INPLAY Sommer in Gabrielsland - (Teil IV)

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Ucuriel
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Beitrag von Ucuriel » 28.07.2004 - 16:33

Flehentlich sah der kleine Ramielit zu seinem größeren Ordensbruder auf, als dieser sich näherte.
„Ich…ich weiß nicht… mir ist ganz übel… und mittlerweile auch etwas schwindelig…. Ich glaub…“, das stockende flüstern Ucuriels brach abrupt ab, als er völlig unerwartet von Corael angesprochen wurde.

Ucuriel biss die Zähne zusammen und straffte sich, was ein sehr unangenehmes ziehen in der Bauchgegend verursachte so, dass er sich direkt wieder etwas krümmte. Dennoch trat er einen Schritt vor, um der Raphaelitin zu antworten.

Gebeugt wie ein alter Mann stand er dort und versuchte verbissen keinen Schmerz zu zeigen, was ihm jedoch schwer gelang. Immer wieder krampfte sich sein Magen schmerzhaft zusammen, was sogar nach außen hin sichtbar wurde. Zudem schwanke der kleine Engel, nun da er sich nicht mehr an der Wand abstützen konnte, leicht hin und her.
Ucuriel senkte kurz den Blick um noch einmal alle Kräfte zusammen zu nehmen und ja nicht ins stocken bei seiner Antwort zu kommen.

'Du darfst jetzt nicht schwach sein! Im Himmel zu Prag wurdest du schon immer gehänselt, das muss jetzt vorbei sein! Immer bin ich der kleine Engel, schwach und unnütz, ich habe Azuriels Aufgabe erfüllt und ich werde auch weiterhin meine Pflicht tun!....hoffentlich.'

Als er wieder aufsah, bemerkte er, dass die Heilerin ihre Hand auf ihren Schwertgriff hielt. Kurz schreckte er auf und sein Blick glitt nach links und rechts, wo die Gabrieliten mit eiskaltem Blick und ebenfalls die Schwerter fassend ihn ansahen. Doch bei all der Gefühllosigkeit die die Todesengel an den Tag legten, eines konnte Ucuriel mit Sicherheit erkennen, sie schauten ihn nicht an wie einen Freund, einen Bruden, sonder wie ein Ziel.

Ucuriel schluckte schwer und fing völlig unbewusst an, an dem mittlerweile sehr ausgefransten Ende seines Votivbandes herumzuzupfen. Ihm wurde immer übler und er hatte schon die Befürchtung er müsse sich übergeben, wenn er den Mund öffnete, um zu antworten.

„Ich hab zuletzt gegessen vor…vor…“, der kleine Engel dachte nach.

Ja wann hatte er denn zuletzt gegessen? Also er war im Himmel angekommen und war ziemlich erschöpft gewesen von der langen Reise, aber er hatte sich bei all den grimmigen Gabrieliten ringsumher nicht getraut nach der Mensa zu fragen und am nächsten Morgen war er direkt mit Gansekiel, Andariel und Zeratiel los geflogen und bis jetzt hatte er noch nichts zu sich genommen.
Das war es also! Er hatte einfach vor lauter Gefahren und Aufregung völlig vergessen etwas zu essen.

„Also ich hab glaube ich….drei Tage nichts gegessen….Und Traumsaat….ja…gestern, beim Kampf, hab ich mich von hinten an das Muttertier rann geschlichen und ihr Feuerbeeren....in eine große Wunde geworfen,….aber das hat nicht viel genützt….Und eben habe ich die kleinen Spinnen,...mit Hilfe der Templer….zu einem Scheiterhaufen aufgeschichtet….und vorher habe ich noch einige seziert.“, sagte der kleine Engel mit schwächlicher, stockender Stimme.

Sorgenvoll sah sein Blick aus, als er in Coraels Gesicht schaute.
Hatte er etwas falsch gemacht? Waren die anderen böse auf ihn? War ihnen einfach seine Schwäche aufgefallen und wollten sie ihn nun zu rede stellen?
Wahrscheinlich dachten sie, er hätte schon erheblich mehr Kontakt, vor allem im Kampf, mit Traumsaat haben müssen, um so schwach auszusehen wie er jetzt war.

Langsam begannen kleine schwarze Flecke vor den Augen des jungen Engels zu tanzen und er hoffte, dass bald diese Besprechung vorbei war damit er sich irgendwoher etwas zu Essen holen und er sich ausruhen konnte.

