[Regentropfen 2] Wohin geht der Weg?

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Iliniel
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Beitrag von Iliniel » 18.06.2004 - 06:46

Iliniel schüttelte den Kopf und öffnete die Augen. Sie sah auf ihre Schulter, da sie etwas spürte. Ein kleiner schneeweißer Vogel saß auf ihrer Schulter und zwitscherte. Mit großen Augen sah sie diesen an.

Wieder hatte sie das Gefühl, dass ein Regentropfen auf ihrer Nase landete. Verärgert schloß sie kurz die Augen. Es war nur für einen Augenblick. Wieder sah sie auf ihre Schulter ... doch der Vogel war nicht mehr da.

Langsam stieg Panik in ihr auf. Hastig blickte sie sich um ... und fragte sich, wie schnell ein Vogel wohl verschwinden konnte. Sie versuchte sich zu beruhigen ... wahrscheinlich war er in den Wald geflogen.

Die Urielitin rieb sich die Augen und versuchte sich zu konzentrieren. Im Augenblick verstand sie einfach nicht, was passierte ... Außerdem war sie ziehmlich erstaunt über diese doch sehr geziehlten Regentropfen. Sie sah nach oben, um festzustellen, ob sich ein Gewitter am Himmel zusammenbraut.

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Beitrag von Rakiel » 18.06.2004 - 08:37

Niniel war nun endgültig am Ende ihrer Kräfte angelangt. Ihre Hände zitterten und teilweise verschwamm das Bild vor ihren Augen. Vorsichtig, um es ja nciht fallen zu lassen, griff sie in ihre Tasche und holte das letzte Fläschchen, das sie besaß heraus.
Ein leichtes Ekelgefühl kroch in ihr hoch, so sehr verabscheute die Raphaelitin es ihre eigene Medizin zu nehmen. Ursprünglich war es für anderen Engel gedacht, doch nun hatte sie die Wahl es zu nehmen oder wohlmöglich abzustürzen.
Mit zitternden Fingern öffnete sie die kleine Phiole und leerte sie auf einen Zug. Gerade hatte sie das Fläschen geleert, da fiel es ihr auch schon aus den Händen.
In der Hoffnung, dass die andern es nciht bemerkt hatten rieb sie sich dei Schläfen und wartete auf die eintretenden Wirkung.

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Beitrag von Dashiel » 18.06.2004 - 16:00

Der Gabrielit hielt sich die Zeit über in der Luft, sein Blick war in die Richtung in die Iliniel geflogen war geheftet, auf eben diese.
Es schien ihm als wäre sie irgendwie... nun ja, versteinert gewesen.

Natürlich war ihm klar das dass lächerlich war, niemand konnte regungslos in der Luft stehen, nicht einmal die bösartigen Kreaturen des Herrn der Fliegen, doch er war sich sicher dass seine Augen sich nicht getäuscht hatten, denn so weit war die Urielitin auch nicht entfernt gewesen.

Etwas irritiert darüber bemerkte er auch seinen Michaeliten mit dem Rest der zerstörten Schar zu ihm Fliegen.

"Tauriel weißt du was mit Iliniel ist?"
Dashiel klang ein wenig durcheinander, er fragte sich ob seine Konzentration wirklich so schlecht sein konnte.

Als es ihm schien als würde er etwas in den Händen der kleinen Raphaelitin sehen, wollte er genauer nachsehen was sie da hatte, doch konnte er nichts ausmachen als nur ihre kleinen Hände.
Irgendwie schien die Tagesform seiner Konzentration tatsächlich nicht sonderlich gut...

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Beitrag von Iliniel » 18.06.2004 - 17:16

Iliniel hörte nichts mehr ... nur ihr fast schon unregelmäßiger Atem. Sie war vollkommen nervös ... Es war ja auch eigentlich kein Wunder ... soviele Kräuter, wie sie heute geschluckt hatte, das verbrauchte sie sonst nicht an 3 Tagen ... Etwas hektisch fühlte sie mit einer Hand in ihrer Tasche herum. So viele waren nicht mehr da ... sie musste sich einschränken und vor allem zusammenreißen. Doch wie soll das möglich sein, wenn sie ständig so etwas erlebte? Stimmen, riesige Traumsaatkreaturen ... zwei verlorene Scharmitglieder ... einfach alles. Und tatsächlich fühlte sie sich erschöpft ...

