[Regentropfen 2] Wohin geht der Weg?

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Ta-mil
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[Regentropfen 2] Wohin geht der Weg?

Beitrag von Ta-mil » 14.05.2004 - 13:59

Tauriel sah vor sich das Kloster, welches sich schön in die Landschaft einfügte, was das Bild störte waren die Menschen, welche sich im Hof bewegten - zuviele für dieses kleine Botschaft des Herrn. Der junge Gabrielit war an seiner Seite und betrachtete es gelassen.

Es war schon ungewöhnlich, das nur ein Michaelit und ein Gabrielit zusammen unterwegs waren, genau wie ihr Auftrag, der sie hierher führte.
Zuletzt geändert von Ta-mil am 01.06.2004 - 11:41, insgesamt 1-mal geändert.

Tauriel
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Beitrag von Tauriel » 14.05.2004 - 23:19

Die Schriftrolle in seiner Tasche wog mehr, als man es dem Pergament angesehen hätte... ein Gewicht, das wohl auch außer ihm so keiner empfinden konnte. Die Last der Verantwortung, einer ganz speziellen Art davon.

Kurz strich Tauriels Blick über seine Begleitung. Lange kannten sie sich noch nicht und doch waren sie bereits schon zusammen geflogen. Noch wusste der andere Engel nichts von dieser Bürde, die er zu tragen hatte, von der Aufgabe, die er ihm erteilen würde müssen.
Der Michaelit hegte tief in sich einen kleinen Funken Zuversicht, dass ihnen vielleicht das Schicksal gnädig gestimmt war und ein Umstand eintreten mochte, der ihm zuhilfe kam. Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Schnell schluckte er die bitteren Gedanken an seine alte Schar herunter und versuchte nun, sich ganz auf die bevorstehende Vorstellung beim Ab zu konzentrieren.

Warum waren dort unten so viele Menschen? Es musste die Bevölkerung eines ganzen Dorfes dort versammelt sein! Wieder musste Tauriel an die Hoffnung denken und wieder wischte er den Störfaktor beiseite, um objektiv an die Sache heran gehen zu können.
Er gab dem Streiter des Herren ein Zeichen und sie gingen tiefer, setzten zur Landung an, wo es die Menschenansammlung erlaubte...

Dashiel
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Beitrag von Dashiel » 17.05.2004 - 16:14

"Tauriel ist alles in Ordnung? Du siehst so nachdenklich aus." lies Dashiel die Seele der Schar im Geiste seines Michaeliten anklingen.
Sie waren nun schon geraume Zeit unterwegs und die meißte Strecke über hatte Dashiel den leichten Nieselregen genossen der erfrischend auf seine braunen Schwingen prasselte, mittlerweile jedoch interessierte er sich mehr für das Tauriels Gesicht, der Ausdruck darauf lies sich schwer beschreiben aber er schien nicht zufrieden.
Dashiel war sich nicht sicher ob es etwas mit den Menschenauflauf in dem Kloster zu tun hatte, den man bereits von hieraus sehen konnte.
Für ihn war nicht ganz klar was die Menschen dort suchten, es war kein Feiertag - zumindes soweit er wusste - und selbst wenn hätten die Leute sicher genügend Arbeit gehabt.

Ta-mil
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Beitrag von Ta-mil » 17.05.2004 - 16:26

Die Menschen im Kloster blickten auf, als die Boten des Herrn eintrafen und machten ihnen ehrfürchtig Platz. Ein Monach lief zu ihnen, als sie gelandet waren und verneigte sich andächtig.

"Ich grüsse Euch, Abgesandte des Herrn. Was führt euch zu uns?"

Dashiel
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Beitrag von Dashiel » 17.05.2004 - 20:40

