[Erntezeit] Die Saat

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Etzel
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Beitrag von Etzel » 20.07.2009 - 10:11

Etzel sah seine Scharschwester nicht an, sondern sein Blick ruhte weiter auf der Menschenmenge.

In denn Gesichtern der Menschen und ihren Blicken sah er unsicherheit, zweifel, aber sie schienen über ihre Worte nachzudenken. Das war zumindest schon einmal etwas, wenn sie denken würden, würden sie nicht mehr in blinder Panik herumlaufen und aus den Kloster rennen wollen.

Lucien
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Beitrag von Lucien » 20.07.2009 - 16:12

Semriel machte sich sofort an die Arbeit. Die Zeltwände mussten zuerst untersucht werden, damit der Urielit festellen konnte, ob der Traumsaat nicht bereits aus dem Zelt entflohen war. Seine scharfen Augen flogen über die Plane, während er mit Flügeln und Händen die Gegenstände aus dem Weg räumte, die seine Sicht behinderten. Er hinterließ ein wahres Chaos auf dem blutüberströmten Boden, doch das war ihm momentan, gelinde gesagt, egal.
Schon nach kurzer Zeit erhaschten seine Augen einen Blick auf eine gezogen wirkende Blutspur am unteren Rand der Zeltseite, die dem Eingan abgewandt war. Hastig schlitzte er mit einem Jagdmesser die Seite auf und stolperte ins Freie. Es dunkelte bereits. Dann musste er sich wohl auf seine Fähigkeiten verlassen. Er schloss seine Augen kurz und ließ die Macht Uriels in sie eindringen.* Als er die Lider wieder öffnete war ein unheimlicher Glanz, der einer Katze ähnelte, darin zu sehen. Das schwache Licht aus den einzelnen Zelten und von den paar Fackeln gewährte ihm mehr als genug Licht. Innerhalb von Sekunden hatte er seine Spur wieder entdeckt. *Leute, ich habe eine Spur! Die Truamsaat-Kreatur scheint aus dem zelt geflohen zu sein und zieht eine leichte Blutspur durch die Zeltreihen. Ich werde versuchen diese Bestie zu finden. Es dürfte ein kleines Teil sein, also haltet eure Augen nach Möglichkeit offen.* Hastig verfolgte er die Blutspur auf dem Boden. Immer wieder blickte er auf ob er der Kreatur näher kam. Immer mal wieder konnte er etwas von Schatten zu Schatten huschen sehen, doch es war zu klein und zu schnell um es genauer definieren zu können. Semriel musste sich immer mehr anstrengen, da weniger und weniger Blut auf dem Boden lag. Schließlich verlor sich die Spur zwischen den Zelten. Der Urielit verschnaufte kurz und stieß dann einen Schrei der Wut aus, da er augenscheinlich das Ziel aus den Augen verloren hatte. Da kam ihm eine Idee. Mit einem kräftigen Schwung, der die Zeltplanen neben ihm in Wallung brachte, erhob er sich in die Lüfte und zischte direkt neben Kentariel in Position. Einige Meter über dem Boden ließ er den Blick über die Zelte und die Zwischenräume schweifen, während er hektisch über dem Platz kreiste. Noch wollte er sich keine Niederlage eingestehen.

*Augen des Wächters

Gabriel
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Beitrag von Gabriel » 01.08.2009 - 16:25

*Semriel Kentariel versucht die Spur wieder aufzunehmen. Wir müssen die Saat finden* sendete Auriel an Semriel und Kentariel, während er weiter über der ganzen Szenerie kreiste.

Währendessen am Kloster...
Als Joliel die Menschen darum bat, sie durchzulassen, drängte sich neben die Templer an junger Mann, der gerade noch dabei war zum Mann heran zu reifen. Er hatte ja gerade erst einmal ein paar Bartstoppeln. "Ich...ich bin der Prior." jappste er ausser Atem, während er bei einem der Templer halt suchte.

"Können wir jetzt nun durch?" brummte der dienstälteste Templer, während er den Prior stützte.

Nicht weit vom Kloster entfernt, flog Cassiel gerade dem Kloster entgegen. Er war doch etwas geschafft von dem Flug und freute sich auf eine ruhige Cella, etwas zu Essen und eine Dusche, doch als er dem Kloster näher kam, sah er bereits einen Michaeliten über einem riesigen Zeltlager vor dem Kloster kreisen und aufgeregte Menschen im Zeltlager wie Ameisen hin und her wuseln, während aus Richtung des Klosters ebenso Lärm drang.
Cassiel konnte die Szenerie noch nicht ganz aufnehmen, als er auf einmal sah, wie der Michaelit anfing zu trudeln und direkt neben dem Zeltlager auf einer Wiese aufkam. Auriels Schar hörte derweil nur einen unterdrückten Schmerzenslaut von ihrem Michaeliten. Nur Kentariel hatte gesehen, dass mit Auriel irgendetwas nicht stimmte.
Dann breitete sich eine angst machende Stille in dem Geist der Scharmitglieder aus.