*Tauriel ... ich fliege zurück ... ich kann nichts erkennen und auch nichts hören.*

Was musste nun der Michaelit nur von ihr denken? Dass sie nicht belastbar war? Dass sie Geister und Gespenster sah? Oder dass sie einfach mit ihren Nerven völlig am Ende war. Sie flog mit weißem Gesicht auf die restliche Schar zu.
Zuletzt geändert von Iliniel am 18.06.2004 - 19:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Tauriel » 18.06.2004 - 19:42

Der goldene Engel seufzte, während er auf eine Antwort der Urielitin wartete. Irgendwie wirkten alle gereizt und überanstrengt. Allmählich fragte er sich wirklich, was genau hier so grandios schief gelaufen war. Er würde mit jedem reden müssen... aber zuvor wollte er noch dem Protokoll genüge tun - und eine Antwort auf die Frage seines Gabrieliten geben

*Iliniel hat ein seltsames Phänomen beobachtet...

Es folgte die Weiterleitung der Beschreibung an alle.

... Wieviel weißt du über ähnliche Vorkommnisse bei anderen Traumsaaten, Taímel?* Dieser Satz war nur noch für den Ramieliten zu hören, ebenso wie das Folgende. *War eure Schar schon immer so leicht aus der Bahn zu werfen? Und warum um alles in der Welt ist Niniel so ausgelaugt?*

Dann kam die Meldung der scheinbar völlig aufgelösten Urielitin.
Tauriel atmete einmal konzentriert ein und aus. Ruhig und gelöst sein.... Alle seine Bewegungen wirkten mit einem mal elegant, geschmeidig und auf eine unbegreifliche Art beruhigend. Er war die Ruhe in Person, der unerschütterliche Fels in der Brandung. Wenn sich diese Engel nicht auf ihn verlassen konnte, auf wen dann?
Der Michaelit bildete zwar den Kopf einer Schar, aber ebenso war er auch Mittelpunkt, Stütze des Ganzen. Er hielt sie zusammen, vereinte sie in Wort und Tat, wenn es darauf ankam.
Zu ihm sollte jeder kommen können, wenn er ein Problem hatte. Er war die Anlaufstelle und seine Aufgabe war es, da zu sein und Trost zu spenden, Halt und Kraft zu geben.

*Iliniel, beruhige dich. Es ist in Ordnung, diese Ereignisse sind nicht deine Schuld. ...Wir werden nun zu aller erst zum Kloster zurück fliegen, um uns zu sammeln, zu beraten und vor allem unsere Reserven aufzufüllen.*

Der letzte Satz ging wieder an die gesamte Schar und Tauriel schien bei Dashiel nur noch auf alle zu warten, ehe sie sich den Gebäuden am Horizont näherten.

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Beitrag von Iliniel » 18.06.2004 - 21:25

Iliniel sah auf ihre Hand, die stark zitterte. Ruhig? ... ich BIN ruhig ... Sie blinzelte ... sie wusste, dass es nicht stimmte ... aber hatte sie sich alles tatsächlich nur eingebildet? Konnte das denn möglich sein?

Dann ging es zurück zum Kloster ... ausruhen ... das hieß meditieren und diesmal kam sie nicht daran herum. Sie war erschöpft und hatte schon vor Aufbruch einige Nächte wach verbracht ... diesmal ging es nicht. Die restlichen Kräuter, die ihr halfen die Müdigkeit zu überwinden, musste sie sich einteilen ... Irgendwie graute es ihr vor der Ruhephase ... immerwieder hatte sie Albträume und nach diesem Tag würde sie sich wirklich wundern, wenn sie keine haben würde ...

Sie erreichte die Schar und ihr Gesicht war immernoch weis wie Kalk. Etwas kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn (beides Nebenwirkungen)

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Beitrag von jaina » 21.06.2004 - 08:51

Taimel versuchte, möglichst kräftesparend in Kreisen über dem Wald zu fliegen. Immer wieder um die gleiche Stelle herum.
Wobei kräftesparend wohl sehr relativ war. Denn der Ramielit konnte einfach nicht besonders gut fliegen und er war jetzt schon ziemlich müde.

Wohl konnte er den Weg zum Kloster noch zurücklegen, doch weiter als bis dort wollte er heute sicher nicht mehr fliegen.
Neugierig starrte er in Richtung STrand, wo sich wohl auch Iliniel befinden musste, und irgendwie hätte es ihn schon interessiert,w as dort vorging.

Doch Tauriel schien in Zwiesprache mit ihr oder den anderen versunken zu sein, so dass er keine Zeit fand, genaueres mit zu teilen.
Und als der Bewahrer des Wissens tatsächlich wieder die Stimme des Michaeliten in seinem Kopf hörte zuckte er zusammen, so dass er beinahe von seiner Bahn abkam.
Mist - er hatte sich heute einfach nicht mehr unter kontrolle. Er war wohl schon zu erschöpft dafür... Das durfte so nicht sein!!! Schnell versuchte Taimel wieder, seine Gesichtszüge und sein Benehmen unter Kontrolle zu bringen und noch bevor Tauriel geendet hatte konnte man ihm nichts mehr anmerken über die Gedanken die in seinem Kopf schwirrten.