"Salve. Wir kommen im Auftrag Ab Guillaumes vom Himmel der Urieliten. Ist es möglich, mit Ab Pedro zu reden?" Tauriels Stimme war vielleicht etwas sehr kühl, aber seine Gedanken waren bereits bei anderen Dingen als bei diesem Gespräch.
Der Monach nickte und gab einem der Novizen ein kurzes Zeichen, worauf hin dieser in Richtung Gebäude verschwand. "Bitte folgt mir, ehrwürdige Engel. Ich werde Euch zum Ab geleiten!"
Während Tauriel sprach, redete er auch in Gedanken mit seinem Begleiter, um den Gabrieliten zu beruhigen. *SdS: Entschuldige, Dashiel. Ja, ich muss über etwas nachdenken, aber mir fehlt sonst nichts...
Dashiel nickte leicht und folgte nach seinem Michaeliten, wobei das Nicken gleichermaßen Tauriel wie dem Monachen galt. Den Blick auf die Menschen ringsum fragte er sich was sie hierher brachte.
"Danke." Die nackten Füße des Michaeliten trugen ihn völlig lautlos über den gepflasterten Hof hinter dem Monachen her. Die Blicke der Menschen brannten sich regelrecht in seine Haut. Hätte er auch zu ihnen sprechen sollen? Aber wie konnte er das, wo er doch nicht einmal wusste, was sie alle hierher trieb? "Verzeih meine Frage...", wandte er sich deshalb in einem leisen Tonfall an den jungen Mann, der sie führte, "...Was hat all diese Gläubigen hierher geführt?"
Der Gabrielit schien die Antwort ebenso gespannt zu erwarten wie Tauriel.

"Nun ein Fischerdorf keine halbe Stunde von hier wurde von Säurepfeifern angegriffen, aber eine Schar ist bereits dorthin unterwegs. Vor einer dreiviertel Stunde sind sie losgeflogen, sie dürften nicht viel länger als zehn Minuten für den Flug gebraucht haben. Der Ab wird bereits über Eure Anwesenheit informiert." Er ging weiter voraus und führte sie in das Haupthaus hinein.
"Dann sind sie aber schon verd....sehr lange weg.", murmelte Tauriel nachdenklich, als er seine Schwingen eng an den Körper legte, um dem Menschen durch die Tür folgen zu können.

Säurepfeifer, Dashiel hatte von dieser Art Traumsaat bereits gehört, vermutlich würde diese Schar keine größeren Probleme mit ihnen haben, auch wenn man die Saat des Herrn der Fliegen natürlich nie unterschätzen durfte. Dafür hatten sie jetzt das Problem dass übermäßig viele Menschen vor Ort waren unter denen sie den richtigen heraus suchen musste..
Der Blick des Michaeliten hatte wie zufällig nach templern gesucht, die sich hier um Sicherheit und Ordnung zu kümmern hatten.


Der Monach führte sie durch engelgerechte Gänge zu einer Tür, welche sofort geöffnet wurde, von dem Novizen. "Bitte tretet ein, Engel des Herrn." Der Ab, ein älterer ergrauter Mann mit dunkeln Augenringen, saß an seinem Tisch und blickte auf, als die Engel eintraten. "Willkommen im Kloster Quista, Engel des Michael und des Gabriels. Wie kann Euch unser bescheidenes Kloster helfen?"
Bis auf ein höfliches "Salve" hielt der Gabrielit sich zurück, denn es war nicht an ihm zu sprechen.
Tauriel nickte zur Begrüßung "Salve, Ab Pedro." Er machte eine Pause, bis die Tür sich hinter dem Novizen wieder geschlossen hatte, und sprach dann weiter. "Wir wurden vom Himmel der Urieliten ausgesandt und unser Auftrag ist es, einen deiner Templer ausfindig zu machen."

Der Ab schluckte, als ihn der Michaelit beim Namen ansprach und wurde ein wenig weiß um die Nase, als dieser weitersprach. Er legte seine Hand auf die Lehne des Stuhls und schien erst einmal seine Worte zu sortieren. Ein Michaelit und ein Gabrielit, die jemanden suchten hatten meistens eine schwerwiegende Aufgabe. "Nennt mir den Namen."
Dashiel musterte dieses eigenartige gebahren des Abs, er konnte verstehen dass es nicht angenehm war wenn die eigenen Leute gesucht wurden, trotzdem jedoch war dieses Verhalten... war es Nervosität? nicht das mit dem er gerechnet hatte. Allerdings war es noch nie seine Stärke gewesen das Verhalten der Menschen zur Gänze nach zu vollziehen, immerhin war das die Aufgabe der Michaeliten.

