Das Schweigen bleibt immer Teil III [Akibels Schar]

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Kuriel
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Beitrag von Kuriel » 02.08.2004 - 19:17

"Kein Bedarf" grummelte Kuriel in Gedanken zu Akibel. Er hatte schon genug gefallene Engel gesehen und auch wenn sie zu Lebzeiten auf der Erde alle verschieden waren, so waren sie beim Verenden der physischen Hülle alle gleich. Egal ob es nun ein Gabrielit oder Raphaelit war.

Der Prälat war einer der wenigen Menschen den Kuriel als Vorgesetzten auch aus Überzeugung akzeptierte. Dieser Mann war fürwahr ein ehrenvoller Vertreter von Gottes Willen auf der Erde. Nicht so verweichlicht wie die anderen Sterblichen. Ein Mann der Tat, der wusste was zu tun war.

Akibel
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Beitrag von Akibel » 03.08.2004 - 10:14

"Danke, Prälat. Und natürlich werden wir bei der Messe anwesend sein. Allerdings möchten wir der Bergung des toten Engels nicht beiwohnen. Wir werden bis zum nächsten Morgen im Kloster verbleiben und warten, bis ihr uns den Brief an Em Susat übergebt. Danach werden wir nach Nürnberg fliegen", fasste Akibel das Vorhaben der Schar zusammen.

"Bei der Messe in der Stadt sollten wir wirklich noch da sein. Auch wenn es einige von euch schmerzt, was hier geschehen ist - und glaubt mir, mich auch -, können wir den Prälaten bei dieser Messe nicht verlassen. Jeder wird sich fragen, wo die Engel sind, die auf dem Klosterhof damals den Tod aller verantwortlichen Ketzer versprochen haben. Lasst es uns einfach versuchen, ja?"

Akibel drehte sich kurz zu ihrer Schar um und musterte deren Gesichter mit einem stillen Lächeln.

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Beitrag von Gansekiel » 31.08.2004 - 12:40

Der Tag endete weniger Schlimm, als er begonnen hatte.
Beinahe konnte man vergessen, was die letzten Tage über passiert war, wenn man das Bild vor Augen hatte, das sich einem bei der Messe geboten hatte.

Beinahe alle Menschen aus Cardonna hatten sich auf dem Markplatz versammelt auf dem die Templer des Klosters ein kleines Podest errichtet hatten.

Prälat Veralis hatte eine flammende und eindringliche Predigt gehalten, bei der Alle Menschen gleichermaßen ergriffen gelauscht hatten.
Niemand wusste mehr genau, wie und warum die Worte des Mannes so sehr auf einen wirkten, doch Jeder musste sich offen, oder auch insgeheim eingestehen, dass man ihm einfach GLAUBTE.

Besonderen Eindruck hatte auch die Schar Engel gemacht, die direkt hinter dem Prälaten gestanden hatte.
Ein Beispiel für Gottes Wohlwollen, aber auch Zorn, wie jeder an den zwei Gabrieliten erkennen konnte.
Der Prälat sparte nicht an Worten, zu betonen, wie die Engel des Herrn mit den Ketzern verfahren waren, die sich in der schönen Stadt eingenistet hatten und er ermahnte alle Bewohner zukünftig soetwas gar nicht mehr zuzulassen.

Über den getöteten Engel verlor der Prälat kein Wort und das auch mit gutem Grund. Es war peinlich und erschreckend genug, wie weit die Ketzer gekommen waren.
Der Prälat kündigte an, dass in Zukunft die schützende Hand der Kirche über dem Ort liegen würde und er persönlich dafür sorgen würde, dass mehr Templer in den Reihen der Kämpfenden Männer und Frauen aufgenommen würden.

Natürlich verlor er auch kein Wort über deren Versagen.
Aber die Standpauke am Nachmittag auf dem Klosterhof war für die ruhenden Engel nicht zu überhören gewesen.

Der Prälat hatte den jetzigen Armatura abgesetzt und einen seiner Männer als neuen eingestzt und dieser würde dafür sorgen, dass Disziplin und Moral der Templer binnen kürzester Zeit auf dem Höchstpunkt gelangten.


Nach der Messe zerstreuten sich die Bewohner Cardonnas recht rasch und nachdenklich und im Kloster zurück überließ der Inquisitor es Kuriel, sich um den Gefangenen zu kümmern und kein weiteres Wort wurde über den jungen Mann in der Zelle verloren.
Die letzten Worte des Ketzers hatte allein der Gabrielit gehört.

Der Rest der Schar hatte Zeit zusammenzupacken und sich förmlich und in Kürze zu verabschieden.
Niemand wollte mehr den nunmehr recht müde wirkenden Mann länger von seinem verdienten Schlaf abhalten.
Außerdem konnten sie heute noch ein gutes Stück Weg Richtung Nürnberg zurücklegen, wo sie Em Susat schon dringend erwartete.

Im Abendrot lag Cardonna ruhig da. Über den Dächern flimmerte die Luft und über den Hügeln zogen sich ein paar Regenwolken zusammen, die ebenfalls rötlich schimmerten.
Aus dem Tal hörte man manchmal noch Stimmen von Menschen und irgendwo hörte man das Rufen von Menschen die ihre Marktstände für den nächsten Tag wieder aufbauten.

Prälat Veralis stand am Fenster und sah hinab über die kleine Stadt, in der irgendwo im Schutze der einbrechenden Dunkelheit, seine Templer den toten Körprer des Michaeliten in ein weißes Tuch wickelten.
Er war zornig und doch erleichtert, dass trotz allem die Sache so glimpflich verlaufen war.
Für einige Augenblicke starrte das Funkgerät auf seinem Schreibtisch an.

Alles nur wegen diesem Stück Technik!
Dann setzte er sich seufzend an den Tisch, drehte an ein paar Knöpfen, überpüfte die Frequenz und nickte zufrieden, ehe er das Gerät auf "Empfang" stellte.

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Beitrag von Gansekiel » 31.08.2004 - 12:43

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