigt zwirbelte, während er beobachtete was am Tor vor sich ging.
"Ja, aber doch nicht im großen Stil, nur um dafür Gemüse zu tauschen, das ist was anderes!"

Das Emblem des Unternehmens, eben jenes was auch das Erkennungszeichen der Ketzer gewesen war, prangte auf den beiden flügeltüren des Lagerhauses, die mit schweren Ketten gesichert waren.
Die Templer die den Weg vom Kloster bis hierher in 10 Minuten im Laufschritt zurückgelegt hatten, warteten gar nicht erst lang.
Einer der kräftigsten, - die Leute aus Cardonna hatten den Hühnen noch nei gesehen und staunten - brach das Schloss mit reinen Gewalt auf und zerschmetterte es.

Die Männer zogen sofort die Türen auf und sicherten nach drinnen, aber weder Ketzer dragnen heraus, noch sonst "irgendetwas Schlimmes" passierte.
"Drei Mann bewachen diesen Eingang. Vier patroulieren ums Gebäude, der Rest kommt mit!" befahl der Hühne und die restlichen Männer verschwanden mit ihm im Halbdunkel des Gebäudes.
Es blieb einige Minuten lang still, dann drang ein grässlicher Schrei aus dem Inneren, der alle Schaulustigen bis ins Mark erschüttern ließ und einigen Frauen fielen gar die Einkäufe aus der Hand.
Vor dem Gebäude wurde es totenstill.



auf dem Weg nach La Jena

Sie ritten als wäre der Herr der Fliegen persönlich hinter ihnen her.
Gerade noch so waren sie entkommen. Und auch nur weil die Anderen ihnen den Rücken freigehalten hatten - die armen Schweine, wahrscheinlich waren sie schon tot, oder schlimmer.. sie würden tagelang leiden.
Aber Miguel hatte nicht viel Mitleid. Sie hatten alle gewusst, dass es gefährlich sein würde. Und sie hatten gewusst, dass nicht mit denen zu Spaßen war.
Allerdings, so dachte er ärgerlich, hätte er nicht gedacht, dass die gleich eine ganze Schar schickten. Und diesen Inquisitor dazu. Die Templer waren verhältnismäßig leicht zu täuschen gewesen, hatten diese doch nicht erwartet, dass es in den eigenen Reihen Verräter gab.
Es war nicht leicht gewesen ihre Leute ins Kloster einzuschleusen, aber sie hatten es geschafft. Nur jetzt lief alles aus dem Ruder.

Da vorne... die Wegbiegung.
Innerlich jubelte Miguel. Sie hatten noch eine Chance. An der Biegung nahmen die 7 Reiter den kleinen Pfad, der zum Gut La Jena führte und ritten die Pferde antreibend weiter, über den Weg, der nach den regefällen häufig so aufgeweicht war, dass man kaum vorwärtskam. Heute allerdings hatten sie Glück.

La Jena war nach fünf weiteren Minuten erreicht.

Julio steig ab und redete einige Worte mit Janita, die aus dem Haupthaus gerannt kam, als sie die Pferde hörte.
Julio drückte ihr die Zügel in die Hand.

"Schnell, ihr habt eine halbe Stunde, packt alles zusammen, dann brechen wir auf. Durch den Wald können sie uns nie verfolgen!" brüllte er.

Miguel gehorchte, leiß das Pferd stehen, das von allein zum nahen Wassertrog lief und dort zu saufen begann. Sie hatten die armen Vicher wirklich angetrieben. Er selbst hastete, sich den Schweiß von der braunen Stirn wischend, hinter den Anderen her. Hoffentlich waren sie in einer halben Stunde fertig! Mehr Aufholchancen durften sie den Häschern der Kirche nicht lassen

Akibel
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Beitrag von Akibel » 13.05.2004 - 14:38

Akibel nickte.