Ein freundliches Lächeln fand wie von selbst seinen Weg in Tauriels Gesicht. War er gerade wirklich so einschüchternd gewesen? Er musste tatsächlich zusehen, nicht immer so abwesend zu sein! Nicht, dass er zu dem Mann wahrhaft freundlich sein musste, aber es erleichterte manche Dinge doch ungemein, wenn nicht jeder gleich Angst vor ihm hatte. Diesmal mit einem etwas versöhnlicheren Tonfall und mit einer tatsächlichen Engelsmiene sprach er weiter. "Kein Grund zur Sorge, es betrifft dich..." '...noch...' "...nicht. Es handelt sich um Ruthus Matschkus."
Der alte Mann sah auf und überlegte kurz. "Ruthus ist mit Fra Rodrigo und drei Templern hinunter ins Dorf aufgebrochen, etwa eine Stunde, bevor die Engel ankamen."
Nun verfinsterte sich die Miene des goldenen Engels doch wieder etwas, als würde sich der Schatten des Unheils und der Vorahnungen darüber legen. Für einen kurzen Moment suchte er Blickkontakt zu Dashiel, was er davon hielt.
"Verfolgen?" war die knappe Antwort des Gabrieliten auf diesen Blick. Dashiel war der Auffassung dass ein offenbar so wichtiger Gegenstand sicher nicht hier irgendwo im Kloster herumliegen würde während der Besitzer unterwegs war.

*SdS: Uns wird wohl nichts anderes übrig bleiben. Dann wandte sich der Michaelit wieder dem Menschen zu. "In welcher Richtung liegt dieses Dorf?"
"Erst gen Sonnenuntergang und dann die Küste entlang, es ist eine halbe Stunde Fußmarsch. Ein großer Fisch soll dort am Stand liegen." Langsam fing sich Pedro wieder und wurde ruhiger.
"Gut. Wir werden sofort aufbrechen!", entschied Tauriel und machte den Menschen schon Glauben, nun wirklich gleich zu gehen, erhob dann jedoch noch einmal die Stimme, als die Pause gerade lange genug gewesen war. "Doch zuvor: Was kannst du uns über diesen Templer sagen?"
Selbst Dashiel hatte glaubte an einen sofortigen Aufbruch gedacht, so dass er sich schon leicht zur Tür gedreht hatte - er konnte in der kurzen Zeit in der sie zusammen waren Tauriel noch kaum einschätzen.

Der Kopf des Abs zuckte ein wenig zurück, dann holte er Luft. "Nun Ruthus ist ein gottesfürchtiger Mann, der immer seine Aufgaben gewissenhaft erfüllt. Zumindest sind mir keine Klagen seines Vorgesetzten zu Ohren gekommen." Er schien kurz zu überlegen. "Er ist ein wenig dem Kartenspiel und dem Reisschnaps zugetan, aber das nur, wenn er keinen Dienst hatte."
Ein leicht zweifelnder Blick viel auf Tauriel - Dashiel wartete auf sein Wort.
Tauriel nickte bedächtig, als würde er die Worte des Ab im Geiste rekapitulieren. "Ich danke dir. Möge der Herr deinen Tag segnen..." Mit diesen Worten wandte sich der Michaelit um und ging zur Tür, flankiert von seinem Gabrieliten.
"Möge er Eure Wege behüten und Euer Sucher mit Erfolg krönen." Der Ab sank ein wenig im Sitz zusammen. 'Ruthus, ich hoffe das du nichts zu verbergen hattest’

Tauriel
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Beitrag von Tauriel » 18.05.2004 - 13:10

Mit einem leisen Seufzen trat der Michaelit in das Licht des Tages hinaus und streckte seine Schwingen etwas. Noch einmal schweifte sein Blick über die Menschenansammlung, ehe er seine Stimme erhob, um ihnen ein paar Worte des Trostes zukommen zu lassen - in Common.

Als der goldene Engel zu sprechen begann, knieten einige der Dorfbewohner ehrfürchtig nieder und senkten ihr Haupt, während die Kinder ihn mit großen Augen ansahen und ebenso gebannt lauschten wie die Erwachsenen.

"Es mag scheinen, als wolle der Herr euch strafen." Die blaugrünen Augen suchten Blickkontakt zu einigen, die besonders verzweifelt und resignierend aussahen. "Doch dem ist nicht so. Seht es als eine Prüfung an, denn ihr habt überlebt!"

Wie gerne hätte er seinen eigenen Worten noch mehr Glauben geschenkt, doch diese Zeiten waren vorbei. Irgendwann war das Leuchten verblasst, hatte einer anderen Realität Platz gemacht, die grausam ernüchternd war...
Doch von all dem war in seinem Tonfall und der äußerlichen Glorie nichts zu hören oder zu sehen. Die Menschen sollten hoffen.