Cry
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Beitrag von Cry » 01.08.2009 - 16:46

Cassiel war die letzte Strecke vor allem geglitten, hatte warme Luft zum Auftrieb genutzt wo immer möglich, der Flug hatte ihn ausgelaugt. So weit das Auge reichte erstreckten sich Weizenfelder durch die Ebene und die Menschen strömten wie Ameisen zwischen ihren Zelten und den Feldern hin und her - brachten die Ernte mit dem Fleiß von Bienen ein. Das könnte tatsächlich ein paar Tage Ruhe versprechen - und das Kloster war endlich in Sichtweite gerückt.
Mit zwei, drei Schlägen der enormen Schwingen gewann der Michaelit wieder an Höhe, wobei er einen warmen Luftstrom nutzte um sich noch etwas weiter empor heben zu lassen, den Rest der Strecke würde er gleiten können.

Dann sah er den Engel taumeln, stürzen, unsanft auf der Wiese landen - Cassiel seufzte und beschleunigte, indem er in einen kurzen Sturzflug überging und die Energie nutzte, um sich schneller in Richtung des Zeltlagers tragen zu lassen. Mit kräftigen Schwingenschlägen hielt er auf den abgestürzten Engel zu - jetzt war er ohnehin fast da, da konnte er auch noch einmal die letzten Reserven mobilisieren...

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 01.08.2009 - 19:16

"Verdamm... SEMRIEL.. SUCH WEITER! AURIEL HAT PROBLEME - ICH SEHS MIR MAL AN!", brüllte der Gabrielit aus Leibeskräften.

Da war doch noch ein Engel? Verdammt wer war DER? Und woher kam er auf einmal?
In der festen Überzeugung, dass jemand - oder Etwas - Auriel beschossen oder irgendwie angegriffen hatte, drehte Kentariel bei und stürzte förmlich in die Richtung, in der Auriel nieder gegangen war.

Er wäre schneller gewesen, hätte er jede Vorsicht fahren lassen, aber es war schon so dunkel, dass er Mühe hatte die Umgebung noch im Auge zu behalten und zugleich seine Mächte dazu zu veranlassen seinem Körper die bestmögliche Rüstung angedeihen zu lassen, die er momentan zustande brachte.


Als Kentariel schließlich neben Cassiel war, grüßte er den fremden Michaelit nicht einmal, sondern musterte ihn nur kurz kritisch - nein, von dem war die Gefahr wohl nicht ausgegangen - wo aber war Auriel? Da unten irgendwo musste der Michaelit schließlich sein.
Und am beuruhigendsten war, dass er nicht auf die Seele der Schar antwortete, obwohl Kentariel es immer wieder probierte. Das goldene Licht aus ihrer Mitte war fort.

Joliel
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Beitrag von Joliel » 01.08.2009 - 20:17

Die Raphaelitin gestattete innerlich frustriert den Templern mit einem Nicken zu gehen. Viel länger hätten Etzel und sie die zu allem entschlossen scheinenden Männer und Frauen ohnehin nicht aufhalten können. Und letztendlich waren diese hier im Kloster wohl genauso nutzlos wie draußen beim Lager.
Dem jungen Prior berichte sie dann in knappen Worten von den Vorfällen. Ob der etwas dagegen ausrichten konnte, war zwar mehr als fraglich, aber wenigstens konnte sich hinterher niemand darüber beschweren, sie hätten keinen informiert.
Doch noch während Joliel mit dem Prior sprach, spürte sie, dass ihr Michaelit über die Seele der Schar Kontakt aufnehmen wollte, aber die Verbindung jäh unterbrochen wurde.
Die Raphaelitin wechselte mit Etzel angstvolle Blicke. Der Ramielit schien die selben beunruhigenden Gedanken zu haben. Auriel musste etwas zugestoßen sein!

“Entschuldigt uns...!”, beendete Joliel das Gespräch mit dem Prior abrupt und rannte nach draußen, weg von der Menschenmenge um genug Platz zum starten zu haben. So schnell es ging erhob sie sich in die Luft und verfluchte im selben Moment die allgegenwärtige Dunkelheit, die einem die Orientierung erheblich erschwerte. Erst nach mehreren Flügelschlägen hatten sich ihre Augen einigermaßen daran gewöhnt und so konnte sie wenigstens anhand der hellen Schwingen, die sich gegen den Nachthimmel abhoben, erkennen, dass noch ein anderer Engel in der Luft war - der Größe nach zu urteilen wahrscheinlich Semriel.
’Verdammt, wo sind die anderen?' Das war einer dieser Momente, in denen Joliel wieder bewusst wurde, wie sehr das Funktionieren einer Schar von der gemeinsamen Seele abhing.