"Ich habe ernsthaft keine Ahnung, was die curische Tradition ist, Rakariel, aber ein bisschen beunruhigt mich das schon ... gut, dass du nicht vorhast, ihre Sünden auf dich zu nehmen. Das ist ein schrecklicher Gedanke!" Die Gedanken der Michaelitin klangen sehr verwirrt.

"Fein!", sagte sie in die Runde, dann schwang sie sich in die Lüfte. Nach dem zweiten Flügelschlag drehte sie sich zu Samiel um, lächelte ihn an und machte eine auffordernde Kopfbewegung.

"Nur zu, Samiel. Flieg voran. Flieg ruhig weit voran, und bring uns in eine Höhe, in der man uns von der Erde aus nicht sehen kann. Bring uns zum Hof und sage mir, wenn du etwas siehst. Auch vorher natürlich.

"Mit Gottes Hilfe werden wir ihnen alles heimzahlen, was sie der Schöpfung angetan haben. Genau das ist unsere Aufgabe."

Ibn
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Beitrag von Ibn » 13.05.2004 - 15:41

Samiel nickte und setzte sich an die Spitze der Schar und steuerte die Schar in Richtung Gut. Er musste sich recht anstrengen um einen gewissen Vorsprung zu den Anderen aufzubauen. Wenn er doch nur so gut im Fliegen wäre wie die andere Urieliten. Wenigstens war er mit Gottes Hilfe in der Lage die Gegend aus der grossen Höhe besser im Auge zu behalten, wenn sie sich ihrem Ziel näherten.

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Beitrag von Osariel » 13.05.2004 - 21:51

Noch immer etwas unschlüssig blickte Osariel auf den länglichen und für seine Größe irgendwie schweren Gegenstand in seinen Händen, diese Waffe - Brandbombe - von er er so garnicht wusste wie sie zu handhaben war. Er war sich nicht sicher ob er richtig damit umgehen konnte.

Mit äußerster Vorsicht betastete er das Stück Polsterung dass er nach Akibels Anweisung 'einfach abreißen und wegwerfen' sollte, bevor er es in seine Umhängetasche bettete.
Bisher hatte er außer seinem Dolch nicht viele Waffen in Händen gehalten und er wußte auch nicht ob es tatsächlich so einfach für ihn sein würde in ein Fenster oder einen Schornstein zu zielen, aber er würde sich alle Mühe geben, immerhin vertraute ihm seine Michaelitin. Ein klein wenig Stolz glomm in ihm, denn es gab Engel die einem Ramieliten soetwas nicht zugetraut hätten - auch wenn er noch immer nicht ganz sicher was ob er es sich selbst zutraute.

Und so erhob er sich unter der Führung von Samiel mit den Anderen in den Himmel.
Bei jedem Flügelschlag flühlte er das Gewicht das in seiner Tasche lag und ihm die Gewissheit gab dass er diesmal hilfreich, genauso wie alle anderen.
Zwar zweifelte er niemals daran für seinen geliebten Herren hier auf Erden von nutzen zu sein, denn was immer er tat, tat er mit all seiner hingabe für ihn, doch noch nie war er im Kampf eine wirkliche Hilfe gewesen, und das Wissen es diesmal sein zu können lies ein kribbelndes Gefühl der Aufregung durch seinen Bauch fließen, das mit jedem Meter den sie flogen noch zunahm.
Er wollte etwas tun.

"Akibel, währe es vielleicht - ich könnte mögliche Schwachstellen des Gebäudes herausfinden, wo wir angreifen könnten, wenn ich ein wenig vorfliege.."
Osariel wollte nich vermessen klingen indem er einer Michaelitin Ratschläge erteilte, darum war es nur ein einfacher Vorschlag, jedoch ein Vorschlag der es ihm ermöglichte mehr zu tun und dem kribbelnden Gefühl somit Luft zu machen.
Er würde nur von der ferne aus seine Macht benutzen, dazu müßte er sich nichteinmal in Gefahr begeben und könnte in einem angemessenem Abstand auf die Schar warten und Akibel alles mitteilen was er gesehen hatte und was Gott ihm gezeigt hatte.