"Wir werden nun zu eurem Dorf aufbrechen. Und so Gott will, wird es nach unserer Rückkehr frei von den Kreaturen des Herren der Fliegen sein. Also verzweifelt nicht, sondern schaut mit Zuversicht in die Zukunft!"

Als Tauriel geendet hatte, waren einige Dankgebete zu hören und Fürbitten an den Herren, dass das Dorf dann wahrhaftig befreit sein möge.
Wieder fand dieses sanfte Lächeln auf sein Gesicht, ehe er sich mit kräftigen Flügelschlägen in die Luft erhob und sich zusammen mit Dashiel gen Westen wandte...

Ta-mil
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Beitrag von Ta-mil » 18.05.2004 - 19:22

*** In der Luft ***

Unter ihnen auf der Straße sahen die beiden Engel drei ihrer Geschwister mit einem am Boden liegenden Menschen.

*** Am Boden ***

Und wie, als hätte der Herr die Bitte von Niniel gehört, erschienen zwei Engel am Firmament über ihnen.

*** Auf der Küstenstraße ***

Eine Staubwolke umhüllten die Reiter - Templer der Urieliten - welche die Straße entlanggaloppierten, ihr Auftrag war es die Grenzen zu kontrollieren und in einer halbe Stunde würden sie das Kloster Quista erreichen. Bisher war die Patroullie ohne Zwischenfälle abgelaufen und alle waren froh darüber. Im Kloster würde man sich nach dem Ritt, welcher über eine Woche gedauert hatte, ausruhen können und neue Kräfte sammeln, für die nächste Patroullie.

Dashiel
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Beitrag von Dashiel » 18.05.2004 - 21:03

Dashiel war während des Fluges sehr Ruhig gewesen. Er hatte das Gefühl das Tauriel es bevorzugte, nicht mit langen Fragereien genervt zu werden und so hielt er sich entsprechend zurück, falls dem Michaeliten doch nach reden zumute war, so würde er schon damit anfangen.

Im großen und ganzes war der Flug nicht sonderlich anstrengend gewesen, immerhin hatten ihre Flügel im Kloster ja eine kleine Verschnaufpause gehabt und so war es für Dashiel kein großes Problem, auch wenn er langsam begann sein eigenes Gewicht doch etwas stärker als sonst zu spüren.
Nachdem er die drei Engel und den Menschen auf dem Boden erkannt hatte, vergaß er jedoch schnell wieder diese Anzeichen und wandte sich zu seinem Michaeliten, der natürlich auch schon gesehen hatte was sich dort auf der Straße tummelte.
"Ich werde schnell vorfliegen, mal sehen was sich da tut, vielleicht können sie uns weiterhelfen."
Und damit fing Dashiel auch schon an mit ein paar kräftigen Flügelschlägen zu beschleunigen, nur um bald darauf für die Landung dicht bei der Vierergruppe wieder abzubremsen.

Der braungeflügelte Gabrielit setzte keine paar Meter entfernt von den Engeln hart auf, was er jedoch locker mit den Beinen abfing.
Er war zwar nicht sonderlich groß, die sehnigen Muskeln allerdings, die sich unter der sonnengebräunten Haut spannten und der ausladende, brünierte Schulterpanzer mit den vielen Gebrauchsspuren und nicht zuletzt die Votivbänder die dicht um seine Arme geschlungen waren, ließen ihn doch als imposanten Todesengel erscheinen.

Schon während er gelandet war hatte Dashiel aus den Gesichtern gelesen dass hier etwas nicht stimmte und das war es auch was ihn dazu veranlasste über die üblichen Floskeln hinwegzugehen.
"Was ist geschehen meine Schwestern?"
Der Blick seiner rabenschwarzen Augen fiel auf den Monachen am Boden und die Signumsraphaelitin die ebenfalls nicht besonders gut aussah.
Zuletzt geändert von Dashiel am 18.05.2004 - 22:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Iliniel » 18.05.2004 - 21:44

Iliniel sah Niniel bitter böse an. Wer von ihnen hatte denn nun mehr Erfahrung. Nur weil sie es nicht so ausdrückte, wusste sie mit Sicherheit besser, dass die beiden nicht mehr am Leben waren. Was bildete sich die Kleine eigentlich ein. Sie sagte nichts mehr und versuchte den Monachen zu stützen.

