Der Rattenfänger [Liwiels Schar] - Kapitel I

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Feather
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Beitrag von Feather » 27.08.2008 - 20:20

Silvrael legte den Kopf schief und sah Sofyrael einen Moment lang an.
Dann huschte ein käferkleines Lächeln über ihr Gesicht.
"Guck nicht so verschüchtert." Und fügte leise hinzu: "Wir sind hier nicht in Prag."
Sie presste ihre Flügel enger an ihren Rücken.
"Du musst dich nicht mehr fürchten. Du hast ja jetzt deine Schar." Etwas wie Wehmut trat in die Augen des alten Engels, aber er lächelte wieder. "Viel Glück, kleine Schwester. Möge Jeremiel seine Schwingen über euch breiten."
Und die Ramielitin wandte sich ab und entschwand, als habe sie nie neben Sofyrael am Fenster gestanden.

Lialin
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Beitrag von Lialin » 29.08.2008 - 09:59

Nachdem sie noch eine Weile fasziniert auf den wiegenden Bambus geblickt hatte, ging sich nachdenklich in die Scharcella zurück. Dort setzte sie sich still auf ihren Meditationshocker.

Langsam wiegte sie mit dem Kopf im selben Tempo wie der Bambus zuvor. Ihre Schargeschwister hatte sie beim betreten des Raumes gar nicht wargenommen. Sie grübelte über die Worte Silvraels nach. es schien als würde ihre Mission gsehr gefährlich werden können. Und ja sie war nicht mehr in Prag und doch... Die geistigen Fesslen die man ihr dort angelegt hatte werden sich wohl kaum so schnell lösen.
Zuletzt geändert von Lialin am 01.09.2008 - 20:06, insgesamt 1-mal geändert.

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 01.09.2008 - 19:37

Samuriel runzelte verwundert die Stirn als Sofyrael in die Cella zurückkehrte.
Kein Wort zur Michaelitin, was sie besprochen hattem? Was war in ihrem kurzem Leben auf Erden nur vorgefallen, dass sie sich derart von einem älterem Engel einschüchtern ließ..?

Skarz Interesse wurde durch die Rückkehr des ‚neuen’ Engels geweckt.
Neugierig wuselte er auf sie zu, unsicher ob es ihm erlaubt war, in ihren Schoß zu klettern oder nicht...auffordernd stütze er sich mit den Vorderpfoten an ihrem Schienbein ab und stupste keck mit seiner kleinen Schnautze gegen ihr rechtes Knie.

Samuriel ließ ihn gewähren. Manchmal war es leichter sich mit einem Tier zu beschäftigen, als mit anderen Engeln – und vielleicht konnte das Wiesel die Ramielitin im Moment besser aus ihrer Zurückgezogenheit helfen...
Zuletzt geändert von Samuriel am 03.09.2008 - 11:34, insgesamt 1-mal geändert.

Lialin
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Beitrag von Lialin » 01.09.2008 - 20:14

Die Berührung an ihrem Knie schreckte sie aus ihren Gedanken hoch. Mit großen weit geöffneten Augen blickte sie auf das possierliche Tierchen. Ein kleines Lächeln legte sich kaum sichtbar auf ihr Gesicht. Langsam und vorsichtig hielt sie ihre Hand vor Skarz Nase damit er daran riechen konnte. Ihn wirklich anzufassen traute sie sich aber nicht. Zumindest von dem was sie gelernt hatte waren Wiesel sehr scheue Tiere.

Langsam schaute sie sich um, merkte das ihre Schargeschwister sie erwartungsvoll ansahen. Sie straffte sich und schaute zu Liwiel. Etwas zögerlich begann sie ihren Bericht "Silvreal hat uns für den Notfall Hilfe angeboten, wie sie es jeder Schar die hier durchkommt tut. Sollte es Probleme geben kann ich sie jederzeit um Unterstützung durch eine Schar Skipturaträger bitten" mit etwas fester Stimme fügte sie hinzu "Dies soll keineswegs als Kritik an unseren Fähigkeiten aufgefasst werden"

Liwiel
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Beitrag von Liwiel » 02.09.2008 - 11:10

Geduldig hatte Liwiel ihre Ramielitin angesehen, als diese wieder zurück in die Cealla gekehrt war. Sie war neugierig, was die beiden Ramieliten zu bereden hatten. Zugleich war sie aber auch am Überlegen, ob sie es wirklich wissen sollte. Denn nur zu gut erinnerte sie sich daran, dass ihr ein Scriptura-Michaelit in Roma Aeterna mal gesagt hatte, dass diese nur all zu gerne einen kleinen Mann im Ohr hatten.

Aber Sofyrael rückt schlussendlich mit der Sprache raus, was die Michaelitin zu einem Lächeln bewegte.
"Das ist sehr nett.", erwiederte sie dann, doch war im Inneren der festen Überzeugung, dass sie die Hilfe nicht benötigen würden.
"Gut... ich denke, wir haben unsere Vorbereitungen dann abgeschlossen? Oder gibt es irgendetwas, dass ihr noch erledigen müsst?"
Ihre großen blauen Augen musterten die übrigen Engel und wollte sehen, wie entschlossen sie sind. Denn so langsam... sollten sie sich ihrem Auftrag annehmen.