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Beitrag von Kuriel » 16.05.2004 - 10:40

Jäger... dachte Kuriel bei sich. Nicht unbedingt seine Lieblingsbeschäftigung, da er nicht grade zu den überragend fluggewandten Engeln gehörte. Bei der reinen Kraft und Fluggeschwindigkeit hatte er keine Probleme, aber rasante Manöver fielen ihm doch von Zeit zu Zeit relativ schwer. Trotzdem gefiel ihm seine zugeteilte Aufgabe. Der Todesengel war zwar mehr ein Freund von Frontalangriffen, aber unter Berücksichtigung des Einsatzes der Brandbomben war diese Aufgabe eindeutig die Bessere. Er würde sich einfach auch das Recht der Improvisation vorbehalten.

Mit mächtigen Flügelschlägen folgte der Gabrielit der Schar in der vorgegebenen Formation. Seine Laune war bestens und er freute sich darauf, dass es endlich wieder etwas Richtiges für ihn zu tun gab. Nur Schade, dass es sich bei den Gegnern um schwächliche Menschen handelte, aber auch Menschen konnten manchmal erstaunlich trickreich sein. Kuriel war auf der Hut, denn ein zweites Mal würde er sich garantiert heute nicht überrumpeln lassen.

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Beitrag von Akibel » 19.05.2004 - 08:10

"Das ist eine gute Idee, Osariel, aber ich will nicht dass du jetzt schon voranfliegst. Samiel soll in ausreichender Höhe vorfliegen und uns sagen, ob und wenn ja, wie viele Ketzer da sind und welche Bewaffnung sie haben. Du musst niedriger fliegen als er, um etwas zu erkennen. Man könnte dich sehen. Ich kann dich nicht vorschicken. Du kannst das aber tun, wenn wir gemeinsam vorrücken. Lass aber jetzt bitte Samiel den Vortritt.

"Lass hören, Samiel! Was ist denn da vorne?"
, sagte Akibel in einem scherzhaften Ton und wartete gespannt auf die Antwort des Urieliten.

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Beitrag von Ibn » 19.05.2004 - 11:15

Samiel war ein gutes Stück voraus geflogen um sich ein Bild über die Lage zu machen.

Auf dem Hof war geschäftiges Treiben zu beobachten. Samiel konnte etwa vier, fünf unterschiedliche Menschen ausmachen, die gerade dabei waren irgendwelche Dinge zu packen und zu verstauen. Sie haben es wohl sehr eilig. Aber wenn man bedenkt, wer ihnen auf den Fersen war, ist es nicht verwunderlich.

Das Haus lag direkt am Wald. Sie würden nicht viel Zeit haben die Ketzer an der Flucht in das Dickicht zu hindern. Aber eins ist klar. Die drei mit den Armbrüsten, die Samiel mit Gottes Kräften erspähen konnte, würde er als erstes ausschalten müssen. Sonst könnten die zu einem argen Problem für seine Schar werden werden.

"Also. Wir haben drei Ketzer mit Armbrust. Zwei davon halten offensichtlich nach Engeln ausschau und ein weiterer steht in der Nähe des Wegs zum Gut. Der passt auf, ob sich jemand zu Fuß nähert. Ausserdem hab ich weitere fünf gesehen, die gerade zusammen packen. Sind normal bewaffnet. Sie haben es sehr eilig. Ich kann dir aber nicht sagen wieviele noch im Haus sind. Das Haus selbst steht direkt am Waldrand. Das könnte zum Problem mit der Verfolgung werden, wenn sie erstmal in den Wald gelangt sind. Aber das wichtigste wird sein die Armbrustschützen auszuschalten."

Der Urielit hielt weiter Ausschau und wartete nun was Akibel befehlen würde.

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