Auf die Fragen des blonden Engels hatte er allerdings nur eine Antwort: *Reden wir im Kloster...
und schon war die ganze Schar auf dem Weg zum Kloster. Bericht erstatten, reden halten.. und hoffentlich auch etwas ausruhen...

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Beitrag von Tauriel » 22.06.2004 - 16:54

Tauriel fühlte sich gar nicht wohl, als er schließlich sanft im Klosterhof landete und seine Schwingen an den Körper zog, um der gleich nach ihm kommenden Schar möglichst nicht im Weg zu sein. Die hoffnungsvollen Blicke der Dorfbewohner brannten regelrecht auf seiner Haut. Was sollte er ihnen sagen? Wie sollte er ihnen Mut machen? Oder war doch Wahrheit das einzig Faire?

Er entschied sich für eine Mischung und trat vor die gespannt wartenden Menschen hin, in deren Augen man Hoffnung und Furcht gleichermaßen erkennen konnte. Er sprach jetzt nicht zuletzt auch deshalb zu ihnen, um sie von eventuell zu einer reibungslosen Landung zu erschöpften Engeln abzulenken, wobei er nun doch seine Spannweite nutzte, um die Blicke noch weiter abzuschirmen.

"Hört mich an!", war in einem durchaus gut verständlichen Common zu hören. "Noch ist euer Dorf nicht sicher. Wir werden morgen noch einmal dorthin aufbrechen und mit Gottes Hilfe euch eure Heimat wieder geben können. Es wäre fatal, solltet ihr voreilig dorthin zurück kehren. Ihr solltet euch also auf eine Nacht hier innerhalb der schützenden Mauern des Klosters einrichten." Der Michaelit wandte sich an einen nahestehenden Novizen. "Bitte sorge dafür, dass sie vor einem möglichen Regen zumindest durch provisorische Dächer geschützt sind."

Er fand keine aufmunternderen Worte, dieser Part seines Ordens hatte ihm nie sehr gelegen. So nickte er den Menschen noch einmal mit einem sanften Lächeln zu, ehe er sich zu seiner Schar wandte, über die ein abschätzender Blick wanderte. Mit einer plötzlichen, schnellen Bewegung hielt er einen vorbeieilenden Monachen auf, der erschrocken zusammen zuckte.

"Bitte bring diese Engel zur Cella und sorge für ausreichend Speis und Trank. Ich werde nachkommen, sobald ich dem Ab Bericht erstattet habe." Der Mensch nickte ehrfürchtig und bat die Schar, ihm zu folgen.

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Beitrag von Iliniel » 22.06.2004 - 18:19

Iliniel war froh, endlich zu landen ... Sie war eigentlich vollkommen übermüdet ... und trotzdem war sie sehr nervös. Immerwieder versteckte sie ihre zitternden Finger. Es war nun wirklich so, dass sie sogar leichte Schwierigkeiten hatte, einen klaren Gedanken zu fassen. Immerwieder hatte sie die seltsamen Bilder im Kopf. Diesen Wurm, gefolgt von dem weißen Vogel, der Tropfen auf ihrer Nase ... die Stimme von Miroel ... alles. Es war furchtbar diese Eindrücke zu sortieren. Ihre Augen blickten hektisch umher ... sie konnte sich nicht auf einen Punkt konzentrieren.

Ob dies eine unangenehme Nebenwirkung der Kräuter war (die sie doch in hohen Mengen heute genossen hatte), oder ob sie nun langsam den Verstand verlor wusste die Urielitin nicht. Sie folgte dem Monachen in die Scharcella, dort wollte sie versuchen sich erst einmal etwas Ruhe zu gönnen.

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Beitrag von jaina » 23.06.2004 - 11:36

Taimel ging hinter diesem Monachen her, auf dem Weg zur Scharcella. Doch seine Gedanken waren wo ganz wo anders.
Diese Menschenmassen im Kloster... innerlich schüttelte es ihn. Warum nur liebte der Herr diese fehlerhaften, unbeständigen, kleinen Menschen so sehr, dass er seine eigenen Kinder auf die Erde schickte nur um ihnen zu helfen?

Den Ramieliten graute es eher vor den Menschen und all ihren Fehlern und nie würde er einem erlauben, dass dieser ihn auch nur berührte.
Doch bald schon gingen seine Gedanken zu dem, was heute passiert war.
Der Angriff durch den Wurm, der Tod Miroels und Misariels, das, in seinen Augen unnötige, Mitschleppen des Fras, dann Tauriel...
Einen Moment hielt der Bewahrer des Wissens inne. Er wusste einfach nicht,w as er von diesem Michaeliten halten sollte.
Einerseits schwach genug, die beißenden Worte des Ramieliten zu ignorieren, versuchte er die Menschen irgendwie zu beruhigen, andereseits strahlte er, wahrscheinlich absolut unbewußt, eine gewisste Härte und Kälte aus.