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 28.07.2004 - 19:39

Gansekiel war entrüstet und das sah man ihm auch an.
Er hatte sich vor Ucuriel und Corael gestellt.

"Seht ihr denn nicht, dass er müde und erschöpft ist!" fragte er entrüstet.

Azuriel war mittlerweile mit den Nerven am Ende.
"Corael, untersuche ihn!" bat er. Dann konnte man immer noch den armen Ramieliten den Kopf abschlagen.

Saaviel
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Beitrag von Saaviel » 28.07.2004 - 20:47

Saaviel beobachtete neugierig das Geschehen. Alle Engel waren still und sahen zu Ucuriel.
Corael stand vor ihm und machte ein strenges Gesicht. Was geschah nun, was vermutete Corael und warum hatte Zeratiel nach dem Schwert gegriffen.
Saaviel begann zu zittern. Sie wusste, dass es ein wichtiger Augenblick war, ein Moment, in dem man viel lernen könnte.
Plötzlich trat Gansekiel zu Corael und Ucuriel und sprach leise auf die beiden Engel ein.

Corael winkte Saaviel zu sich. "Was siehst du?", fragte sie. Saaviel blickte Ucuriel an.
"Ich bin mir nicht sicher.", sagte sie leise und vorsichtig. "Aber ich denke, dass es daran liegt, dass er nicht viel gegessen hat und vom Kampf geschwächt ist."
Doch warum hatte Zeratiel dann nach seinem Schwert gegriffen? Verwirrt musste Saaviel feststellen, dass es noch sehr viel zu lernen gab und sie ein ganzes Stück von einer wahren Heilerin entfernt war.

Zed
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Beitrag von Zed » 28.07.2004 - 20:57

Als Ucuriel diese Fakten dargelegt hatte, entspannte sich Zeratiel nach außen hin wieder vollends, nahm sogar seine Hand vom Griff seiner Seele. Selbst wenn er innerlich noch immer sofort bereit sein würde, diesem jungen Engel Einhalt zu gebieten, sollte sich doch ungücklicherweise herausstellen, dass es eben doch nicht der Nahrungsmangel war, der ihn so sehr mitnahm.

Der Ramielit sah wirklich aus, als würde er gleich aus den Latschen kippen.
Ein angedeutetes Lächeln schlich sich auf das Gesicht des Gabrieliten, als er auf Ucuriel zuging, in seine Tasche griff, die Apfelhälften herausholte und sie dem kleinen Scharmitglied hinhielt.

"Da, iss gleich etwas, dann bekommst du auch noch wirklich etwas von der Besprechung mit.", meinte er direkt gutmütig und mit einem warmen Funkeln in den goldenen Augen.

Hurundürel
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Beitrag von Hurundürel » 28.07.2004 - 21:02

Corael nickte und blickte dann die anderen Engel an. "Wir werden sicher gehen. Saaviel, prüfe mit der Kraft, welche dir der Herr verliehen hat, seinen Körper. Nicht, das es noch mehr als der Hunger ist, der unseren ramielitischen Bruder quält. Achte auf das was du siehst und berichte uns." Aufmunternd blickte sie die junge Ordensschwester an und behielt ein wachsames Auge auf Ucuriel.

Saaviel
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Beitrag von Saaviel » 28.07.2004 - 21:31

Mein Gott!
Ihre erste Aufgabe und sie war so aufgeregt. "Konzentrier dich, Saaviel."
Ale starrten die kleine Heilerin an.
Langsam begann sie, sich durch Ucriels Körper zu forschen. Saaviel wusste, nach was sie suchte. Doch noch wusste sie nicht, wie sich Traumsaat bemerkbar machen würde. Ihre Lehrer hatten immer gesagt, dass man das schon merken würde.

Nach einer viertel Stunde löste sie sich von Ucuriel und wandte sich an Corael. "Gebt ihm etwas zu essen. er kommt fast um vor Hunger."

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Beitrag von jaina » 28.07.2004 - 21:57

Astariel konnte nur den Kopf schütteln. Wo sollte denn Ucuriel auf einmal verseucht worden sein? Der kleine Engel war doch, soweit er wusste, nie allein gewesen seitdem die erste Gruppe Nürnberg verlassen hatte.
Da war Hunger schon eine wesentlich wahrcheinlichere Erklärung.