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 02.09.2008 - 15:31

Ohje, Sofyrael sah ja nicht grade sehr zufrieden aus, als sie wieder in die Cella zurück kam. Gerne hätte sie etwas Aufmunterndes gesagt, aber es fiel ihr nichts ein, zumal sie nicht wusste, was war... bis die Ramielitin schließlich erklärte, was passiert war.
"Ach so... ist ja eigentlich nett von ihr...", nickte sie Liwiel zu. "Also ich brauch nix mehr."

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 03.09.2008 - 18:32

Samuriel nickte bedächtig als Sofyrael schließlich doch anfing zu sprechen.
Es war gut zu wissen, dass zumindest die Möglichkeit bestand, im Notfall Hilfe zu erhalten.

„Also ich hab alles was ich brauche, von mir aus können wir sofort los.“

Ein leiser Pfiff veranlasste Skarz, von Sofyrael abzulassen und zu Samuriel zu huschen. Liebevoll strich er ihm über den weichen Pelz, wärend Skarz sein Gesicht an seinem Arm rieb. Der längliche Körper des Wiesels schmiegte sich perfekt in die Armbeuge des Urieliten.

Es war sogar ratsam, dass sie sich möglichst bald aufmachten. Denn wenn Kinder vermisst wurden, konnte es durchaus sein, dass Zeit ein entscheidender Faktor in ihrer Mission war...

Cassandra
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Beitrag von Cassandra » 05.09.2008 - 20:01

Aufmerksam beobachtete Cassiel die Ramielitin, als sie zurück in die Cella kam. Sie hätte sie so gern über den fremden Engel mit den Schwanenflügeln befragt, wollte aber nicht zu forsch gegenüber ihrer zurückhaltenden Scharschwester sein. So wartete sie ab, bis Sofyrael von selbst begann zu erzählen.
Sie runzelte ein wenig die Stirn bei dem Bericht ihrer Schwester. Ob die Ordensoberen ihrer Schar nicht zutraute, allein mit dem Auftrag fertig zu werden? Sie versuchte das Angebot der älteren Ramielitin nicht persönlich zu nehmen, was ihr allerdings nicht wirklich gut gelang.
An Liwiel gewandt antwortete sie auf deren Frage: „Ich habe auch alles und bin bereit aufzubrechen.“ Sie sah entschlossen drein, sie würde allen beweisen, dass sie ein würdiger Engel des Herrn war. Sie würde keine Hilfe benötigen. Ihre kleinen Hände ballten sich zu Fäusten.

Feather
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Beitrag von Feather » 06.09.2008 - 15:34

Sie verloren keine Zeit mehr.
Unverzüglich führte Liwiel ihre Schar – komplett mit Skarz und Proviant – hinauf zur Flugplattform und gab der dort diensthabenden Engelslenkerin Bescheid, dass sie zu einer neuen Mission aufbrachen, bevor Samuriel die Führung übernahm und sie in die Nacht hineinflogen.
Es regnete wieder. Und nachdem sie Krakau hinter sich gelassen hatten, umfing sie nichts als Finsternis. Nur wenn der Mond einmal kurz zwischen den rasch dahinziehenden Wolkenfetzen auftauchte, erhaschten sie einmal einen Blick auf die Küstenlinie unter ihnen oder ein Stück Wasser.
Liwiel, Cassiel, Sofyrael und Spiriel versuchten verzweifelt, Samuriel nicht aus den Augen zu verlieren, doch in den Momenten der Dunkelheit verschwand auch er völlig – einzig Liwiels schneeweiße Flügel waren absolut immer irgendwie zu erkennen, was aber auch nicht sehr hilfreich war, wenn sie selbst nicht wusste in welche Richtung.
Mehrfach drifteten sie weit auseinander und konnten erst wenn der Mond wieder zum Vorschein kam, zu Samuriel aufschließen.

So kam es, dass nach etwa fünf Stunden Flug zunächst auch keiner bemerkte, dass sie ihr Ziel erreicht hatten.
Der Strand lag in dickstem Nebel; Samuriel konnte nicht einmal Häuser ausmachen, bis plötzlich direkt vor ihnen der Schatten eines Turmes vor ihnen aufragte – ein klappriges Holzgestell von beachtlicher Höhe mit einer quadratischen Plattform an der Spitze, von deren Aufbauten in vierfacher Ausführung matt der Banner der Ramieliten in der schwachen nächtlichen Brise wehte.
Gleich unterhalb tauchte auf halber Höhe der Böschung ein runder Vorplatz und der gedrungene Schemen der Dorfkirche auf.

Michael
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Re: Der Rattenfänger [Liwiels Schar] - Kapitel I

Beitrag von Michael » 06.10.2010 - 17:36

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