Während der androgyne Engel die Klostermauern rund um sich kaum wahrgenommen hatte waren die Engel auch schon bei einer relativ großen Cella angelant.
Ohne ein Wort hockte sich Taimel auf einen der Meditationshocker. Er war müde, er musste sich ausruhen...
Und er musste endlich die Kathedrale der Gedanken aufsuchen, feststellen, was ihm da die ganze Zeit im Hinterkopf herumschwirrte und wo er schon einmal von etwas ähnlichem wie diesem Wurm gehört hatte...

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Beitrag von Dashiel » 23.06.2004 - 12:28

Der Gabrielit folgte den Anweisungen seines Michaeliten stumm.
Er folgte dem Monachen dicht und war insgeheim froh, dass die Cella nicht weit weg gelegen war, so dass er nicht lange den Anblick der Menschen ertragen mußte, der in ihm das starke Gefühl Mitleid auslöste. Sie konnten sich nicht selbst gegen diese Traumsaat wehren und mußten hilflos mitansehen wie sie ihr Hab und Gut, ihre Dörfer und ihre Liebsten vernichtete, das mußte hart sein.

An der Cella angekommen, bat er den Monach um etwas zu Trinken, die lange Reise, die er nun schon beinahe wieder vergessen hatte, hatte ihn durstig gemacht und nun, da sie einen Moment der Ruhe hatten, kehrte dieser Durst zurück.

Er setzte sich, wie es auch schon Taimel getan hatte, und musterte mit wachen Augen die beiden anderen Engel. Sie schien der Tod ihrer Geschwister mehr mitgenommen zu haben als ihre ramielitische Schwester und Dashiel hätte ihnen nur zu gern Trost gespendet.

"Wollen wir gemeinsam um meinen Ordensbruder und eure Michaelitin beten? Denn es ist leider alles was ihr und ich tun können." meinte er, nachdem der Monach für sie alle ein Tablett mit Essen und Trinken gebracht und sich wieder verabschiedet hatte.

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Beitrag von Rakiel » 23.06.2004 - 13:51

Niniel war den anderen stumm gefolgt und hatte sich ebenfalls rasch auf einen der Hocker niedergelassen. Eine Weile lang blickte sie einfach nur in den Raum, hinter ihrer Stirn arbeitete es. Auch wenn sie noch recht wach schien, war sie in wirklichkeit sehr weit weg. Die Worte des Gabrieliten drangen zwar an ihr Ohr, doch sie war schon zu weit abgeschweift, als dass sie die kurze Äußerung des Engels hätte verarbeiten können.

Was sie bewegte, war der Wurm. Dieses gigantische Wesen hatte einfach so zwei Engeln das Leben genommen und ihr wieder einmal gezeigt, wie vergänglich auch die Boten des Herrn waren.
Welch kurzen Aufschub für die Kranken Boten ihre Kräfte doch nur im Vergleich zu der zerstörerischen Macht dieses Wesens. Niniel fühlte sich im wahrsten Sinne des Wortes klein. Jedohc kam sie sich nicht erdrückt vor, von der Masse der Zerstörung, deren sie heute gewahr wurde. Lediglich dieses Gefühl kroch wieder in ihr hoch, das sie schon damals, bei Heraels Tod gespürt hatte. Es war das Gefühl, einerseits einen lohnenswerten Kampf zu kämpfen und andererseits keine Hoffnung auf einen Erfolg zu haben. Diese Welt war schlecht. Schlecht nicht als Werk des Schöpfers, sondern schlecht durch Wesen wie diesen Wurm. Schlecht, durch naive Menschen, die sich leichtgläubig darauf verließen, dass immer ein helfender Engel da sein würde, um sie zu beschützen. Doch auch Engel fallen und mit ihnen die naiven Menschen.

Niniel schloss die Augen. Sie lies diesem düsteren Gefühl freien Lauf und konnte es fast fühlen, wie ihre Seele sich wieder ein Stück weit der Dunkelheit ergab.

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Beitrag von Iliniel » 23.06.2004 - 21:48

Iliniel nahm sich ebenfalls einen Hocker und setzte sich darauf. Als Dashiel den Vorschlag für das Gebet machte, sah die Urielitin ihn mit müden und traurigen Augen an. Sie war immernoch sehr blass. "Ja, ich schließe mich diesem Gebet auf jeden Fall an ... " Damit erhob sie sich langsam und ging in die Mitte des Raumes. Dort kniete sie sich hin. Stumm wartete, dass die anderen sich ebenfalls für das Gebet in die Mitte begeben würden.

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