Und während die Gabrieliten sich noch drohend aufbauten und Corael entschied, wie sie am besten erkunden wollte, was der junge Ramielit hatte, drängte Astariel sich wieder an allen möglichen Flügeln vorbei, ohne groß Rücksicht darauf zu nehmen, ob er jetzt irgendjemanden aus versehen anstieß. Ein leise "Hmpf" verließ dabei seinen Mund. Also WIRKLICH!

Schnell hatte der Urielit den Raum wieder verlassen, in dem alle Boten des Herrn sich versammelt hatten und suchte wieder einmal die Backstube auf. Hoffentlich gab es noch etwas von der Suppe dort, die die beiden Frauen vorhin gekocht hatten.
Und tatsächlich: es war zwar nur mehr die jünger der beiden da und weiterhin beschäftigt damit, genug Nahrung für die Templer, die ja hier im Dorf übernachten sollten, in den Backofen zu schieben. Aber die Frau hatte tatsächlich noch etwas von der Suppe übrig und gab Astariel einen Teller, so weit gefüllt wie nur irgendmöglich.
"Danke!" Mit einem kurzen Nicken verabschiedete der kleine Engel sich wieder und machte sich eilig auf den Rückweg, bemüht, dabei nichts von der Suppe zu verschütten.

Während seiner Abwesenheit hatten die anderen anscheinend auch schon festgestellt, dass Ucuriel nicht mehr fehlte, als etwas zu essen. Jedenfalls deutete Astariel die Worte der jungen Heilerin, deren Name er noch nicht kannte, so.
So drängte er sich nochmals an den anderen vorbei, wobei ihm seine geringe Körpergröße sehr von Statten kam. Vorallem an den ausladenden Schwingen Zeratiels war es nicht gerade einfach, sich vorbei zu schleichen.
Doch als der Bewahrer der Wege Ucuriel den Teller mit Suppe hinhielt war nicht ein Tropfen verschüttet worden...

Gansekiel
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Beitrag von Gansekiel » 28.07.2004 - 22:37

Gansekiel sah derweil den langhaarigen Gabrieliten finster an.

"IHM etwas zu Essen andrehen und selber so dürr wie eine zaunlatte!" grummelte er.

Azuriel indes war mittlerwiele fuchsteufelswild.

"So, nun reicht es. Ihr werdet jetzt ALLE etwas essen und die, die Ruhe benötigen sollen in den Anbau gehen und ruhen. Der Rest versammelt sich hier in einer halben Stunde. Gesättigt und dann versuchen wir es noch einmal. Ich möchte keinesfalls dass jemand meiner Schar vor Schwäche nicht weiter kann." ließ sich der Michaelit streng vernehmen.

"Da hat er recht!" meinte Gansekiel sofort "Komm Zeratiel, das mit dem Essen gilt auch für dich!" mit den Worten zerrte er den gabrieliten mit sich hinaus. Einmal um Corael und Saaviel die nötige Ruhe zu geben und auch damit Ucuriel in frieden essen konnte. Und zum Anderen um Zeratiel in die Backstube zu zerren. Und wenn es an seinen langen Haaren war!

Azuriel selbst verließ den Kopf schüttelnd das Haupthaus und setzte sich draußen hin.

*Corael, Saaviel, sagt bescheid, wenn ihr etwas benötigt. Ich bin froh Euch in der Schar zu haben!* dachte der Michaelit noch an die Raphaeliten gewandt.
irgendwie war ihr Start nicht so gut gewesen, aber er beabsichtigte stark, das auszubügeln, schließlich konnten die Heiler nichts dafür, dass der Rest so chaotisch war.
Zuletzt geändert von Gansekiel am 29.07.2004 - 09:34, insgesamt 1-mal geändert.

Cutter
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Beitrag von Cutter » 28.07.2004 - 22:47

Der Gabrielit verweilte neben seinem Scharführer und den beiden Raphaeliten im Haupthaus.

Er hatte erst heute morgen in nürnberg etwas gegessen, doch Befehl war Befehl obwohl er nicht sonderlich Lust auf Brot, Suppe oder Äpfel hatte.
Der Gabrielit hockte sich im Schneidersitz hin und holte aus einer kleinen Gürteltasche einen Riegel Manna, der in einem weißen und süß schmeckenden blattartigen Umhüllung verpackt war.
Stumm blickte der Gabrielit ins Leere und fing langsam an auf dem Riegel zu kauen und schien zu versuchen aus jedem Bissen die größtmögliche Kraft zu schöpfen, die er bis jetzt verbraucht hatte und sich darüber hinaus noch Kraftreserven anzueignen.