Spar dir liebe deine Luft zum Atmen ... und lass die Befehle! Sie konnte immernoch nicht verstehen, was die Raphaelitin zu solchen Äußerungen gebracht hatte ... War sie es nicht gewesen, die ihr geholfen hatte? ... Sie war enttäuscht und wütend.

Dann sah sie den Todesengel. Er landete vor ihnen. Sie nickte ihm nur knapp zu.

"Unser Michaelit und unser Gabrielit sind durch einen Traumsaatangriff gerade getötet worden. Unter dem Sand am Strand befindet sich eine Art gigantischer Wurm. Wir waren wegen diesem Mann hier, den wir ins Kloster bringen sollen. Mein Name ist Iliniel." Sie deutete mit dem Kopf zur Raphaelitin. "Dies ist Niniel, von der Heilenden Hand und dies ist Taimel unser Ramielit."
Zuletzt geändert von Iliniel am 20.05.2004 - 09:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von jaina » 19.05.2004 - 09:08

"Verstanden!" Nur diese kurze Antwort schickte Taimel an seinen Ordensbruder zurück und auch das hätte er sich am liebsten erspart, hätte er nicht befürchtet, dass dieser dann immer wieder die Nachricht senden würde. Taimel hasste es von Mal zu mal mehr, wenn irgendeine fremde Stimme in seinem Kopf war.
Und diesen Hass übertrug er auf diejenigen, die diese Stimme aussandten.

Kaum hatte er jedoch zeit, sich wieder seiner Umgebung zu widmen stellte er fest, dass ein Gabrielit vor ihnen gelandet war.
Moment. Ein Gabrielit? HAtte es nicht geheißen, dass ein Michaelit kommen sollte? Nun ja - vielleicht hatte er ja etwas falsch verstanden. Wäre ja nicht das erste mal, dass ihm andere Engel nicht ganz richtige Informationen zukommen ließen.

Der Ramielit kam gar nicht erst auf die Idee, dass die mangelhaften Informationen daher kommen könnten, dass er die Macht
in Zungen reden nicht 100 prozentig perfekt beherrschte.
So warf er dem Gabrieliten nur einen fragenden Blick zu: "Tauriel?"

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Beitrag von Dashiel » 19.05.2004 - 12:22

"Unser Michaelit und unser Gabrielit sind durch einen Traumsaatangriff gerade getötet worden. Unter dem Sand am Strand befindet sich eine Art gigantischer Wurm. Wir waren wegen diesem Mann hier, den wir ins Kloster bringen sollen..."

Dashiel blickte einen kurzen Moment starr auf Iliniel.
Konnte das sein?
Vor seinem Geist ratterten, ohne dass er es groß gewollt hätte, die üblichen Verhaltensmethoden in einem solchen Fall vorbei, aber er wollte erst Gewissheit.

"Ein Verenderwurm?"
Er hoffte inständig dass die Augen des Herrn genug gesehen, oder das Gedächtnis des Herrn genug erfahren hatte, um ihm darauf zu antworten, denn wenn es ein Erdverschlinger war würde er nichts tun können.

Seine dunklen Augen in denen der eindringende Wunsch glomm dass dem nicht so war, wanderten beiläufig zu Taimel.

"Mein Michaelit wird gleich hier sein. Ich bin Dashiel."

Einen Moment machte er eine Pause um Tauriel zu informieren.
"Tauriel es besteht große Gefahr, offenbar wurden der Michaelit und der Gabrielit der Drei getötet, wenn dem so ist dann stehen die Chancen schlecht dass unser Templer überlebt. Wir müßen machen dass wir ihn finden!"

Dann dämpfte er seine rauchige Stimme etwas und sprach weiter:
"Seid ihr sicher dass die beiden tot sind? Hattet ihr Templer bei euch? Ich bitte euch: Sagt mir alles was ihr wisst!"

Seine Beine schienen allarmiert auf jede noch so kleine Erzitterung des Bodens zu warten.
Äußerlich jedoch schien er die Ruhe selbst, es war seine Aufgabe anderen Engeln Sicherheit zu geben, nicht sie in Panik zu versetzen.