Cry
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Beitrag von Cry » 02.08.2009 - 00:31

Im Zwielicht des Sonnenuntergangs war nicht zu erkennen gewesen, was dem Engel widerfahren war - die Menschen, die die letzte Ernte des Tages noch vor der Dunkelheit einbrachten verschwammen schon bei niedriger Höhe zu einem grauen Brei aus Bewegung.
Aber die weißen Schwingen des Michaeliten waren vor dem dunklen Hintergrund gut zu erkennen und Cassiel bremste seinen Sinkflug erst kurz vor dem gestürzten Engel, indem er seine Flügel vollends ausbreitete, was seinen Torso wie an einer Schaukel nach vorne schwingen ließ, ehe er aufsetzte.

Nach einem halben Schritt war er bei Auriel und beugte sich kurz über ihn, konnte aber auf Anhieb keine Wunde feststellen - er reckte den Hals um zu sehen, wo die Schar des Michaeliten sich herumtrieb, schließlich war kaum auszudenken, dass dieser genauso vom Pech verfolgt wie er selber wäre...
Aber in der Düsternis konnte er nur den Gabrieliten erkennen, der beinahe Zeitgleich mit ihm angekommen war.
Zuletzt geändert von Cry am 02.08.2009 - 15:03, insgesamt 1-mal geändert.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 02.08.2009 - 07:00

Cassiel erblickte Kentariel der neben ihm landete und den fremden Michaeliten einfach zur Seite drängte.

"Weg da!"
Kentariel hob den leblos wirkenden Auriel hoch. Nicht mühelos, aber trotzdem mit Schwung. Ob für Auriel noch eine Chance bestand?
Er sah überhaupt nichts, das Auriel fehlte. Was hatte der Michaelit denn bloß?

"lass uns los, hier gibts Traumsaat!", raunzte er den Michaeliten an. Ihm war ziemlich egal wo der herkam, noch dazu allein. Momentan war er nur praktisch - eine Rückendeckung.

Dann sah er auf, weil er Flügelschlag hörte. Entfert zwar, aber es waren immer noch ENGEL in der Luft und bis zum Kloster war es nicht mehr weit.

"HIERHER. JOLIEL! ETZEL!", brüllte er aus Leibeskräften, während er losmarschierte. Hoffentlich checkte Semriel, dass er oben bleiben sollte, als Augen nutzte er ihnen jetzt echt mehr als hier unten.

Cry
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Beitrag von Cry » 04.08.2009 - 06:50

Etwas erleichtert, dass der Gefallene anscheinend zumindest noch Teile seiner Schar um sich hatte, trat Cassiel einen Schritt beiseite, die eben noch ausgebreiteten Schwingen nun einfaltend. Hektisch sah der Michaelit sich um, wo die anderen Engel blieben, er hatte doch noch weitere Schemen gesehen..?
Aber es war zu Dunkel.
"Wo können wir ihn in Sicherheit bringen?" fragte er den Gabrieliten, während er wieder einen Schritt auf ihn zutrat um deutlich zu machen, dass er auch beim tragen helfen würde.

Etzel
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Beitrag von Etzel » 04.08.2009 - 16:24

Absolute Stille.
Er sah Joliel an, sie schien genauso beunruhigt zu sein wie er. Auriel war etwas zugestoßen. Joliel hatte es inzwischen sehr eilig und er konnte dieses gefühl auch teilen.

Etzel sah denn jungen Prior an, nickte ihm zu und wandte sich zu der Stelle an der Joliel gestartet war. Er stieß sich vom Boden ab und fand sich in der vollkommenen Dunkelheit wieder.
Verdammt, er sah nichts, doch dort etwas helles. Er beeilte sich die Raphaeltin einzuholen.

Was konnte Auriel zugestoßen sein?

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Beitrag von Lucien » 04.08.2009 - 18:34

Semriel bemerkte schließlich, dass es nichts mehr brachte, weiter die Augen offen zu halten. Deprimiert und verärgert gab er sich geschlagen und schaute sich nach seiner Schar um, um zu ihnen zurückzukehren. Doch was war das? Wer war dieser Fremde und wieso war ihr Anführer bewusstlos in Kentariels Armen? Irgendetwas stimmte da doch nicht... Zieltstrebig schoss er auf die Scharmitglieder zu und bremste im letzten moment ab, was eine kleine Staubwolke zur Folge hatte. "Was ist hier los?" fragte er fordernd den Gabrieliten und äugte dabei den neuen Engel misstrauisch aus den Augenwinkeln.

Michael
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Re: [Erntezeit] Die Saat

Beitrag von Michael » 17.01.2011 - 19:22

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