Hurundürel
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Beitrag von Hurundürel » 29.07.2004 - 09:11

Corael lächelte ihrer Ordenschwester zu, als diese berichtete, auch wenn sie lange für die Untersuchung gebraucht hatte, so war Corael stolz auf sie. Den Ausbruch des Michaeliten verstand sie, obwohl sie es nicht für angemessen hielt. Aus den Augenwinkel heraus sah sie Astariel, welcher mit Suppe hereinkam, irgendwie war an dem Bewahrer der Wege wohl eine Heilende Hand verloren gegangen.

*SdS: Deine Freude ehrt mich, Azuriel. Da ich seit letzter Nacht nach der Entbindung und heute nach der Heilung deiner Schar nicht zur Ruhe gekommen bin, werde ich mich zurückziehen, um zu meditieren. Jussiel und Zeratiel können dir alles sagen, wenn es um das Kind geht. Jussiel hat es aus dem Bach gezogen und ins Dorf gebracht und Zeratiel war hier mit ihm in der Hütte.

Dann wandte sie sich Saaviel zu. "Sei bitte mein Ohr und berichte mir hinterher, was besprochen wurde." Sie lächelte ihr zu und blickte dann zu dem Michaeliten. "Ich werde in dem Raum sein, wo sich das Kind befindet, Azuriel." Corael deutete ein Verbeugung an und verließ das Haupthaus, den anderen Engeln zulächelnd.

Ihre Schritte trugen sie zu dem Raum und leise trat die Bewahrerin der Schöpfung ein, Jana schlief immer noch in die Decken eingerollt. Corael trat neben sie und strich ihr sanft mit einem Lächeln über den Kopf, dann ließ sie sich nieder und wie von alleine zogen ihre Hände die Panflöte hervor und führten sie zum Mund der Heilerin. Mit versonnenen Augen betrachtete sie das Kind und begann ihr leises Spiel.

Ucuriel
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Beitrag von Ucuriel » 29.07.2004 - 13:27

Es war genau das passiert was Ucuriel so gar nicht gewollt hatte.
Er stand im Mittelpunkt und alle betrachteten, untersuchten und umsorgten den kleinen Engel. Und als Corael und Saaviel so miteinander sprachen, kam er sich ein wenig wie ein raphaelitisches Experiment vor.

Geknickt schaute er zu Boden, als ihm der eben noch so gefährlich dreinschauende Gabrielit mit einem leichten Lächeln die Apfelhälften darbot.
Er wusste nicht was schlimmer war, wegen seiner Schwäche und Unerfahrenheit gehänselt, oder wegen ihr umsorgt zu werden.
Stumm nickte er Zeratiel zu und nahm sich eine der Hälften, während Saaviel begann ihn genauer zu untersuchen.
Zuerst war er etwas skeptisch, als die junge Heilerin ihm die Hand auflegte und mit den, von Gott ihr gegebenen Kräften, begann in Ucuriels Körper zu forschen. Er hatte schon einmal eine schlechte Erfahrung mit den Engeln des raphaelitischen Ordens gemacht. Ucuriel spannte sich sichtlich an, als er berührt wurde und war doch sehr erleichtert, als der befürchtete Schmerz ausblieb.

Zaghaft knabberte er an dem Apfel herum, dabei lief ihm so sehr das Wasser im Munde zusammen, das er mehrmals schlucken musste. Wie Stunden kamen dem Ramieliten die Minuten der Untersuchung vor, doch als er einen Gutteil des Obststückes weggeknabbert hatte merkte er, wie die tanzenden Punkte vor seinen Augen verschwanden und das Gefühl von Pudding in den Knien nachließ.

Etwas eingeschüchtert sah er wie Astariel sich energisch einen Weg hinaus aus der Hütte bahnte. Dem Urieliten war es wahrscheinlich zuviel, das wegen Ucuriel die Besprechung unterbrochen wurde und sich alles um Ucuriel scharte. Um so erstaunter war der kleine Engel, als Astariel wiederkehrte und ihm einen Teller Suppe reichte.

Mit großen Augen sah Ucuriel den Urieliten an und brachte nur ein schüchternes, „Danke.“ Hervor, als er den Teller annahm.