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Beitrag von Iliniel » 20.05.2004 - 10:06

Iliniels Blick blieb auf Dashiel gerichtet. Sie zischte leicht, als sie weitersprach.

"Findest du nicht, dass hier ein äußerst ungünstiger Platz ist sich zu unterhalten?" Dann zuckte sie mit den Schultern und began sehr schnell und zählte dabei nur die Fakten auf.

"Den ersten Teil kennst du ja, wir haben ihn gesucht." Dabei deutete sie auf den Mann zwischen ihnen. "Wir kamen hier an, das Dorf wirkte wie ausgestorben, in einer Hütte am Strand, fanden wir ihn und einen Säurepfeifer. Unsere Raphaelitin ist im Augenblick sehr geschwächt , da sie bereits die ganze Dorfbevölkerung im Kloster geheilt hat, fehlt ihr im Augenblick die Macht, diesen Mann zu heilen." Ihr Blick blieb starr auf Dashiel gerichtet. Sie wollte Niniel nicht ansehen.

"Wir wollten zurück und der Sand begann zu beben. Kurz danach brach ein gigantischer Wurm heraus. Misariel trug den Monachen und rannte damit aus der Reichweite der Kreatur. Ich hab diese dabei von ihm etwas abgelenkt. Das Monster verschwand daraufhin im Sand und ich konnte keine Anzeichen mehr erblicken, dass er noch da war. Ich sah genauer an diesen Waldrand, denn von drot haben wir Geräusche gehört, als wir bereits in diesem Ort ankamen, doch wollten wir zuerst den Monachen finden. Wir wurden von Säurepfeifern angegriffen, die wir vernichtet haben. Ich entdeckte eine Gruppe Menschen, die am Waldrand lagen. Templer. ich untersuchte, ob sie noch lebten, aber dem ist nicht so. Alle sind tot. Miroel und Misariel flogen noch einmal in Richtung des Strandes, als ich den Ruf unserer Michaelitin empfang, war ich zwar recht schnell wieder in der Luft, aber alles war schon vorbei. Der Strand war wieder lehr, bis auf einen einzelnen Flügel. Dieser müsste noch am Strand liegen."

Sie sah den Gabrieliten immernoch an. Diese Mission ging vollkommen schief ... Ihre Schläfen pochten und sie selber fühlte sich auch nicht so gut.

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Beitrag von Tauriel » 20.05.2004 - 11:10

Schließlich landete auch der goldene Engel leise, während die Urielitin noch bei ihrem knappen Bericht war.

"Terror Subterraneus, wurmartig, lebt scheinbar vorherrschend in sandigem Boden, weitere Daten unbekannt, zweite Sichtung.", war das Erste, was er verlauten ließ, "Salvete. Tauriel von den Michaeliten." das Zweite.

Wie es scheint, kommen wir ohnehin zu spät, Dashiel. Dennoch sollten wir die toten Templer noch genauer unter die Lupe nehmen. Wenn wir Glück haben, ist er auch dabei und hat das Buch bei sich.

"Und Iliniel hat recht. Wir sollten uns zumindest einen etwas felsigeren Untergrund suchen, um das weitere Vorgehen zu besprechen." Die blaugrünen Augen wanderten abschätzend über jeden einzelnen Engel. "Dashiel, bitte hilf beim Tragen des Fras. Iliniel, würdest du bitte eine entsprechende Stelle ausfindig machen? Du fliegst am besten mit ihr, Niniel. In der Luft ist man bei diesen Biestern am sichersten. Taimel, pack bitte mit an."

Nach diesen Worten, bei denen er jedem der Engel fest in die Augen gesehen hatte, ließ Tauriel kurz seinen Blick in die Umgebung schweifen, zog dann seine Wasserflasche aus dem Beutel an seinem Gürtel und gab dem Menschen zu trinken, dass er wenigstens wieder etwas auf die Beine kam. Währenddessen konnten alle eine angenehme Stimme in ihren Gedanken hören.

Ich habe euch für den Moment in meine Schar aufgenommen, um die Koordination zu erleichtern. ...Wir werden auch dieses Exemplar zur Strecke bringen.

Eine der ewig widerspenstigen, goldblonden Locken wurde wieder hinter das Ohr verbannt. Er hatte es getan ... seine Vollmachten zum ersten Mal in dieser Mission genutzt. Zu früh für seinen Geschmack, aber diese Grübeleien halfen jetzt auch nichts.

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