Als Azuriel mit seiner Standpauke begann, schien Ucuriel mit jedem weiteren Wort zu schrumpfen. Ucuriel hatte die Besprechung unterbrochen, wegen seiner Schwäche musste nun alles verschoben werden. Wenn sich der Körper nun auch besser fühlte, dem Rest ging es elendig.

So verließ auch er, nachdem er Suppe und Apfel verspeist hatte, das Haupthaus und wollte eigentlich nur zur Unterkunft der Engel zurück und dort in Ruhe meditieren. Doch als er sah das Corael in das Haus ging, beschloss er sich einen anderen Ort zu suchen, er wollte allein sein, ungesehen, versteckt, irgendwo eine Weile nachdenken und sich etwas ausruhen.
Mutlos tapste der kleine Ramielit durch das Dorf, um irgendwo einen Platz zu finden an dem er allein war.

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Beitrag von Ucuriel » 04.08.2004 - 23:31

In dem sonst sowieso schon geschäftigen Dorf wimmelte es, dank der Befestigungsmaßnahmen, wie in einem Ameisenhaufen.
Demnach hatte Ucuriel auch nicht viel Erfolg, als er trübsinnig dreinschauend durch das Dorf schlich, um einen Platz zu suchen, an dem er allein war und etwas ausruhen konnte.

Dank der kräftigenden Suppe und dem Apfelstück ging es ihm nun wieder recht gut und der etwas unfreiwillige Spaziergang tat sein übriges den Kreislauf des kleinen Engels wieder zu stabilisieren. Dennoch ärgerte es ihn völlig vergessen zu haben, dass er schon länger nichts mehr gegessen hatte und seine Übelkeit und die Schwindelgefühle darauf zurückzuführen waren.

Bevor noch die genehmigte halbe Stunde des Michaeliten verstrichen war, kehrte der Ramielit zurück zum Haupthaus, er wollte nicht unbedingt ein weiteres mal negativ auffallen. Und so betrat er das Haus und suchte sich die hinterste Ecke, um auf das Eintreffen der übrigen Engel zu warten.

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Beitrag von Gansekiel » 05.08.2004 - 07:23

Gansekiel hatte Zeratiel einfach gewzwungen die Suppe zu essen, die ihnen die freundlichen Frauen in der Backstube gegeben hatten, die hatten längst mehr als einen Teller voll gekocht, sondern einen ganzen Kessel aufgesetzt, weil ja doch ständig ein hungriger Engel nach dem anderen hereintröpfelte.

Gansekiel fragte nicht einmal nach für WEN die Suppe war, sondern nur dass er zwei Teller voll wollte.

Draußen vor dem Haupthaus, meinte Gansekiel dann leise. "Und diesen Teller isst du jetzt, sonst kriegst du den als Einlauf!" Tatsächlich klang der Ramielit schon stocksauer.
Nicht nur, weil Azuriel so wütend gewesen war und ihm es langsam reichte, dauernd angepfurrt zu werden, nur weil sich diese 'Schar' so anstellte.
Es konnte doch nicht angehen, dass die Engel hier reihenweise vor Schwäche umkippten!

Streng überwachte er den Gabrieliten, während er selber löffelte, obwohl er genau wusste, dass er ihn ja nicht zwingen konnte. Aber man konnte es ja mal versuchen.


Azuriel setzte sich derweil frustriert, packte sein eigenes Manna aus und knabberte daran.
Diese Schar war bei weitem weder aufeinander eingespielt noch irgendwie eine richtige Gruppe.
Mehr ein Chaoshaufen.
Und er beabsichtigte ihnen gehörig die Leviten zu lesen, wenn sie so weitermachten.

Eine Pause war ihnen ja zu gönnen. Aber er hatte erwartet, dass alle Engel alt genug warem um rechtzeitig um eine zu bitten.

Als schließlich Ucuriel, Gansekiel, Zeratiel, Jussiel und Saaviel, sowie Astraiel zurück waren, konnte man ja weiter machen.
"Ich hoffe ihr konntet Euch etwas ausruhen." sprach der goldene Engel nun. Es klang freundlich, aber man merkte ihm an, dass er lieber gesagt hätte ".. und das nächste Mal will ich sowas nicht mehr erleben!"
"Ich möchte, dass Jussiel oder Zeratiel uns nochmal erklären, was nun mit diesem Kind los ist."

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